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    Alt 07.01.2010, 08:45   #161
    nihil_jie
     
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    Zitat:
    Zitat von redefix Beitrag anzeigen
    Das kosmische gesetzt enthält die wahrheit und ist gleichzeitig in der ethik verankert.
    Ethik wird durch emotionales empfinden in der erkenntnis zwischen gut und böse angezeigt.
    Wahrheitliche ehtik bedeutet nichts zu tun was anderen schadet und das leben zu achten, dies auf allen stufen, weil es das kosmische gesetz so enthält.
    klingt zwar sehr unglücklich esoterisch, aber wenn man davon ausgeht, dass in unserer natur die möglichkeit zu einem ethischen verhalten exsitiert, dann könnte ich Dir auch zustimmen. frage mich aber immer wieder warum nutzen diese eigenschaft so wenige... gensu so wie die eigenschaft das gehirn intensiver zu gebrauchen, was oft eher nicht der fall ist
    dennoch sehe ich in dem einzigen satz von Dir eine komplexere struktur aus vielen zusammenhängen die es transportiert. schade nur dass Du zu wenig auf die details eingegangen bist... oder auf die koplexität die hinter der aussage des satzes steckt. das klingt dann sehr schnell sehr esoterisch wenn man es einfach nur bei solche aussprüchen belässt klingt eher wie eine weissheit und damit vermittelt sie etwas erhabenes... manche menschen schrecken aber vor zu vielen weissheiten, weil sie oft nur wenig reales aussagen... naja... mir gehts zumindest so. grob betrachtet stimmen sie schon bloss wenn man dann ins detail derer aussagen geht... bleibt dann von dieser weissheit nicht viel übrig.

    nachtarg:
    habe noch mal editiert um deinen satz noch mal etwas hervor zu heben, ausser dem hat mir die grüne farbe dann doch nicht gefallen

    Geändert von nihil_jie (07.01.2010 um 08:48 Uhr)
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    Alt 08.01.2010, 12:33   #162
    redefix
     
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    [QUOTE]
    Zitat:
    Zitat von nihil_jie Beitrag anzeigen
    klingt zwar sehr unglücklich esoterisch,
    Esoterisch, überhaupt nicht. Nur Realistisch.
    Oder bist du auf dem weg, dass die struktur menschlich- psychozialer zusammenhänge, in die esoterik gehört? Dann fasse ich eso mal als sammellager für unbegreifliche inhalte auf.

