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    Alt 04.01.2017, 18:57   #21
    abrakadabra
     
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    abrakadabra wird schon bald berühmt werden
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    Zitat:
    Zitat von Meridian Beitrag anzeigen
    Es ist ein Unterschied, ob das Boot voll ist oder wie viel eine Gesellschaft aushält. Die Ursachen für letzteres sind vielfältig und haben mit dem Flüchtlingsstrom selber nicht immer zu tun. Darauf genauer einzugehen würde den Thread sprengen.
    Wie gesagt dümmliche demagogisch motivierte Sprüche gab es in ähnlicher und selber Form schon immer. Wenn eine kleine Minderheit damit meint auf Dummenfang gehen zu müssen, sollte die deutsche Presse dies nicht zu sehr thematisieren, denn das schafft nur Aufmerksamkeit und die politisch Unbedarften und Dummen fühlen sich damit nur bestätigt.
    Zitat:
    Ja, bekommt sie, und nicht zu wenig.
    Aufgrund ihrer vermeintlich "einfachen Lösungen"...

    Zitat:
    Das glaube ich nicht. ignorieren hat lange geholfen, aber nicht bei der AfD. Man muss sich ihr und ihren Behauptungen stellen.
    Bringt doch nichts, wie man teilweise bei AfD-Anhängern sieht, sind diese doch Faktenresistent und wiederholen gebetsmühlenartig nur den Schwachsinn ihrer Hassprediger...
    Zitat:
    Kann oder könnte besser gesagt. Aber die Gesellschaft will offenbar weniger. Die Ursachen dafür sind natürlich aufzuarbeiten. Was den Beitrag DEs zur Destabilisierung der dortigen Regionen betrifft, da stimme ich zu. Das ist eine der Ursachen für die Flüchtlinge. (Warum hast du das mit "Siehe oben..." kommentiert?
    Das "siehe oben" bezog sich auf die Ursachen zur sogenannten "Flüchtlingskrise", die ich übrigens für sehr aufgeputscht halte und auf die Du im letzten Absatz ansatzweise eingegangen bist... Würde die Gesellschaft wirklich "weniger" wollen, gäbe es wohl kaum so viele Ehrenamtler die sich engagieren und von den Pegidianern und Petryjüngern als Gútmenschen diffamiert werden.

    Zitat:
    Wer versehentlich seinen Pass verliert, wird sich wohl darum bemühen, seine Identität klar zu stellen. Wer es nicht tut, erst in U-Haft zwecks Klärung, denn hier ist weitgehend klar, dass so jemand etwas zu verbergen hat. Reichsbürger werden vermutlich ihre Namen bekannt geben.
    Reichsbürger fahren teilweise ohne Führerschein, KfZ-Zulassung ecetera und werden selten sanktioniert. Jemand der seine Identität verbergen will, muß das nachgewiesen werden, erst wenn wirklich bewiesen ist, das Absicht dahinter steckt ist sowas sanktionierbar und es wäre dann wohl auch keine Straftat, die mit Knast enden sollte, es sei denn er ist ein gesuchter Krimineller.
    Ich halte das ansonsten für überzogen.

    Zitat:
    Warum?
    Bereits begründet...
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    Grundsätzlich erkennt man Rechtsextremismus nach Benz schon an vier Indizien:

    1.einem "übersteigerten Nationalgefühl"
    2.an festen Feindbildern
    3.am Glaube an das "Recht des Stärkeren"
    4.und am Anspruch, dass es Menschen unterschiedlicher
    Wertigkeit gibt


    "Die Partei artikuliert Hass und ermöglicht so klaren Rechtsextremismus."
    (Extremismusforscher Wolgang Benz über die AfD)
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    Alt 05.01.2017, 09:05   #22
    fagussylvatica
     
