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    Alt 28.12.2016, 15:06   #21
    abrakadabra
     
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    Zitat:
    Zitat von fagussylvatica Beitrag anzeigen
    Das "Lagerdenken" der 70er, mit einem recht monochromen 2,5 Parteienstaat in dem die Sozialdemokraten der "natürliche" Gegenspieler der Kirche war, ist lange passe.
    Wenn man die Fakten das die katholische Kirche schon immer einseitig und in eindeutiger Manier genau die Politik und Personen der Konsevativen "C"-Parteien unterstützt hat, früher plumper, heute etwas subtiler, sieht dürfte das Lagerdenken damit belegt sein.

    Zitat:
    Zudem ist die Kernaussage kein Wahlkampfpunkt für die CDU sondern -wenn überhaupt- einer für die Große Koalition und hier spielt die SPD fleißig mit, da sie mit dem Ressort Arbeit und Sozialies in der Besetzung mit Andrea Nahles der erste Ansprechpartner in den themenbezogenen Sachfragen sein dürfte.
    Es geht und ging nicht um Ansprechpartner der GroKo sondern das hier ein Kirchenvertreter der Bundesregierung und somit vordergründig der CDU
    Zitat:
    Tatsächlich sei Deutschland aber ein stabiles, gut regiertes Land.
    ...eine unterschwellige Kernkompetenz bescheinigt, die nicht vorhanden ist.

    Zitat:
    "Untergangsrethorik" und "Sozialpopulismus" sind heute die liebsten Themen all jener, die sich aus welchen Gründen auch immer nicht hinreichend mitgenommen fühlen. Dabei entsteht für den Einzelnen leicht der Eindruck, daß die Bundesrepublik eine Pauschalreise mit Vollpension ist. Diesem Eindruck hat der mit Abstand kompetenteste soziale Dienstleister -nein, nicht Du @abrakadabra- dieses Landes laut und deutlich wiedersprochen.
    Von "Pauschalreise mit Vollpension" sprechen immer wieder diejenigen gerne, die einerseits die Sozialsysteme abschwächen wollen, statt sie zu stärken und Mißstände kleinzureden oder ignorieren.
    Wer solche Aussagen tätigt:
    Zitat:
    Der Deutschen Caritas-Verband warnt davor, die sozialen Verhältnisse in Deutschland schlechtzureden. Der Generalsekretär Cremer sagte in der "Welt", das heraufbeschworene Bild von der wegbrechenden Mitte wäre postfaktisch. Dieses sei "Untergangsrethorik" und "Sozialpopulismus". Dies verfestige den Eindruck, die Politik kümmere sich überhaupt nicht mehr um die Probleme der Bürger.
    ...der ignoriert das privat gegründete und iniziierte Organisationen wie die der "Tafeln" mittlerweile die Verantwortung übernommen haben, die eigentlich staatliche Aufgabe ist, nämlich für eine Grundversorgung zu sorgen. Ohne diese Tafeln, wären viele Menschen nicht in der Lage ansatzweise über die Runden zu kommen. Eine Schande für ein so reiches Land wie die BRD. Insofern kann ich diesem angeblichen "sozialen Dienstleister" nicht die Kompetenz bescheinigen, wie Du es hier tust. Cremer ignoriert auch in seinen Aussagen das das "Wegbrechen der Mitte postfaktisch sei", das genau jenes Wegbrechen, sowie die Tatsache das mehr und mehr prekäre Arbeitsverhältnisse, bis zum Aufstocken trotz Mindestlohns, entstanden sind und Viele trotz Vollbeschäftigung, ständig am Rande des Existenzminimums leben und dies zwangsläufig in die Altersarmut führt.
    Und läßt man sich die folgende Aussage auf der Zunge zergehen:

    Zitat:
    Eine seriöse sozialpolitische Debatte muß anerkennen, dass Politiker die Realität nicht dauerhaft ignorieren können. So wäre die Rentenreform nicht gemacht worden, um die Bürger "zu quälen", sondern um die Kosten einer überalterten Gesellschaft in den Griff zu bekommen.
    Quelle: DLF
    ...dann ignoriert sie auch, das eine Rentenreform, sofern sie lediglich das Eintrittsalter erhöht, was ja für viele Berufe allein aus körperlicher Sicht fatal wäre, (beispielsweise Dachdecker, Maurer ecetera) wiederum nur das Problem verlagert, statt löst. Um die Rente dauerhaft zu sichern, muß entweder das bdgl. Grundeinkommen her, in einer angemessenen Größe oder eine Grundrente und dies durch Vermögenssteuer, Finanztraktionssteuer und auch Erhöhung der Rentenbeiträge auf Arbeitgeberseite gegenfinanziert werden.

    Zitat:
    Substanziell sehe ich keine inhaltliche Gegenrede, weder bei @Cyrano noch Dir. Da bleibt scheinbar nur das "Vehikel" der "christlichen" Unterstützung.
    Substanz sehe ich in der Aussage von Cremer nicht wirklich, lediglich eine Art "Schützenhilfe" für die Kanzlerin gegen die AfD, von der sie sich ja mittlerweile auch inhaltlich vor sich hertreiben läßt...
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    Grundsätzlich erkennt man Rechtsextremismus nach Benz schon an vier Indizien:

    1.einem "übersteigerten Nationalgefühl"
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    4.und am Anspruch, dass es Menschen unterschiedlicher
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    Alt 28.12.2016, 23:26   #22
    fagussylvatica
     
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    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Von "Pauschalreise mit Vollpension" sprechen immer wieder diejenigen gerne, die einerseits die Sozialsysteme abschwächen wollen, statt sie zu stärken und Mißstände kleinzureden oder ignorieren.
    In der Tat sehe ich keinerlei Veranlassung das Sozialsystem weiter zu stärken. Der Status quo ist zu erhalten, aber ein weiterer Ausbau eines der besten Sozialsysteme der Welt ist überflüssig. Die Krankenversicherung ist Weltklasse, die Rentenversicherung optimierbar aber weltweit ohne besseres Beispiel und die Arbeitlosenversicherung bewegt sich auf einem sehr hohen Standart. Meines Wissens kommen nur Österreich, die Schweiz, Luxemburg und Dänemark auf ein höheres Niveau- dieses aber auch nur wenn teils bereits eine Erwerbslegende in dem Land vorliegt. Dieses ist in Deutschland nicht notwendig.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Wer solche Aussagen tätigt: ...der ignoriert das privat gegründete und iniziierte Organisationen wie die der "Tafeln" mittlerweile die Verantwortung übernommen haben, die eigentlich staatliche Aufgabe ist, nämlich für eine Grundversorgung zu sorgen. Ohne diese Tafeln, wären viele Menschen nicht in der Lage ansatzweise über die Runden zu kommen. Eine Schande für ein so reiches Land wie die BRD. Insofern kann ich diesem angeblichen "sozialen Dienstleister" nicht die Kompetenz bescheinigen, wie Du es hier tust.
    Ich spreche Dir Deine ab. Es ist nurmehr linksideologische Pauschaloposition. Es gibt rund 900 Tafeln in Deutschland. In einer bin ich bekanntlich selbst aktiv. Rund 100 Kunden kommen pro Termin (2 pro Woche) in Duisburg. Rechne ich das hoch bedienen die Tafeln knapp 100.000 Menschen und stellen nur einen Bruchteil der Leistungen die die Caritas bewirkt. Die Tafel- Organisation spricht von rund dem zehnfachen an Kunden, also rund eine Millionen. Aus Duisburg läßt sich dieses nicht ableiten.

    Zudem beschäftigen wir uns in der Tafeln wie auch Du Dich nur mit "armen" Menschen- Rentnern, Harz IV Empfängern, Flüchtlingen und deren Kinder. Das Thema Altenpflege, Arbeitsplatzintegration, Inklusion, Behindertenbetreuung etc. streifen wir beide nicht einmal am Rande und diese Dinge -die Du in der Kostenbilanz vollkommen ausblendest- gehören ebenso zum "sozialen" Standart in der Bundesrepublik.

