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    Alt 25.07.2013, 21:10   #1
    berndzaumann
     
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    berndzaumann befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
    Böse Hartz IV ist unsozial!

    Hartz IV ist unsozial!
    Man muss nicht die Eingliederungsvereinbarung unterschreiben!
    http://www.gegen-hartz.de/nachrichte...8d40bd6309.php
    Ich glaube, man muss Widerstand leisten gegen das dumm Hartz IV-System, denn es ist undemokratisch entstanden, durch neoliberale Wirtschaftlobbyisten und es ist nicht demokratisch, sozial, balancetistisch und human.
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    Alt 26.07.2013, 09:00   #2
    vortiessen
     
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    Zitat:
    Zitat von berndzaumann Beitrag anzeigen
    http://www.gegen-hartz.de/nachrichte...8d40bd6309.php
    Ich glaube, man muss Widerstand leisten ...
    Ja, eine sehr gute Information und Haltung dazu.
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    Alt 29.07.2013, 14:02   #3
    sano-y-salvo
     
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    Genau das Gegenteil ist der Fall. Der Kommentar hinter dem Link ist unausgegoren und in sich unstimmig. Solche ´´Ratschläge´´ tragen eher zur Konfrontation bei und können dem Empfänger von Sozialleistungen mehr schaden, als das sie ihm nützen.
    Den Links-Ideologen ist das natürlich egal, sie freuen sich über jeden, der in ihrem Sinne ´´Widerstand´´ leistet.
    sano-y-salvo ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 29.07.2013, 17:51   #4
    sano-y-salvo
     
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    Zitat:
    Zitat von traegeju Beitrag anzeigen
    ...Also weg mit HARTZ und am besten deren Macher und Beführworter auf eine einsame Insel bei Wasser und Brot.
    Hurra, Hurra, Hurra! Es lebe der Populismus.

    PS. Die beste Strategie gegen ALG ist und bleibt es, alle Kraft dafür einzusetzen, durch eigenverantwortliches Denken und Handeln die eigene Situation zu verbessern.
    sano-y-salvo ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 29.07.2013, 18:07   #5
    Doc-Holliday.
     
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    Zitat:
    Zitat von sano-y-salvo Beitrag anzeigen
    Hurra, Hurra, Hurra! Es lebe der Populismus.

    PS. Die beste Strategie gegen ALG ist und bleibt es, alle Kraft dafür einzusetzen, durch eigenverantwortliches Denken und Handeln die eigene Situation zu verbessern.
    Was nützt alles Denken und Handeln, wenn sich die Betroffenen mit Hungerlöhnen abspeisen lassen müssen?

    Ich habe im engeren Freundeskreis eine gute Freundin, die unverschuldet arbeitslos wurde, die Firma ging trotz teilweisen Gehaltsverzichts pleite. Trotz großer Bemühungen gab es immer wieder nur schlecht bezahlte Hiwi-Jobs. Eine Aufstockung durch´s Jobcenter wäre zwingend geboten, aber die wollen nicht zahlen, weil sie ein vermietetes Eigenheim besitzt. Und nun wollen die, dass sie das Haus verkauft.
    Obwohl das als Altersversorgung dienen sollte. Natürlich ist der Staat und die Allgemeinheit nicht verpflichtet Eigentum zu sichern, aber: wenn sie später ihre Rente mit Sozialhilfe aufstocken muss, dann zahlt das auch die Allgemeinheit.

    Ein Paradoxum oder?
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    Alt 29.07.2013, 18:56   #6
    sunni372
     
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    Zitat:
    Zitat von Doc-Holliday. Beitrag anzeigen
    Was nützt alles Denken und Handeln, wenn sich die Betroffenen mit Hungerlöhnen abspeisen lassen müssen?

    Ich habe im engeren Freundeskreis eine gute Freundin, die unverschuldet arbeitslos wurde, die Firma ging trotz teilweisen Gehaltsverzichts pleite. Trotz großer Bemühungen gab es immer wieder nur schlecht bezahlte Hiwi-Jobs. Eine Aufstockung durch´s Jobcenter wäre zwingend geboten, aber die wollen nicht zahlen, weil sie ein vermietetes Eigenheim besitzt. Und nun wollen die, dass sie das Haus verkauft.
    Obwohl das als Altersversorgung dienen sollte. Natürlich ist der Staat und die Allgemeinheit nicht verpflichtet Eigentum zu sichern, aber: wenn sie später ihre Rente mit Sozialhilfe aufstocken muss, dann zahlt das auch die Allgemeinheit.

