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    Alt 02.09.2016, 22:47   #1
    vortiessen
     
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    Standard Vor 155 Monaten: Der Kali-Krimi. Macht, Raub, Hungerstreik.

    Von Zeit zu Zeit öffnen Archive ihre bislang gesperrten Akten, und man erfährt dann, warum die skandalösen Wahrheiten viele Jahre nicht ans Licht kommen durften. So ist letztes Jahr auch der Inhalt des geheimen Fusionsvertrages Kali West + Kali Ost bekannt geworden. Dem hatten damals Abgeordnete zugestimmt, ohne überhaupt seinen Inhalt im Detail zu kennen. Allein das muß man sich schon auf der Zunge zergehen lassen, denn mit dem Mauern rund um TTIP versucht man heute Ähnliches mit unseren Abgeordneten. Hinzu kam das Belügen der Öffentlichkeit durch die Treuhand, wobei die Öffentlich-Rechtlichen unkritisch als Lügenverbreiter mithalfen, dann die wiederholte heimliche Sanierung von Westbetrieben aus dem Verkauf des Tafelsilbers der DDR und am Ende der quasi mafiöse Umgang mit einem Unternehmer, seine Vernichtung. Wirtschaft, Banken und Politiker leisteten da ganze Arbeit und zeigten ihre wahre, menschenverachtende Haltung, denn das Schicksal der Bergleute und ihrer Familien spielten dabei nicht die geringste Rolle.
    Schön auch zu sehen, wie Politiker von Berlin bis Brüssel vor Wirtschaft und Banken einknicken bzw. machtlos sind. Einmal mehr ein Hinweis. wer tatsächlich die Fäden hierzulande in Händen hält.
    Die nachfolgende Dokumentation entstand vor einem Jahr und ist noch bis Ende diesen Monats in der Mediathek verfügbar. Sehr schön darin auch der Auftritt dieser großmäuligen Platzmütze Steger, bei der sich die Dokumentation jede Bewertung ersapart, denn die Haltung dieses prächtigen Vertreters jedes Besserwessi-Klischees spricht überdeutlich für sich selbst. Einem Wirtschaftprofessor hätte ich übrigens nicht zugetraut, daß er den erwiesenen Blödsinn von der "Pleite der DDR" so willfährig wiederkäut.

    http://www.ardmediathek.de/tv/Umscha...entId=30842718
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    Alt 03.09.2016, 01:20   #2
    keinenBockmehr
     
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    Standard

    Nur mal so zur Info: "Vor 155 Monaten", das war dann also vor rd. 13 Jahren, entspricht dem Jahr 2003... Da kann ich kaum glauben, dass es noch "Kali Ost" bzw. "Kali West" gab!
    WENN jemand den verlinkten Text GENAU lesen, den Filmbeitrag genau anhören würde (soll heißen: hättest DU genau gelesen bzw. gehört), würde er hingegen klar erkennen, dass dort ganz deutlich vom Jahr 1993 die Rede ist. Hättest du dies erkannt und von (etwa) 276 Monaten geschrieben, würde deine Jammer-Ossi-Arie wenigstens Fakten entsprechen.

    Und ansonsen: WEN interessieren so olle Kamellen noch, außer den ewig gestrigen Ostalgikern?
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    Alt 03.09.2016, 08:54   #3
    vortiessen
     
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    Standard Die bewährte Tölpelfalle

    Zitat keinenBockmehr: »Nur mal so zur Info: "Vor 155 Monaten", das war dann also vor rd. 13 Jahren, entspricht dem Jahr 2003... Da kann ich kaum glauben, dass es noch "Kali Ost" bzw. "Kali West" gab!«

    Die unterschlagenen 10 Jahre hast Du hübsch analysiert.
    Einmal ist ein eingebauter gravierender Rechtschreibfehler der Köder, ein andermal ist die Tölpelfalle einer beim Rechnen, die den Angreifer aus der Reserve lockt und an der er, sich in Selbstsicherheit wiegend, seine "tiefgründige" Argumentation anknüpfen kann.

    »WENN jemand den verlinkten Text GENAU lesen, den Filmbeitrag genau anhören würde ..., würde er hingegen klar erkennen, dass dort ganz deutlich vom Jahr 1993 die Rede ist. Hättest du dies erkannt ..., würde deine Jammer-Ossi-Arie wenigstens Fakten entsprechen.«

    Es freut mich, daß Du nicht nur meinen Beitrag gelesen hast, sondern auch den Filmbeitrag angesehen hast.

    »Und ansonsen: WEN interessieren so olle Kamellen noch, außer den ewig gestrigen Ostalgikern?«

    Das hat mit Ostalgie nichts zu tun, sondern ist gemeinsame deutsche Geschichte, die für die Gesundung der angeschlagenen westdeutschen Wirtschaft und für die Verteilung der hohen Prokopfschulden auf die Beitrittsbürger eine gewaltige Rolle spielte.

