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    Alt 20.05.2017, 01:38   #1
    vortiessen
     
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    Standard Gewerkschaft bastelt an Altersarmut mit?

    Einen erneuten Beitrag zur politischen Bildung lieferte jüngste "Die Anstalt" im ZDF.

    https://www.zdf.de/comedy/die-anstal...-2017-100.html

    Anhand der Unterwanderung der gesetzlichen Vorgabe zur Beschäftigung von Leih- und Werksvertragsarbeitern ausgerechnet mit Hilfe der Gewerkschaft IG Metall erhält man auch einen Eindruck, mit welchen einschneidenden Konsequenzen das für die aktuellen Einkommen und somit für die Renten der Betroffenen einhergehen wird.
    Von der gezielten Spaltung der Arbeitnehmerschaft ganz zu schweigen!
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    Alt 20.05.2017, 11:21   #2
    fagussylvatica
     
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    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen
    Anhand der Unterwanderung der gesetzlichen Vorgabe zur Beschäftigung von Leih- und Werksvertragsarbeitern ausgerechnet mit Hilfe der Gewerkschaft IG Metall erhält man auch einen Eindruck, mit welchen einschneidenden Konsequenzen das für die aktuellen Einkommen und somit für die Renten der Betroffenen einhergehen wird. Von der gezielten Spaltung der Arbeitnehmerschaft ganz zu schweigen!
    Du gehst von monochromen Strukturen aus. Ein grundsätzlicher Fehler Deiner Denke.

    Warum sollten die Gewerkschaften in diesem Zusammenhang die Interessen Dritter stützen? Was interessiert die Gewerkschaft die Altersarmut derer die ihnen keine Unterstützung für den Arbeitskampf zukommen lassen?

    Solidarität?

    Menschen stehen im Wettbewerb zueinander. Ob der Streit um das Sandförmchen, den Partner, im Sport oder unter fast allen anderen denkbaren Gegebenheit bis hin zur Medizin- bei Organtansplantationen zum Beispiel. Im Kindergarten verpönt, im Sport und in die Liebe gefeiert und in der Medizin verachtet aber unabänderlich.

    Dieser Wettstreit verlängert sich auf alle Ebenen. Staaten stehen im Wettstreit zueinander, Volkswirtschaften, Regionen und am Ende Unternehmen oder Mitarbeiter. Der Wettbewerb "belebt" das Geschäft von dem alle partizipieren.

    Warum sollte es diesen Wettbewerb unter der Arbeitnehmerschaft nicht geben? Nur weil diese vermeindlich geringe Aufstiegschancen bietet haben? Ist es bei Unternehmen oder Staaten anders?
    __________________
    Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. -Willy Brandt-
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    Alt 20.05.2017, 12:52   #3
    anonymausi
     
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    Zitat:
    Gewerkschaft bastelt an Altersarmut mit?
    Natürlich, und das seit Jahrzehnten! - Je höher die Lohnsteigerungen ausfallen, desto mehr Personal wird abgebaut, desto mehr müssen die Verbliebenen a) malochen und b) an Abgeben zahlen. Je mehr Personal abgebaut wird, desto mehr gibt es, die einen neuen/anderen Job suchen (müssen), jedoch nicht finden. Ergo sind um so mehr ohne Job und damit ohne Einzahlung in die Sozialkassen, zu denen auch die Rentenkasse gehört. Dementsprechend niedriger fallen die Renten aus.

    Um es in Anlehnung an die Werbung zu sagen: "Und wer hat's verusacht?" - Nein! Nicht Ricola, sondern die Gewerkschaften!

    Ist es ein Wunder, dass schon aus diesem Grund die Mitgliedszahlen der Gewerkschaften in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zurück gegangen ist? "Nö", würde ich mal sagen.
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    Alt 20.05.2017, 13:53   #4
    woipe1
     
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    Zitat:
    Zitat von anonymausi Beitrag anzeigen
    Natürlich, und das seit Jahrzehnten! - Je höher die Lohnsteigerungen ausfallen, desto mehr Personal wird abgebaut, desto mehr müssen die Verbliebenen a) malochen und b) an Abgeben zahlen. Je mehr Personal abgebaut wird, desto mehr gibt es, die einen neuen/anderen Job suchen (müssen), jedoch nicht finden.
    kann man so sehen - oder auch so...

