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    Alt 15.06.2017, 14:52   #21
    Kreti&Pleti
     
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    @broo-klyn

    Zitat:
    mhh? Vielleicht ist es gar keine Zensur, sondern das Bestreben von Menschen, sich einer gerade herrschenden Macht anzudienen. Die Fraktion der Speichellecker ist eine uralte.
    und wird vermutlich niemals völlig auszuschießen sein, ja.

    Zitat:
    wehren?, ich weiß nicht, sie könnten schlicht und einfach etwas nicht drucken wollen, und Ruhe wäre. Kein Presseorgan kann zu Veröffentlichungen gezwungen werden (die Zeiten des STÜRMERS sind passé).
    ach? und dies steht nur der Bild zu und anderen Medien nicht?

    Zitat:
    Ob die ARTE(ARD)-Redaktion einem Willen der CDU folgte, diese Doku nicht zu senden, um auch das widerliche, antisemitische-Wählerpotential einzusammeln, ist eine vielleicht unlautere Ansicht von mir; zugegeben.
    Nein unlauter ist sie sicher nicht lediglich deine Ansicht, die jedem zusteht.
    Allein dies so zuzugeben ehrt dich.
    Ich will dies selbst ja auch nicht völlig ausschließen obschon ich damit gewisse Probleme hätte schon bezüglich der gesellschaftlichen Gruppen die dort aufsichtig tätig sind.
    In der von dir geschilderten Art zu begründen hätte es ganz sicher niemand können.
    Kreti&Pleti ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 15.06.2017, 16:10   #22
    redhawk55
     
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    Zitat:
    Zitat von broo-klyn Beitrag anzeigen
    Schöner Versuch der Problematik auszuweichen, @red-pike, diese sollte aber eher eine Diskussion sein, was die Verantwortlichen bewog, diese Dokumentation, nicht zu veröffentlichen.
    Du kannst so lange dafür Gründe suchen, wie du willst! Wenn der Sender dafür keine Begründung liefert, ist das wie eine Diskussion um ungelegte Eier!
    redhawk55
    redhawk55 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 15.06.2017, 17:24   #23
    cyrano35
     
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    Zitat:
    Zitat von broo-klyn Beitrag anzeigen
    Und weil der Antisemitismus in diesem Land noch immer vorhanden ist (selbst bei den jungen Leuten, welche keinen Bezug zur Nazizeit mehr haben), frage ich mich, was die Nichtsendung der Doku veranlasste...und da fällt mir nur das böse Wort: Zensur von oben ein.
    Juristisch kann ein Sender sich aber schnell in die Nesseln setzen, wenn er eine Doku ausstrahlt, welche vor unbewiesenen Behauptungen nur so strotzt und daher zu Klagen einlädt. Ist der Sender auch noch öffentlich-rechtlich finanziert, wird es noch heikler, da sofort der Vorwurf auftaucht, warum Gebühren für einseitige Propaganda mit einseitigem Opfer-Täter-Schema verschwendet wurden.

    Dass Judenhass, um mal den eigentlich bescheuerten Begriff "Antisemitismus" zu umgehen, auch dort verbreitet ist, wo man ihn nicht sehen möchte – z. B. unter Linken und Muslimen –, ist sicherlich eine TV-Doku wert, nur eben keine schlecht recherchierte und polemische.
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    Alt 15.06.2017, 18:22   #24
    KreuzAs
     
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    Ich verstehe das nicht. Wenn ein Sender so eine Dokumentation in Auftrag gibt, muss er sich doch auch permanent darüber informieren, was da dokumentiert wird und nicht erst, wenn alles schon fertig ist. Dann das Ganze nicht auszustrahlen, ist Betrug am Gebührenzahler. Auch wenn das Ergebnis am Ende nicht unbedingt so war, wie es der Sender gerne gehabt hätte.
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    Alt 15.06.2017, 19:22   #25
    SF6
     
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    Ist das nicht inzwischen irgendwie gelebte praxis in der bunten republik?
    ob dokumentation, bauvorhaben etc.pp.