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    Zitat:
    Zitat von Meridian Beitrag anzeigen
    Kommt darauf an. DE ist relativ dicht besiedelt. Doch die Flüchtlingsdichte ist interessanterweise dort hoch, wo auch die Bevölkerungsdichte ebenfalls hoch ist, so. z.B. in NRW oder Süddeutschland. Im Osten, wo weit weniger Leute pro km² leben, gibt es aber auch weniger Flüchtlinge. Vielleicht SF6, dass man Flüchtlinge dort bringen soll, wo die Bevölkerungsdichte noch gering ist. Aber man muss auch die Bewohnbarkeit von Regionen beachten. Z.B. in Österreich ist die Bevölkerungsdichte geringer, aber in nicht unerheblicher Teil besteht aus Hochgebirge. In Schweden ist die Dichte sogar sehr niedrig, aber gerade Nordschweden verträgt nicht viele Menschen.
    Mecklenburg- Vorpommern und Brandenburg sind sehr bewohnbar. Durchaus eine charmanter Vorschlag, der aber lokal wohlmöglich auf ausgesprochen wenig Gegenliebe stoßen wird.

    Ärgerlicherweise ist zudem die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte signifikant erhöht, so daß sich in den aktuell begründbar leerenden Gebieten eine Daueralimentierung der Migranten parallel zur autochtonen Bevölkerung nicht ausgeschlossen werden kann.

    Vielleicht irre ich mich aber auch und die vielen "zurückgebliebenen" Rentner, deren Kinder sich alle in den "Westen" oder andere wirtschaftlich prosperierende Gebiete aufgemacht haben, entdecken ihre Großelterninstikte und adoptieren -von Liebe und Sehnsucht getrieben- scharenweise die jungen, familienlosen Migranten und bieten ihnen nicht nur Obdach und Anschluß sondern vollkommene Integration.

    Sollte man vielleicht mal durchdenken.
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    Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. -Willy Brandt-
    fagussylvatica ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 05.01.2017, 10:32   #23
    Waldpinguie
     
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    Eigentlich könnte man bei diesem Thema durchaus kontrovers drüber diskutieren wo die Gründe dafür zu sehen sind warum es bei der Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU ein nicht zu übersehendes Ungleichgewicht gibt.
    Liegt es vielleicht an den Strukturen der EU?
    Oder sind es ganz einfach nur nationale Befindlichkeiten in einer Vielzahl der Mitgliedstaaten?

    Fest steht wohl, nur eine kleine Anzahl von Staaten in der EU sehen sich in der Pflicht Flüchtlinge aufzunehmen.

    Mein Vorschlag wäre einen europaweit einheitlichen Standard für die Aufnahme von Flüchtlingen festzulegen.
    Aber sicherlich ist es unsinnig z.B schwedische oder auch deutsche Maßstäbe hierbei zu Grunde zu legen.
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    Alt 05.01.2017, 10:49   #24
    fagussylvatica
     
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    Zitat:
    Zitat von Meridian Beitrag anzeigen
    Die Inseln sollten zuvor unbewohnt sein und von kaltem Meerwasser umgeben sein (oder sehr weit vom Festland entfernt wie St. Helena). Nicht dass als Flüchtlinge getarnte IS-Terroristen sich auf solche Inseln absichtlich abschieben lassen, um sie als strategisch günstige Punkte zu nutzen. Eine stetige Überwachung mit Drohnen wäre hilfreich.
    Konsequente Rückführung halte ich für signifikant erstrebenswertet. Hier haben wir heute alle Möglichkeiten- man muß diese nur konsequent nutzen.

    Dein Alternativvorschlag klingt zunächst bestechend simpel- scheint mir aber nicht konsequent und vollumfänglich durchdacht.

    Die Versorgungssituation auf den vorgeschlagenen, doch recht entlegen Eilanden ist aktuell problematisch, so daß mit sehr erheblichen Mitteln die notwendige Infrastruktur zu schaffen ist. Beginnend bei hinreichend Wohnraum, einem Kraftwerk (Strom und Wärme), der notwenigen Infrastruktur (Wasser und Abwasser), einem Klärwerk, einem Krankenhaus, einer notwendigen Ordnungsmacht, einem Hafen oder Flughafen für die Zuführung neuer Bewohner aber auch von Nahrungsmitteln, Kleidung etc. nebst dem notwendigen Personal zur Betreibung der technischen Anlagen- um auch nur einen Mindeststandart zu erreichen damit Menschen menschenwürdig leben können.

