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    Alt 13.05.2017, 14:57   #1
    vortiessen
     
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    Standard Armut im Alter ist uns nicht fremd, wird immer vertrauter

    «"Wir wollen keine Diktatur, wie wollen in Würde altern und Medizin, Essen und Freiheit haben", sagte die 77-jährige Lourdes Parra. "Ich habe keine Medizin und kann mir von meiner Rente nichts kaufen", sagte der 67-jährige Carlos Rivas, der mit leeren Medikamentenschachteln an der Spitze des Demonstrationszuges lief.»
    https://www.freenet.de/nachrichten/politik/polizei-in-venezuela-setzt-pfefferspray-gegen-aeltere-demonstranten-ein_6098236_4702788.html

    Die Namen der Personen und der Link verraten, es handelt sich um Venezuela, nicht um Hamburg, Berlin, Köln ... Da könnte es aber ebenfalls sein und wird, wenn die derzeitigen sozialen Entwicklungen anhalten, über kurz oder lang auch geschehen, sofern das nötige Aufbegehren nicht weiterhin an der deutschen Mentalität scheitert.

    Und solchen Einsatz von Mitteln zur gefährlichen Körperverletzung haben wir ja längst:
    «Die Polizei setzte Pfefferspray ein, um die Menge auseinanderzutreiben.»
    (Quelle: ebenda)
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    Alt 13.05.2017, 15:20   #2
    red-kite58
     
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    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen
    «"Wir wollen keine Diktatur, wie wollen in Würde altern und Medizin, Essen und Freiheit haben", sagte die 77-jährige Lourdes Parra. "Ich habe keine Medizin und kann mir von meiner Rente nichts kaufen", sagte der 67-jährige Carlos Rivas, der mit leeren Medikamentenschachteln an der Spitze des Demonstrationszuges lief.»
    https://www.freenet.de/nachrichten/politik/polizei-in-venezuela-setzt-pfefferspray-gegen-aeltere-demonstranten-ein_6098236_4702788.html

    Die Namen der Personen und der Link verraten, es handelt sich um Venezuela, nicht um Hamburg, Berlin, Köln ... Da könnte es aber ebenfalls sein und wird, wenn die derzeitigen sozialen Entwicklungen anhalten, über kurz oder lang auch geschehen, sofern das nötige Aufbegehren nicht weiterhin an der deutschen Mentalität scheitert.

    Und solchen Einsatz von Mitteln zur gefährlichen Körperverletzung haben wir ja längst:
    «Die Polizei setzte Pfefferspray ein, um die Menge auseinanderzutreiben.»
    (Quelle: ebenda)
    Siehst du das nicht ein wenig zu pessimistisch?
    red-kite58
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    Alt 13.05.2017, 20:59   #3
    red-kite58
     
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    Zitat:
    Zitat von SF6 Beitrag anzeigen
    Sach ma, welche dioptrien haben denn deine kontaktlinsen?
    Ach ja vielleicht solltest du mal die farbe derer wechseln
    Isch abe aber geine Gontagtlinsen!
    red-kite58
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    Alt 13.05.2017, 23:13   #4
    woipe1
     
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    oh oh...
    __________________
    1. was lange gärt, wird endlich wut (woipe)
    2. krieg ist der terror der reichen und terror ist der krieg der armen (sinngemäß nach: sir peter ustinov)
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    Alt 13.05.2017, 23:31   #5
    woipe1
     
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    Zitat:
    Zitat von SF6 Beitrag anzeigen
    Un was sacht uns dasse?
    Nich nur in bayern- ne ooch bei uns musse een langen adem ham
    i glab i dausch jetz mei spegguliereisen gegn a rosa bruin...
    __________________
    1. was lange gärt, wird endlich wut (woipe)
    2. krieg ist der terror der reichen und terror ist der krieg der armen (sinngemäß nach: sir peter ustinov)
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    Alt 13.05.2017, 23:48   #6
    fagussylvatica
     
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    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen
    "Wir wollen keine Diktatur, wie wollen in Würde altern und Medizin, Essen und Freiheit haben", sagte die 77-jährige Lourdes Parra. (...) Die Namen der Personen und der Link verraten, es handelt sich um Venezuela, nicht um Hamburg, Berlin, Köln ... Da könnte es aber ebenfalls sein und wird, wenn die derzeitigen sozialen Entwicklungen anhalten, über kurz oder lang auch geschehen, sofern das nötige Aufbegehren nicht weiterhin an der deutschen Mentalität scheitert.
    Womit begründest Du die steile These, daß sich bei "anhaltender sozialer Entwicklung" auch in der Bundesrepublik Zustände wie in Venezuela breit machen?