    Es liegt an der aufgabenstellung und der ünfähigkeit dere, welche die rahmenbedingungen dazu festzulegen.
    Ich denke man hat den rahmen schluderhaft abgesteckt und erschrocken über das ergebnis den schwanz eingezogen. Sich dann noch polit. rückversichert ins schneckengehäuse verkrochen.
    Früher hatten die intendanten des zwangsfinanzierten ÖR wenigstens noch eier , diese scheinen aber heute im .../Innen modus abhanden gekommen zu sein
    __________________
    die Wahrheitskanzlerin -- so wahr mir Gott helfe
    was ihr alle nur wollt,uns geht's doch gut
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    Alt 15.06.2017, 20:42   #26
    red-kite58
     
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    red-kite58 wird schon bald berühmt werdenred-kite58 wird schon bald berühmt werden
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    Zitat:
    Zitat von redhawk55 Beitrag anzeigen
    Du kannst so lange dafür Gründe suchen, wie du willst! Wenn der Sender dafür keine Begründung liefert, ist das wie eine Diskussion um ungelegte Eier!
    redhawk55
    Zitat:
    Pressestatement zur Dokumentation "Auserwählt und ausgegrenzt - Der Hass auf Juden in Europa"
    Straßburg, 13. Juni 2017
    ARTE hat zur Kenntnis genommen, dass Bild.de die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt. Der Hass auf Juden in Europa“ in eigener Verantwortung online gestellt hat. Auch wenn diese Vorgehensweise befremdlich ist, hat ARTE keinen Einwand, dass die Öffentlichkeit sich ein eigenes Urteil über den Film bilden kann.
    ARTE kann und will den Film jedoch nicht durch eine eigene Ausstrahlung nachträglich legitimieren, da er, ohne dass ARTE darüber informiert wurde, gravierend von dem verabredeten Sendungskonzept abweicht. Eine solche Vorgehensweise kann ARTE in diesem wie in jedem anderen Fall nicht akzeptieren.
    Die Unterstellung, der Film passe aus politischen Gründen nicht ins Programm ist schlichtweg absurd: Der ursprünglich von der Programmkonferenz genehmigte Programmvorschlag sah ausdrücklich das Thema des unter dem Deckmantel der Israelkritik versteckten Antisemitismus vor – entsprechend der editorialen Linie von ARTE als europäischer Sender aber nicht im Nahen Osten, sondern in Europa.
    red-kite58
    red-kite58 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 15.06.2017, 23:28   #27
    broo-klyn
     
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    @red-kite58
    Pressestatement zur Dokumentation "Auserwählt und ausgegrenzt - Der Hass auf Juden in Europa"
    Straßburg, 13. Juni 2017
    ARTE hat zur Kenntnis genommen, dass Bild.de die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt. Der Hass auf Juden in Europa“ in eigener Verantwortung online gestellt hat. Auch wenn diese Vorgehensweise befremdlich ist, hat ARTE keinen Einwand, dass die Öffentlichkeit sich ein eigenes Urteil über den Film bilden kann.
    ARTE kann und will den Film jedoch nicht durch eine eigene Ausstrahlung nachträglich legitimieren, da er, ohne dass ARTE darüber informiert wurde, gravierend von dem verabredeten Sendungskonzept abweicht. Eine solche Vorgehensweise kann ARTE in diesem wie in jedem anderen Fall nicht akzeptieren.
    Die Unterstellung, der Film passe aus politischen Gründen nicht ins Programm ist schlichtweg absurd: Der ursprünglich von der Programmkonferenz genehmigte Programmvorschlag sah ausdrücklich das Thema des unter dem Deckmantel der Israelkritik versteckten Antisemitismus vor – entsprechend der editorialen Linie von ARTE als europäischer Sender aber nicht im Nahen Osten, sondern in Europa.