    Ein Paradoxum oder?
    Zitat:
    Natürlich ist der Staat und die Allgemeinheit nicht verpflichtet Eigentum zu sichern, aber: wenn sie später ihre Rente mit Sozialhilfe aufstocken muss, dann zahlt das auch die Allgemeinheit.
    Wenn deine Freundin ein Eigenheim vermietet, dann kann sie doch sicherlich etwas von dem Geld, welches sie durch die Miete erhält, zurücklegen? So ein Einfamilienhaus bringt mindestens! 1500,-, es sei denn sie ist eine großzügige Vermieterin oder das Haus steht in einer schlechten bzw ungünstigen Wohngegend.
    sunni372 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 29.07.2013, 19:04   #7
    sano-y-salvo
     
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    Zitat:
    Zitat von Doc-Holliday. Beitrag anzeigen
    Was nützt alles Denken und Handeln, wenn sich die Betroffenen mit Hungerlöhnen abspeisen lassen müssen?

    Ich habe im engeren Freundeskreis eine gute Freundin, die unverschuldet arbeitslos wurde, die Firma ging trotz teilweisen Gehaltsverzichts pleite. Trotz großer Bemühungen gab es immer wieder nur schlecht bezahlte Hiwi-Jobs. Eine Aufstockung durch´s Jobcenter wäre zwingend geboten, aber die wollen nicht zahlen, weil sie ein vermietetes Eigenheim besitzt. Und nun wollen die, dass sie das Haus verkauft.
    Obwohl das als Altersversorgung dienen sollte. Natürlich ist der Staat und die Allgemeinheit nicht verpflichtet Eigentum zu sichern, aber: wenn sie später ihre Rente mit Sozialhilfe aufstocken muss, dann zahlt das auch die Allgemeinheit.

    Ein Paradoxum oder?
    Zum Teil ist das so. Ich schrieb nirgends, dass die Regelungen zu ALGII nicht auch Ungerechtigkeiten produzieren.
    In Deinem beschriebenen Fall ist das Problem nicht das Eigenheim, sondern die Fremdnutzung und der daraus hervorgehende Mietzins. Würde Wohneigentum selber genutzt, wäre ein Verkauf nicht zwangsläufig.
    Der Allgemeinheit ist es nicht zuzumuten, bei vorhandenen Vermögen, dass über dem Freibetrag liegt, für den Lebensunterhalt des Betroffenen aufzukommen.
    Wer arbeiten geht und trotz Vollzeit von seinem Lohn nicht leben kann, handelt natürlich bereits in einem erheblichen Maße Eigenverantwortlich und handelt vor allem der Allgemeinheit gegenüber verantwortlich.
    sano-y-salvo ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 29.07.2013, 19:26   #8
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    Zitat:
    Zitat von sunni372 Beitrag anzeigen
    Wenn deine Freundin ein Eigenheim vermietet, dann kann sie doch sicherlich etwas von dem Geld, welches sie durch die Miete erhält, zurücklegen? So ein Einfamilienhaus bringt mindestens! 1500,-, es sei denn sie ist eine großzügige Vermieterin oder das Haus steht in einer schlechten bzw ungünstigen Wohngegend.
    Nein, die Miete trägt gerade die Hypothek, somit kann man nicht von einem geldwerten Vorteil sprechen. Da es sich hier um ein Einfamilienhochhaus (Reihenhaus) handelt, beträgt die Miete noch nicht einmal die Hälfte und wird komplett an die Banken abgeführt. Auf Grund einiger erheblich billigerer Neubauten in der Gegend, ist das Haus nur mit erheblichem Verlust zu verkaufen. Aber genau das verlangt das Jobcenter von ihr. Und genau das ist unsozial.