    Sollte Dein Konzept die simple Aussetzung jener definierten Migranten auf dem Eiland ohne jedwege Unterstützung vorsehen, käme dieses vermutlich einem organisierten Genozid gleich. Vergleichbar dem jüngst noch den Türken zur Last gelegt, als sie die Armenier in die Wüste schickten oder dem kaiserlichen Armee, also sie kurzerhand die Hereros einer suboptimalen Umsiedlung teilhaftig werden ließen. Geschichtlich gibt es viele derartige Beispiele. Aber ob das Modell in einem Rechtsstaat taugt wage ich zu bezweifeln.
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    fagussylvatica ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 05.01.2017, 11:45   #25
    fagussylvatica
     
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    Zitat:
    Zitat von Waldpinguie Beitrag anzeigen
    Eigentlich könnte man bei diesem Thema durchaus kontrovers drüber diskutieren wo die Gründe dafür zu sehen sind warum es bei der Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU ein nicht zu übersehendes Ungleichgewicht gibt. Liegt es vielleicht an den Strukturen der EU? Oder sind es ganz einfach nur nationale Befindlichkeiten in einer Vielzahl der Mitgliedstaaten?

    Fest steht wohl, nur eine kleine Anzahl von Staaten in der EU sehen sich in der Pflicht Flüchtlinge aufzunehmen. Mein Vorschlag wäre einen europaweit einheitlichen Standard für die Aufnahme von Flüchtlingen festzulegen. Aber sicherlich ist es unsinnig z.B schwedische oder auch deutsche Maßstäbe hierbei zu Grunde zu legen.
    Die deutschen und schweden Maßstäbe taugen insofern zum Standart, als sie von Humanität zeugen. Dennoch kann es so dauerhaft selbstverständlich nicht weiter gehen.

    Bereits 2014 gab es bereits massive Anstiege der Asylbewerber (Italien und Ungarn +130%). Folge der Dublin- Regeln, daß für "ersteinreisende" Flüchtlinge der Einreisestaat für das Asylverfahren und die Registrierung zuständig ist. Aufgrund des starken Anstiegs der Flüchtlingszahlen haben in 2015 erst Italien und Griechenland, später auch Ungarn und andere diese Regeln aufgebrochen und die Grenzen geöffnet. Daraufhin wurden die Grenzkontrollen wieder eingeführt und damit "Dublin" defacto außer Kraft gesetzt. Befreit von der Registrierungspflicht wurden die "Erstkontaktländer" nun reine Transitstaaten und in Reaktion führte dieses zu einer massenhaften unkontrollierten und unregistrierten Einreise Richtung Deutschland, Schweden und England.

    Das Dilemma haben wir nun heute. Zwei Länder ergänzt um Ungarn und Österreich die sich beide weigern noch mehr Flüchtlinge aufzunehmen, die aber anteilig schon sehr große Kontingente geschultert haben, gegen den Rest der EU der die Situation schlicht aussitzt. Teils agressiv ablehnend wie Polen, teils entspannt aber weit genug weg wie Spanien und Portugal.

    Einen einheitlichen Standart auszuverhandeln wird schwierig, weil viele Länder -wie auch Deutschland- die Migrantenquote auf die Gesammtbevölkerung berücksichtigt wissen möchte. Umgekehrt will Ungarn seine Leistungen in der akutellen Krise hoch gewichtet wissen und Polen will weder das eine noch das andere- die wollen schlicht nur EU Subventionen, EU Freizügigkeit aber bitte keine Verpflichtungen.
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    fagussylvatica ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 05.01.2017, 12:07   #26
    fagussylvatica
     
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    Zitat:
    Zitat von Meridian Beitrag anzeigen
    Tja, es geht nicht darum, was ich oder du wollen oder was richtig oder gut ist. Es geht darum, wie viele Flüchtlinge die Gesellschaft aushält. Und eine Grenze ist durchaus erreicht. Wir können ja weiter uneingeschränkt Flüchtlinge reinlassen, aber das regelt sich dann von alleine auf eine weit weniger schöne Art: Für jeden Flüchtling bekommt die AfD eine Stimme, und für jeden Terroranschlag ein Prozent (oder mehr, wenn der Anschlag von Flüchtlingen kommt), um es mal ungefähr auszudrücken.
    Wieviele Flüchtlinge eine Gesellschaft aushält ist eine interessante Frage.