    Ist es nicht so, daß gerade im sozialistischen Venezuela ebenso wie im einst "sozialistischen" Teil Deutschlands die asozialen Umstände die Menschen in den Widerstand treiben und trieben. Ist es nicht so, daß anders als in Venezuela und im "gelebten" Sozialismus der DDR, die Menschen in der Bundesrepublik die Möglichkeit haben ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und die Umstände, so sie diese denn als unbefriedigend empfinden, zu korrigieren?
    __________________
    Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. -Willy Brandt-
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    Alt 14.05.2017, 00:51   #7
    red-kite58
     
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    Zitat:
    Zitat von SF6 Beitrag anzeigen
    Nee? -wirglisch nische?
    heerjodd, da isses ja noch ville schlimmor als mr jedachd ham.
    ejal, winsche dr drodzdem alles jude weiderhin
    Ist das "alles jude" nicht schon antisemitisch zu werten?
    red-kite58
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    Alt 14.05.2017, 04:12   #8
    vortiessen
     
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    Standard Heile Welt

    Zitat fagussylvatica: «Womit begründest Du die steile These, daß sich bei "anhaltender sozialer Entwicklung" auch in der Bundesrepublik Zustände wie in Venezuela breit machen?»

    Du verfolgst die Trends in der sozialen Entwicklung in der BRD? Die Armutsentwicklung für Kinder, Jugendliche und Rentner? Siehst die mehr werdenden Müllkübelstocherer, die Obdachlosen, die Mehrfachjobber, die Aufstocker, die Rentner, die arbeiten gehen müssen, weil die Kohle nicht reicht? Siehst auch die steigenden Mietpreise entgegen verkündeter Mietpreisbremse? Die Ausdünnung der Mittelschicht, die seit Jahrzehnten anhaltende Reichtumspolarisation in der Gesellschaft, die Negativfolgen der Gesundheitsreformen, die eklatanten Defizite im Bildungswesen?

    Ist Dir das alles neu, daß Du nachfragen mußt?
    Das erstaunt mich etwas.

    «Ist es nicht so, daß gerade im sozialistischen Venezuela ebenso wie im einst "sozialistischen" Teil Deutschlands die asozialen Umstände die Menschen in den Widerstand treiben und trieben.»

    Nein. Asoziale Umstände in nennenswertem Umfang lernte ich erst in den neunziger Jahren kennen. Und das nimmt zu. Berlin z.B. ist derzeit nationaler Spitzenreiter des Verbrechens.
    Und wer in gewohnter Weise im Hintergrund die Finger in Venezuela drin hat, ist Dir doch wohl auch nicht neu. Müßig daher, eine Assoziation zum Wort "sozialistisch" stricken zu wollen.
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    Alt 14.05.2017, 04:56   #9
    cyrano35
     
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    Blinzeln Der große Satan

    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen
    Und wer in gewohnter Weise im Hintergrund die Finger in Venezuela drin hat, ist Dir doch wohl auch nicht neu. Müßig daher, eine Assoziation zum Wort "sozialistisch" stricken zu wollen.


    Das alte Lied von Altkommunisten und -stalinisten: Fährt eine sozialistische Planwirtschaft gegen die Wand, selbst wenn sie nicht zuletzt wegen aller möglichen Rohstoffe beste Voraussetzungen zur Entwicklung hatte, ist der große Satan USA dran schuld.

    Ich empfehle eine Verbrüderung frustrierter Alt-Stalinisten mit Al-Qaida oder wahlweise dem IS. Die sind verschwörungstheoretisch ja ebenfalls bestens unterwegs.
    __________________
    <<Chleudert den Purschen zu Poden!>>
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    Alt 14.05.2017, 07:18   #10
    vortiessen
     
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    Standard Blinde Kuh?

    Zitat cyrano35: "Das alte Lied von Altkommunisten und -stalinisten ..."

