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    Alt 27.04.2011, 17:07   #21
    opfer5
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    Alt 28.04.2011, 21:03   #22
    Pegasus008
     
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    @denk99


    Zitat:
    das ist doch der sinn der rettungsschirme., oder?
    die märkte beruhigt der rettungsschirm doch derzeit nicht so, wie von der politik beabsichtigt.

    es gibt praktisch kaum käufer für griechenlandanleihen, es sei denn, die EZB... natürlich können wir unseren wohlstand dafür opfern, für griechenland einzuspringen.

    m.E. spricht vieles dafür, die gläubiger endlich das risiko tragen zu lassen. ein hair-cut dürfte unter dem strich die vernünftigste lösung sein. hierdurch in probleme geratende gläubiger sollten im regelfall dann nicht staatlich gestützt werden, um selbständig zu bleiben, sondern vorübergehend verstaatlicht werden. die privatisierung der gewinne und die sozialisierung der verluste ist - wenn überhaupt - nur in einem gewissen rahmen sinnhaft.

    eine marktwirtschaft und der kapitalismus benötigen u.a. das prinzip der haftung.




    Zitat:
    die freiheit des geldes, und die transfermöglichkeiten, der handel mit geld und ansprüchen kann weltweit in sekunden rotieren.

    zentrale sammelstelle allen in der welt herumflatterndes zahlengeldes und somit aller ansprüche ist china. sie helfen, wo sie können. sie "helfen" in afrika, den usa und auch den griechen. das hat zur folge, dass die chinesen bestimmen, ob in griechenland spargel oder wein angebaut wird. wir kennen das doch. GM und Ford bestimmen, was in deutschland für autos gebaut werden.

    das mit dem angeblich in sekundenschnelle weltweit anlagen suchende geld wird hinsichtlich den großen schuldner m.E. überschätzt.

    es ist den allergrößten gläubigern nicht ohne weiteres möglich, aus ihrem jeweiligen engagement auszusteigen.

    fakt ist, dass - möchte jemand verkaufen - auf der anderen seite ein käufer stehen muss. anosnsten versagt der markt. im fall der usa stand die us-notenbank als käufer ein und kaufte die us-staatsschulden mit druckfrischem geld. wie ich schon (sinngem.)schrieb - "die us-notenbank bezahlt den us-haushalt... "
    die bedeutenden gläubiger der usa befinden sich in einem schwer zu lösenden zielkonflikt.



    Zitat:
    mit reichlich schauder stelle ich fest, dass euer bislang gepriesenes system inzwischen eine halbwertszeit von wenigen sekunden hat. mitlerweile tut ihr so als hättet ihr schon immer die gefahren erkannt. es freut mich mich aber, dass du inzwischen deinen eigenen verstand einsetzt und nicht mehr gebetsmühlenartig die klassische vwl und bwl des turbokapitalismus ableierst.

    na, war diese systemkritik mal wieder ein "rückfall" in den zustand der nichtverbesserlichkeit deinerseits durch realitätsverweigerung?

    frage mal deinen freund "karibik", ob ihm in form einer PN einst ein gewisser pegasus - längst vor der "lehman brothers pleite" schrieb, dass er davon ausgeht, dass ob der weltweiten schuldensituation papiergeld, bzw. anlagen in anleihen (auch deutschlands) auf dauer gefährdet sind.

    ich werde in vielerlei hinsicht meine meinung - auch hier - nicht offen schreiben. mir liegt wenig daran, so unwichtig ich auch bin, unnötig öl ins feuer zu gießen. in PNs bin ich im einzelfall offener.

    unabhängig davon ist es für mich beruflich wichtig, dass ich sehr wachsam bin, wenn meine eigenen einschätzungen mit einem breiten marktkonsens übereinstimmen sollten. allerdings stemme ich mich auch nicht reflexartig und grundsätzlich gegen konsensmeinungen. ich versuche mich in fundamentalen betrachtungen und - manchmal bekomme ich recht, manchmal liege ich falsch. vom schwafeln und fabulieren, aber auch von rechthaberei kann man in meinem fall nicht leben.
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    Alt 29.04.2011, 07:19   #23
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    Zitat:
    Zitat von Pegasus008 Beitrag anzeigen
    @denk99
    es gibt praktisch kaum käufer für griechenlandanleihen, es sei denn, die EZB... natürlich können wir unseren wohlstand dafür opfern, für griechenland einzuspringen.
    da werden zinsen von 23% genannt. ensprechend hoch sind auch die kreditausfallversichrungen sodass sich das nicht rechnet. dabei will man den griechen helfen. helfen, über den jordan. ist halt marktwirtschaft vom feinsten.