    Die Bundesrepublik muß sich für nichts und niemanden schämen, @abrakadabra. Deine Sozial- Polemik ist nicht besser oder schlechter als die "AfD- Migranten- Hetze" aber glücklicherweise ist Deine von ungleich geringerer Reichweite und Auswirkung.

    Gott sei Dank sieht es die Mehrheit der Wähler einen ungetrübteren und klareren Blick auf die Dinge wie der Sprecher der Caritas. So kann die CDU trotz der "AfD- Terrorpropaganda" und trotz des von Dir postulierten "Sozial- Elends" wieder deutlich zulegen. 38% für die CDU. Respekt. Und das in einer Spiegelstatistik.
    __________________
    Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. -Willy Brandt-
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    Alt 29.12.2016, 00:42   #23
    abrakadabra
     
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    Zitat:
    Zitat von fagussylvatica Beitrag anzeigen
    In der Tat sehe ich keinerlei Veranlassung das Sozialsystem weiter zu stärken. Der Status quo ist zu erhalten, aber ein weiterer Ausbau eines der besten Sozialsysteme der Welt ist überflüssig.
    Das ist nichts anderes als die Sicht mit einer rosaroten Brille.
    Zitat:
    Die Krankenversicherung ist Weltklasse, die Rentenversicherung optimierbar aber weltweit ohne besseres Beispiel und die Arbeitlosenversicherung bewegt sich auf einem sehr hohen Standart. Meines Wissens kommen nur Österreich, die Schweiz, Luxemburg und Dänemark auf ein höheres Niveau- dieses aber auch nur wenn teils bereits eine Erwerbslegende in dem Land vorliegt. Dieses ist in Deutschland nicht notwendig.
    Als Unternehmer solltest Du eigentlich wissen das das Orientieren an Schlechterem immer kontraproduktiv ist und wenn man sich die Krankenversicherung anschaut, die lediglich das medizinisch bezahlbare und nicht das machbare ermöglicht oder die Rentenversicherung, die vielen Rentnern nur ein karges Auskommen ermöglicht, obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben oder eine Arbeitslosenversicherung, die Menschen in die Armut und Perspektivlosigkeit schickt, dann ist nichts an einer Reformierung "überflüssig" sondern nötig. Genau diese Perspektivlosigkeit läßt ja Viele auf die plumpen Parolen und billige Demagogie von Rechten hereinfallen und wird auf Dauer aufgrund des weiteren Auseinanderdriften der sozialen Schere gefährlich für demokratische Prozesse in diesem Land.


    Zitat:
    Ich spreche Dir Deine ab.
    Dazu fehlt Deine und ist aus diesem Grunde irrelevant.
    Zitat:
    Es ist nurmehr linksideologische Pauschaloposition.
    Das ist Unsinn, denn meine Position ist gut begründet und logisch nachvollziehbar, Deine entspringt mit Verlaub aus einer Arroganz Deiner Position heraus, aber diesen Zahn würde man Dir schnell ziehen, wenn Du selber mal in diese Situation kämst und dann mein Bester wird das Umdenken schneller kommen als Du es selber erwartest.
    Zitat:
    Es gibt rund 900 Tafeln in Deutschland. In einer bin ich bekanntlich selbst aktiv. Rund 100 Kunden kommen pro Termin (2 pro Woche) in Duisburg. Rechne ich das hoch bedienen die Tafeln knapp 100.000 Menschen und stellen nur einen Bruchteil der Leistungen die die Caritas bewirkt. Die Tafel- Organisation spricht von rund dem zehnfachen an Kunden, also rund eine Millionen. Aus Duisburg läßt sich dieses nicht ableiten.
    Duisburg alleine wird da kaum repräsentativ sein. Zufällig weiß ich das eine hier im Ländlichen ebenso viele Zahlen hat, Tendenz übrigens steigend, setzt man da die Einwohnerzahlen ins Verhältnis, kommt man da sicher zu anderen Ergebnissen.