    Nö. Nur einige gar nicht geheime Informationen zum Treiben der USA in Südamerika, speziell gegenüber Venezuela, deren blinde Ausblendung gerade durch offensichtlich intelligente Menschen mich jetzt doch einigermaßen wundert.
    Naja, und so ein paar aufkommende Erinnerungen. Weil ich gestern gerade eine Doku über die "Colognia Dignidad" und die langjährige bundesdeutsche Außenpolitik gegenüber dem Schlächter Pinochet und seiner Folterer gesehen habe, z.B. eine Erinnerung an die Situation in Chile, die zum Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten Salvador Allende führte.
    War Dir diese US-Inszenierung mit der künstlichen Warenverknappung zur Schaffung von Unruhen - oh, altes Muster, das inzwischen doch jeder kennen sollte - etwa bis heute fremd?

    Geändert von vortiessen (14.05.2017 um 07:46 Uhr)
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    Alt 14.05.2017, 07:24   #11
    vortiessen
     
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    Standard Blinde Kuh?

    ... oder Guatemala, wo ebenfalls Enteignung, das Antasten der Pfründe des Kapitals anstand:
    http://nsarchive.gwu.edu/NSAEBB/NSAEBB4/index.html

    Geändert von vortiessen (14.05.2017 um 07:44 Uhr)
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    Alt 14.05.2017, 07:28   #12
    vortiessen
     
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    Standard Blinde Kuh?

    .... oder wollen wir nach Afrika gehen, in den Kongo, dem immerhin demokratisch gewählten Ministerpräsidenten Lumumba?
    Er fiel ebenfalls den angeblichen Demokratieverbreitern zum Opfer.
    Die Belgier haben den Mord an ihm nicht allein vorbereitet; die Amis waren dabei.

    Geändert von vortiessen (14.05.2017 um 07:41 Uhr)
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    Alt 14.05.2017, 07:32   #13
    vortiessen
     
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    Standard Blinde Kuh?

    ... Bodenreformen in Brasilien durch Präsident Goulart mit weitgehenden Enteignungen geplant -- Putsch des brasilianischen Militärs mit Unterstützung durch die CIA:
    http://nsarchive.gwu.edu/NSAEBB/NSAEBB118/index.htm

    Geändert von vortiessen (14.05.2017 um 07:41 Uhr)
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    Alt 14.05.2017, 07:40   #14
    vortiessen
     
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    Standard Blinde Kuh!

    ... müssen wir auch über Kuba reden?
    Gar noch über Vietnam?

    Oh, cyrano35, der Einwurf mit den Verschwörungstheorien, gern als Totschlagargument verwendet, wobei das Wort den Bestandteil "argument" nicht ansatzweise verdient, ist gerade in Bezug auf US-amerikanisches weltweites Treiben ein äußerst kraftloser.

    Loyalität zum "großen Bruder" kann ich ja aus eigener Erfahrung gut verstehen , aber bis zur blinden Anhänglichkeit muß sich das nicht auswachsen.

    Geändert von vortiessen (14.05.2017 um 07:42 Uhr)
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    Alt 14.05.2017, 12:09   #15
    fagussylvatica
     
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    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen
    Du verfolgst die Trends in der sozialen Entwicklung in der BRD? Die Armutsentwicklung für Kinder, Jugendliche und Rentner? Siehst die mehr werdenden Müllkübelstocherer, die Obdachlosen, die Mehrfachjobber, die Aufstocker, die Rentner, die arbeiten gehen müssen, weil die Kohle nicht reicht? Siehst auch die steigenden Mietpreise entgegen verkündeter Mietpreisbremse? Die Ausdünnung der Mittelschicht, die seit Jahrzehnten anhaltende Reichtumspolarisation in der Gesellschaft, die Negativfolgen der Gesundheitsreformen, die eklatanten Defizite im Bildungswesen? Ist Dir das alles neu, daß Du nachfragen mußt? Das erstaunt mich etwas.
    Ich verfolge diese Zahlen sehr genau @vortiessen. Ich bin innenpolitisch sehr interessiert und habe meinen unternehmerischen Schwerpunkt an der Stadtgrenze zu Duisburg Marxloh, einer vorgeblichen No-Go-Area. Ich bin zudem in der Lage mit Zahlen umzugehen und diese auch auf die örtlichen Gegebenheiten zu übersetzen. Und aus diesem Grund frage ich Dich und Du antwortest nur mit Gegenfragen ohne substanziellen Kern. Politische Rhetorik ohne Aussagekraft.