    Im Übrigen mutete es weniger seltsam an, wenn sich jemand in einen Geschichts-Thread begäbe, um sich dort über eine laufende Diskussion über Kosmetikartikel, Hundeerziehung oder ScienceFiction-Romane zu mokieren, als wenn er das bei den dort naturgemäß behandelten "ollen Kamellen" täte ...

    Nun würde es mich, um auf "tiefgründige" Argumentation zurückzukommen, freuen, wenn Du auch zum Inhalt des beschriebenen Vorgangs vor 276 Monaten etwas beitragen könntest.
    vortiessen ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 03.09.2016, 18:28   #4
    detektiv3
     
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    Standard

    Im Oktober ists wieder ein Monat mehr


    Das Verramschen des DDR- Tafelsilbers war wahrscheinlich für die damaligen Abgeordneten unbesehen eine gute Sache. Aus deren festen ideologischen Überzeugungen heraus konnte es nichts Gutes da gegeben haben. Die Übernahme durch einen Westkonzern konnte in deren Augen nur eine heroische Tat sein, die der angeblich dem Untergang geweihten Region samt ihren Wählern wie die Erlösung vor dem sicheren Ende vorkommen mußte.
    Wahrscheinlich war das sowieso alternativlos, weswegen die Beschäftigung mit der Sache entbehrlich schien.

    Andere seltsame Übernahmen waren:

    - Leunawerke- Raffinerie unter Hilfe Kohls an Elf Aquitaine. Dabei flossen Schmiergelder und in Frankreich wurden ELF-Manager dafür vor Gericht gezerrt und verurteilt.

    - Die ostdeutschen Werften

    - Das Stahl- und Walzwerk Henningsdorf

    - Das PCK Schwedt

    Die zwei letzten hatten seit den 70ern bis Ende der 80er hochmoderne Anlagen aus dem westlichen Ausland gekauft und waren in speziellen Technolgien Weltspitze.

    Auch in die Leuna- Werke Raffinerie war vor 89 massiv in moderne Anlagentechnik investiert worden, so dass die neuen Eigentümer beste Startbedingungen vorfanden. Demenstsprechend groß war die Rangelei um diese Filetstücken der DDR- Wirtschaft.

    Die Kali- Ost mußte platt gemacht werden, weil Konkurrenz für die Kali- West nicht erwünscht war.
    __________________
    Achtung, sie verlassen trollfreies Gebiet.
    detektiv3 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 04.09.2016, 12:52   #5
    keinenBockmehr
     
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    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen
    (...)

    Nun würde es mich, um auf "tiefgründige" Argumentation zurückzukommen, freuen, wenn Du auch zum Inhalt des beschriebenen Vorgangs vor 276 Monaten etwas beitragen könntest.
    Warum sollte ich? Ich habe/hatte weder "Brüder" noch "Schwestern" in Ossi-Land, noch wurde ich nach meinem Einverständnis zu dieser Einverleibung und vor allem zur Finanzierung dieser "Fremden" und deren maroder Wirtschaft mittels Plünderung sämtlicher westdeutschen Steuer- und Sozialkassen gefragt. Wäre ich gefragt worden, so hätte meine Antwort laut und deutlich "NEIN!" gelautet!

    Meine Meinung zur Ossi-Land Annektierung ist schlicht und ergreifend, dass die Mauer hätte höher gezogen werden sollen anstatt sie einzureißen! Warum sollte ich mich also mit derartigen Ereignissen in irgendeiner Weise beschäftigen?
    keinenBockmehr ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 04.09.2016, 13:43   #6
    sunni372
     
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    Standard DDR Staatsbesitz verscheuert an "den Westen"

    Nicht ganz uninteressant ist das Thema Treuhand!
    Sollten die Betriebe der ehemaligen DDR verkauft oder sollten die Ostfirmen sanieren werden? Die Manager der Treuhandanstalt waren damals heillos zerstritten.
    Rohwedder (SPD und Treuhandchef 1990-1991) setzt auf den zweiten Weg, Kritik daran kam nicht nur aus Deutschland, sondern auch den USA und Großbritannien.
    Nach offiziellen Angaben wurde Rohwedder von der RAF erschossen, aber seine Mörder sind 25 Jahre später noch immer unentdeckt und das Attentat ungeklärt, so wie im Fall Alfred Herrhausen (Deutsche Bank Chef), auch bei ihm gibt es erhebliche Zweifel daran, dass er von der RAF ermordet wurde, klar hingegen ist, dass sein Eintreten für die dritte Welt Länder und seine Absichten die deutsche Bank gegenüber den US Banken zu stärken, bei ganz bestimmten Leuten auf Widerspruch stoß.