    Zitat:
    aber wenn man davon ausgeht, dass in unserer natur die möglichkeit zu einem ethischen verhalten exsitiert, dann könnte ich Dir auch zustimmen. frage mich aber immer wieder warum nutzen diese eigenschaft so wenige
    Unsere natur bietet nicht nur die möglichkeit, sie arbeitet zwingend auf eine festgelegte,ethische struktur hin, die sie als inhalt für das menschliche leben festlegt.
    Unabhängig aller machtpolitik, dem menschlichen konsumstreben, u.a. für die ehtik nichtigen werte, strebt jeder mensch, durch seine individuellen emotionen gesteuert, nach glück und zufriedenheit.
    Die indiviudelle auffassung von glück ist im gängigen bewußtsein selten mit ethik verbunden und darum sind wenige menschen wirklich zufrieden.
    Denn ehtik und glück hängen zusammen. Das eigene glück ist nicht primär das glück mit anderen menschen, partnern oder familien, sondern die zufriedenheit mit sich selbst als grundlage für weiteres glück.
    Diese hängt nun mal von der auffassung und der befolgung ethischer prinzipien ab. Wer nicht mit sich ethisch im reinen ist, kann nicht allein oder mit anderen zufrieden sein. Wer durch übergriffe, sei es durch gewalt, unterdrückung, betrug, diebstahl, u.a. negativen handlungen oder gedanken, dem kosmischen gesetz widerspricht, das seine verankerung in der menschlichen seele, sprich den wahren emotionen hat, wird sich selbst nicht gerecht und kann darum nicht glück und wahrheit leben, sondern scheinzufriedenheit und trug.
    Moralisches empfinden ist nicht gesellschaftsabhängig oder vernunftsgetragen, sondern nur persönlich/emotional. Da sollten wir von östlichen lebensanschauungen lernen.
    Selbstkritik und wirklichkeit haben nichts mit religion zu tun. Gerade christliche religionen sind am meisten von der wahrhaftigen ethik entfernt, das sie ethische handlungen vorschreiben. Nur die persönliche lebenserfahrung im handeln und denken lehrt durch das persönliche leid, ethik und wahrheit zu erkennen. Darum verhindern religionen als bremsen das wahre ethische empfinden.
    Ethisches empfinden geschieht durch persönliches erkennen von gut und böse und liegt jenseits jeder vernunft und verhaltensvorschrift. Die aufgesetzte oder vorgeschriebene ethik bricht zusammen, sobald sich ein machtpielraum für unterdrückte menschen ergibt. Dann zeigen sie ihr wahres gesicht das in sehr wenigen fällen, ethisch vertrauenswürdig ist, wenn sie mal oberwasser bekommen.
    Wenn es auch nicht mord oder diebstahl sind, dann ist es zumindest der persönliche verrat, durch ein hinterhältiges in den rücken fallen, um sich persönliche vorteile zu sichern.
    Um minderwertigkeitsgefühle und andere schwächen aufzuwerten, bricht beim gängigen menschen oft die begierde durch, die nicht so wahrhaftig ist, wie das jener mensch durch sein neiderfülltes denken meint. Neid ist der grösste begleiter gängiger menschen und verletzt das 9. und 10. gebot der juden und christen. (Was der andere hat, möchte man auch haben) Und so hat man keine skrupel etwas zu entwenden was einem nicht zusteht und das man darum nicht lange halten kann. (meist sind es die partner oder positionen anderer, die man sich durch list und verrat aneignet. Darum muss ein mensch, der beneidet wird, seine dinge festhalten können)
    So ersetzen niedere beweggründe die höheren, da neid und minderwertigkeitsempfinden die triebfedern vieler handlungen und verhaltensweisen sind.
    Eine höher strukturierte ehtik, die sich immer nach der menschlichen reife richtet, würde nichts begehren, was ihr nicht wirklich förderlich ist. So greift kein wahrhaftig ethischer mensch, der über dem neid steht, nach den dingen der anderen, ausser wenn sie für ihn wirklich wichtig sind. Die emotionale eitelkeit des höher entwickelten bewusstseins verbietet sich sogar, die abgenutzten und gebrauchten dinge oder menschen anderer zu verwenden. Sie ist geradezu pedantisch in der aneignung persönlicher werte und hat lieber keine als die falschen. Das wäre das elitedenken über den dingen stehender eitler ethik.
    Den überall selbstlosen und ethisch perfekten menschen gibt es nicht, da alles entwicklungswege sind. Darum sollte man ethische übergriffe nicht nur verurteilen. Dies bedeutet dann allenfalls, dass man im selben emotionalen schwachpunkt hängt.
    Der mensch lebt um das kosmische gesetz zu erkennen und zu verwirklichen. Das wohlwollen der fortgeschritteneneren intelligenzen ist darum immer gross und kann mit den grundlagen vorhandener ethisch/kosmischer formen verglichen werden.
    Das kosmisch ethische programm gehört zum galaktischen bund wo unfortschrittliche intelligenzen durch ethisches wachstum fortschrittlicher gemacht werden.
    Der mensch ergibt die erste humanoide stufe der ethischen entwicklung. Darum sollte er sein gehirn voll nutzen und sich um wahrheit und ethik bemühen. Das leben ist ein programm wo materielle werte nur indirekt eine rolle spielen. Sie sind mittel und zweck zu einer viel komplexeren komunikation, die immer mit ethik konfrontiert wird.
    Jeder sollte für sich selbst eine ethische rolle schaffen, die ihm erlaubt sich im spiegel gefällig und kritisch zu betrachten. Masochistisch/sadistische grundzüge sind im menschen generell vorhanden. Die wurzeln zur zerstörung liegen in einer ungeordneten ethischen auffassung mit der unfähigkeit weitläufig zu denken. oder über den eigenen tellerrand zu sehen.
    Selbst ein mörder könnte sich theoretisch ohne schlechtes gewissen im spiegel betrachten, wenn er seine tat vor sich selbst rechtfertigen kann. Ethische gründe, die einen mord rechtfertigen, gibt es sehr wenige, bzw. gar keine.:-
    Darum kommen auch erlaubte morde wie kriege und heldentum für den soldaten, der sie ausübte, in eine ethische sackgasse, wenn dieser mensch zum denken anfängt.
    Früher oder später gerät das zurückgehaltene gerüst ethischer übergriffe immer ins rollen.
    Dann flieht der mensch vor sich selbst und geht an seinen unethischen handlungen psychisch und oft körperlich zugrunde. Die dämonen verdrängter konfrontation mit dem begangenen, brechen aus, erzeugen schreckensbilder und der mensch zerstört sich selbst aus angst. So ist erklärbar warum viele leute trinken usw. (krebs als siechtum und selbstzerstörung durch ein schlechtes ethisches selbstbild?) Menschen, die sich betäuben, in krankheiten flüchten, usw. können sich selbst nicht ab, da sie ihre eigenen instanzen der wahrheit fürchten. Sie betäuben sich, werden krank, machen unfälle, usw.
    Aus all diesen gründen sollte niemand sagen, dass es keine im menschen verankerte, psychoethishe grundstruktur gäbe und der mensch innerhalb der weltlichen paragraphen tun und lassen könne, was er wollte.