    In Westdeutschland -allem voran die hier viel gescholtenen Bayern- wurden pro Kopf, pro km² und in Summe deutlich mehr Flüchtlinge aufgenommen als in den neuen Bundesländern -allen voran Sachsen. Dennoch habe ich in NRW (485 tsd. Migranten auf 17,8 Mio Menschen und 34 tsd m²= 2,7% oder 14,2/km²) und Bayern (2,7% und 4,9/ km²) einen signifikant entspannteren Umgang mit dem Thema und auch deutlich geringere Unterstützung für die AfD als in Sachsen (1,6% und 3,5/ km²) oder Mecklenburg- Vorpommern (2,0% und 1,3/ km²).

    "Wieviele Flüchtlinge eine Gesellschaft" aushält scheint daher ausgesprochen unklar. In NRW bekommt die AfD definitiv nicht pro Flüchtling eine Stimme- auch nicht pro Terroranschlag einen Prozentpunkt. In Bayern sehe ich die AfD auch nicht wirklich stark positioniert. Anders als in Sachsen wie die Zustimmung der AfD auch ohne Terroranschlag und bei ungleich geringeren Flüchtlinszahlen massiv erhöht ist.

    Ob der Umgang mit Zuwanderern abhängig mit der Erfahrung der autochthonen Bevölkerung mit Fremden abhängig sein könnte? Intoleranz als Kennzeichen mangelnder Erfahrung?
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    fagussylvatica ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 05.01.2017, 13:58   #27
    Meridian
     
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    Zitat:
    Zitat von fagussylvatica Beitrag anzeigen
    Konsequente Rückführung halte ich für signifikant erstrebenswertet. Hier haben wir heute alle Möglichkeiten- man muß diese nur konsequent nutzen.

    Dein Alternativvorschlag klingt zunächst bestechend simpel- scheint mir aber nicht konsequent und vollumfänglich durchdacht.

    Die Versorgungssituation auf den vorgeschlagenen, doch recht entlegen Eilanden ist aktuell problematisch, so daß mit sehr erheblichen Mitteln die notwendige Infrastruktur zu schaffen ist. Beginnend bei hinreichend Wohnraum, einem Kraftwerk (Strom und Wärme), der notwenigen Infrastruktur (Wasser und Abwasser), einem Klärwerk, einem Krankenhaus, einer notwendigen Ordnungsmacht, einem Hafen oder Flughafen für die Zuführung neuer Bewohner aber auch von Nahrungsmitteln, Kleidung etc. nebst dem notwendigen Personal zur Betreibung der technischen Anlagen- um auch nur einen Mindeststandart zu erreichen damit Menschen menschenwürdig leben können.

    Sollte Dein Konzept die simple Aussetzung jener definierten Migranten auf dem Eiland ohne jedwege Unterstützung vorsehen, käme dieses vermutlich einem organisierten Genozid gleich. Vergleichbar dem jüngst noch den Türken zur Last gelegt, als sie die Armenier in die Wüste schickten oder dem kaiserlichen Armee, also sie kurzerhand die Hereros einer suboptimalen Umsiedlung teilhaftig werden ließen. Geschichtlich gibt es viele derartige Beispiele. Aber ob das Modell in einem Rechtsstaat taugt wage ich zu bezweifeln.
    Nein, einfach so auf Inseln in polaren Breiten aussetzen ohne Infrastruktur, das will ich natürlich nicht. Eine ordentliche Infrastruktur samt Flughafen muss her. Aber wenn ganz Europa (anstatt ein Land) das finanziert, dann kann das durchaus gehen. Ansonsten sehe ich die Gefahr, dass sich auszuweisende Flüchtlinge mit zerrissenen Pässen immer mehr häufen. Diese können nicht abgeschoben werden, kosten aber auch Geld. Mit der Inselhaft wird eine gewisse Abschreckung erzeugt.
    Früher gab es auch Schiffsgefängnisse, meist aus ausrangierten Schiffen, die in sicherer Entfernung vor der Küste ankerten und als Gefängnisse funktionierten. Großbritannien hat sowas bis vor kurzem noch gehabt. Das sollte aber nur für den Notfall und vorübergehend sein, wenn eine solche eingerichtete Insel zu voll werden droht.
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    Meridian ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 06.01.2017, 11:25   #28
    Waldpinguie
     