    Armutsgefährdet oder "oder sozialer Ausgrenzung" -was immer das bedeuten mag kannst Du mir gerne erklären- sind in der Bundesrepublik rund 16% der Bevölkerung betroffen. Die Zahl ist seit 1991 -seit dem haben wir einheitliche Messmethoden- nahezu konstant und das über alle Bevölkerungsgruppen hinweg.

    Die in dieser Gruppe erfaßten Menschen sind "relativ arm", d.h.
    sie haben weniger als 70% des Medianeinkommens in der Bundesrepublik. Dieses liegt aktuell bei 19.582 €. Dabei ist es zunächst vollkommen gleich ob sie in Ostdeutschland recht auskömmlich davon leben können oder in München als wirtschaftlich depraviert gelten. In der EU reicht die statistische Einkommensschwelle ab der Menschen als arm gelten von 2.400 € pro Jahr in Rumänien und 16.000 € in Luxemburg.

    Dieses Zahlen sind in keiner Weise mit der absoluten Armutsgrenze zu vergleichen wie wir diese aus Drittweltländern kennen.

    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen
    Nein. Asoziale Umstände in nennenswertem Umfang lernte ich erst in den neunziger Jahren kennen. Und das nimmt zu. Berlin z.B. ist derzeit nationaler Spitzenreiter des Verbrechens.
    Und wer in gewohnter Weise im Hintergrund die Finger in Venezuela drin hat, ist Dir doch wohl auch nicht neu. Müßig daher, eine Assoziation zum Wort "sozialistisch" stricken zu wollen.
    Die albernen Versuchen jene massiven Verbrechen der sozialistischen Dikaturen mit Verweis auf die existierenden Makel aller anderen Gesellschaftsformen zu klittern ist ebenso naiv wie die Bestrebungen der nationalen Sozialisten aus dem Ideal des "Gemeinschaftseigentums" ein "Volkseigentum" zu deklinieren. Der "politische Sozialismus" als Ideologie ist weltweit wohl eher ein euphemistischer Begriff für Tyrannei oder Despotie wie man gerade in den letzten Dependancen diese Idiologie sehen kann.

    Es ist nicht meine Aufgabe Dein nostalgisch- wohliges Empfinden vom Leben in der DDR zur kritisieren und zurecht zu rücken. Es sei Dir im Gegenteil von Herzen gegönnt. Ich kann nicht aus dem Leben der DDR berichten, daher stehen mir Vergleiche nicht zu. Was ich aber kenne sind die Bilder und Filmdokumente die seinerzeit live durch alle Kanäle drückten. Die Bilder von hunderttausenden oder Millionen die eine vollkommen andere Sicht auf die Dinge hatten und nur eines wollten: Das Ende des "demokratischen" Sozialismus.
    __________________
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    fagussylvatica ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 14.05.2017, 13:11   #16
    vortiessen
     
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    Standard Sozialer Abwärtstrend bei uns ist unrealistisch

    Zitat fagussylvatica: "... Dieses Zahlen sind in keiner Weise mit der absoluten Armutsgrenze zu vergleichen wie wir diese aus Drittweltländern kennen. ..."

    Zum sozialen Trend, denn um den geht es, wenn man in die Zukunft schaut, habe ich einige exemplarische Punkte angeführt. Die Armutsentwicklung für Kinder, Jugendliche und Rentner ist nur einer davon. Der Verweis auf die Armutsdefinition mit dem Ziel, relative Armut zu bagatellisieren und absolute Armut als quasi in der BRD nichtexistent aus der Debatte auszuklammern, wurde im Forum bereits an anderen Stellen des öfteren breit und kontrovers genug diskutiert. Dennoch widmet Deine Einlassung allein der Armut in somit gewissermaßen redundanter Art ganze 3 Absätze, so daß für ein Eingehen auf die anderen Punkte offenbar kein Raum mehr blieb, und zwar, (ich zähle nochmal die genannte kurz auf, ohne das jetzt weiter ausbauen zu wollen, wobei da sicherlich noch Einiges hinzuzufügen wäre,) für die

    • - mehr werdenden Müllkübelstocherer,
    • - Obdachlosen,
    • - Mehrfachjobber,
    • - Aufstocker,
    • - Rentner, die arbeiten gehen müssen,
    • - steigenden Mietpreise entgegen verkündeter Mietpreisbremse,
    • - Ausdünnung der Mittelschicht
    • - seit Jahrzehnten anhaltende Reichtumspolarisation,
    • - Negativfolgen der Gesundheitsreformen,
    • - eklatanten Defizite im Bildungswesen.

