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    Alt 05.07.2017, 23:29   #6701
    chocolateman
     
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    @woipe1


    Zitat:
    die aussage von cyrano35 ist für mich hier sehr treffend.

    Bitte, lies meine Antwort an ihn. Er hat Unrecht. Heute werden die richtigen Geldbeträge in den Industrieländern bargeldlos bezahlt. Wäre dieses so kritisch, dann würden die Profis auf Bargeldzahlung umstellen.


    Zitat:
    datenströme sind leichter zu hacken, zu manipulieren, und damit auch auch leichter zu entwenden.
    für den einbruch zu hause muss ein dieb schon etwas mehr auf sich nehmen: vor allem physische präsenz - er könnte gesehen werden.
    Nein, zum Wohnungseinbruch ist auch der unqualifizierte Analphabet fähig. Zum Datendiebstahl gehört eine höhere fachliche Qualifikation. Deshalb ist die Masse an Einbrechern weiterhin konventionell unterwegs, während die spezifisch Qualifizierten sich tatsächlich anspruchsvollere Raubzüge ausdenken.
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    Alt 06.07.2017, 08:18   #6702
    woipe1
     
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    Zitat:
    Zitat von chocolateman Beitrag anzeigen
    Die geringsten Summen wechseln den Besitzer in der Form von Bargeld. Die großen Beträge werden im bargeldlosen Zahlungsverkehr bewegt. Wenn das so gefährlich wäre, dann würden die Zahlungen oberhalb des Wertes einer Sprudelflasche ebenfalls bar bezahlt. Ist aber nicht so. Ergo, bargeldloser Zahlungsverkehr ist bereits heute ziemlich sicher.
    du vergisst immer dabei, dass wir heute zwei zahlsysteme haben. wenn du den ganzen zahlverkehr auf ein system beschränkst, ist das ganze möglicher weise nicht mehr ganz so sicher.
    aber darüber hinaus verwehrst du den bürgern die möglichkeit zu sagen: "den banditen bei der bank schiebe ich nix mehr in den rachen." man zerstört ein gutes stück freiheit.
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    Alt 06.07.2017, 08:24   #6703
    woipe1
     
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    Zitat:
    Zitat von chocolateman Beitrag anzeigen
    @woipe1
    Nein, zum Wohnungseinbruch ist auch der unqualifizierte Analphabet fähig. Zum Datendiebstahl gehört eine höhere fachliche Qualifikation. Deshalb ist die Masse an Einbrechern weiterhin konventionell unterwegs, während die spezifisch Qualifizierten sich tatsächlich anspruchsvollere Raubzüge ausdenken.
    das sehe ich nicht so. je mehr digital natives in unserer gesellschaft leben, um so eher hat auch ein unqualifizierter analphabet die chance zum datendiebstahl. hier würde nur schnell mal umgesattelt werden. ist wie bei dem sich wandelnden arbeitsmarkt. die arbeitssuchenden passen sich auch darauf an - und auch die ausbildung...
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    Alt 06.07.2017, 14:01   #6704
    broo-klyn
     
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    Ob der bargeldlose 'Verkehr', irgendwie den Rettungsschirm, die Verfassungskrise und den Bankrott in den Griff bekommen? Es darf bezweifelt werden. Griechenland hat mit oder ohne den bargeldlosen Verkehr, noch immer Schulden wie ein Major, es werden noch immer Banken (aber keine Unternehmen) gerettet - das war doch das Kanzler*-Wort vom alternativosen, oder? - und es gehen weiterhin Firmen und Zockerbanken Pleite; auch wenn die Zockerei wohl staatstragend ist.

    Noch immer sind die Maastricht/Lissabon-Kriterien für den Rundordner und Deutschland, als Mißachter geschlossener Verträge, bedient diesen fleissig.

    Es werden noch immer Einrichtung, welche ehemals mit Steuergeldern geschaffen und unterhalten wurden, den Haien der Privatisierung überlassen, damit diese das Schwein so richtig ausbluten lassen können.