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    Zitat:
    Zitat von fagussylvatica Beitrag anzeigen
    Die deutschen und schweden Maßstäbe taugen insofern zum Standart, als sie von Humanität zeugen. Dennoch kann es so dauerhaft selbstverständlich nicht weiter gehen.


    die wollen schlicht nur EU Subventionen, EU Freizügigkeit aber bitte keine Verpflichtungen.
    Na ja gut, aber was machen denn die anderen rund 18 EU Staaten so den ganzen Tag lang?
    Gemessen an der Gesamteinwohnerzahl der EU könnten, legt man die Aufnahmequote von z.B Schweden und Deutschland zugrunde, gut und gerne doppelt soviel Flüchtlinge aufgenommen werden. Was auch dringend geboten wäre.
    Aus meiner Sicht geht es nicht darum Flüchtlinge "abzuwehren" vielmehr darum durch ein gesamteuropäisches Konzept mehr Flüchtlinge aufnehmen zu können.
    Denn an dieser Frage muss sich die EU und ihre vehementen Befürworter messen lassen.

    Was Politik und Medien zu dieser Fragestellung verlauten lassen ähnelt mehr einer Provinzposse denn einer, gern nur für sich beanspruchten, Humanität.....
    Waldpinguie ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 06.01.2017, 13:42   #29
    Kreti&Pleti
     
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    Jedwede Zahlenspielerei bezüglich Aufnahmequoten halte ich für nicht praktikabel.
    Die Menschen werden immer dort hingehen wo sie entweder bessere Versorgung haben, die Stimmung nicht so negativ ist, Bekannte oder Verwandte schon vor Ort sind und aus vielen anderen Gründen.
    Eine reine örtlich Zuweisung wird auf dauer nicht funktionieren.
    Was aber funktionieren würde ist das umzurechnen und alle bezahlen, bekommen sollte dann das Land das aufnimmt.
    Das wäre dann die europäische Solidarität und es würde ich nicht wundern wenn unter solchen Bedingungen manche bisherigen Aufnahmeverweigerer dann ganz anders reagieren.
    Voraussetzung dabei ist natürlich die gleiche Versorgung und Rechtslage für Flüchtlinge zu schaffen unabhängig vom Niveau.
    Das beste Steuerungsmittel war schon immer und ist auch heute noch das Geld.
    Kreti&Pleti ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 07.01.2017, 22:51   #30
    cyrano35
     
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    Zitat:
    Zitat von fagussylvatica Beitrag anzeigen
    Konsequente Rückführung halte ich für signifikant erstrebenswertet. Hier haben wir heute alle Möglichkeiten- man muß diese nur konsequent nutzen.
    Das ist so hübsch leicht gesagt. Wer die Problematik der Pass-Vernichter und -Fälscher kennt, wird zumindest erahnen, dass es so leicht nicht sein kann, denn schließlich existiert sie nicht erst seit gestern und schon gar nicht allein in Deutschland. Aber du kannst dem Forum sicherlich forensische Verfahren nennen, um die tatsächliche Herkunft eines angeblichen Flüchtlings zu belegen – bzw. die von ihm behauptete Herkunft zu widerlegen.

    Diese Frage sollte vor der Frage der Rückführung, Ausweisung oder gar Abschiebung schon geklärt sein. Und ich bin mir sicher, du wirst uns alle hier im Forum in dieser Hinsicht erhellen können.

    Auf diesen hoffentlich ironisch gemeinten Insel-Quatsch, den @ Meridian wahrscheinlich aus dem "Postillion" geklaut hat (oder von @ Schimpanse hier, der ebenfalls bereits derlei Insel-Träume hatte), wurde bereits hinreichend eingegangen. Da muss ich keinen mehr draufsetzen.

    Realistisch betrachtet, sind doch allenfalls die Transitzonen-Pläne aus den Reihen der CSU noch diskutabel. Und die bessere Vernetzung von Behörden zwecks Aufdeckung und Verhinderung von Sozialbetrug mit Extremfall Terrorfinanzierung.