    Es mag sich glücklich schätzen, wer auch in diesen Punkten zumindest Stabilität, wenn nicht sogar gar eine positive Entwicklung zu erkennen oder die sozialen Tendenzen in unserem Lande für sich auf andere Weise als positiv zu deuten und sogar darzustellen vermag.
    Gern nähme ich auch hierbei den von Dir mit Venezuela begonnenen DDR-Vergleich entgegen, so abwegig er auch sei, wenn das nicht zu weit von den aktuellen Entwicklungen in der BRD wegführen, ähm ablenken würde.

    Geändert von vortiessen (14.05.2017 um 13:13 Uhr)
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    Alt 14.05.2017, 13:43   #17
    vortiessen
     
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    Standard Asoziale Zustände und demokratischer Sozialismus

    Zitat fagussylvatica: «Die albernen Versuchen jene massiven Verbrechen der sozialistischen Dikaturen mit Verweis auf die existierenden Makel aller anderen Gesellschaftsformen zu klittern ...»

    Ich denke, hier verläuft sich die Diskussion - generell, weil weg vom Thread-Thema, und speziell, weil wir bei "asozialen Zuständen" in Deutschland gestern und heute angelangt sind. Egal, wo man den Disput evtl. fortsetzt, wäre hier zunächst eine Einigung über den Begriff "asoziale Zustände" voranzustellen, damit nicht, nur als Beispiel, der Eine über Arbeitslose und der andere über Erwerbslose spricht.

    «Es ist nicht meine Aufgabe Dein nostalgisch- wohliges Empfinden vom Leben in der DDR zur kritisieren und zurecht zu rücken. »

    Wahrlich nicht. Das mache ich dann schon lieber selbst, wobei das Forum tatsächlich schon so einige nützliche Informationen geliefert hat, die mich die eine Position weiter festigen, eine andere auch schon mal in Frage stellen ließen.

    «Die Bilder von hunderttausenden oder Millionen die eine vollkommen andere Sicht auf die Dinge hatten und nur eines wollten: Das Ende des "demokratischen" Sozialismus.»

    Was die Leute im Kern wirklich wollten, ist gewiß mit einigen Sätzen gesagt, hat aber mit dem Ende des "demokratischen" Sozialismus kaum etwas zu tun, denn zu dem wollten viele Leute in der DDR, also nicht nur die Linken unter Gysi, erst einmal hinfinden. Meinetwegen kann man auch die Dubcek-Ära als solches verkaufen. Aber das Sozialismusthema allein wird dann schon ein weites Feld, das uns erwartungsgemäß weit weg bringt von dem, was in unserem Land derzeit an Entwicklungstendenzen zu erkennen ist.
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    Alt 14.05.2017, 14:01   #18
    fagussylvatica
     
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    Zitat:
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    • - mehr werdenden Müllkübelstocherer,
    • - Obdachlosen,
    • - Mehrfachjobber,
    • - Aufstocker,
    • - Rentner, die arbeiten gehen müssen,
    • - steigenden Mietpreise entgegen verkündeter Mietpreisbremse,
    • - Ausdünnung der Mittelschicht
    • - seit Jahrzehnten anhaltende Reichtumspolarisation,
    • - Negativfolgen der Gesundheitsreformen,
    • - eklatanten Defizite im Bildungswesen.
    Hast Du mehr als die Begriffe? Fakten? Zahlen? Erklärungen?