    Jeder 20€ von Bund, Land und Gemeinden geht inzwischen für die Altersversorgung von Beamten (Pensionen) drauf. Bei der Hirnrissigkeit, die Pensionsansprüche über 40 Jahre im Voraus berechnen zu können (es passiert ja auch sonst nicht viel, was die Versorgung der Pensipnäre gefährden könnte) einmal abgesehen.

    Hat die GroKo mit der satten Mehrheit, eigentlich irgend etwas auch nur angedacht, sich des Renten- und Pensionssystems anzunehmen? Nein, haben sie nicht, sondern sich bezüglich der Angleichung der Renten in Ost und West feiern lassen.

    Worüber schreiben wir hier eigentlich?
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    Alt 10.07.2017, 19:54   #6705
    chocolateman
     
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    Zitat:
    Zitat von woipe1 Beitrag anzeigen
    du vergisst immer dabei, dass wir heute zwei zahlsysteme haben. wenn du den ganzen zahlverkehr auf ein system beschränkst, ist das ganze möglicher weise nicht mehr ganz so sicher.
    aber darüber hinaus verwehrst du den bürgern die möglichkeit zu sagen: "den banditen bei der bank schiebe ich nix mehr in den rachen." man zerstört ein gutes stück freiheit.

    Wenn mehr und mehr Bürger auf Bargeld bei ihren finanziellen Abwicklungen versichten, wird im Gegenzug die Akzeptanz einer Bargeldabschaffung nach meiner Einschätzung eine Mehrheit erreichen. Abgesehen Davon hat es auch Vorzüge, wenn man Bargeldloses bezahlen nutzt.

    Die Banken sind übrigens nicht in einer wirtschaftlich komfortablen Lage. Die Furcht, dass Banken auf meine Kosten einen großen Reibach machen würden, habe ich nicht
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    Alt 10.07.2017, 19:57   #6706
    chocolateman
     
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    @broo-klyn

    Zitat:
    Noch immer sind die Maastricht/Lissabon-Kriterien für den Rundordner und Deutschland, als Mißachter geschlossener Verträge, bedient diesen fleissig.

    Es werden noch immer Einrichtung, welche ehemals mit Steuergeldern geschaffen und unterhalten wurden, den Haien der Privatisierung überlassen, damit diese das Schwein so richtig ausbluten lassen können.



    Ein Großteil existierender Politikverdrossenheit dürfte von nicht eingehaltenen Politikversprechen kommen.

    Auf allen politischen Gebieten.
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    Alt 10.07.2017, 20:08   #6707
    KreuzAs
     
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    Zitat:
    Zitat von chocolateman Beitrag anzeigen
    Wenn mehr und mehr Bürger auf Bargeld bei ihren finanziellen Abwicklungen versichten, wird im Gegenzug die Akzeptanz einer Bargeldabschaffung nach meiner Einschätzung eine Mehrheit erreichen. Abgesehen Davon hat es auch Vorzüge, wenn man Bargeldloses bezahlen nutzt.

    Die Banken sind übrigens nicht in einer wirtschaftlich komfortablen Lage. Die Furcht, dass Banken auf meine Kosten einen großen Reibach machen würden, habe ich nicht
    Ganz auf Bargeld zu verzichten, wäre Unsinn. Wie soll das überhaupt gehen? Wenn ich nur eine Zeitung und ein paar Brötchen brauche, zahle ich dann auch mit Karte, oder was?
    Das funktioniert höchstens, wenn die Generation, der heute 20-jährigen, mal in Rentenalter kommt. Die hätten es dann drauf, weil sie überwiegend nichts anderes kennen lernen werden. Allen vorangegangenen Generationen kann man das nicht aus Auge drücken.

    Der Vorteil wäre allenfalls, das Geldfälscher langsam aber sicher zusammenpacken könnten.
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    Alt 10.07.2017, 20:25   #6708
    woipe1
     
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    @ chocolateman

    also ich zitiere mich noch mal selbst...

    Zitat:
    Zitat von woipe1 Beitrag anzeigen
    (...)
    aber darüber hinaus verwehrst du den bürgern die möglichkeit zu sagen: "den banditen bei der bank schiebe ich nix mehr in den rachen." man zerstört ein gutes stück freiheit.
    darauf bist du nicht eingegangen...