    Zitat:
    m.E. spricht vieles dafür, die gläubiger endlich das risiko tragen zu lassen. ein hair-cut dürfte unter dem strich die vernünftigste lösung sein. hierdurch in probleme geratende gläubiger sollten im regelfall dann nicht staatlich gestützt werden, um selbständig zu bleiben, sondern vorübergehend verstaatlicht werden. die privatisierung der gewinne und die sozialisierung der verluste ist - wenn überhaupt - nur in einem gewissen rahmen sinnhaft.

    eine marktwirtschaft und der kapitalismus benötigen u.a. das prinzip der haftung.

    aber pega, dann solltest du auch wieder an den weihnachtsmann glauben. es sind doch die gelder, die überall über in der welt, mehrfach verliehen und mehrfach angelegt herumschwirren. es sind die gelder die die HRE, die west-lb, die bayernbank und die deutsche bank überall im auftrage der anleger, der wirtschaftsbosse, regierungsbosse, erben, anlegen.

    also werden sie gesetze machen um ihre einlagen zu schützen. oder hast du schon mal regierungs- und wirtschaftsbosse gesehen, die sich per gesetz selbst enteignen.
    Zitat:
    das mit dem angeblich in sekundenschnelle weltweit anlagen suchende geld wird hinsichtlich den großen schuldner m.E. überschätzt.
    es ist den allergrößten gläubigern nicht ohne weiteres möglich, aus ihrem jeweiligen engagement auszusteigen.
    die grünen haben doch untersucht, dass eine öltankerladung 30 x verscherbelt wird, bevor sie bei uns an der tankstelle verkauft wird. habe ich das geträumt? aber pega, es gibt doch belastbare zahlen, wieviele mrd täglich an den börsen umgesetzt werden. hinzu kommen die noch größeren mrd, die außerbörslich täglich umgesetzt werden. pega, das war ein schuss in den ofen!
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    Geändert von denk99 (29.04.2011 um 07:23 Uhr)
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    Alt 29.04.2011, 11:50   #24
    Pegasus008
     
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    @denk99


    Zitat:
    da werden zinsen von 23% genannt. ensprechend hoch sind auch die kreditausfallversichrungen sodass sich das nicht rechnet. dabei will man den griechen helfen. helfen, über den jordan. ist halt marktwirtschaft vom feinsten.

    du solltest die marktwirtschaft viel häufiger loben, als du dieses tust.

    es ist doch der fehler der internationalen politik, dass diese die wahren risiken ausblendet.

    "wir" bekamen den euro aus politischen gründen. man hatte - entgegen den warnungen wichtiger ökonomen - sich über die probleme hinweggesetzt, welche bekannt waren, damit der € seine ihm zugedachte, langfristig angelegte rolle überhaupt spielen konnte und bestand hat.

    du wähnst die marktwirtschaft als eine schwachstelle. damit hast du unrecht. du verstehst die marktwirtschaft nicht. fakt ist, dass im regelfall die schwachstelle die politik ist. ein glück für uns alle, dass die politik bislang nicht noch mehr, als ohnehin schon in die märkte hineinpfuscht. die situation im zusammenhang mit dem €, aber auch das desaster im zusammenhang mit dem us-$ sind belege dafür, dass die politik versagte.

    die märkte haben doch längst einen schuldenschnitt (beispiel GR-anleihen) vollzogen. wenn ein besitzer von GR-anleihen diese derzeit verkaufen möchte, dann bekommt er - je nach restlaufzeit - eben nicht die 100%, zu welcher die anleihen am laufzeitende fällig werden, sondern nur einen erlös mit hohem abschlag. zumindest in den büchern der anleger ist der schuldenschnitt bereits fakt und der markt hat die realität längst verarbeitet.

    beispiel GR-anleihe:

    https://www.boerse-stuttgart.de/rd/d...DR.STU&lang=de




    Zitat:

    aber pega, dann solltest du auch wieder an den weihnachtsmann glauben. es sind doch die gelder, die überall über in der welt, mehrfach verliehen und mehrfach angelegt herumschwirren. es sind die gelder die die HRE, die west-lb, die bayernbank und die deutsche bank überall im auftrage der anleger, der wirtschaftsbosse, regierungsbosse, erben, anlegen.