    Zitat:
    gensu so wie die eigenschaft das gehirn intensiver zu gebrauchen, was oft eher nicht der fall ist
    Der grossteil der masse überlässt das denken den spatzen oder pferden, je nach dem.
    . Er mag sich lieber berieseln lassen, blenden und ablenken, damit er nicht mit sich selbst konfrontiert wird.
    Zitat:
    dennoch sehe ich in dem einzigen satz von Dir eine komplexere struktur aus vielen zusammenhängen die es transportiert. schade nur dass Du zu wenig auf die details eingegangen bist
    Da bin ich gerade dabei.

    Zitat:
    oder auf die koplexität die hinter der aussage des satzes steckt. das klingt dann sehr schnell sehr esoterisch wenn man es einfach nur bei solche aussprüchen belässt
    Ich bin so unesoterisch wie ein stein. Esoterisch ist alles was man nicht im bereich der realität haben will, oder es sind zusammengeschnitzte idiotien von weltfremden esos, die keinem was nützen und zu recht da hingehören.

    Zitat:
    klingt eher wie eine weissheit und damit vermittelt sie etwas erhabenes... manche menschen schrecken aber vor zu vielen weissheiten, weil sie oft nur wenig reales aussagen... naja... mir gehts zumindest so. grob betrachtet stimmen sie schon bloss wenn man dann ins detail derer aussagen geht... bleibt dann von dieser weissheit nicht viel übrig.
    Meine weisheiten sind expansiv und schrumpfen nicht bei näherer betrachtung.

    Geändert von redefix (08.01.2010 um 13:24 Uhr)
    redefix ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 08.01.2010, 15:23   #163
    nihil_jie
     
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    @redefix

    ups... ja ich habe Deine lange ausführung gerade entdeckt...
    ja... da hast Du es mir aber wirklich gegeben danke aber im vorraus. ich werde es mir naher auch alles durchlesen. muss aber gleich erstmal einen wochenendeinkauf starten. hungrig macht auch das lesen gar kein spass

    wollte mich, aber nur mal schnell bemerkbar machen... mit der botschaft: "hab Dein beitrag schon entdeckt"

    bis später mal
    nihil_jie ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 10.01.2010, 17:03   #164
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    Die Ethik versagt, wo Wasser gepredigt und Wein getrunken wird.
    Existenzkampf hat nichts mit Neid zu tun, sondern mit Gleichwertigkeit von Leben, vom Vermögenden und Verhungernden.
    Wenn der Vermögende verspeist wird vom Verhungernden, wie in einem Film(Titel vergessen) dann geraten zwei Welten aneinander, deren Werte zu sehr auseinander sind, um Täter und Opfer zu bezeichnen.