    je niedriger die lohnsteigerungen ausfallen, um so weniger reallohn bleibt übrig.
    je weniger reallohn, um so weniger konsum.
    je weniger konsum, um so geringer die nachfrage.
    geringere nachfrage -> höhere preise...
    dass die preise bei geringerer nachfrage sinken, wie man es mir während der ausbildung beizubringen versucht hat, wage ich immer noch zu bezweifeln, da die unternehmen entstehende kosten auf die konsumenten umlegen...
    bei dienstleistungen wird man bei geringeren reallöhnen eher auch nachhaken, welche man sich wirklich noch leisten muss und welche unumgänglich sind.
    aber auch letztlich weniger steuern und weniger sicherung im sozialen system.
    weniger arbeitslose? erst mal ja - aber weniger steuerzahlende arbeiter.
    oh - nicht vergessen - die oberen 10% müssen dann nicht 90% der steuern erwirtschaften sondern zunehmend immer mehr, und wenn wir die sozialleistungen nicht kürzen wollen sehe ich auch wieder steuererhöhungen auf uns zukommen...
    es werden aber auch bei schwächelnder wirtschaft mehr menschen doch wieder arbeitslos...

    downward spiral...


    Zitat:
    Ergo sind um so mehr ohne Job und damit ohne Einzahlung in die Sozialkassen, zu denen auch die Rentenkasse gehört. Dementsprechend niedriger fallen die Renten aus.

    Um es in Anlehnung an die Werbung zu sagen: "Und wer hat's verusacht?" - Nein! Nicht Ricola, sondern die Gewerkschaften!

    Ist es ein Wunder, dass schon aus diesem Grund die Mitgliedszahlen der Gewerkschaften in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zurück gegangen ist? "Nö", würde ich mal sagen.
    zurückgehende mitgliederzahlen bei den gewerkschaften wegen misspolitik.
    zum einen halte ich dies für ein effekt von höchst effizienter lobbyarbeit in den medien.
    zum anderen hat sich der arbeitsmarkt so sehr verändert - dass die starren gewerkschaften nicht wirklich adäquat nachziehen konnten, und alle wirklich mitzeihen konnten.
    ein dritter effekt ist auch der, dass sich meines erachtens sehr viele junge menschen sich aus dem arbeitskampf und aus der politik zurückziehen - mit der begründung: bringt ja eh nix.
    politisches/gewerkschaftliches engagement ist meines erachtens auch ein generationsproblem. das ist mehr als nur ein gefühl das ich habe. http://www.wirtschaftslexikon.co/d/d...tsbund-dgb.htm

    man kann das dilemma nicht allein bei den gewerkschaften fest machen. sicher - diese bräuchten in vielerlei hinsicht mehr flexibilität, aber an anderer stelle auch mehr härte.
    wie sähe die arbeitswelt ohne gewerkschaften aus? glaubst du noch an den guten arbeitgeber? osterhase, nikolaus, weihnachtsmann, sandmännchen, zahnfee,.... alles realistischer als "der gute arbeitgeber"...
    hm? ja - es gibt im mittelstand sicher auch arbeitgeber, die vergleichsweise sozial mit ihren mitarbeitern umgehen. aber bei den börsennotierten arbeitgebern wird der begriff sozial durch begriff shareholder value ersetzt.

    letztlich braucht man immer beide parteien.
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    Alt 20.05.2017, 20:41   #5
    vortiessen
     
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    Standard Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

    Zitat fagussylvatica: "Du gehst von monochromen Strukturen aus. Ein grundsätzlicher Fehler Deiner Denke."

    Das stimmt so nicht. Nur betrachte ich gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit als einen Grundsatz, an dem hierzulande noch gehörig zur feilen ist. Nicht nur bei Leiharbeitern, sondern auch in Bezug auf Frauen. Mit irgendwelchen bunten Strukturen, die dabei zu beachten wären, hat das rein gar nichts zu tun.

    "Warum sollten die Gewerkschaften in diesem Zusammenhang die Interessen Dritter stützen? Was interessiert die Gewerkschaft die Altersarmut derer die ihnen keine Unterstützung für den Arbeitskampf zukommen lassen?"


    Wenn es denn so wäre, daß die Gewerkschaften keine Verantwortung für die Ungleichbehandlung trügen! Einfaches Nichtkümmern um Nichtgewerkschafter könnte man evtl. noch nachvollziehen, wobei die schwächenden und Druck ausübenden Auswirkungen zunehmend von den Gewerkschaften akzeptierter Langzeitbeschäftigung von nicht am Arbeitskampf beteiligbarem Personal auf die Position der Stammbelegschaften natürlich dennoch zu berücksichtigen wären. Aber es war der DGB selbst, der durch einen speziellen Leiharbeitertarifvertrag mitgeholfen hat, die Leiharbeiter in die Misere zu schicken - auch die gewerkschaftlich organisierten. Oder irre ich da?