    damit hast du unrecht und zeigst im grunde, dass du die hackordnung in der welt in bezug auf die größenordnungen nicht verstanden hast.

    die von dir genannten landesbanken sind in der welt von geringer relevanz. ihr versagen ist nicht auf irgendwelche anlagenotstände von "reichen" begründet, sondern aufgrund politischen versagens (landesbanken gehören den ländern).

    doch auch dieses ist deshalb wenig relevant, da die großen kreditgeber für die z.B. usa heißen: china, japan und arab. "ölstaaten". "deine" landesbanken, aber auch die dt. bank sind relativ kleine player - wenn man die großen dieser welt als massstab heranzieht.

    manchmal bin ich mir nicht darüber im klaren, ob du überhaupt für voll genommen werden möchtest, denn es ist mir kaum vorstellbar, dass du das, was du teils schreibst, auch tatsächlich ernsthaft glaubst. es kann auch sein, dass du - wie bei linken üblich - lediglich "gegenan stinken" möchtest und dir die bereitschaft fehlt, mit wirtschaftsthemen inhaltlich ernsthaft umzugehen.





    Zitat:
    also werden sie gesetze machen um ihre einlagen zu schützen. oder hast du schon mal regierungs- und wirtschaftsbosse gesehen, die sich per gesetz selbst enteignen.


    es ist teilweise gut, dass verschiedene lobbyisten mit ihrer expertise den teils fachlich unbedarften politikern zumindest ein problembewusstsein ob deren gesetzesvorhaben nahezubringen versuchen. es genügt eben nicht, wenn man elektriker, jurist oder lehrer ist, um in komplexen z.B. ökonomischen sachverhalten richtig urteilen, überzeugen und entscheiden zu können.

    der politik geht es doch ähnlich wie dir - in anderem maßstab -: von wirtschaft haben die betreffenden wenig ahnung.

    nenne mir mal einen einzigen hochkarätigen, anerkannten ökonomen, welcher in D ein hohes politisches amt ausübt (damit meine ich nicht die "ökonomen", welche in der einstigen "DDR" zum "ökonomen" ausgebildet wurden. nebenbei: immerhin hat eine sarah wagenknecht eine ordentliche ausbildung - auch in ökonomie. in der analyse könnte ich vermutlich im einzelfall mit ihr einig sein, allerdings würde ich ziemlich sicher andere schlussfolgerungen ziehen, als sie...


    es ist doch so, dass ökonomische expertise seitens der politik nicht nur ignoriert wird, sondern auch teils vermieden wird, diese überhaupt einzuholen. es ist nicht die ökonomie als wissenschaft, welche im allgemeinen z.B.subventionen einfordert, oder sich den € (so, wie er "aussieht") herbeisehnte, sondern es war die politik. die politik im sinne eines politikbetriebs, welcher zum selbstzweck verkommen ist.

    kurzum: die gesetze macht die politik.

    "deine" grünen haben nichts bewegt, womit der € bei seinem start auf gesunden beinen hätte stehen können. weiterhin hatten die grünen auch nichts sinnhaftes in bezug auf die landesbanken auf den weg gebracht, als sie mithin das sagen hatten.

    man muss leider feststellen, dass die politik großteils auch aus der finanzkrise nichts lernte. jedenfalls blieben die erforderlichen maßnahmen großteils aus, um eine derartige krise zukünftig zu vermeiden.

    mit entsetzen beobachte ich das einknicken der derzeitigen bundesregierung in bezug auf die aufweichung der stabilitätskriterien im zusammenhang mit dem €. mich vermag auch nicht zu trösten, dass nach meiner einschätzung eine rot-grüne regierung - aus rein politischen gründen - sogar noch eher jegliche währungspolitische vernunft über bord werfen würde, als schwarz-gelb...

    immerhin: das fundament für eine transferunion wurde bereits gelegt...



    Zitat:
    die grünen haben doch untersucht, dass eine öltankerladung 30 x verscherbelt wird, bevor sie bei uns an der tankstelle verkauft wird. habe ich das geträumt? aber pega, es gibt doch belastbare zahlen, wieviele mrd täglich an den börsen umgesetzt werden. hinzu kommen die noch größeren mrd, die außerbörslich täglich umgesetzt werden. pega, das war ein schuss in den ofen!