    Man will ihr, wenn überhaupt nur auf Darlehensbasis helfen, dass bringt aber gar nix, da sie ja bereits schon vor der Vermietung versucht hat das Haus zu verkaufen. Sie lebte ja dort mit ihrer kranken Mutter bisher in dem Haus und musste auf Grund des Jobs in eine andere Stadt ziehen.
    Die Mutter verstarb zwischenzeitlich. Somit wäre es auch bei Eigennutz zu groß für eine Person. Alles in allem, fällt sie durch jedes Netz und ist diesen Gesetzen hilflos ausgeliefert. Und genau das darf und kann nicht sein.
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    Alt 29.07.2013, 19:32   #9
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    Zitat:
    Zitat von Doc-Holliday. Beitrag anzeigen
    [...]Und nun wollen die, dass sie das Haus verkauft.
    Obwohl das als Altersversorgung dienen sollte. Natürlich ist der Staat und die Allgemeinheit nicht verpflichtet Eigentum zu sichern, aber: wenn sie später ihre Rente mit Sozialhilfe aufstocken muss, dann zahlt das auch die Allgemeinheit.

    Ein Paradoxum oder?
    Da "der Staat" bzw. die Arge keine hellseherischen Fähigkeiten besitzt, kann er/sie nicht vorhersagen, ob deine Freundin im Alter ihre Rente aufstocken muss oder nicht. Insofern geht das schon in Ordnung, wenn deine Freundin alles, was jenseits des geschonten Vermögens existiert, einsetzen muss, bevor sie Hartz IV bzw. eine Aufstockung zum Einkommen durch Arbeit erhält.

    Alles andere - und das hattest du ja schon selber angemerkt - würde dazu führen, dass die Allgemeinheit (darunter viele, die weniger auf der hohen Kante haben als deine Freundin mit der vermieteten Immobilie) ihr einen vergleichsweise hohen Lebensstandard im Alter finanzieren muss.
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    Geändert von cyrano35 (29.07.2013 um 19:44 Uhr)
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    Alt 30.07.2013, 19:55   #10
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    Zitat:
    Zitat von cyrano35 Beitrag anzeigen
    Da "der Staat" bzw. die Arge keine hellseherischen Fähigkeiten besitzt, kann er/sie nicht vorhersagen, ob deine Freundin im Alter ihre Rente aufstocken muss oder nicht. Insofern geht das schon in Ordnung, wenn deine Freundin alles, was jenseits des geschonten Vermögens existiert, einsetzen muss, bevor sie Hartz IV bzw. eine Aufstockung zum Einkommen durch Arbeit erhält.

    Alles andere - und das hattest du ja schon selber angemerkt - würde dazu führen, dass die Allgemeinheit (darunter viele, die weniger auf der hohen Kante haben als deine Freundin mit der vermieteten Immobilie) ihr einen vergleichsweise hohen Lebensstandard im Alter finanzieren muss.
    Das kann ich alles gut nachvollziehen, nur das Paradoxum ist, dass erst Hartz IV zu diesen Dumpinglöhnen führte und nun auch noch die Altersarmut vorprogrammiert ist. Bei sehr vielen Menschen. Selbst bei Eigennutz des Hauses würde sie keinen Cent bekommen, weil 120 m² einfach zu groß für eine Person sind. Alles in allem ist das ein Teufelskreis. Hätte sie das Geld in eine Altersversorgung (Rente oder LV) gesteckt, müsste sie es nicht verbrauchen.

    Das Widerspruchsverfahren läuft noch, aber durch die Langsamkeit der Entscheidungen häufen sich die Schulden. Es droht Obdachlosigkeit oder durch zu geringe Einkünfte eine erhebliche Gewichtsreduzierung.

    Das ist eine Tragödie und leider auch so gewollt.
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    Alt 30.07.2013, 20:29   #11
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    Zitat:
    Zitat von Doc-Holliday. Beitrag anzeigen
    Das kann ich alles gut nachvollziehen, nur das Paradoxum ist, dass erst Hartz IV zu diesen Dumpinglöhnen führte und nun auch noch die Altersarmut vorprogrammiert ist.
    Vorweg als kleiner Tipp: Es heißt "Paradoxon", nicht "Paradoxum".

    Ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass deine Freundin nach dem Verkauf des Hauses als armes Schwein dasteht, selbst wenn sie einen mies bezahlten Job hat. Aber natürlich weiß ich nicht, wann sie sich die Immobilie angeschafft hat, wie viel von der Hypothek bereits abbezahlt ist und welchen Wert das Haus im Falle eines Verkaufs wert wäre. Das sind leider zu viele unbekannte Variablen in der Formel.

    Ich möchte nur darauf hinweisen, was für einen Aufstand es gäbe, wenn zum Beispiel ein Topmanager mit Millionen auf der hohen Kante Anspruch auf Hartz IV hätte, ohne sein eigenes Vermögen zuvor eingebracht zu haben. Wo soll die Politik da die Grenze ziehen, zumal Immobilien - im Gegensatz zu Versicherungsprodukten (Riester-Rente) - nur sehr beschränkt als geschützter Besitz von Vermögen gewertet wird?

    Zitat:
    Das Widerspruchsverfahren läuft noch, aber durch die Langsamkeit der Entscheidungen häufen sich die Schulden. Es droht Obdachlosigkeit oder durch zu geringe Einkünfte eine erhebliche Gewichtsreduzierung.
    Das mit der Gewichtsreduktion nehme ich mal als schlechten Scherz hin. Wenn es deiner Freundin nicht in den Kopf will, dass sie die vermietete Immobilie verkloppen muss, kann man ihr nicht helfen. Und selbst dann droht keine Obdachlosigkeit, mein großer Dramaturg.
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    Alt 30.07.2013, 22:35   #12
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    Zitat:
    Zitat von cyrano35 Beitrag anzeigen
    Vorweg als kleiner Tipp: Es heißt "Paradoxon", nicht "Paradoxum".

    Ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass deine Freundin nach dem Verkauf des Hauses als armes Schwein dasteht, selbst wenn sie einen mies bezahlten Job hat. Aber natürlich weiß ich nicht, wann sie sich die Immobilie angeschafft hat, wie viel von der Hypothek bereits abbezahlt ist und welchen Wert das Haus im Falle eines Verkaufs wert wäre. Das sind leider zu viele unbekannte Variablen in der Formel.

    Ich möchte nur darauf hinweisen, was für einen Aufstand es gäbe, wenn zum Beispiel ein Topmanager mit Millionen auf der hohen Kante Anspruch auf Hartz IV hätte, ohne sein eigenes Vermögen zuvor eingebracht zu haben. Wo soll die Politik da die Grenze ziehen, zumal Immobilien - im Gegensatz zu Versicherungsprodukten (Riester-Rente) - nur sehr beschränkt als geschützter Besitz von Vermögen gewertet wird?


    Das mit der Gewichtsreduktion nehme ich mal als schlechten Scherz hin. Wenn es deiner Freundin nicht in den Kopf will, dass sie die vermietete Immobilie verkloppen muss, kann man ihr nicht helfen. Und selbst dann droht keine Obdachlosigkeit, mein großer Dramaturg.
    Danke für die Belehrung bzgl. des Paradoxon.

    Nun, bzgl. der Hypotheken sei festzustellen, dass der zu erzielende Verkaufspreis nicht einmal die Hypotheken decken würde. Das bedeutet konkret, dass tatsächlich Obdachlosigkeit droht, da sie ja eine Mietwohnung bewohnt und dort auch Miete bezahlen muss. Ferner sind Fahrkosten in nicht ganz unerheblicher Höhe aufzuwenden und trotz Vollbeschäftigung, 8 Stunden täglich, der Verdienst eben nicht ausreicht, um menschenwürdig leben zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass die Mieteinnahmen aus der Immobilie gerade mal die laufenden Hypotheken decken. Somit also absolut kein verwertbares Vermögen, auch nach einem Verkauf, nicht vorhanden ist.