    Meines Erachtens liegt dort das erste Ärgernis.
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    Alt 07.01.2017, 23:31   #31
    fagussylvatica
     
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    Zitat:
    Zitat von cyrano35 Beitrag anzeigen
    Das ist so hübsch leicht gesagt. Wer die Problematik der Pass-Vernichter und -Fälscher kennt, wird zumindest erahnen, dass es so leicht nicht sein kann, denn schließlich existiert sie nicht erst seit gestern und schon gar nicht allein in Deutschland. Aber du kannst dem Forum sicherlich forensische Verfahren nennen, um die tatsächliche Herkunft eines angeblichen Flüchtlings zu belegen – bzw. die von ihm behauptete Herkunft zu widerlegen.

    Diese Frage sollte vor der Frage der Rückführung, Ausweisung oder gar Abschiebung schon geklärt sein. Und ich bin mir sicher, du wirst uns alle hier im Forum in dieser Hinsicht erhellen können.
    Leider -oder Gott sei Dank Du einmal festgestellt hast- bin ich kein Polizist und mit den Mitteln und Methoden nur eingeschränkt vertraut.

    Was ich benennen kann, könntest auch Du mit wenig Mühe in Erfahrung bringen. Es sind die öffentlich einsichtigen Methoden die aktuell vielfach diskutiert werden: Identifikation der Sprachmerkmale, genetische Analysen und der Abgleich von äußerlichen Identifikationsmerkmalen (Fingerabdrücke).

    Wird ein Antrag auf Asyl abgelehnt oder sind die Qualifikation und Bereitschaft des Migranten nicht hinreichend um sich während der Duldung hinreichend zu integrieren, muß die Ausreise mit Nachdruck vorrangetrieben werden. Hier gibt es die umfangreiche Möglichkeit den Zuwanderer in Abschiebehaft zu nehmen. Summiert man Vorbereitungshaft und Sicherheitshaft bis zur Durchführung der Ausreise, haben die Behörden 19 Monate und 2 Wochen Zeit die entsprechenden Maßnahmen einzueiten und die notwendigen Papiere zu beschaffen.

    Hier ist ohne Zweifel der Kooperationswille mit dem Ausreiseland erforderlich, aber ich bin mir sicher hier gibt es hinreichend Mittel und Wege auch diese einzufordern und wenn es die Kopplung an finanzielle Zusagen ist.

    In der Causa Amri hat gerade das nicht konsequente Ausnutzen der Möglichkeiten den Terroranschlag erst möglich gemacht. In vielen anderen Fällen sorgt diese Nachlässigkeit für Nachahmere und macht eine weltoffene Gesellschaft zu einer vorurteilsbehafteten.

    Du siehst: die Möglichkeiten sind da, sie müssen nur genutzt werden.
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    Alt 08.01.2017, 00:49   #32
    cyrano35
     
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    Zitat:
    Zitat von fagussylvatica Beitrag anzeigen
    Du siehst: die Möglichkeiten sind da, sie müssen nur genutzt werden.
    Deine Möglichkeiten sind nicht da, beim Namen nennen kannst du sie auch nicht. Nach Details gefragt, gerätst du ins Schwafeln...

    Kurzum, die Welt, in der du lebst, existiert so nicht.
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    Alt 08.01.2017, 03:31   #33
    abrakadabra
     
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    abrakadabra wird schon bald berühmt werden
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    Zitat:
    Zitat von fagussylvatica Beitrag anzeigen

    In der Causa Amri hat gerade das nicht konsequente Ausnutzen der Möglichkeiten den Terroranschlag erst möglich gemacht.
    Mit Verlaub mit dieser Aussage suggerierst Du eine Sicherheit die nicht existiert. Terroranschläge wirklich zu verhindern bedeutet eine lückenlose Überwachung aller Gefährder und auch genaue Kenntnisse über die Planung solcher. Man kann dies mit guter Polizeiarbeit möglicherweise erschweren, aber dazu benötigt man sicherlich einerseits noch viel mehr gut ausgebildete Polizisten und eine flächendeckende Überwachung. Ersteres wäre wünschenswert Zweiteres eine Eingriff in die Persönlichkeitsrechte.
    Selbst wenn das realisierbar wäre, würde es Anschläge eben nur erschweren, aber verhindern kann man diese nicht, zumal man jeden Gegenstand auch zur Waffe umfunktionieren kann (selbst mit einem Blatt Papier kann man verletzen, wenn man weiß wie) und Anleitungen zum Bombenbau ja auch im Darknet wohl existieren.
    Terroristen sind einfallsreich und daher sollte man sich auch keine Illusionen machen, das nicht irgendwelche kranken Spinner nicht Wege und Mittel finden Schaden anzurichten.
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    Alt 08.01.2017, 11:03   #34
    fagussylvatica
     