    Geändert von wrentzsch (10.01.2010 um 17:12 Uhr)
    wrentzsch ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 16.03.2010, 14:53   #165
    Dieterson
     
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    Zitat:
    Zitat von Noah Beitrag anzeigen
    Ist eine Letztbegründung von Ethik möglich?

    Wenn nicht: Was kann in der Ethik als Wahrheit gelten, und warum?
    Denke schon, weil eigentlich gibt es Wahrheit nur in der Einzahl.
    "was du nicht willst, dass man dir tu', das füg auch keinem Andren zu."

    Es kann z.B. nicht gelten, dass das Streben nach materiellem Reichtum für irgendwen angemessen sei, da sich materieller Reichtum als Gegenteil von materieller Armut definiert, was hieße, Der Reichtum kann nur durch ungefragtes Nötigen zur Armut entstehen.
    Dieterson ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 26.03.2010, 22:04   #166
    lightforce
     
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    Zitat:
    Ist eine Letztbegründung von Ethik möglich?

    Wenn nicht: Was kann in der Ethik als Wahrheit gelten, und warum?
    Ethik ist eine menschliche Erfindung. Die Natur kennt keine Ethik. Alles was in der Natur "moralisch" anmutet hat rein opportunistische Ursachen. Heißt im Klartext: Wir hätten keine Ethik, wenn Sie uns nichts nützen würde.

    Das kann man auch daran erkennen, dass unterschiedlich geprägte Menschen eine unterschiedliche Auffassung von Moral und Ethik vertreten. Jemand der in einem brasilianischen Slum oder einem afrikanischen Bürgerkriegsland aufgewachsen ist hat sicherlich weniger Bedenken jemanden für einen Koffer voller Geld abzuknallen als der durchschnittlich gebildete Mitteleuropäer(wobei es hier natürlich auch Ausnahmen gibt).

    Wer ein Leben lebt, in dem es nicht in erster Linie um Fragen geht wie "Wo krieg ich heute mein Essen her?" oder "Wie schaffe ich es heute nicht umgelegt zu werden?", der kann sich Ethik leisten.

    Grüße
    lightforce ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 05.05.2010, 01:05   #167
    sarja209
     
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    Zitat:
    Zitat von kralle194 Beitrag anzeigen
    Ich würde mich den Vorrednern anschließen, die sagen, daß es DIE Wahrheit nicht gibt, denke dabei aber, daß "Wahrheit" vor allem etwas mit "wahrnehmen" zu tun hat. Dabei muß man feststellen, daß verschiedene Menschen, die ein und den gleichen Sachverhalt erleben, anschließend höchst verschiedene Aspekte des Hergangs in ihre Beschreibung der "Wahrheit" aufnehmen. Daraus läßt sich folgern, daß Wahrheit vor allem die Reflexion der Wirklichkeit mit den dem einzelnen Menschen gegebenen Wahrnehmungsmustern und Gedächtnisfiltern ist. Soviele Menschen, wie am Tisch sitzen, soviele Wahrheiten wird es geben.
    Somit taugt "die Wahrheit" in einem Diskurs über Ethik allenfalls als Idealvorstellung, der man sich annähern, die man aber nie erreichen kann.
    Hallo Kralle,
    es gibt eine endgültige Wahrheit, ob wir diese jemals erkennen werden, ist eine andere Frage. Wenn wir etwas nicht erkennen können, heisst das ja nicht, das es das nicht gibt.Zuerst, kannte man auch nur wenige Planeten, haben dann die anderen nicht existiert? So ist es mit der Wahrheit, es gibt eine Wahrheit. Das andere was du ansprichst, sind subjektive Wahrheiten, die in ihrem jeweiligen Raum gelten.
    Wenn Du vor einem Foto mit einem Gesicht stehst, dann wird es in bestimmten Fällen dich immer ansehen, egal wo Du stehst. Das Bild, kann doch aber nicht den Kopf drehen. Nun dazu sind dann eben entsprechende Antworten zu finden, warum das so ist.
    Ethik, ist eine Erfindung des Menschen, und wird solange gelten, wie sich die Menschen darüber einig sind.
    Wenn die Menschen sich alle einig sind, das Frauen weniger Wert sind als Männer, so wird man das als Wahrheit ansehen, keiner wird es als schlecht empfinden.
    Sollte dann ein Querulant einmal auf die Idee kommen und fragen, warum das eigentlich so ist, wird die Wahrheit relativiert oder sogar negiert und es gibt eine neue Wahrheit, die sich später auch wieder ändern kann, vielleicht sogar durch das alte Modell wieder ersetzt wird.
    Deswegen, frage ich immer: Wohin willst Du/wir gehen? Dann können wir auch eine Wahrheit formulieren
    __________________
    ------------------------------------------------