    Zitat:
    Zitat von chocolateman Beitrag anzeigen
    Wenn mehr und mehr Bürger auf Bargeld bei ihren finanziellen Abwicklungen versichten, wird im Gegenzug die Akzeptanz einer Bargeldabschaffung nach meiner Einschätzung eine Mehrheit erreichen. Abgesehen Davon hat es auch Vorzüge, wenn man Bargeldloses bezahlen nutzt.
    sicher hat es vorzüge, wenn man bargeldloses bezahlen nutzt. das streitet auch keiner ab. genausowenig wie abgestritten wird, dass die akzeptanz des bargeldlosen bezahlverkehrs zunehmen wird.
    letztlich ist es meines erachtens einfach fahrlässig, sich nur auf ein bezahlmedium zu verlassen.

    Zitat:
    Die Banken sind übrigens nicht in einer wirtschaftlich komfortablen Lage. Die Furcht, dass Banken auf meine Kosten einen großen Reibach machen würden, habe ich nicht
    und nun die gretchenfrage: wieso sind die banken nicht in dieser wirtschaftlich komfortablen lage? sag jetzt nicht, dass das an der zinspolitik liegt. sicher - diese verschärft die situation, aber die ursachen der unkomfortablen lage sind meines erachtens hausgemacht.
    und dann sollen wieder die bürger, die einlagen haben, den karren aus dem dreck ziehen... und hier kommt wieder meine zitat von mir - das von oben, auf das du nicht eingegangen bist...

    im übrigen gibt es nach wie vor menschen, die zum bleistift ihre altersbezüge oder andere bezüge noch immer bar ausgezahlt bekommen - z.b. als postanweisung. willst du die menschen zwingen, ein konto bei einer bank zu haben? wenn das so wäre, würde ich eine sofortige verstaatlichung aller banken fordern. weißt du - im grunde hast du zwar die wahl zwischen den einzelnen geldinstituten, aber diese unterscheiden sich inzwischen nicht mehr wirklich... ganz ähnlich wie die gesetzlichen krankenversicherungen. die unterschiede sind inzwischen so marginal, dass man sie fast vernachlässigen kann.
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    Alt 10.07.2017, 20:27   #6709
    woipe1
     
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    Zitat:
    Zitat von KreuzAs Beitrag anzeigen
    (...)

    Der Vorteil wäre allenfalls, das Geldfälscher langsam aber sicher zusammenpacken könnten.
    die dann umsatteln zu ec- und kreditkartenfälschern - oder einen genialen internetraubzug machen. also nur verschobene probleme...
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    Alt 16.07.2017, 12:53   #6710
    chocolateman
     
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    @woipe

    Zitat:
    (...)
    aber darüber hinaus verwehrst du den bürgern die möglichkeit zu sagen: "den banditen bei der bank schiebe ich nix mehr in den rachen." man zerstört ein gutes stück freiheit.

    Unsere Einschätzung über die Profitabilität der Banken unterscheidet sich wahrscheinlich sehr.

    Du unterstellst, Banken würden gut für ihre Dienste entlohnt, während ich vom Gegenteil ausgehe.

    Meiner Einschätzung nach sind Bankdienstleistungen eine Leistung, welche auch in Zukunft Nachfrage haben werden. Diese werden aber mehr und mehr an den Banken vorbeigehen. Außerdem wird es den Banken nicht gelingen, Preisanhebungen für ihre Dienste nachhaltig am Markt durchzusetzen, da der Wettbewerb sehr stark ist. Wie immer hängt die Preissetzungsmacht der Bankn allerdings auch von der Flexibilität und Kundentreue der Bankkunden ab.

    Bill Gates sagte: "Menschen brauchen Bankdienstleistungen, aber keine Banken". Darüber sollte man nachdenken.

    Ich habe den Eindruck, du gehst bei deinen Überlegungen davon aus, dass Bargeld als zusätzliches System ein Geldaufbewahrungsmittel sein soll.