    Dank für diesen Link, welcher ja einiges erklärt.

    Man kann hoffen, dass die Gründe die sind, welche in diesem Link erwähnt wurden. Dann aber, hat der Beitrag von @SF Berechtigung, welcher von der Unfähigkeit schreibt, welche diese Republik durchzieht, und weit hinter dem Mief der 50/60 zurück steht. Und..., wer hat denn die Reisen nach Palästina für das ARTE-Team genehmigt?

    Weiterhin ist die Begründung, dass ARTE ein europäischer Sender sei, so fadenscheinig, dass es schon weh tut. Denn dann müssten alle Sender ihre Auslandskorrespondenten 'Heim ins Reich' holen und auch z.B. die Lustreisen von Moderatoren zu Fußballweltmeisterschaften, unterlassen. Denn, wenn man schon in fremden Kontinenten und Ländern Korrespondenten hat, ist es überflüssig, dann noch aus 'der Heimat' interessierte Moderatoren, den Korrespondenten auf den Pelz zu schicken. Ein telefonischer Auftrag an den Mann (Frau) in Tel-Aviv hätte gereicht, die Ansichten der Moslems zu ihren 'Nachbarn den Israelis abzufragen.

    Die Selbstbedienung aus Zwangsbeiträgen zu immer lächerlicher werdenden Sendungen ist schlimm, aber noch schlimmer ist es, wenn man auf andere Sender ausweicht (z.B. ARTE) welche sich aber auch zunehmend von der Verschwendung anstecken lässt?. Wer spart in dieser bunten Republik eigentlich noch?

    Wie überall, wird mit Geld um sich herumgeworfen (scheinbar auch bei TV-Produktionen) ohne dass es der Geldgeber für notwendig erachtet, diese Produktionen von Aufnahmeleitung und/oder Redaktion begleitend zu 'beobachten'. Dies ist keine Gesinnungsschnüffelei, sondern notwendige Kontrolle über Geld und Aufwand.

    Die Parteinahme - oder sollte man Parteienübernahme schreiben? - der ÖR-Anstalten ist schlimm. Die ehemalige Organisationsstruktur der BBC für das 'neue Medium in Deutschland ab '45' sollte gewahrt bleiben und dann könnte der Bundespräsident auf Vorschlag der Regierung, die Mitglieder der verschiedenen Aufsichtsräte der Sendeanstalten bestimmen.

    Darf ich erinnern?:
    Zitat:
    Der ehemalige ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender sagte zum Fall Strepp in einem Interview von Zeit Online, zu Beginn seiner Amtszeit (2000) sei es üblich gewesen, dass Politiker bei einfachen Redakteuren anriefen, um Druck auf die Berichterstattung auszuüben. „Ich habe damals zum Beispiel zufällig erfahren, dass der damalige CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer durch einen Anruf in der Redaktion versucht hat, einen ihm unliebsamen Bericht zu verhindern. Ich habe daraufhin in den bekannterweise mit zahlreichen Politikern besetzten ZDF-Aufsichtsgremien gedroht, weitere Anrufe zu veröffentlichen. Danach war Ruhe.“
    Aber haben wir genug 'Brenders' noch in den TV-Anstalten?
    broo-klyn ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 16.06.2017, 21:54   #28
    cyrano35
     
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    Zitat:
    Zitat von KreuzAs Beitrag anzeigen
    Ich verstehe das nicht. Wenn ein Sender so eine Dokumentation in Auftrag gibt, muss er sich doch auch permanent darüber informieren, was da dokumentiert wird und nicht erst, wenn alles schon fertig ist. Dann das Ganze nicht auszustrahlen, ist Betrug am Gebührenzahler. Auch wenn das Ergebnis am Ende nicht unbedingt so war, wie es der Sender gerne gehabt hätte.
    Die Realität ist leider eine andere. Viele im ÖR ausgestrahlte Sendungen stammen nicht mehr aus deren Haus, sondern aus Privatfirmen, die lustig überhöhte Preise verlangen dürfen. Sämtliche Talkshows zum Beispiel gehören dazu. Anne Will, Günther Jauch & Co. haben sich daran bereits eine goldene Nase verdient. Der so genannte Sparzwang, den die ÖR für sich in Anspruch nehmen, wirkt gerne genau gegenteilig.