    PROLETARIER ALLER LÄNDER VEREINIGT EUCH !
    sarja209 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 20.12.2010, 16:07   #168
    iskander6
     
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    Zitat:
    Ist eine Letztbegründung von Ethik möglich?

    Wenn nicht: Was kann in der Ethik als Wahrheit gelten, und warum?
    Hallo Noah,
    Interessante Frage, ich will einfach antworten, auch wenn der thread schon eine Weile alt ist.

    Das Wahre ist wirklich und das Wirkliche ist Wahr, sagt Hegel
    Ob aber dem Denken, der Religion oder der Ethik, der Politik etc. Wahrheit zukomme kann sich nur in der Praxis erweisen. Die Praxis ist nicht das sogenannte Objektive, sondern das Handeln des Menschen, welches Geschichte macht im Miteinander und lösen von Widersprüchen.

    Ethik kommt in Form von Dilemata aus der Praxis und arbeitet sich in der Wissenschaft am Begriff weiter um dann wieder abstrakt-logisch in Praxis sich zu erweisen. Die Praxis ist aber selbst Quelle ethischer Problemstellung, oder anders gesagt, Ethik erarbeitet sich an sogegannte Dilemmata in der rechtlichen und moralischen Praxis.

    Verfolge nur einnal die Entwicklung der Euthanasie.

    Die Praxis der Ethik sind die Gebote, Recht und Gesetz festgelegt als Konsens des Miteinander von Menschen, die ihre Art und ihr Leben ohne Gebote nicht aufrechterhalten könnten. Sie sind wirklich, weil praktisch und damit wahr im Sinne von Evidenz.

    Ethik ist nur die Wissenschaft über jene Gebote. Ethik kann Gebote erforschen, diskutieren, die (noch nicht) Gesetzeskraft hat. Eine innerlogische Letzbegründung für Ethik halte ich für verfehlt, weil Philosophie sich damit lediglich mit sich selbst beschäftigt, sofern sie auf Logik reduziert ist.

    Diese Durcharbeitung des Begriffs in der Ethik ist in der Praxis die Entwicklung von Freiheit des Menschen seit dem er sich darüber Gedanken gemacht und sich nicht nur für die Verbesseung seines materiellen Lebens, sondern seines Miteinanders einsetzt.

    Geändert von iskander6 (20.12.2010 um 16:12 Uhr)
    iskander6 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 12.02.2013, 14:34   #169
    LittleThought
     
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    Alt 15.02.2013, 19:46   #170
    LittleThought
     
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    Die im Prinzip einfachere Frage ob sich Vertreter unterschiedlicher Glaubensrichtung und die Wissenschaft auf eine allgemeine Ethik einigen könnten hat vor vielen Jahren der Professor Hans Küng auf einer Konferenz in Paris zu lösen versucht. Zu seinem großen Erstaunen wurde ihm von den anwesenden Wissenschaftlern (unterschiedlicher Fachrichtungen) beschieden, dass eine wissenschaftlich begründbare unveränderliche Ethik wohl nicht existieren könnte, da diese zu sehr von den jeweils gegebenen Verhältnissen abhinge. Eine Einigung mit den verschiedenen Religionen kam jedoch zustande und wurde schließlich ein Grundpfeiler der von ihm gegründeten Stiftung Weltethos.
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