    Ich mag nicht Deine Hausarbeiten machen, daher möchte ich nur zu einem Stichwort ergänzend antworten:

    Gibt es mehr "Müllkübelstocherer" oder ist das nur Deine subjektive, medial von rechten wie linken politischen Gruppen gleichsam unterstütze Empfindung einer "Ungerechtigkeit"? Herbeigeführt durch die "massive" Unterstützung von Flüchtlingen oder aber der Wirtschaft? Wenn die Ausländer oder die ohnehin reichen Unternehmen die immensen Gelder abgreifen, dann muß der ein Leben tüchtig arbeitende Renter nun "Mülleimer" nach verwertbarem durchsuchen. Bezeichnend, daß hier in NRW die AfD und die Linke mit dieser "urban Legend" Wahlwerbung machen. Findest Du nicht? Warum gibt es dieses Bild nur in Großstädten und nicht auf dem Land? Gibt es dort keine Armut?

    Als ergänzende Einlassung und vielleicht erklärenden Hinweis, daß wir ein sehr konsequentes Pfandsystem haben und wohlmöglich immer mehr Menschen zu bequem sind Leergut aufzubewahren, andere aber den Mehrwert in dem Abfall erkennen. Gleiches gilt ebenso für Schrottsammler. Für den einen Müll, für den anderen Rohstoff. Oder Menschen die es unwert empfinden verwertbare Lebensmittel wegzuwerfen. Sind Schrottsammler -die es schon ewig gibt, Foodsaver oder auch die von Dir genannten "Mülltonnenstocherer" zwingend ein Zeichen von Armut oder nicht viel mehr Ergebnis gesellschaftlicher Komplexität und Entwicklung?

    Fakten Deinerseits wären schön. Zahlen. Beleghaftes.
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    Alt 14.05.2017, 14:07   #19
    fagussylvatica
     
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    Ich denke, hier verläuft sich die Diskussion - generell, weil weg vom Thread-Thema, und speziell, weil wir bei "asozialen Zuständen" in Deutschland gestern und heute angelangt sind.
    Verzeih, waren es nicht Deine Einlassungen zum Thema die Aussagen diverser Demonstranten in Venezuela die asozialen Bedingungen dort mit denen in der Bundesrepublik in Einklang zu bringen?

    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen
    Was die Leute im Kern wirklich wollten, ist gewiß mit einigen Sätzen gesagt, hat aber mit dem Ende des "demokratischen" Sozialismus kaum etwas zu tun, denn zu dem wollten viele Leute in der DDR, also nicht nur die Linken unter Gysi, erst einmal hinfinden.
    Was wollten die Menschen im Kern denn Deiner Ansicht nach? Wenn es mit wenigen Sätzen zu sagen ist, macht es Dir sicherliche keine große Mühe dieses kurz zusammen zu fassen.
    __________________
    Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. -Willy Brandt-
    fagussylvatica ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 14.05.2017, 14:32   #20
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    Standard Manche sehen einen Abwärtstrend, manche nicht

    Zitat fagussylvatica: "Ich mag nicht Deine Hausarbeiten machen, ..."

    Wenn Du zu dem einen oder anderen Punkt, den ich auf Deine Nachfrage als Quelle für meine "steile These" nannte, anderer Auffassung sein solltest, dann lese ich Deine Einwände gern. Aber die zu erstellen, gehört natürlich zu Deinen Hausaufgaben.

    Zum Beispiel könntest Du folgende selbstgestellte Frage recherchieren und gleich beantworten, idealerweise natürlich mit "Nein":

    «Gibt es mehr "Müllkübelstocherer" oder ist das nur Deine subjektive, medial von rechten wie linken politischen Gruppen gleichsam unterstütze Empfindung einer "Ungerechtigkeit"? ... »

    Aber offensichtlich weißt Du es nicht, kennst keine Statistik, in der die Müllsammler ehrlich Farbe zu ihrem Tun bekennen. Das haben sie mit den Reichsten unseres Landes gemein, zu deren Einkommen nur äußerst spärliche Angaben erlangt werden können ... oder wollen.
    Na gut, aus der Not dann eine Tugend zu machen, wäre natürlich auch ein Weg:

    «... daß wir ein sehr konsequentes Pfandsystem haben und wohlmöglich immer mehr Menschen zu bequem sind Leergut aufzubewahren, andere aber den Mehrwert in dem Abfall erkennen. Gleiches gilt ebenso für Schrottsammler. Für den einen Müll, für den anderen Rohstoff. ..."

    "Faktenen Deinerseits wären schön. Zahlen. Beleghaftes."

    Nichtbelegbares ist leicht zu widerlegen. Wo ist das Problem?
    vortiessen ist offline   Mit Zitat antworten
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