    ...und, was möchtest du damit sagen?

    entschuldige meine unfreundlichkeit, aber:

    du greifst alles an informationen auf, was dir in dein vorgefasstes weltbild zu passen scheint, rührst dieses dann wie wild durcheinander und setzt anschließend beiträge ab, welche allenfalls für einen "keingeist" , diesen "absolventen einer höheren handelsschule" taugen. DU hattest einst vorgegeben, dass du dich "denk" deshalb genannt hättest, da du daran interessiert wärst, sachverhalte zu verstehen. wenn man jedoch in deinen beiträgen nachlesen muss, dass du anscheinend nicht in der lage bist, von deinem antikapitalistischen weltbild als grundposition abzurücken, dann widerlegst du deinen anspruch, lernwillig und lernfähig zu sein, selbst. das finde ich schade, lieber denk.
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    Alt 29.04.2011, 23:28   #25
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    @Pegasus,

    du hast recht. Die märkte sind nicht im sorge um den Euro.

    Währung im Höhenflug
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...759811,00.html
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    Alt 29.04.2011, 23:46   #26
    Pegasus008
     
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    Zitat:
    Zitat von enemenedu Beitrag anzeigen
    @Pegasus,

    du hast recht. Die märkte sind nicht im sorge um den Euro.

    Währung im Höhenflug
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...759811,00.html
    in deinem link wird deine schlussfolgerung nicht gezogen:

    "Eine starke Währung bringt Macht mit sich. Und als inoffizielle Leitwährung gilt der Dollar. Deshalb wird der Euro vor allem an ihm gemessen. "Die Stärke des Euro ist vor allem eine Schwäche des Dollar", sagt Commerzbank-Devisenexpertin Antje Praefcke."


    die angebliche stärke des € ist nicht eine fundamentale, sondern eine relative. außerdem ist eine entscheidende größe der höhere zins in der euro-zone im verhältnis zum us-$.
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    Alt 30.04.2011, 01:47   #27
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    Zitat:
    Zitat von enemenedu Beitrag anzeigen
    Die märkte sind nicht im sorge um den Euro.
    Märkte sind nie in Sorge; die Teilnehmer versuchen immer nur, einen Vorteil für sich aus der aktuellen Lage zu ziehen. Auf der Rennbahn setzt schließlich auch niemand auf das Pferd X, weil er um das Pferd Y Sorge hat - oder umgekehrt.

    Die jetzige Stärke des Euro gegenüber dem Dollar liegt in der Schwäche des Dollars - nicht in einer ach so tollen Einschätzung des Euro. Vielleicht sind beide Währungen, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, olle Klepper. Nur der eine, der Euro, ist momentan gedopt.
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    Alt 30.04.2011, 07:57   #28
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    @Pegaus&Cyrano

    Jede stärke ist relativ

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    Alt 30.04.2011, 08:00   #29
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    Zitat:
    Zitat von Pegasus008 Beitrag anzeigen
    @denk99
    es ist doch der fehler der internationalen politik, dass diese die wahren risiken ausblendet.

    "wir" bekamen den euro aus politischen gründen. man hatte - entgegen den warnungen wichtiger ökonomen - sich über die probleme hinweggesetzt, welche bekannt waren, damit der € seine ihm zugedachte, langfristig angelegte rolle überhaupt spielen konnte und bestand hat.

    du wähnst die marktwirtschaft als eine schwachstelle. damit hast du unrecht. du verstehst die marktwirtschaft nicht. fakt ist, dass im regelfall die schwachstelle die politik ist. ein glück für uns alle, dass die politik bislang nicht noch mehr, als ohnehin schon in die märkte hineinpfuscht. die situation im zusammenhang mit dem €, aber auch das desaster im zusammenhang mit dem us-$ sind belege dafür, dass die politik versagte.
    machs dir nicht so einfach, marktversteher. ich verstehe ihn auch, bestimmt weniger als du, habe aber kein verständnis dafür. schiebs nicht auf die politik, wenn eure gier- und ellenbogenwirtschaft auf breiter linie versagt. euer system hat ebenso radikal versagt wie fukushima. eigentlich hätte nach lehman ein umdenken kommen müssen. nichts - sie versuchen die krisen stes mit den mitteln zu beseitigen, mit denen sie entstanden sind. mit immer neuen krediten, mal billiger, mal noch billiger wollt ihr euer ellenbogengesteuertes, einträgliches betrugssystem retten.