    Sollte dem so sein, dann halte ich diese Bargeld-Variante für einen Fehlschluss. Bargeld ist nicht durch seine Substanz (z.B. den Metall-, bzw. Papierwert gedeckt), sondern durch seine Akzeptanz als Zahlungsmittel. Insofern wären z.B. Gold, Silber, Sachwerte das vielleicht sicherere "Wertaufbewahrungsmittel", als Bargeld. Bei kleineren Beträgen bis meinetwegen 30.000 Euo mag das auch anders sein, aber Bargeld ist nicht gleich Sicherheit. Höhere Vermögenswerte sollten in anderer Weise als Bargeld angelegt sein.
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    Alt 16.07.2017, 13:23   #6711
    Meridian
     
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    Ich sehe es so: Wer viel Geld hat, sollte es in unterschiedliche Arten von Vermögen anlegen. U.a. auch eine bestimmte Menge Bargeld, Gold, vielleicht Immobilien, Aktien, Aktienfonds, Sparkonto, Girokonto, und andere Arten von Vermögen sowie einen nicht unbeträchtlichen Teil in die private Rentenkasse. Mit der Abschaffung des Bargeldes würde die Vielfalt etwas geschmälert werden. Eine Vielfalt garantiert am ehesten, dass man nicht alles auf einen Schlag verliert.

    Interessant, was ich gestern im REWE gelesen habe vor der Kasse. Da wird insgesamt noch großen Wert auf Bargeld gelegt. Natürlich kann man mit Karte zahlen. Aber da steht, dass man an der Kasse (nicht am Automaten) mit seiner Girocard auch Bargeld abheben kann ohne Zusatzkosten. Und man kann auch in bar zahlen, wenn man zwar Artikel online bestellt hat, aber dann in der REWE-Filiale abholt. Sonst kennt man online-Bestellungen hauptsächlich in Verbindung mit bargeldloser Zahlung.
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    Alt 16.07.2017, 18:10   #6712
    KreuzAs
     
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    Natürlich müssen sich die Dicounter langsam was einfallen lassen. Bei Penny (gehört ja zu REWE)schon länger und beim Herrn Aldi jetzt auch kann man Knete abheben.
    Das mit dem Online-Bestellungen habe ich allerdings auch noch nicht gewußt.
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    Alt 16.07.2017, 21:42   #6713
    chocolateman
     
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    @Meridian

    Zitat:
    Ich sehe es so: Wer viel Geld hat, sollte es in unterschiedliche Arten von Vermögen anlegen.

    Abgesehen von ererbtem Vermögen sollte man sein Geld klug anlegen, damit man auch durch den Teil "Geldanlage" ein Vermögen aufbaut.


    Zitat:
    U.a. auch eine bestimmte Menge Bargeld, Gold, vielleicht Immobilien, Aktien, Aktienfonds, Sparkonto, Girokonto, und andere Arten von Vermögen sowie einen nicht unbeträchtlichen Teil in die private Rentenkasse.


    In aller Regel ist die "private Rentenkasse" keine besonders gute Geldanlage. Ohne Förderung durch den Staat wäre sie meistens eine lahme Ente. Wenn man dann noch die Probleme der Lebensversicherer bei der Einhaltung ihrer Gewinnversprechen bedenkt (selbe Anlageprinzipien wie bei der LV gelten auch für Privatrenten über die Lebensversicherer), dann bezweifle ich die Nachhaltigkeit dieser Rentenentscheidung.


    Zitat:
    Mit der Abschaffung des Bargeldes würde die Vielfalt etwas geschmälert werden. Eine Vielfalt garantiert am ehesten, dass man nicht alles auf einen Schlag verliert.

    Auf der anderen Seite hätte man durch schlankere Abläufe und günstigere Preise Wohlstandsgewinne zu erwarten.



    Zitat:
    Interessant, was ich gestern im REWE gelesen habe vor der Kasse. Da wird insgesamt noch großen Wert auf Bargeld gelegt. Natürlich kann man mit Karte zahlen. Aber da steht, dass man an der Kasse (nicht am Automaten) mit seiner Girocard auch Bargeld abheben kann ohne Zusatzkosten. Und man kann auch in bar zahlen, wenn man zwar Artikel online bestellt hat, aber dann in der REWE-Filiale abholt. Sonst kennt man online-Bestellungen hauptsächlich in Verbindung mit bargeldloser Zahlung.