    Zitat:
    Zudem beschäftigen wir uns in der Tafeln wie auch Du Dich nur mit "armen" Menschen- Rentnern, Harz IV Empfängern, Flüchtlingen und deren Kinder.
    Nein, nicht nur, da ich auch mit anderen Klienten zu tun habe. Zugegebenermaßen eher seltener aber eben auch...
    Zitat:
    Das Thema Altenpflege, Arbeitsplatzintegration, Inklusion, Behindertenbetreuung etc. streifen wir beide nicht einmal am Rande und diese Dinge -die Du in der Kostenbilanz vollkommen ausblendest- gehören ebenso zum "sozialen" Standart in der Bundesrepublik.
    Wer sich in der Altenpflege auskennt und die Misstände die alleine dort herrschen, weiß wie lächerlich es wäre hier von einem "hohen" zu reden. Die Inklusion ist noch in den Kinderschuhen und die Arbeitsplatzintegration läßt sich über einen hohen Bildungsstandard, den wir nicht haben in der BRD lösen.
    Zitat:
    Die Bundesrepublik muß sich für nichts und niemanden schämen, @abrakadabra. Deine Sozial- Polemik ist nicht besser oder schlechter als die "AfD- Migranten- Hetze" aber glücklicherweise ist Deine von ungleich geringerer Reichweite und Auswirkung.
    Diesen Satz nehme ich persönlich, denn ich lasse mich nicht mit geistig armen und asozialen rechtsradikalen Hasspredigern vergleichen, nur weil Du hier eine neoliberale Raubtierpolitik relativieren willst und das inhaltlich sachlich falsch auskleidest.
    Zitat:
    Gott sei Dank sieht es die Mehrheit der Wähler einen ungetrübteren und klareren Blick auf die Dinge wie der Sprecher der Caritas. So kann die CDU trotz der "AfD- Terrorpropaganda" und trotz des von Dir postulierten "Sozial- Elends" wieder deutlich zulegen.38% für die CDU. Respekt. Und das in einer Spiegelstatistik.
    Was nur an dem "Fischen am rechten Rand" und dem opportunistischen Vorsichhertreibenlassen einer rechtsradikalen und menschenfeindlichen Organisation wie der AfD liegt. Fragt sich wann Merkel und Co. auf den rassistisch geprägten Veranstaltungen eines Berufsverbrechers auftauchen, um dort auch noch Werbung zu machen. Zumindest Seehofer hat diesbezüglich wohl kaum Berührungsängste, paktiert er ja auch mit demagogisch geprägten Anführern von Regimen der gleichen Couleur.

    ...und was den Sprecher der Caritas angeht, vertritt er natürlich die Interessen der konservativen Opportunisten weil diese ihm und seiner Organisation die Pfründe sichert, die seine überbezahlte Position finanzieren. Das hat aber lediglich was mit Scheinheiligkeit, Unehrlichkeit und weniger mit einem "klaren und ungetrübten Blick" zu tun, sondern mehr was mit der Korruption und Korrumption aus Macht- und Geldgeilheit, die Euch "Konservativen" ja so zu Eigen ist und in Wahrheit die einzigen "Werte" an die Ihr glaubt...
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    Alt 29.12.2016, 08:52   #24
    fagussylvatica
     
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    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Das ist nichts anderes als die Sicht mit einer rosaroten Brille. Als Unternehmer solltest Du eigentlich wissen das das Orientieren an Schlechterem immer kontraproduktiv ist und wenn man sich die Krankenversicherung anschaut, die lediglich das medizinisch bezahlbare und nicht das machbare ermöglicht (...)
    Was viele Menschen per so ohnehin via Patientenverfügung für sich ausschließen. Das "machbare" ist so schön unkonkret. Was fehlt Dir im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung?

    Einzel- oder Zweibettzimmer? Chefarztbehandlung (die eher eine Chefarztabrechung ist)? Höhere Erstattungssätze für Zahnersatz und Sehhilfen? Experimentalmedizin?