    Zitat:
    die märkte haben doch längst einen schuldenschnitt (beispiel GR-anleihen) vollzogen. wenn ein besitzer von GR-anleihen diese derzeit verkaufen möchte, dann bekommt er - je nach restlaufzeit - eben nicht die 100%, zu welcher die anleihen am laufzeitende fällig werden, sondern nur einen erlös mit hohem abschlag. zumindest in den büchern der anleger ist der schuldenschnitt bereits fakt und der markt hat die realität längst verarbeitet.

    beispiel GR-anleihe:

    https://www.boerse-stuttgart.de/rd/d...DR.STU&lang=de
    ist schon klar, man kann nur noch 67% des nominalwertes erlösen. ist ja ein gutes beispiel für die funktionsweise eures marktes der brutalitäten und der abhängigkeiten allgemein. jetzt gibt es wie immer die beiden möglichkeiten. sterben lassen oder mit intensiver finanzieller hilfe eine chance zur konsolidierung.

    bei der finanzhilfe gibt es 3 möglichkeiten.
    • ein "weiter so" mit immer neuen krediten. das ist eigentlich das lebenselxier eurer kapitalistischen wirtschaft. es garantiert den anlegern mittelfristig die renditen. natürlich verlangen die staaten im interesse ihrer anleger gegenüber griechenland dort nachprüfbare eingriffe. also eine maßnahme, die du eigentlich verurteilst.
    • eine wirkliche konsolidierung. setzt aber starke einschräkungen des staates und der menschen voraus. wäre für die anleger auch risikofrei, würde aber keinen kreditbedarf mehr produzieren. aber mittelfristig nicht gut für die anleger. sie könnten ihr geld nicht wieder anlegen weil kein bedarf mehr besteht. stell dir vor, kein staat braucht noch geld von den giergeiern. die könnten "ihre" dollars und euronen für die gebäudedämmung zerfasern lassen.
    • die, von der finanzwirtschaft so gefürchtete pleite. das geld wäre weg, würde zunächst keinen armen treffen. würde aber die giergeier und anleger in panik verschrecken, sodass "ihr" geld nichts mehr wert wäre.
    es ist doch der ruf der finanz- und gierwirtschaft nach staatlichen maßnahmen um ihre profite nicht zu gefährden.
    pega, mit deiner kritik am staat hast du dich verrannt! die wirtschaft hat mehr einfluss auf den staat als alle demokratischen wähler zusammen. vor der realwirschaft steht die finazwirtschaft, die eigentlichen vorgesetzten der regierungsmannschaft. ackermann darf sogar ins bundeskanzleramt zum feiern einladen.
    Zitat:
    damit hast du unrecht und zeigst im grunde, dass du die hackordnung in der welt in bezug auf die größenordnungen nicht verstanden hast.

    die von dir genannten landesbanken sind in der welt von geringer relevanz. ihr versagen ist nicht auf irgendwelche anlagenotstände von "reichen" begründet, sondern aufgrund politischen versagens (landesbanken gehören den ländern).

    doch auch dieses ist deshalb wenig relevant, da die großen kreditgeber für die z.B. usa heißen: china, japan und arab. "ölstaaten". "deine" landesbanken, aber auch die dt. bank sind relativ kleine player - wenn man die großen dieser welt als massstab heranzieht.
    dennoch sind die einlagen der deutschen anleger über die banken und sparkassen erfolgt. die sorgen und nöte der deutschen möchte ich verstehen. warum gerettet wird, das war mein gedanke. die internationale verflechtung kommt in unserer diskussion auch zur sprache.

    bedaure sehr, dass ich mit meinem laienverstand deinem umfangreichen fachwissen über die gierwirtschaft nichts relevantes entgegensetzen kann. dass china der international größte geldgeber ist, weiss sogar schon mein kater felix. dass die ölscheichs sich schon seit den 60-er jahren überall einkaufen, pfeifen sogar die spatzen von den dächern.
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    Geändert von denk99 (30.04.2011 um 08:41 Uhr)
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    Alt 30.04.2011, 15:50   #30
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    Vaudis,
    es gab eine alternative:
    Lafontaine musste über keine hellseherischen fähigkeiten besitzen um zu erkennen, dass die schnell erblühenden landschaften zum kleintarif ein kindermärchen waren.
    Das irre: Die meisten menschen hatten den selben verdacht. Dennoch erhielt Kohl die mehrheit.