    Interessant gewiss, aber REWE ist nur ein unbedeutender Player im Online-Handel. Die Tatsache, dass gewisse Marktteilnehmer über irgendeine spezielle Produktidee ein USP (Unique Selling Proposition (USP) = alleinstellendes Verkaufsmerkmal) zu erwerben versuchen, muss nicht mit der wirtschaftlichen Relevanz dieser Maßnahme gleichgestellt werden. Im Einzelhandel geht es in Deutschland um Verdrängung und nicht um Marktwachstum.
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    Alt 16.07.2017, 22:07   #6714
    nawratil_r
     
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    nawratil_r ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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    Die Schulden Griechenlands verteilen sich u.a. auf die Deutsche Bank und Banque Peribas. Bei Ausfall der Zahlungen müßte die BRD a n t e i l i g eintreten. Zur Zeit werden die Raten aus einem EU-fond bezahlt über den Umweg über den griechischen Haushalt. Ein Staat kann formell eine Insolvenz anmelden, aber er geht niemals pleite, siehe Deutsches Reich/Bundesrepublik Deutschland. Der Hinweis einiger Konservativer die Wirtschaft in Griechenland sei malad, verschleiert die wahren Gründe. U.a. die deutsche Wirtschaft will den griechischen Markt für einen 'Appel und ein Ei' übernehmen. Die Restriktionen von Herrn Schäuble und der EZB sowie des WWF zerstören die möglichen Investitionstätigkeiten des griechischen Staates. Schönen Abend trotzdem.
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    mfg Reinhold
    nawratil_r ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 17.07.2017, 12:54   #6715
    Arbeiterschließfach
     
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    Zitat:
    Zitat von nawratil_r Beitrag anzeigen


    die deutsche Wirtschaft will den griechischen Markt für einen 'Appel und ein Ei' übernehmen.

    Du verbreitest eine krude Verschwörungstheorie. Deutschland konkurriert nicht mit griechischen Unternehmen, da das deutsch Produktportfolio von dem der Griechen klar unterscheidet. Deutschland und Griechenland sind keine Konkurrenten.

    Deutschland produziert Fahrzeuge, Maschinen, Griechenland Olivenöl und Feigen.
    Arbeiterschließfach ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 17.07.2017, 13:36   #6716
    vortiessen
     
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    vortiessen hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
    Standard Krudes Wirtschaftsbild reklamiert angeblich krude Theori

    Zitat Arbeiterschließfach: "Du verbreitest eine krude Verschwörungstheorie. Deutschland konkurriert nicht mit griechischen Unternehmen,..."

    Da kann ich diese Lektüre empfehlen:

    "Die Stadt Thessaloniki hat ihren Hafen an internationale Investoren verkauft, darunter auch eine deutsche Firma.
    Vor wenigen Wochen hatte bereits Fraport 14 Flughäfen in Griechenland übernommen."

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...a-1144647.html

    Und wenn es da weiter heißt "Bis 2018 soll das Land sechs Milliarden Euro aus Verkäufen von öffentlichen Einrichtungen erwirtschaften", dann stärkt das, nämlich der i.d.R. unvorteilhafte Verkauf in Notsituationenen, durchaus die Aussage der Übernahme für einen "Appel und ein Ei".

    Und auch noch diese Literaturempfehlung, wenn auch mit Verweis auf die seit 2008 im Zuge der Krise gesunkene Wertschöpfung im Industriesektor, damit Dein krudes Bild vom Olivenland etwas entzerrt wird:

    "Produziert werden traditionell Nahrungsmittel, Textilprodukte, Metallprodukte, Erdöl- und Kohleprodukte, Chemikalien, Glas und Zement, Maschinen und darüber hinaus in neuerer Zeit auch zunehmend Technologie- und Telekommunikationsprodukte. Der Industriesektor trug 2004 zu 59 %[106] zum Exportvolumen des Landes bei. Abnehmerländer griechischer Industrieprodukte sind unter anderem Deutschland, Italien, Großbritannien oder die Türkei"
    https://de.wikipedia.org/wiki/Griechenland#Wirtschaft
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    Alt 17.07.2017, 20:29   #6717
    Arbeiterschließfach
     
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    Griechenland ist kein hochentwickeltes Industrieland, sondern hat einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Agrarprodukten.