    Ich habe mich nach meinem Studium bis zum dem ich privat versichert war bewußt für die TKK entschieden, obgleich ich sowohl die Beitragsbemessungsgrenze locker überspringe als auch keiner Versicherungspflicht unterliege. Meine Frau war berufsbeding geraume Zeit länger in der PKV. Uns beiden ist ein Mehrwert der PKV nicht in Erinnerung.

    Es wäre schön hier konkrete Angaben über das "medizinisch machbare" in Abgrenzung zum "medizinisch bezahlbaren" zu bekommen.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    (...) oder die Rentenversicherung, die vielen Rentnern nur ein karges Auskommen ermöglicht, obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben oder eine Arbeitslosenversicherung, die Menschen in die Armut und Perspektivlosigkeit schickt, dann ist nichts an einer Reformierung "überflüssig" sondern nötig.
    Die Rentenversicherung ist Umlagefinanziert. Was man in den Topf über die Lebensarbeit einzahl erhielt man "anteilig" zurück. In der Zukunft wird dieses nicht mehr möglich sein. Immer weniger Arbeitnehmer finanzieren immer mehr Rentner. Ich denke hier müssen wir nicht streiten.

    Darüber hinaus fehlt mir der Zugang zu Deiner Logik. Rund 20% der Lohnsumme fließen in die RV. Paritätisch geteilt. Wer wenig verdient hat -gleich wie lang er oder sie fleißig war- bekommt wenig zurück. Wer viel verdient hat entsprechend mehr. Wem das missfällt hat hinreichend Möglichkeit gem. Art. 12 GG die Lebenssituation zu korrigieren. Für mich sind 70- 80 Stunden vollkommen "normal". Das ist sicherlich für jeden akzeptabel und leistbar. Im Besonderen Alleinerziehende, Ältere oder Beladene haben hier kaum Möglichkeiten- aber in der Folge fallen diese trotz Minderleistung nicht ins Bodenlose sondern werden mit Mindestbeträgen hinreichend abgefedert.

    Ergänzend hatte ich einen Reformvorschlag gemacht. Dir mißfällt die "MWSt.- Komponente", Du giertest populistisch nach einer ungleich weniger ertragbringenden "Reichensteuer". Moralisch bekommst Du sicherlich ein Fleißpünktschen, mathematisch solltest Du Deine These noch mal überdenken.

    Der Aspekt "bedingungsloses Grundeinkommen" wäre ein zweiter. Finnland versucht sich gerade an 560,- Mindesteinkommen. Eine Summe die rund 150 € über unserem "Grundeinkommen" liegt indem die Krankenversicherung schon inkludiert ist.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Genau diese Perspektivlosigkeit läßt ja Viele auf die plumpen Parolen und billige Demagogie von Rechten hereinfallen und wird auf Dauer aufgrund des weiteren Auseinanderdriften der sozialen Schere gefährlich für demokratische Prozesse in diesem Land.
    Heute sind es die Rechten, gestern war es die Linksfront aus PDS/ die linke. Ich unterscheide da nur marginal. Was für Dich auf der einen Seite der Quell des Menschenheils ist, war für mich zu jeder Zeit bare Demagogie gestützt von billigen Parolen. Seelenfischer. Glücklicherweise haben es bundesweit stets nur rund 10% der Menschen so gesehen wie Du.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Dazu fehlt Deine und ist aus diesem Grunde irrelevant (...) und was den Sprecher der Caritas angeht, vertritt er natürlich die Interessen der konservativen Opportunisten weil diese ihm und seiner Organisation die Pfründe sichert.
    Damit kann ich leben.