    "Solidarität?"

    Selbstverständlich! Wenn man das gar nicht so neue Prinzip des "teile und herrsche" verstanden hat, dann läßt man sich nicht teilen und hält in der Arbeitnehmerschaft zusammen. Wenn der Spruch, mit dem das Kommunistische Manifest endet, auch ein hehres, schwer verwirklichbares Ziel darstellt, so richtet er sich doch genau auf die Herstellung einer stark machenden Einigkeit:
    Proletarier aller Länder, vereinigt euch!"

    Der z.T. rabiate Umgang Streikender mit Streikbrechern und die Verachtung dieser "Verräter" ist daher z.T. nachvollziehbar. Mir scheint, die Franzosen pflegen da eine wesentlich konsequentere Klassenkampfkultur.

    "Menschen stehen im Wettbewerb zueinander. ..."

    Dein Wettbewerbsgedanke, den Du auf alle Bereiche ausdehnst, als sei er ein Naturgesetz, scheitert an der in unserem Fall fehlenden Prämisse: Gegebene Chancengleichheit.
    Wettbewerb, den Du meinst, kann nur Vergleich von Leistungen und Profilierung über eben diese sein, egal, ob in der Schulklasse oder in der Wirtschaft.
    Die symbolischen drei bei "Däumler" am Band Stehenden haben bei gleicher Leistung weder eine gleiche Bezahlung noch gleiche Perspektiven, weil andere vertragliche und gesetzliche Rahmenbedinungen gegenüber dem Betrieb bzw. der Verleihfirma. Und daran haben Gewerkschaften eine nicht unwesentliche Mitschuld.
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    Alt 20.05.2017, 20:49   #6
    vortiessen
     
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    Standard Ja, es war nicht Ricola

    Zitat anonymausi: «... Ist es ein Wunder, dass schon aus diesem Grund die Mitgliedszahlen der Gewerkschaften in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zurück gegangen ist? "Nö", würde ich mal sagen.»

    Meine Zustimmung! Wenn eine Gewerkschaft abweichend von allgemeinen Gesetzen im Tarifvertrag Konditionen für ihre Mitglieder "erkämpft", mit denen die dann nur noch schlechter fahren, ist der Mitgliederschwund vorprogrammiert.

    Der Grüne Robert Habeck, stellvertretender Ministerpräsident und Umwelt-, Energiewende- und Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein, schrieb vor einiger Zeit im Tagesspiegel einen Gastbeitrag, u.a.:

    "Die Gewerkschaften machen das Gegenteil von dem, was sie eigentlich müssten: nämlich die Interessen der Leiharbeitskräfte zu vertreten. Durch Billiglöhne versorgen sie die Industrie weiter mit kostengünstigen Randbelegschaften. ... Arbeitgeber und Stammarbeitskräfte profitieren zu Lasten der Leiharbeitskräfte.

    Aber an einem System, das die Absicherung der Stammbelegschaften nur über ein Zweiklassensystem ermöglicht, ist etwas faul. Es kann nicht sein, dass an den Gewinnen der Unternehmen nur ein Teil derjenigen teilhat, die mit ihrer Arbeit diese Gewinne erst ermöglichen. Auch Leiharbeitskräfte haben ein Recht auf eine gerechte Bezahlung. ...

    Der DGB sollte also ... seinem eigenen Schlachtruf folgen: gleicher Lohn für gleiche Arbeit in der Leiharbeit. Ausreden, dass die Gewerkschaften nur einen kleinen Einfluss auf die Leiharbeitsbranche haben, da nur ein kleiner Teil der Leiharbeitskräfte organisiert ist, sind faule Ausreden. Die Gewerkschaften könnten auf einen Schlag eine Gleichbehandlung von Leiharbeitskräften und Stammbelegschaften erreichen. Der DGB und die Mitgliedsgewerkschaften müssten nur den Leiharbeits-Tarifvertrag kündigen, den sie selbst geschaffen haben. Dann würde automatisch das im Gesetz verankerte Gleichheitsgebot greifen. Damit wäre die Arbeitswelt ein Stück gerechter.»

    http://www.tagesspiegel.de/politik/l.../14876926.html

    Dem kann ich nichts hinzufügen.
    vortiessen ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 20.05.2017, 22:24   #7
    heinrichdervierte4
     
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    Lange Rede, kurzer Sinn! Solange die Gewerkschaftsführer gleichzeitig Mitglieder in den selben Parteien sind, die als etablierte Parteien im Bundestag völlig abgehoben von der arbeitenden Bevölkerung gegen das Volk entscheiden, werden sich die Gewerkschaften gegen ihre Parteien für den Arbeitnehmer nicht einsetzen.