    So wurde zum Beispiel eine Doku von einem Herrn Willy Wimmer mit eigener Produktionsfirma zur Mondlandung ausgestrahlt, die bescheuerter und verschwörungstheoretischer nicht hätte sein können.

    Auch ansonsten macht der Kerl gerne Kohle mit Logik jenseits von Gut und Böse. Hat aber die ARD nicht daran gehindert, ihm den Auftrag zu geben und ihn richtig ordentlich mit Mondpreisen zu bezahlen.
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    Geändert von cyrano35 (16.06.2017 um 22:03 Uhr)
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    Alt 17.06.2017, 13:17   #29
    broo-klyn
     
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    Die 'Privatisierung' hält überall Einzug. Dienstleister werden dem 'öffentlich-rechtlichen' mehr und mehr entzogen, damit sich smarte Typen und 'Moderatoren', der Zwangsbeiträge bedienen können.

    Preis der Demokratie? Mitnichten, sondern ein Krebsgeschwür dieser Gesellschaftsform. Der 'Kapitalismus' hat - und wird - mehr Leichen hinterlassen, als der Sozialismus (wobei ich mir durchaus nicht sicher bin, ob das eine, nicht eine Spielart des anderen ist).
    broo-klyn ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 22.06.2017, 15:21   #30
    broo-klyn
     
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    In der Hitze der gestrigen Nacht habe ich mir die gesamte Doku und die anschließende Diskussion über das obige Thema im Ersten angesehen.

    Dazwischen konnte der Programmdirektor Schönbohm mit Frau Maischberger und Herrn Wolffsohn diskutieren. S. argumentierte, dass die Ausstrahlung abgesetzt wurde, weil "gravierende" Fehler ( wie z.B. falsche Jahreszahlen) in der Dokumentation vorgekommen seinen...und übrigens... dann schaltete ich gedanklich ab, weil diese 'Verwalter' nichts als Knödelsuppe abliefern können.

    W. biss sich auch am falschen Bezug Palästina fest und M. eroberte mit dem erhobenen (Illner)-Zeigefinger auch keine Burg des Interesses. In der anschließenden 'Diskussion' mit einem N.Blüm ! (Himmel, wer lädt denn so 'nen ollen Schwätzer in eine derart prekäre Diskussion ein; da könnten sie auch mich nehmen ) gab es viel Gerede um das Thema Antisemitismus in Europa herum, aber für mich leider eben nur drum herum.

    Nicht ein! Wort über die verhängnisvolle Rolle von Religionen, welche sich zunehmend Staaten bemächtigen. Nicht ein Wort über DITIB und den Export von religiöser Propaganda nach Westeuropa.

    Der anwesende Deutsch/Palästinenser meint immer noch, mit Integration sei ein Staat zu machen, sah aber nicht das Problem in den Moscheen, und Hinterhofzirkeln eines abstrusen Islam. Es wurde nur angerissen, dass der Judenhass - nachdem er (bis auf den latenten Rechtsextremismus) fast eingeschlafen war, durch den Zuzug des Islam in diese Zone des Wohlstands und der - schon fast selbstmörderischen - Libertinage, befeuert wird.

    Diese Diskussion ließ noch nicht einmal Fragen offen, sondern nur Verdruss über die geistige Armut, welche meint, jede Diskussion auf den niedrigsten Level zu drücken, damit auch ja genug Seher, dies verstehen.

    Klamauksendungen, wie sie sich zunehmend breitmachen.

    Es fehlte die Klarstellung, dass in Europa ein Machtkampf ausgebrochen ist - nicht welches politische System das adäquate sei - sondern, welche Religion in der Zukunft die Richtlinien von Gemeinschaften bestimmt.