    Eine Dramaturgie, die man sich nicht vorstellen mag oder kann, bedeutet nicht, dass es sie nicht gibt. Menschen, die unverschuldet in so eine Situation geraten, sollte man ein wenig mehr Mitgefühl angedeihen lassen. Ich will mich jetzt hier nicht als der barmherziger Samariter aufspielen, aber ohne meine Hilfe hätte diese Frau nichts zu essen.
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    Alt 31.07.2013, 14:47   #13
    opfer5
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    opfer5 wird schon bald berühmt werden
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    Wenn ein Arzt eine Gewichtsreduktion ins Gespräch bringt ist das ein Befund der von der Krankenkassen als Patientengespräch sogar bezahlt wird.
    Dein Sachbearbeiter gab dir diesen Befund sogar gratis. Du bist hochgradig undankbar.
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    Alt 31.07.2013, 15:41   #14
    sano-y-salvo
     
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    Zitat:
    Zitat von Doc-Holliday. Beitrag anzeigen
    Das kann ich alles gut nachvollziehen, nur das Paradoxum ist, dass erst Hartz IV zu diesen Dumpinglöhnen führte und nun auch noch die Altersarmut vorprogrammiert ist.
    ALGII ist vor allem auch eine Reaktion auf die globale Entwicklung, die in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat.

    Zitat:
    ...Selbst bei Eigennutz des Hauses würde sie keinen Cent bekommen, weil 120 m² einfach zu groß für eine Person sind....
    Das Amt ist nicht allumfassend verantwortlich für die individuellen Lebensumstände.
    Fakt ist, dass nach aktueller Rechtsprechung, bei selbst genutztem Wohneigentum auch die Tilgungsraten bis zur Höhe der angemessenen Kosten einer vergleichbaren Mietwohnung vom Jobcenter übernommen werden müssen. Mehr ist der Allgemeinheit nicht zuzumuten.
    sano-y-salvo ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 31.07.2013, 15:45   #15
    sano-y-salvo
     
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    Zitat:
    Zitat von traegeju Beitrag anzeigen
    ein Verkauf ist zwangsläufig...
    Das ist falsch.
    Im Übrigen lassen sich Deine Geschichten, die Du hier schon öfters erzählt hast, nicht nachprüfen und sind deshalb müßig. Es handelt sich dabei lediglich um Deine Versionen.
    sano-y-salvo ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 31.07.2013, 17:30   #16
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    Zitat:
    Zitat von sano-y-salvo Beitrag anzeigen
    ALGII ist vor allem auch eine Reaktion auf die globale Entwicklung, die in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat.



    Das Amt ist nicht allumfassend verantwortlich für die individuellen Lebensumstände.
    Fakt ist, dass nach aktueller Rechtsprechung, bei selbst genutztem Wohneigentum auch die Tilgungsraten bis zur Höhe der angemessenen Kosten einer vergleichbaren Mietwohnung vom Jobcenter übernommen werden müssen. Mehr ist der Allgemeinheit nicht zuzumuten.
    Logisch, sonst könnte ja jeder kommen, aber mit einem gravierenden Unterschied haben wir es dennoch zu tun, und damit will ich keinen Fremdenhass schüren, sondern einfach nur die sozialen Ungerechtigkeiten anprangern. An einen H4 Bezieher, der hier in Deutschland Immobilieneigentum besitzt, werden ziemlich hohe Anforderungen gestellt. Was ist aber mit den H4 Beziehern, die Immobilien im Ausland besitzen? Davon gibt es eine ganze Menge und da bewegen wir uns in einer sog. Grauzone, die eigentlich kein Tabuthema sein sollte.

    Hier sollte man zumindest versuchen den Missbrauch einzudämmen.
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    Alt 31.07.2013, 17:46   #17
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    Mich machen negative Äußerungen zu H4 Empfängern mittlerweile ziemlich betroffen und auch verärgert, auch wenn ich selbst nie davon betroffen sein werde, so geht es in Einzelfällen, wie z.B. im Fall meiner guten Freundin einfach um soziale Gerechtigkeit. Ein guter Anwalt wäre sicher in der Lage eine Klageschrift zu verfassen und beim Sozialgericht einzureichen. Da jedoch die Gerichte wegen H4-Fehlentscheidungen völlig überlastet sind, wird das ewig dauern, bis sie zu einer evtl. Aufstockung kommen könnte. Bis dahin ist sie entweder obdachlos oder wählt aus lauter Verzweiflung eine andere dauerhafte Lösung.