    Seit Einführung des Euro, der über 100% an Kaufkraft verloren hat -ein Euro hat heute viel weniger Kaufkraft als vor seiner Einführung eine DM - aber der Inflationsausgleich noch nicht einmal 20% erreicht hat, sind wir zu einem Niedriglohnland degeneriert und die Gewerkschaften wissen das.

    Das Ziel der Gewerkschaftler ist es, mit ihren Parteien fusioniert auf ewig zu bleiben. So verwenden sie Mitgliedsbeiträge gegen jede Partei, die den etablierten Parteien in den Weg kommen könnte. Sie finanzieren sogar Angehörige der Antifa gemeinsam mit der Ministerin Schwesig, die den sogenannten Kampf gegen Rechts um 50 Millionen Euro verdoppelt auf 100 Millionen hat, und den unchristlichen Kirchen.

    Egal welche Partei in den Bundestag zu kommen droht; es handelt sich dann immer wieder um rechtspopulistische Parteien, die es zu bekämpfen gilt, damit der Parteienmob im Bundestag weiterhin gegen das Volk regieren kann.
    heinrichdervierte4 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 21.05.2017, 00:57   #8
    Balanceist
     
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    Standard

    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen
    Einen erneuten Beitrag zur politischen Bildung lieferte jüngste "Die Anstalt" im ZDF.

    https://www.zdf.de/comedy/die-anstal...-2017-100.html

    Anhand der Unterwanderung der gesetzlichen Vorgabe zur Beschäftigung von Leih- und Werksvertragsarbeitern ausgerechnet mit Hilfe der Gewerkschaft IG Metall erhält man auch einen Eindruck, mit welchen einschneidenden Konsequenzen das für die aktuellen Einkommen und somit für die Renten der Betroffenen einhergehen wird.
    Von der gezielten Spaltung der Arbeitnehmerschaft ganz zu schweigen!
    Hallo vortiessen,

    ich habe keine Lust mir die ganze Sendung "Die Anstalt" anzusehen. Bezieht sich die Sendung auf dieses?

    http://www.deutschlandfunk.de/die-ka...icle_id=384864
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    Alt 21.05.2017, 07:46   #9
    vortiessen
     
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    Standard Die Anstalt lohnt sich meist

    Zitat:
    Zitat von Balanceist Beitrag anzeigen
    Hallo vortiessen,

    ich habe keine Lust mir die ganze Sendung "Die Anstalt" anzusehen. Bezieht sich die Sendung auf dieses?

    http://www.deutschlandfunk.de/die-ka...icle_id=384864
    Ja, irgendwie schon, wenn ich mir den Zusatztext in Deinem Link ansehe, wo es um den Verlust von Festarbeitsplätzen geht, weil Daimler-Arbeiter 19 €/h kriegen, die Leiharbeiter aber nur 8,50 €.
    "Immer mehr Leiharbeiter, kritisieren die Kollegen, Ferienarbeiter von März bis November. Und dazu eine Serie von Fremdvergaben. Erst beim Werkschutz, den Tordiensten undKantinen, inzwischen auch in immer mehr Bereichen der Produktion."

    Der wilde Streik war 2014, während die Tarifgeschichte der Gewerkschaften zum Nachteil der Leiharbeiter später abgeschlossen wurde.

    Übrigens lohnt sich "Die Anstalt" fast immer. Bei speziell dieser Sendung bist Du gleich von Anfang an mittendrin. Aber nimm vielleicht erst diesen
    ab Min. 15:25:
    https://www.zdf.de/comedy/die-anstal...treik-100.html

    Dann gleich diesen seeehr schönenen Part: Nach der Sendung haben sich bei Prof. Däubler innerhalb von 24 h ca. 30 Personen gemeldet, die endlich bereit wären, rechtlich gegen die Schweinerei vorzugehen:
    https://www.zdf.de/comedy/die-anstal...treik-100.html
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    Alt 21.05.2017, 19:30   #10
    KreuzAs
     
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    Die Leiharbeiter sollen doch aufhören zu jammern. Wenn die jetzt den gleichen Stundenlohn wie ich bekommen würden, wäre ich schlechter gestellt, denn die bekommen über ihre Firma 30 Tage Urlaub, Weihnachts-und Urlaubsgeld. Ich nicht, zudem habe ich nur 25 Tage Urlaub. Da muss es eben der Stundenlohn richten.
    Diese Gleichmacherei läßt sich in der Praxis selten durchsetzen. Es verlangt ja keiner, das die mit 8 Euro abgespeist werden, aber eine gewisse Distanz muss gewahrt werden, zumal die wenigsten Leiharbeiter gleich die Arbeitsleistungen erbringen können, wie einer, der schon Jahre für eine Firma tätig ist. Ich weiss wovon ich rede. Ich habe selbst mal eine Weile als Leiharbeiter geschafft.
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    Alt 21.05.2017, 20:51   #11
    Balanceist
     