    Schlussendlich gaben die Interviews aus Frankreich den Tenor der Doku an: der Exodus des französischen Judentums, und damit der "Unterwerfung" unter dem Diktat einer unversöhnlichen Religion, und deren ideologischen Wurzeln.

    Wenn eine Kritik an der Dokumentation angebracht wäre, so sähe ich das Abgreifen von UN/EU+ Geldern der Palästinenser, der Korruption in dieser Weltgegend, dieser Alimentation - welche letztendlich immer einen Staat verhindert - als überflüssig an. Denn der Antisemitismus - besser Judenphobie - liegt nicht an den falschen Zuwendungen an die Palästinenser, sondern an der Kritiklosigkeit gegenüber der israelischen Politik. Blüm meinte, es wäre ein Diktum deutscher Politik, den Staat Israel zu unterstützen (oder so ähnlich). Große Nähe kann aber ein Fehler sein, wie man innerhalb kürzester Zeit, aus der Türkei oder den USA erfahren konnte. Auch die Verbal ohrfeigen aus Tel Aviv (vs. Kritik an der israelischen Siedlungspolitik) zeigen deutlich, dass es keine Freunde gibt, nur 'Kundschaft'.

    Was man privat so anstellt, ist die eine Sache, eine andere aber, dass ein Staat sich immer seine Selbstbestimmung bewahren muss, wenn er nicht scheitern will.
    broo-klyn ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 22.06.2017, 16:41   #31
    cyrano35
     
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    Standard Öffentlich-rechtliches Qualitätsgeblubber

    Zitat:
    Zitat von broo-klyn Beitrag anzeigen
    Blüm meinte, es wäre ein Diktum deutscher Politik, den Staat Israel zu unterstützen (oder so ähnlich).
    "Staatsräson" war das Wort, das der ewige Die-Rente-ist-sicher-Opelaner benutzte. Und ja, wer den eingeladen hat, tat dies wohl nur, weil alle anderen Verharmloser bereits im Urlaub sind oder ihnen die Programmänderung zu kurzfristig war. Sonst wäre auch die Wagenknecht sicher dabei gewesen, schließlich hat sie ihren Stammplatz im öffentlich-rechtlichen Talkshow-Geschwätz.

    Um das eigentliche Thema ging es in der Diskussion ohnehin nicht. Angeblich lautete dies: zunehmender Antisemitismus in Europa/Deutschland, aber dazu hätte man zwei heilige Kühe schlachten müssen: (extreme) Linke und Muslime, und das ist in der Medienlandschaft der Öffentlich-Rechtlichen nun mal weithin unmöglich. Denn muslimische Zuwanderer haben gefälligst Schutz suchende kleine Engelein ohne Argwohn zu sein – und (extreme) Linke sowie pastoral veranlagte Zeitgenossen definieren sich selber schon von ganz alleine als die mit der gehobenen Moralausstattung, welche da nicht einmal ansatzweise so was wie Hass auf Juden oder auch nur fiese Klischees aus der NS-Zeit erlaubt.

    Bleibt unterm Strich allein haften, was Wolffssohn vor der illustren Runde dem Herrn Schöneborn vom WDR/der ARD (von Maischberger selbstredend geduzt, denn man kennt sich, schätzt sich und verdient prächtig miteinander) gesagt hat: dass es bei der ARD doppelte Standards hinsichtlich journalistischer Qualitätsanforderungen gibt. Einseitige Parteinahme und Polemik gegen Israel und Juden allgemein (die Kapitalisten!) geht immer im Öffentlich-Rechtlichen, Polemik in die andere Richtung geht nicht oder nur unter Druck von außen, und dann auch nur mit eingeblendeten Texttafeln wie in der Schule.