    Menschen, die psychisch labil sind, kann man nicht mit solchen lapidaren Auskünften abspeisen.
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    Alt 31.07.2013, 17:46   #18
    sano-y-salvo
     
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    Zitat:
    Zitat von traegeju Beitrag anzeigen
    genau einer Person stehen 45m2 zu bei 2 Personen 65m2 ...
    Nicht die Größe der Wohnung (zumindest in Berlin) ist entscheidend, sondern die Höhe der Miete. Eine zu teure Wohnung hat nicht zwangsläufig einen Wohnungswechsel zur Folge, sondern kann auch z.B. durch Untervermietung kompensiert werden. Außerdem gibt es noch verschieden Härtefallregelungen, bei denen auch höhere Mieten akzeptiert werden.
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    Alt 31.07.2013, 18:08   #19
    cyrano35
     
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    Zitat:
    Zitat von Doc-Holliday. Beitrag anzeigen
    Nun, bzgl. der Hypotheken sei festzustellen, dass der zu erzielende Verkaufspreis nicht einmal die Hypotheken decken würde.
    Verstehe ich nicht. Wenn deine Freundin das Haus verkauft, ist sie doch auch die Hypotheken los. Und wenn sie dann mit den Verkaufsunterlagen zur Arge geht und beweisen kann, dass sie keinen relevanten Gewinn erzielt hat, kann das Amt auch nicht mehr argumentieren, sie verfüge über einzusetzendes Vermögen. Mithin erhielte sie ergänzendes Hartz IV. Voraussetzung ist natürlich, dass die bewohnte Mietwohnung angemessen ist.

    Zitat:
    Erschwerend kommt hinzu, dass die Mieteinnahmen aus der Immobilie gerade mal die laufenden Hypotheken decken. Somit also absolut kein verwertbares Vermögen, auch nach einem Verkauf, nicht vorhanden ist.
    Dadurch, dass deine Freundin die Hypotheken abbezahlt, erwirbt sie das Haus quasi Zug um Zug von der Bank und baut damit ergo Vermögen auf. Vermögen entsteht schließlich nicht erst dann, wenn das Haus zu hundert Prozent abbezahlt ist. Der einzige Ausweg wäre, der Arge nachzuweisen, dass der Verkaufserlös unterhalb der Grenze für das Schonvermögen liegen würde.

    Zitat:
    Eine Dramaturgie, die man sich nicht vorstellen mag oder kann, bedeutet nicht, dass es sie nicht gibt. Menschen, die unverschuldet in so eine Situation geraten, sollte man ein wenig mehr Mitgefühl angedeihen lassen. Ich will mich jetzt hier nicht als der barmherziger Samariter aufspielen, aber ohne meine Hilfe hätte diese Frau nichts zu essen.
    Sorry, Mitgefühl nutzt deiner Freundin reichlich wenig. Was ihr nutzen würde, wäre, wenn sie sich diesen Klotz vom Bein binden würde. Denn wenn schon die Mieteinnahmen gerade so die monatlichen Hypothekenzahlungen abdecken, ist das ganze Vorhaben von wegen Immobilienbesitz doch einigermaßen auf Kante genäht. Was wäre denn, wenn der Mieter von jetzt auf gleich die Zahlungen einstellen würde? Dann hätte deine Freundin, unabhängig von ihrem sonstigen Einkommen, ruckzuck ein gravierendes Problem.

    Also, bei allem Mitgefühl: Deine Freundin hat sich ganz offensichtlich mit der Immobilie übernommen und schlechte Zeiten nicht eingeplant. Das mag tragisch sein, kann aber nicht der Allgemeinheit aufgebürstet werden. Und unter der Brücke oder in einem Obdachlosenheim landet deine Freundin deswegen definitiv nicht, wenn sie nachweisen kann, dass sie über kein einzubringendes Vermögen verfügt.
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    Alt 31.07.2013, 18:57   #20
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    Zitat von cyrano35 Beitrag anzeigen
    Verstehe ich nicht. Wenn deine Freundin das Haus verkauft, ist sie doch auch die Hypotheken los. Und wenn sie dann mit den Verkaufsunterlagen zur Arge geht und beweisen kann, dass sie keinen relevanten Gewinn erzielt hat, kann das Amt auch nicht mehr argumentieren, sie verfüge über einzusetzendes Vermögen. Mithin erhielte sie ergänzendes Hartz IV. Voraussetzung ist natürlich, dass die bewohnte Mietwohnung angemessen ist.