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    Ein Leiharbeiter muss, aber auch besondere Fähigkeiten mitbringen. Er muss sich in kürzester Zeit sich vielseitig einarbeiten und gleichzeitig psychologisch auf die festangestellten Mitarbeiter eingehen, damit sie keine Angst bekommen, durch diesen betriebswirtschaftlichen Eingriff.
    Balanceist ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 21.05.2017, 21:07   #12
    woipe1
     
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    Zitat:
    Zitat von Balanceist Beitrag anzeigen
    Ein Leiharbeiter muss, aber auch besondere Fähigkeiten mitbringen. Er muss sich in kürzester Zeit sich vielseitig einarbeiten und gleichzeitig psychologisch auf die festangestellten Mitarbeiter eingehen, damit sie keine Angst bekommen, durch diesen betriebswirtschaftlichen Eingriff.
    den ersten teil deines statements verstehe ich und kann ich auch unterschreiben, aber hinsichtlich des zweiten teils - hä?
    er muss besondere psychologische fähigkeiten haben, um auf die sich bedroht fühlenden festangestellten einzugehen???
    hey - er ist aus sicht der festangestellten ein billiger konkurrent um den eigenen arbeitsplatz.
    leiharbeiter werden in einigen fällen arbeitgebern als drohgebärde gegenüber zickigen, sich auf ihre rechte berufenden arbeitnehmern eingesetzt. wieso sollte der festangestellt arbeitnehmer keine angst haben??? bzw. welche konkreten kenntnisse sollte dann ein leiharbeiter dann haben, um die ängste zu nehmen...???
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    Alt 21.05.2017, 21:43   #13
    Balanceist
     
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    Zitat:
    Zitat von woipe1 Beitrag anzeigen
    hey - er ist aus sicht der festangestellten ein billiger konkurrent um den eigenen arbeitsplatz.
    leiharbeiter werden in einigen fällen arbeitgebern als drohgebärde gegenüber zickigen, sich auf ihre rechte berufenden arbeitnehmern eingesetzt. wieso sollte der festangestellt arbeitnehmer keine angst haben???
    Gerade aus diesen Gründen muss er auf die Leute eingehen und ihren Frust und ihre Angst nehmen.
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    Alt 21.05.2017, 22:03   #14
    SF6
     
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    Zitat:
    Zitat von KreuzAs Beitrag anzeigen
    Die Leiharbeiter sollen doch aufhören zu jammern. Wenn die jetzt den gleichen Stundenlohn wie ich bekommen würden, wäre ich schlechter gestellt, denn die bekommen über ihre Firma 30 Tage Urlaub, Weihnachts-und Urlaubsgeld. Ich nicht, zudem habe ich nur 25 Tage Urlaub. Da muss es eben der Stundenlohn richten.
    Diese Gleichmacherei läßt sich in der Praxis selten durchsetzen. Es verlangt ja keiner, das die mit 8 Euro abgespeist werden, aber eine gewisse Distanz muss gewahrt werden, zumal die wenigsten Leiharbeiter gleich die Arbeitsleistungen erbringen können, wie einer, der schon Jahre für eine Firma tätig ist. Ich weiss wovon ich rede. Ich habe selbst mal eine Weile als Leiharbeiter geschafft.
    Hier zeigt sich das typische verhalten der "unbedarften"
    Nicht die leiher sind dafür verantwortlich sondern deine ach so guten cheffe
    Ich weiß zwar nich als was du schaffst.
    Aber ich wette (hypothetisch) mit dir, daß ich als "leiher" AWL's für SPS von unterschiedlichen herstellern ebenso gut und schnell erstellen kann . Da spielt das branchenspezifische keine rolle, wetten?
    Und wenn ich dann 'n paar euronen billiger werke hat dein cheffe bestimmt nüscht dagegen
    __________________
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    Angela Merkel -als Mitglied des DA -anno 1989
    ____________________________
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    Alt 21.05.2017, 22:54   #15
    fagussylvatica
     