    Ach ja, dass die "Doku" ein missratener Versuch war, Michael Moore nachzuahmen, ohne dessen Unterhaltungswert zu erreichen, sei auch noch erwähnt.
    __________________
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    cyrano35 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 22.06.2017, 23:11   #32
    broo-klyn
     
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    Standard

    @cyrano35,
    Zitat:
    "Staatsräson" war das Wort, das...
    mit 49 Jahren hätte ich es noch parat gehabt, aber mit bald 78 kommt das Demenz-Teufelchen daher und blockiert.
    Zitat:
    Um das eigentliche Thema ging es in der Diskussion ohnehin nicht.
    das arge war, dass es auch irgendwie um das Thema ging. Wie bei jeder Talkrunde auch, werden in diesen Shows, die Selbstinteressen herausgeschält, ohne die Bemühungen, das Thema mit Spirit (nicht Sprit !) zu erfüllen.
    Zitat:
    Angeblich lautete dies: zunehmender Antisemitismus in Europa/Deutschland, aber dazu hätte man zwei heilige Kühe schlachten müssen: (extreme) Linke und Muslime, und das ist in der Medienlandschaft der Öffentlich-Rechtlichen nun mal weithin unmöglich.
    ein Bezug zum Linksextremismus ist mir entgangen?
    Zitat:
    Bleibt unterm Strich allein haften, was Wolffssohn vor der illustren Runde dem Herrn Schöneborn vom WDR/der ARD (von Maischberger selbstredend geduzt, denn man kennt sich, schätzt sich und verdient prächtig miteinander) gesagt hat: dass es bei der ARD doppelte Standards hinsichtlich journalistischer Qualitätsanforderungen gibt.
    dann hast du ja die Sendung gesehen. Die 3xD-Regel des Herrn Wolffsohn habe ich eh nicht verstanden, aber ich vermute, dass es griffig ist eine solche Formel in die Welt zu stellen, um daran entlang zu argumentieren.
    Zitat:
    Einseitige Parteinahme und Polemik gegen Israel und Juden allgemein (die Kapitalisten!) geht immer im Öffentlich-Rechtlichen, Polemik in die andere Richtung geht nicht oder nur unter Druck von außen, und dann auch nur mit eingeblendeten Texttafeln wie in der Schule.
    ja, es war schon recht albern. Warum hat man dieser Dokumentation nicht eine verbale Richtigstellung hintenan gestellt, wie es auch die anderen, kritischen Magazine halten, wenn sie (aus eigener Erkenntnis oder juristischem Zwang) dies vollziehen?
    Zitat:
    Ach ja, dass die "Doku" ein missratener Versuch war, Michael Moore nachzuahmen, ohne dessen Unterhaltungswert zu erreichen, sei auch noch erwähnt.
    diese Doku war notwendig. Dafür hätte man nicht unbedingt die Veteranen der Haganah befragen müssen, sondern die Vorgänge, welche das Juden-, Christen-, und das Islamtum veranlassen, sich der Macht im Staate zu bewältigen, und warum es dem Islam gelingt, a la longe die Scharia in Europa zu installieren.

    Und dann erhebt sich die Frage, ob unser europäisches Gesellschafts- und Wirtschaftssystem stabil genug sein will (oder ist), die Ansprüche von "Gläubigen" zu erfüllen oder abzuweisen. Das europäische Judentum hat nie einen Anspruch erhoben, welcher dem Primat des Staates entgegenstehen. Der Islam will aber diesen Staaten (denn es ist ja nicht nur Deutschland), ihre Vorstellungen von Gemeinschaft aufzwingen.

    Und die Rolle des europäischen Judentums ist die einer ersten Barrikade, welche es - vom Islam - zu erstürmen gilt, damit man an die weiche Front der guten Menschen gelangen kann. Natürlich gibt es überall die Menschen, welche ohne viel Tamtam, ihren Glauben leben; die Gefahr geht von den extremen Moslems aus. Die Gefahr geht immer vom Extremismus aus (und sei es eine Staatsräson ).
    broo-klyn ist offline   Mit Zitat antworten
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