    Nachfolgerin von Rohwedder war Birgit Breuel (CDU und Mitglied der Antlantikbrücke), der Staatsbesitz der DDR wurde quasi verscheuert, denn statt Sanierung kam eine Privatisierung, aus diesem Grund haben westliche Kapitalinteressen auf jeden Fall profetiert.
    sunni372 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 04.09.2016, 13:45   #7
    sunni372
     
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    Zitat:
    Zitat von keinenBockmehr Beitrag anzeigen
    Warum sollte ich? Ich habe/hatte weder "Brüder" noch "Schwestern" in Ossi-Land, noch wurde ich nach meinem Einverständnis zu dieser Einverleibung und vor allem zur Finanzierung dieser "Fremden" und deren maroder Wirtschaft mittels Plünderung sämtlicher westdeutschen Steuer- und Sozialkassen gefragt. Wäre ich gefragt worden, so hätte meine Antwort laut und deutlich "NEIN!" gelautet!

    Meine Meinung zur Ossi-Land Annektierung ist schlicht und ergreifend, dass die Mauer hätte höher gezogen werden sollen anstatt sie einzureißen! Warum sollte ich mich also mit derartigen Ereignissen in irgendeiner Weise beschäftigen?
    Zitat:
    Meine Meinung zur Ossi-Land Annektierung ist schlicht und ergreifend, dass die Mauer hätte höher gezogen werden sollen anstatt sie einzureißen!
    Wieso das ?
    sunni372 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 04.09.2016, 21:44   #8
    vortiessen
     
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    Standard Die Geschichte hat sich einfach ohne mein Einverständnis entwickelt :-(

    Zitat keinenBockmehr: "... Ich habe/hatte weder "Brüder" noch "Schwestern" in Ossi-Land, noch wurde ich nach meinem Einverständnis zu dieser Einverleibung ... gefragt. ..."

    Davon ließen sich die realen Vorgänge leider nicht beeindrucken. Und wir reden hier über Dinge, die im vereinigten Deutschland abliefen, also auch den Westen, somit Dein Umfeld, betrafen.
    Es gibt daher keinen Grund, eine Betrachtung zu dieser Geschichte als "Jammer-Ossi-Arie" zu verunglimpfen. Besser wäre, sich die Augen zu reiben und anhand der Doku darüber nachzudenken, ob ähnliche Mechanismen und im Geheimen gezogene Fäden auch jetzt existieren, um Abgeordneten und uns ein X für ein U zu verkaufen - wenigstens für die nächsten zwei Jahrzehnte.

    "Meine Meinung zur Ossi-Land Annektierung ist schlicht und ergreifend, dass die Mauer hätte höher gezogen werden sollen anstatt sie einzureißen!"

    Kommst Du etwa aus grenznahem Raum und trauerst der Zonenrandförderung nach?

    "Warum sollte ich mich also mit derartigen Ereignissen in irgendeiner Weise beschäftigen?"

    Um zu lernen
    . Dazu ist Geschichte da.
    Ein erster Lernerfolg könnte die Erkenntnis sein, daß die Mittel - anders als von Dir einseitig gesehen - nicht nur von West nach Ost flossen, sondern in etlichen Fällen auch umgekehrt.
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    Alt 07.09.2016, 02:14   #9
    keinenBockmehr
     
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    [QUOTE=vortiessen;4536305](...)
    Um zu lernen[/B]. Dazu ist Geschichte da.
    (...)QUOTE]

    Oh ja! Die Ossis haben ja aus der früheren gesamtdeutschen Geschichte auch so viel gelernt, dass ihr die AfD am Sonntag zur zweit-stärksten Partei in Meck-Pomm erhoben habt. Oh ja, viel gelernt habt ihr aus der Geschichte.
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    Alt 09.11.2016, 06:18   #10
    gerda.gronau
     
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    [QUOTE=keinenBockmehr;4537377]
    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen
    (...)
    Um zu lernen[/B]. Dazu ist Geschichte da.
    (...)QUOTE]

    Oh ja! Die Ossis haben ja aus der früheren gesamtdeutschen Geschichte auch so viel gelernt, dass ihr die AfD am Sonntag zur zweit-stärksten Partei in Meck-Pomm erhoben habt. Oh ja, viel gelernt habt ihr aus der Geschichte.
    Hast Du was gegen Ossis ? Ich bin Eine.
    Und wenn Du zitierst, dann schon richtig.
    gerda.gronau ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 04.02.2017, 00:42   #11
    gerda.gronau
     
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    Apropos @Vortiessen....
    Wo steckst Du ?
    Ich vermisse Deine guten Beiträge.
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