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    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen
    Das stimmt so nicht. Nur betrachte ich gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit als einen Grundsatz, an dem hierzulande noch gehörig zur feilen ist. Nicht nur bei Leiharbeitern, sondern auch in Bezug auf Frauen. Mit irgendwelchen bunten Strukturen, die dabei zu beachten wären, hat das rein gar nichts zu tun.
    Ich fürchte doch. Gleiche Arbeit mag am Takt des Fließbands möglich sein, aber das betrifft nur einen geringen Teil der Tätigkeiten. Entsprechend sind Flächen- oder Branchentarife oft recht schwer nachzuvollziehen. Gleich Lohn für gleiche Arbeit kann daher kein Grundsatz sein, weil des gleiche Arbeit im Kern bestenfalls unter Laborbedingungen gibt. Um in der Stahlbranche zu bleiben bekommt der Meister im Metallbauerhandwerk stets mehr als der Geselle oder gar der angelernte Mitarbeiter auch wenn beide die gleiche, schematisch einfache Arbeit ausführen. Derlei kommt praktisch täglich vor und kontakariert Deinen Ansatz in der Praxis bereits im Ansatz.

    Einen Grund Frauen minder zu entlohnen als Männer gibt es nicht. Ich wüßte auch keinen Tarif oder kein Unternehmen was derartiges im großen Stil begründet und organisiert vollziehnt. Das Frauen mitunter weniger verdienen könnte im Stahl allein dadurch begründet sein, daß Lohnsteigerungen an die Berufs- bzw. Unternehmenszugehörigkeit gekoppelt sind. Mutterschutz-, Eltern- oder Erziehungszeiten zählen hier nachvollziehbar nicht, weil in dieser Zeit keine Berufserfahrung gesammelt werden konnte.

    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen
    Wenn es denn so wäre, daß die Gewerkschaften keine Verantwortung für die Ungleichbehandlung trügen! Einfaches Nichtkümmern um Nichtgewerkschafter könnte man evtl. noch nachvollziehen, wobei die schwächenden und Druck ausübenden Auswirkungen zunehmend von den Gewerkschaften akzeptierter Langzeitbeschäftigung von nicht am Arbeitskampf beteiligbarem Personal auf die Position der Stammbelegschaften natürlich dennoch zu berücksichtigen wären. Aber es war der DGB selbst, der durch einen speziellen Leiharbeitertarifvertrag mitgeholfen hat, die Leiharbeiter in die Misere zu schicken - auch die gewerkschaftlich organisierten. Oder irre ich da?
    Nein, Du irrst nicht. Aber noch einmal: es ist im Kern verständlich und nachvollziehbar. Vielleicht sollten sich mehr Leiharbeiter den Gewerkschaften anschließen um ihre Interessen korrekt vertreten zu wissen.

    Ich halte Gewerkschaften -sicher nicht verwunderlich- für nicht sonderlich hilfreich. Nach meiner Erfahrung sind die fähigen und leistungsbereiten Mitarbeiter am Markt nicht bereit für den Tariflohn zu arbeiten und erhalten leicht 30 und 40% mehr als die tarifliche Einigung zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter ausgehandelt haben, während die fachlich schwächeren und weniger leistungsbereiten mit dem Tarif gänzlich überbezahlt sind. Aus diesem Grund haben wir schon vor Jahren den Tarif verlassen und Lösungen erarbeitet die allen entgegen kommen. Beginnend beim Jahresarbeitszeitkonto, der automatischen Entgeldumwandlung für nicht genommenen Urlaub nach dem 31. März des Folgejahres oder lebensnahen und betriebspraktischen Zulagen (ab der 10. Stunden gibt es 50% Zulage auf die Überstunde, dafür gibt es für Arbeiten in der Höhe und bei Schmutz nicht einen Cent; wie soll man das im Detail messen und erfassen?). Es gibt eine weitreichende Gleitzeitregelung in der sich jedes Maschinenteam frei bewegen kann mit dem Ziel mindestens 5 Stunden und maximal 10 Stunden am Tag, verteilt auf mindestens vier von sechs Wochentagen anwesend zu sein. So kann jeder nach seinen individuellen Ansprüchen und persönlichem Befinden leisten und ich bekomme meine Maschinen und Geräte 60 Stunden in der Woche in Last ohne zweite Schicht und exorbitante Mehrkosten.

    Meines Wissens habe sich Gewerkschaften bei uns im Haus erübrigt. Einen Betriebsrat gibt es nicht mehr. Flyer oder Handzettel von der IG Metall oder der CG Metall gibt es keine mehr. Ich find es gut.