    Die FDPerheilt ihre sagenhaften 14% auch aufgrund ähnlicher versprechungen. Einen teil setzetn sie sogar um. Und nun?

    Wasch mir den pelz, aber mach mich nicht nass.
    Oder':
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    Alt 30.04.2011, 18:08   #31
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    Lafontaine war der gegenkanditat zu Kohl. Er wandte sich gegen eine zu schnelle wiedervereinigung.

    Lafontaine bezeichnete Kohls Pläne als unbezahlbar und erhielt dafür Zustimmung vom damaligen Bundesbankpräsidenten Karl Otto Pöhl. Er glaubte wie viele SPD-Politiker, eine „Wieder“-Vereinigung setze die falschen politischen Prioritäten und wecke erneut Ängste vor deutscher Überlegenheit im europäischen Ausland. Er betonte den sozialdemokratischen Internationalismus und strebte eine staatliche Einheit als Folge, nicht Voraussetzung annähernd gleicher Lebensverhältnisse und Entfaltungschancen an: Ihm gehe es „nicht um die Einheit in einer Grenze. Die Menschen in der DDR wollen die Einheit im Wohlstand“.[9] Er stimmte mit vielen ostdeutschen Bürgerrechtlern darin überein, dass die DDR sich ohne westlichen Druck zuerst selbst politisch und wirtschaftlich reformieren solle. Dazu befürwortete er eine Konföderation beider deutscher Staaten im Rahmen eines gesamteuropäischen Einigungsprozesses.

    Auch wenn du vielleicht zu jung bist das zu wissen, solltest du dich weniger in ignoranten vermutungen ergießen, sonern deine meinung zumindest auf fakten aufbauen.
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    Alt 01.05.2011, 06:39   #32
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    Zitat:
    Zitat von enemenedu Beitrag anzeigen

    Wasch mir den pelz, aber mach mich nicht nass.
    Oder':
    Sparen ja - aber bitte nicht auf meine kosten.
    eigentlich ein inzwischen gewordnes "normales" und leider dauerhaftes verhalten, unabhängig von der jeweiligen regierung. es ist die moral oder ethik, die uns mit den allseits gelobdudelten segnungen des marktes und der privatisierung, die uns abhanden gekommen ist.

    hinzu kam die arroganz der wirtschaft und der politik, die uns als die leistungsfähigen und anspruchsberechtigten incl DM-bewertung gegenüber anderen in der welt hervorhob. hochmut kommt vor den fall. man hat alles heil in der privastisierung gesehen.

    diese privatisierung wurde langfristig moralisch von den konservativen kreisen bis weit in die spd hinein (seeheimer kreis) aufbereitet und sehr erfolgreich transportiert. reichlich beispiele zur unterstützung der konservativen ideologie gab es. die west-lb, die kfw, die post, die bahn. bei bahn und post wollte man sich der mrd-zuschüsse entledigen.

    jeder subventionsabhängige betrieb im öffentlichen dienst war ein beispiel für das allheilmittel privatisierung. damals konnte der postbote noch die familie ernähren und wurde nicht zum stundenjobber mit anspruch auf hartz4. die schurken der fdp, union und spd haben schwere schuld auf sich geladen und millionen von uns in die längst nicht beendete krise gestürzt.

    mitschuldig sind aber auch deren wähler. viele von uns leben heute von der substanz, die ihre eltern und großeltern aufgebaut haben. in einigen jahren wird die substanz aufgebraucht sein. es ist ein schleichender, von der politik ignorierter prozess. woher auch, denn ihre substanz wächst, dank der im selbstbedienungsverfahren erlassenen regelungen und gesetze.

    ebenso wie der staat die landwirtschaft subventioniert, hat er auch die wichtigsten versorgungseinrichtungen wie verkehr, wasser, strom, heizung zu subventionieren. er muss auch die kindergärten, schulen und universitäten subventionieren. da hat man sich aus berechtigter angst vor wahlniederlagen noch nicht rangetraut.
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    Alt 01.05.2011, 16:59   #33
    cyrano35
     