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    Zitat:
    Zitat von cyrano35 Beitrag anzeigen
    Deine Möglichkeiten sind nicht da, beim Namen nennen kannst du sie auch nicht. Nach Details gefragt, gerätst du ins Schwafeln... Kurzum, die Welt, in der du lebst, existiert so nicht.
    Sprachidentifikation ist verlinkt. Abgleichen von Identifikationsmerkalen sind Bestandteil des Schengenabkommens, werden nur nicht hinreichend genutzt. Genetische Analysen sind möglich und werden in anderen Sachverhalten bereits genutzt.

    Weiter gibt es Möglichkeiten abgelehnte Antragsteller für über eineinhalbjahre in Abschiebehaft zu nehmen. Unter dem Stichwort Sicherungshaft findest Du weitere Informationen.

    Die Möglichkeiten sind da, sie müssen nur genutzt werden.

    Kannst Du Deine nebulöse, unbegründete Kritik auch sachlich begründen oder fehlen Dir in Deiner Welt dazu die Möglichkeiten?
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    Alt 08.01.2017, 11:18   #35
    fagussylvatica
     
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    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Mit Verlaub mit dieser Aussage suggerierst Du eine Sicherheit die nicht existiert. Terroranschläge wirklich zu verhindern bedeutet eine lückenlose Überwachung aller Gefährder und auch genaue Kenntnisse über die Planung solcher. Man kann dies mit guter Polizeiarbeit möglicherweise erschweren, aber dazu benötigt man sicherlich einerseits noch viel mehr gut ausgebildete Polizisten und eine flächendeckende Überwachung. Ersteres wäre wünschenswert Zweiteres eine Eingriff in die Persönlichkeitsrechte.
    Verbrechen und Terrorismus sind nicht verhinderbar. Die Lücken im System sind immer groß genug um als Einzeltäter mit "Alltagsgegenständen" wie in Berlin und Nizza Menschen en groß zu töten.

    Mehr Polizei ist wünschenswert, aber wird selbst bei einer Verdopplung und Verdreifachung des Personals dieses nicht verhindern können. Die Überwachung ist heute schon in vielen Ländern sehr hoch (Großbritannien und die USA mit einem extra geschaffenen Ministerium und weitreichendsten Rechten von den westlichen Staaten zu forderst) und hat nach meiner Überzeugung schon vielfach die Grenze des Akzeptablen überschritten und dennoch finden weiter diese Verbrechen statt.

    Mir geht es nicht darum die Hände in den Schoss zu legen. Ganz im Gegenteil ist eine visuelle Brennpunktüberwachung konsequent fortzuführen, die Polizeiarbeit zu stärken, die Möglichkeiten von Abschiebehaft auszunutzen. Der Anschlag von Amis Amri wäre mit dem gültigen Regelwerk zu verhindern gewesen. Es ist mir unverständlich, warum Amis Amri über Wochen von Polizei beobachtet wurde anstatt diesen offensichtlichen Gefahrenherd schlicht in Sicherungsabschiebehaft zu belassen um die Zwangsabschiebung durchzusetzen.

    Eine absolute Sicherheit gibt es nicht und kann es auch nicht geben. Alle Gesetze oder technischen Überwachsungsmöglichkeiten werden immer an der Unberechenbarkeit des Individuums scheitern.
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    Geändert von fagussylvatica (08.01.2017 um 11:20 Uhr)
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    Alt 08.01.2017, 20:09   #36
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    Zitat:
    Zitat von fagussylvatica Beitrag anzeigen
    Sprachidentifikation ist verlinkt. Abgleichen von Identifikationsmerkalen sind Bestandteil des Schengenabkommens, werden nur nicht hinreichend genutzt. Genetische Analysen sind möglich und werden in anderen Sachverhalten bereits genutzt.
    Fingerabdrücke und äußerliche Merkmale nutzen dir aber nichts, wenn du, vor allem in den Herkunftsländern, kein Vergleichsmaterial hast. Gleiches trifft auf die Genanalyse zu. Mit der Sprach- und Dialektanalyse kannst du allenfalls bestimmen, dass Person XY nicht in dem von ihm angegebenen Herkunftsland aufgewachsen ist. Seine Nationalität eruierst du damit nicht.