    Außerdem ist die Veräußerung von Betrieben keine griechische Besonderheit. Immerhin gehören die DAX-30 Unternehmen zu über 50 % ebenso Ausländern. Der Staatsanteil ist in Griechenland noch immer zu hoch. Griechenland hat Nachholbedarf bei der Veräußerung von Staatsbetrieben. Du weißt doch selbst, dass Unternehmen in Staatseigentum oft nicht produktiv genug sind.
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    Alt 17.07.2017, 23:36   #6718
    broo-klyn
     
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    Ein wenig aus der Zeit gefallen, deucht mich das Halleluja für Entstaatlichung.

    Selbst einer <> geht der Raubzug der Chinesen inzwischen zu weit. Und selbst tumbe, griechische Olivienpflückern wissen dass, wenn sie ihre Filetstücke veräußern, sie die Werte und Dienste dieser Filetstücke später teuer bezahlen müssen.

    Außerdem wissen selbst die rechts überholenden Germanen, dass nichts über eine Beschäftigung geht (denn erst diese generiert überhaupt eine Gemeinschaft). Und wenn man Betriebe den Lohndumpingländern überlässt, erhöht man den Anteil der Arbeitslosen und erlaubt Preissteigerungen.

    Deutschland z.B. hat Milliarden an der griechischen Pleite durch Zinsen verdient. "Der Profit aus den Krediten und Anleihekäufen im Zusammenhang mit Hilfsleistungen für Griechenland beläuft sich für Deutschland demnach bislang auf 1,34 Milliarden Euro. Das zeigen laut "SZ" Zahlen des Bundesfinanzministeriums".
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    Alt 18.07.2017, 15:44   #6719
    Arbeiterschließfach
     
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    @brooklyn

    Zitat:
    Ein wenig aus der Zeit gefallen, deucht mich das Halleluja für Entstaatlichung.

    Deine Kritik bedarf der Begründung.


    Zitat:
    Und wenn man Betriebe den Lohndumpingländern überlässt, erhöht man den Anteil der Arbeitslosen und erlaubt Preissteigerungen.

    Die Realtiät zeigt aber das Gegenteil deiner Ansicht.

    Zitat:
    Deutschland z.B. hat Milliarden an der griechischen Pleite durch Zinsen verdient.

    Vordergründig ist das so. Eigentlich hätte man Griechenland aber in die Pleite schicken müsse. Das war polititsch nicht gewollt. Wäre die politisch vermiedene Pleite gekommen, dann wären die "Gewinne" zu großen Verlusten geworden.



    Zitat:
    "Der Profit aus den Krediten und Anleihekäufen im Zusammenhang mit Hilfsleistungen für Griechenland beläuft sich für Deutschland demnach bislang auf 1,34 Milliarden Euro. Das zeigen laut "SZ" Zahlen des Bundesfinanzministeriums".

    Gemessen mit den Krediten an den griechischen Staat und gemessen daran, dass diese "im Feuer" stehen, ist dieser Betrag von rd. 1,3 Mrd. Euro ein Klacks.

    Abgesehen davon halte ich es für kein Glück für die Griechen, wenn sie in der Gemeinschaftswährung Euro bleiben.
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    Alt 18.07.2017, 16:39   #6720
    red-kite58
     
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    Zitat:
    Zitat von Arbeiterschließfach Beitrag anzeigen
    @brooklyn

    Abgesehen davon halte ich es für kein Glück für die Griechen, wenn sie in der Gemeinschaftswährung Euro bleiben.
    Für die griechische Wirtschaft und dem Tourismus ist das Verbleiben im Euro sicher sehr gut, denn es entfallen große Wechselgebühren! Eine Rückkehr zur Drachme würde sicher auch noch den kleinen Wirtschaftsaufschwung torpedieren!
    red-kite58
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