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    Zitat:
    Zitat von Vaudis699 Beitrag anzeigen
    Einem Saarländer braucht man wirklich nichts über diesen selbsternannten Finanz- und
    Wirtschaftsexperten erklären.
    Kann ich nachvollziehen. Aber Lafontaine hatte nun einmal die große Mehrheit deutscher Ökonomen hinter sich, als er sagte, dass die blühenden Landschaften eine Stange Geld kosten würden. Auf diese Ökonomen wollte man im nationalen Überschwang jedoch nicht hören. Gleichwohl war Lafontaines Alternative - eine Wiedervereinigung Schritt für Schritt - politisch und ökonomisch nicht realisierbar.

    Auch im Fall der Währungsumstellung auf den Euro siegte die Politik über ökonomische Vernunft, betrachtet man die Aufnahme von schwachen Volkswirtschaftlichen in den Euro-Raum. Manche "Macher" des Euro geben sogar zu, dass sie um die Tricksereien der Schwachen wussten - und stimmten deren Aufnahme trotzdem zu.
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    Geändert von cyrano35 (01.05.2011 um 17:01 Uhr)
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    Alt 01.05.2011, 21:00   #34
    cyrano35
     
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    Zitat:
    Zitat von Vaudis699 Beitrag anzeigen
    Ökonomen sind keine Hellseher, vollkommen richtig, dann dürfen sie sich aber so auch nicht darstellen, das tollste sind ja die beiden Herren Sinn und Hüther, ihres Zeichens Professoren.
    Ja, die Talkshow-"Wissenschaftler", die auch noch in der "Bild" schreiben... Was soll man dazu noch sagen? Besser nichts, sonst würde man wütend.

    Mit seinem Geschäftsklimaindex ist es Sinn gelungen, andauernd in den Medien präsent zu sein, auch wenn dieser Index in etwa so viel aussagt wie Wetterberichte von gestern oder heute. Es ist ein lediglich mediales Phänomen, dass man einen derartigen Schmu wie den Geschäftsklimaindex über den Ähter schickt und ihm eine große Bedeutung beimisst. Sinn hat es halt geschafft, sich einen Platz in den Nachrichten zu sichern. Gut fürs Geschäft.

    Zitat:
    vor der Krise gab die "Ampelanlage", laut dieser Herren für die Wirtschaft nur eine Richtung bzw. Farbe vor Grün, vor allem Sinn will davon nichts mehr wissen, richtig ist auch das sich viele Investoren in den USA nicht auskannten, dann muß allerdings die Frage erlaubt sein: Wie kann ich Geld in eine Sache stecken, die ich nicht verstehe?
    Gar nicht. Was man nicht versteht, kauft man nicht. Allerdings waren die meisten miesen Papiere/Risiken in Pensionsfonds versteckt; die Inhaber wussten gar nicht, welches Gift sie sich eingelagert hatten.

    Natürlich konnte so etwas wie Hans-Werner Sinn nach der Finanzmarktkrise sein Geschwätz von der Deregulierung nicht mehr rechtfertigen. Also tauchte er medial ab und schrieb ein Buch über den bösen Casino-Kapitalismus, den er dereinst selber befürwortete, indem er die Abschaffung des staatlichen Rentensystems forderte.

    So macht man halt aus allem ein Geschäft, wenn man Hans-Werner Sinn heißt.

    Zitat:
    Na Toll, Italien ist das drittgrößte EU-Land oder?
    Vielleicht haftet ja irgendwann der kleine Duce mit seinem Privatvermögen.
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    Geändert von cyrano35 (01.05.2011 um 21:03 Uhr)
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    Alt 01.05.2011, 22:25   #35
    enemenedu
     
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    Zitat:
    Zitat von Vaudis699 Beitrag anzeigen
    Lafontaines Aussagen haben sich als vollkommen richtig erwiesen, ohne Frage, nur bestreite ich, das das jetzt wirklich nur wegen Ängsten wirtschaftlicher Natur so gemacht wurde; um Wahlen zu gewinnen, damals wie heute, brauche ich als Heraus-forderer ein anderes Thema,
    Merkwürdige argumentation.
    Einerseits erkennst du an, dass Lafontaine recht hatte, unterstellst ihm aber, dass dies nicht aus erkennen der tatsächlichen lage und aussichten, sondern aus wahltaktischem kalkül geschah. Demnach hätte er vertreten was gar nicht seine sicht war, sondern nur das gegenteil der Kohls.
    Was wäre denn tatsächlich seine sicht gewesen? Aufgrund deiner hellsichtigkeit müsste es dir doch leicht fallen diese darzustellen.