    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen
    Dein Wettbewerbsgedanke, den Du auf alle Bereiche ausdehnst, als sei er ein Naturgesetz, scheitert an der in unserem Fall fehlenden Prämisse: Gegebene Chancengleichheit. Wettbewerb, den Du meinst, kann nur Vergleich von Leistungen und Profilierung über eben diese sein, egal, ob in der Schulklasse oder in der Wirtschaft.
    Die symbolischen drei bei "Däumler" am Band Stehenden haben bei gleicher Leistung weder eine gleiche Bezahlung noch gleiche Perspektiven, weil andere vertragliche und gesetzliche Rahmenbedinungen gegenüber dem Betrieb bzw. der Verleihfirma. Und daran haben Gewerkschaften eine nicht unwesentliche Mitschuld.
    Wettbewerb ist kein Naturgesetz. Wettbewerb ist eine auf allen Ebenen beobachte Verhaltensweise, nicht mehr und nicht weniger. Chancengleichheit ist dabei im Regelfall sekundär. Die gibt es im Grunde nur in der von Dir unterstellten idealtypischen Arbeitsbedingung am Fließband, wo der langsame und der schnellste sich dem Takt der Maschine anpassen müssen, gleich ob sie ohne diese zu mehr oder weniger zu leisten in der Lage wären. Das Fließband bei "Däumler" ist eben gerade keine Wettbewerbssituation sondern eine unrealistische "Laborsituation".
    __________________
    Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. -Willy Brandt-
    fagussylvatica ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 22.05.2017, 01:10   #16
    woipe1
     
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    Zitat:
    Zitat von Balanceist Beitrag anzeigen
    Gerade aus diesen Gründen muss er auf die Leute eingehen und ihren Frust und ihre Angst nehmen.
    verstehe! der wunsch, dass das so sein sollte ist mehr als verständlich.
    vielleicht müsste er, aber dafür wird und ist er in aller regel nicht ausgebildet. der leiharbeiter soll arbeiten, dafür wird er bezahlt, und nicht als seelsorger und psychotherapeut die zarten seelchen schaukeln.

    ich habe selbst lange genug während des studiums als abrufkraft gearbeitet, was in etwa einer leiharbeitskraft entspricht. ich sollte arbeiten. durch meinen einsatz wurden andere unter druck gesetzt. wie es den festangestellten kollegen ging, war grundsätzlich egal. friss oder stirb... natürlich wollte auch ich ein besseres arbeitsklima. aber in einem klima der angst kannst du nicht als leiharbeiter noch den therapeuten machen. das würde dir keiner ernsthaft abnehmen. dann hättest du bei den kollegen einen gänzlich bescheidenen stand.
    __________________
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    Alt 22.05.2017, 01:18   #17
    woipe1
     
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    Zitat:
    Zitat von fagussylvatica Beitrag anzeigen
    Aber noch einmal: es ist im Kern verständlich und nachvollziehbar. Vielleicht sollten sich mehr Leiharbeiter den Gewerkschaften anschließen um ihre Interessen korrekt vertreten zu wissen.
    nicht vielleicht - ganz sicher

    Zitat:
    Ich halte Gewerkschaften -sicher nicht verwunderlich- für nicht sonderlich hilfreich. Nach meiner Erfahrung sind die fähigen und leistungsbereiten Mitarbeiter am Markt nicht bereit für den Tariflohn zu arbeiten und erhalten leicht 30 und 40% mehr als die tarifliche Einigung zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter ausgehandelt haben, während die fachlich schwächeren und weniger leistungsbereiten mit dem Tarif gänzlich überbezahlt sind. Aus diesem Grund haben wir schon vor Jahren den Tarif verlassen und Lösungen erarbeitet die allen entgegen kommen. Beginnend beim Jahresarbeitszeitkonto, der automatischen Entgeldumwandlung für nicht genommenen Urlaub nach dem 31. März des Folgejahres oder lebensnahen und betriebspraktischen Zulagen (ab der 10. Stunden gibt es 50% Zulage auf die Überstunde, dafür gibt es für Arbeiten in der Höhe und bei Schmutz nicht einen Cent; wie soll man das im Detail messen und erfassen?). Es gibt eine weitreichende Gleitzeitregelung in der sich jedes Maschinenteam frei bewegen kann mit dem Ziel mindestens 5 Stunden und maximal 10 Stunden am Tag, verteilt auf mindestens vier von sechs Wochentagen anwesend zu sein. So kann jeder nach seinen individuellen Ansprüchen und persönlichem Befinden leisten und ich bekomme meine Maschinen und Geräte 60 Stunden in der Woche in Last ohne zweite Schicht und exorbitante Mehrkosten.