    Zitat:
    Weiter gibt es Möglichkeiten abgelehnte Antragsteller für über eineinhalbjahre in Abschiebehaft zu nehmen. Unter dem Stichwort Sicherungshaft findest Du weitere Informationen.
    Nach höchstens (!) 18 Monaten ist der aber dann immer noch da. Und nun?
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    Alt 08.01.2017, 20:24   #37
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    Zitat:
    Zitat von cyrano35 Beitrag anzeigen
    Fingerabdrücke und äußerliche Merkmale nutzen dir aber nichts, wenn du, vor allem in den Herkunftsländern, kein Vergleichsmaterial hast. Gleiches trifft auf die Genanalyse zu. Mit der Sprach- und Dialektanalyse kannst du allenfalls bestimmen, dass Person XY nicht in dem von ihm angegebenen Herkunftsland aufgewachsen ist. Seine Nationalität eruierst du damit nicht.



    Nach höchstens (!) 18 Monaten ist der aber dann immer noch da. Und nun?
    Man stellt ihn vor die Grenze, kein gültiger Ausweis keine Einreisegenehmigung. Wenn das jedes Land so macht ist er irgendwann dort wo er herkam.
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    Alt 08.01.2017, 22:49   #38
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    Zitat:
    Zitat von cyrano35 Beitrag anzeigen
    Fingerabdrücke und äußerliche Merkmale nutzen dir aber nichts, wenn du, vor allem in den Herkunftsländern, kein Vergleichsmaterial hast. Gleiches trifft auf die Genanalyse zu. Mit der Sprach- und Dialektanalyse kannst du allenfalls bestimmen, dass Person XY nicht in dem von ihm angegebenen Herkunftsland aufgewachsen ist. Seine Nationalität eruierst du damit nicht.
    Deutschland hat keine Außengrenzen zu den aktuellen Flüchtlingsstaaten. Somit werden die Identifikationsmerkmale in Drittländern erfasst. Die Bundesrepublik muß die Welt nicht alleine retten.

    Zitat:
    Zitat von cyrano35 Beitrag anzeigen
    Nach höchstens (!) 18 Monaten ist der aber dann immer noch da. Und nun?
    Die Aussicht auf 19,5 Monate Abschiebehaft dürfte in vielen Fällen die Kooperationsbereitschaft dramatisch erhöhen. Bei der Zielgruppe handelt es sich ja nicht ausnahmslos um brutale, zu allem bereite Terroristen, sondern schlicht um Wirtschaftsflüchtlinge.

    Ich halte es für sehr realistische auf diesem Weg nahezu alle abgelehnten und nicht hinreichend qualifizierten Migranten heim schicken zu können.

    Ungelöst bleibt nur die asymetrische Zuwanderung aus schwachen EU Staaten in unser Sozialsystem- aber das ist eine andere Baustelle.
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    Alt 08.01.2017, 22:50   #39
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    Zitat:
    Zitat von DerNeue324 Beitrag anzeigen
    Man stellt ihn vor die Grenze, kein gültiger Ausweis keine Einreisegenehmigung. Wenn das jedes Land so macht ist er irgendwann dort wo er herkam.
    Das wäre die "hardcore" Methode, aber rechtlich wäre dieses uneingeschränkt möglich. Da hast Du recht.
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    Alt 08.01.2017, 23:06   #40
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    Zitat:
    Zitat von fagussylvatica Beitrag anzeigen
    Das wäre die "hardcore" Methode, aber rechtlich wäre dieses uneingeschränkt möglich. Da hast Du recht.
    Anders bringt man falsche Flüchtlinge nicht los. Und je weniger man die füttert um so schneller geht das.
    DerNeue324 ist offline   Mit Zitat antworten
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