    Zur ergänzung:
    Ich bin kein fan von Oskar.

    Ansonsten bin ich deiner, und insbesondere cyranos, meinung bezüglich der fähigkeiten und absichten der medienstars unserer wirtschaftsfachleute.
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    Konfuse sagt: "Das Gedächtnis malt mit goldenem Pinsel"
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    Alt 01.05.2011, 23:05   #36
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    Jou. Das "kommunistische" rumexperimentieren kann man nach all den gescheiterten versuchen wirklich vergessen.
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    Konfuse sagt: "Das Gedächtnis malt mit goldenem Pinsel"
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    Alt 02.05.2011, 05:23   #37
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    Zitat:
    Zitat von enemenedu Beitrag anzeigen
    Jou. Das "kommunistische" rumexperimentieren kann man nach all den gescheiterten versuchen wirklich vergessen.
    zum schlichten denken, als festbetonierte stammwählerschaft der sogenannten volksparteien reichen diese totschlagargumente natürlich vollkommen aus. nur weil der kapitalismus die menschen und die rohstoffe dieser erde schneller und effektiver ausplündern konnte, bedürfnisse, konsum und verschleiß besser ankurbeln konnte, muss er nicht besser sein.

    wer die sklaverei, den kolonialismus, den feudalismus, das vergehen an der menschheit und an der umwelt als erfolge feiert, ist weiter nichts als ein verblendeter ideologe des gierkapitalismus. das war auch schon damals, zu zeiten der römer gierkapitalismus. dabei sagt der kapitalismus scheinheilig, dass er keine ideologie hat sondern der markt den kurs bestimmt.

    für das umfangreiche versagen an allen fronten werden stets neue argumente und entschuldigungen produziert. mal sind es die häuslebauer in usa, mal sind es die bankmanager, mal sind es einztelnen staaten, die über ihre verhältnisse leben. das ist alles auch idologie, auch wenn sie nicht so verstanden wird. das macht eure ideologie so perfide.
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    Geändert von denk99 (02.05.2011 um 05:25 Uhr)
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    Alt 04.05.2011, 20:46   #38
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    ach denk,
    ich bin nu mal ein technokrat. Will eine maschine, eine anlage, welches system auch immer, trotz aller versuche kein bisschen so funktionieren wie einst konzipiert, errechnet, geplant erprobt, überarbeitet - ja dann gehört es halt zerlegt und vergessen.
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    Konfuse sagt: "Das Gedächtnis malt mit goldenem Pinsel"
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    Alt 13.05.2011, 15:20   #39
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    es hat den anschein, als ob die starken euroländer griechenland weiterhin mit liquidität versorgen möchten, damit die probleme, welche das land in die krise führten nicht gelöst werden müssen, sondern die begleichung der rechnung in die zukunft verschoben wird.

    dabei wäre es die radikalste, konsequenteste und zugleich zielführendste lösung, wenn griechenland eine umschuldung angehen würde.

    auch ein (zusätzlicher) ausstieg griechenlands aus dem euro wäre zu durchdenken und ggf. zu realisieren.

    die finale krise wird m.E. mehr opfer kosten, wenn diese noch weiter verschleppt wird.

    unabhängig davon fehlen den eurostaaten weiterhin die eigentlichen rahmenbedingungen für eine gemeinsame währung. auch hier ist nicht ersichtlich, dass die politik zielführend handelt, sondern sich weiterhin versucht durchzumogeln. letzteres kann auf dauer kaum gut gehen.

    http://www.ftd.de/politik/europa/:eu.../60051515.html
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    Alt 13.05.2011, 16:20   #40
    uweboch1
     
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    uweboch1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreuweboch1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
    Standard Wirtschaft in Griechenland wächst stärker als erwartet!

    Wirtschaft in Griechenland wächst stärker als erwartet!

    In Griechenland ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal um 0,8 Prozent zum Vorquartal gestiegen. Ein Hoffnungsschimmer?

    Ich würde es dem Land und vor allen den Menschen dort wünschen.

    http://www.ad-hoc-news.de/griechenla.../News/22142371


    Uwe
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