    Meines Wissens habe sich Gewerkschaften bei uns im Haus erübrigt. Einen Betriebsrat gibt es nicht mehr. Flyer oder Handzettel von der IG Metall oder der CG Metall gibt es keine mehr. Ich find es gut.
    die bei dir erarbeiteten modelle sind sicher gut machbar.
    und dafür, dass du sie umsetzt muss man dir sicher respekt zollen. da sind gewerkschaften und betriebsräte mit höchster wahrscheinlichkeit wirklich überflüssig und nur lästig.

    aber wir haben leider nicht nur grundsolide mittelständler als unternehmer.
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    Alt 23.05.2017, 19:16   #18
    cyrano35
     
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    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen
    [FONT=Arial]Einen erneuten Beitrag zur politischen Bildung lieferte jüngste "Die Anstalt" im ZDF.
    Nun ja, inwiefern eine auf Scherz getrimmte linkslastige Satiresendung geeignet ist zur politischen Bildung, aber das neoliberale Gegenstück mit einem Düsseldorfer namens Dieter Nuhr eher nicht, darüber ließe sich streiten, zumal allgemein in solchen Sendungen keine wahrhaftigen Behauptungen aufgestellt werden müssen, sondern reine Polemik fröhliche Urständ' feiern darf. Es soll ja immr unheimlich "witschisch" sein, gell!

    Wer so was als nennenswerte Beiträge zur politischen Bildung verlinkt, muss ansonsten reichlich arm unterwegs sein.
    __________________
    <<Chleudert den Purschen zu Poden!>>
    cyrano35 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 23.05.2017, 20:09   #19
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    Standard Satire mit Faktencheck

    Zitat cyrano35: «Nun ja, inwiefern eine auf Scherz getrimmte linkslastige Satiresendung geeignet ist zur politischen Bildung, aber das neoliberale Gegenstück mit einem Düsseldorfer namens Dieter Nuhr eher nicht, darüber ließe sich streiten, ...»

    Da bliebe ich außen vor. Nuhr ist für mich mit seinen opportunistischen Blödeleien indiskutabel, weil er lediglich die von Dir treffend als neoliberal einzuschätzende Position bezieht und einfach Stimmung macht, aber keine sachliche Grundlage zu bieten hat.

    «... zumal allgemein in solchen Sendungen keine wahrhaftigen Behauptungen aufgestellt werden müssen, sondern reine Polemik fröhliche Urständ' feiern darf. Es soll ja immr unheimlich "witschisch" sein, gell!»

    Das Schöne an "Die Anstalt" ist u.a., daß die z.T. unglaublich und ungeheuerlich erscheinenden Informationen darin auch über einen Faktencheck
    https://www.zdf.de/comedy/die-anstal...stalt-118.html
    nachrecherchierbar sind. Mit unwahren Behauptungen substanzieller Natur hätten die Macher längst den Löffel abgeben müssen bei all den Angriffen, denen sie ausgesetzt sind seitens der Leute, die sich entlarvt oder zumindest auf den Schlips getreten fühlen.

    So einen Faktencheck liefern sich nicht einmal die Nachrichtensendungen und Kommentatoren der Sender, wenn sie ihre Interpretationen und Behauptungen abliefern - und die wollen doch einigermaßen ernst genommen werden!

    «Wer so was als nennenswerte Beiträge zur politischen Bildung verlinkt, muss ansonsten reichlich arm unterwegs sein.»

    Diese Sorge kann ich Dir nehmen. Bei der Qualität der politischen Bildung hierzulande und vor allem bei dem schwach ausgeprägten Interesse breiter Bevölkerungkreise (von den geistigen und Bildungsvoraussetzungen ganz zu schweigen), ist das eine Form der Faktenvermittlung und Bewertung, der sich mancher Lesemuffel durch ihre unterhaltsame Art gern öffnet. Und für jene, die es ganz genau und in weiteren Kontexten wissen wollen, gibt es halt den Faktencheck.
    Genial - auch wenn es, scheinbar widersprüchlich, in den "Systemmedien" angesiedelt ist.
    vortiessen ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 23.05.2017, 23:23   #20
    broo-klyn
     
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    Standard

    Politische Informationen sind auch eher für Menschen gedacht, welche nicht die strengen Kriterien eines @cyrano erfüllen; vulgo: Bildung für Alle! Die aufgeklärten, liberalen benötigen solche Sendungen nicht, in der Tat. Diese sind schon vernetzt mit ihren Parteien und 'Clubs'.

    Und natürlich sind die in der Anstalt dargestellten und erwähnten Zusammenhänge, faktensicher. Dies zeigte einmal mehr die Sendung mit Herrn "Daimler" und die Kabalen der Auto-Mafia.
    broo-klyn ist offline   Mit Zitat antworten
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