    Dadurch, dass deine Freundin die Hypotheken abbezahlt, erwirbt sie das Haus quasi Zug um Zug von der Bank und baut damit ergo Vermögen auf. Vermögen entsteht schließlich nicht erst dann, wenn das Haus zu hundert Prozent abbezahlt ist. Der einzige Ausweg wäre, der Arge nachzuweisen, dass der Verkaufserlös unterhalb der Grenze für das Schonvermögen liegen würde.


    Sorry, Mitgefühl nutzt deiner Freundin reichlich wenig. Was ihr nutzen würde, wäre, wenn sie sich diesen Klotz vom Bein binden würde. Denn wenn schon die Mieteinnahmen gerade so die monatlichen Hypothekenzahlungen abdecken, ist das ganze Vorhaben von wegen Immobilienbesitz doch einigermaßen auf Kante genäht. Was wäre denn, wenn der Mieter von jetzt auf gleich die Zahlungen einstellen würde? Dann hätte deine Freundin, unabhängig von ihrem sonstigen Einkommen, ruckzuck ein gravierendes Problem.

    Also, bei allem Mitgefühl: Deine Freundin hat sich ganz offensichtlich mit der Immobilie übernommen und schlechte Zeiten nicht eingeplant. Das mag tragisch sein, kann aber nicht der Allgemeinheit aufgebürstet werden. Und unter der Brücke oder in einem Obdachlosenheim landet deine Freundin deswegen definitiv nicht, wenn sie nachweisen kann, dass sie über kein einzubringendes Vermögen verfügt.
    Na klar kann man viele Maßnahmen ergreifen, die zu einer Lösung führen. Nach einem Hausbrand, dem sie fast selbst zum Opfer fiel, stand das Haus ziemlich lange leer bevor es eine Zusage der Versicherung gab, dieses zu renovieren. Nach der Renovierung versuchte sie es fast 1 Jahr lang zu veräußern. Ohne Erfolg, da es zwischenzeitlich ein Neubaugebiet gab, in dem die Grundstückspreise erheblich geringer waren, als in ihrer Wohngegend und die Häuser die angeboten wurden, meistens auch noch größer und billiger verkauft wurden als ihr Haus zu damaliger Zeit. Da sie keinen finanziellen Verlust erleiden wollte, gab ich ihr damals den Rat, dass Haus wenigstens zu vermieten, damit die Hypotheken bedient werden können.

    Nun wurde sie zwischenzeitlich nach einigen schlecht bezahlten Jobs erneut arbeitslos und bekam ein halbes Jahr lang ALG 1, danach wäre sie in Hartz IV gefallen, hatte es aber vorher geschafft einen neuen wieder schlecht bezahlten Job zu erlangen. Nun wäre sie auf die Aufstockung angewiesen, aber die will man ihr nur als Darlehen gewähren.

    Mehrere Versuche das Haus zu veräußern, scheiterten jedesmal an den Mietern, die mit 3 Kindern nicht so ohne weiteres wegen Eigenbedarf gekündigt werden können. Das senkt abermals den Kaufpreis und der würde dann tatsächlich die Hypotheken nicht decken. Das heißt, sie hätte nicht nur einen sehr hohen finanziellen Verlust, sondern auch noch zusätzlich Schulden an der Backe.

    Und speziell für solche Fälle müsste es doch möglich sein, diesen unverschuldet in Not geratenen Menschen zu helfen.
    Hätte sie keine guten Freunde, die sie unterstützen würden, dann würde sie trotz Immobilieneigentum selbst irgendwann obdachlos oder müsste wirklich Hunger leiden.

    Das ist an Dramaturgie wirklich nicht übertrieben.

    Deshalb ist es sozial ungerecht, dass man Menschen, die in Not geraten, nicht anders helfen will oder kann.

    Aus meiner unmaßgeblichen Sicht, müsste man gerade spezielle Einzelfälle anders bewerten dürfen. Aber die Gesetzgebung sieht dafür keine Maßnahmen vor. Deshalb ist es aus Sicht der Betroffenen ein Hohn, wenn man Flexibilität verlangt, aber keine Hilfestellung leistet.
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