    Da auch von Dir jeder Hinweis auf Deine "soziale Dienstleistung" fehlt -letztlich könnte es auch Rasenmähen im Altenheim sein- müssen wir uns wohl beide auf die Aussage der belegt kompetenten Persönlichkeit verlassen, die einen ungleich besseren Einblik in die Gesamthematik haben als Du von Deinem lokalen Schreibtisch aus.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Das ist Unsinn, denn meine Position ist gut begründet und logisch nachvollziehbar, Deine entspringt mit Verlaub aus einer Arroganz Deiner Position heraus, aber diesen Zahn würde man Dir schnell ziehen, wenn Du selber mal in diese Situation kämst und dann mein Bester wird das Umdenken schneller kommen als Du es selber erwartest.
    Deine "Arroganz" alles was Dir und Deinen Klienten scheinbar fehlt in einer "Selbstbedienungsmentaltiät" denjenigen zu nehmen die ein wenig mehr besitzen steht dem nicht nach. Ich erinner mich, daß schon Einfamilienhausbesitzer nach Deiner Überzeugung Vermögenssteuer für ihr Eigenheim zahlen sollen.

    Wir leben glücklicherweise in einer Leistungsgesellschaft- und damit meine ich nicht die Bundesrepublik und ihre soziale Marktwirtschaft sondern das weltweite handeln und aggieren.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Duisburg alleine wird da kaum repräsentativ sein. Zufällig weiß ich das eine hier im Ländlichen ebenso viele Zahlen hat, Tendenz übrigens steigend, setzt man da die Einwohnerzahlen ins Verhältnis, kommt man da sicher zu anderen Ergebnissen.
    Duisburg ist repräsentativ, da es sich um eine Stadt mit hohem Migrantenanteil und hoher Arbeitslosigkeit mitten im Strukturwandel handelt. Die Stadt überaltert. Die Perspektiven schwinden. Es ist ein geradezu idealer Standort für eine Tafel und für den Armutsquerschnitt.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Nein, nicht nur, da ich auch mit anderen Klienten zu tun habe. Zugegebenermaßen eher seltener aber eben auch... Wer sich in der Altenpflege auskennt und die Misstände die alleine dort herrschen, weiß wie lächerlich es wäre hier von einem "hohen" zu reden.
    15 Monate Zivildienst und eine Frau die lange Zeit als amtliche Betreuerin gearbeitet haben ist vermutlich für Dich nicht hinreichend, oder?

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Die Inklusion ist noch in den Kinderschuhen und die Arbeitsplatzintegration läßt sich über einen hohen Bildungsstandard, den wir nicht haben in der BRD lösen.
    Inklusion läuft in NRW auf vollen Touren und wenn Du Dich mal mit dem Modell der Duisburger Werkkiste beschäftigst bei dem viele junge Menschen assistierte Ausbildungen durchlaufen und im Anschluß vielfach sehr gut in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können, zeigt es sehr wohl das sich Arbeitsplatzintegration lösen läßt. Via Diakonie, Werkkiste und Co. hatten wir im Jahr 2016 12 Praktikanten. Eine war trotz miserbaler Zeugnisse so gut strukturiert, daß wir diese nun weiter ausbilden werden.

    Soviel zum Thema "nicht lösen"

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Diesen Satz nehme ich persönlich, denn ich lasse mich nicht mit geistig armen und asozialen rechtsradikalen Hasspredigern vergleichen, nur weil Du hier eine neoliberale Raubtierpolitik relativieren willst und das inhaltlich sachlich falsch auskleidest.
    Manchen Schuh muß man sich anziehen, @abrakadabra. Auch bei der AfD herrscht in der Führung keine geistige sondern nur eine menschliche Armut. Ich halte die Spitze der AfD für ausgesprochen intelligent und leistungsfähig.

    Nur weil wir -in diesem Fall nehme ich mal das verbindende "wir"- die politischen Ziele der AfD in den Bereichen Ökologie, Migration und Europäische Union nicht teilen, bedeutet dieses nicht, daß es unisono "asoziale rechtsradikale Hassprediger" sind.

    In Ton und im Duktus unterscheidet sich Deine Art der Forderungen nicht von denen der AfD. Du willst einem Teil der Bevölkerung zugunsten einem anderen schlicht ans Leder. Und zwischen einer "Teilenteignung" und einer teilweisen "Zwangsausweisung" sieht nur derjenige einen Unterschied, der einen der beiden Standpunkte für legitim hält.

    Mich kotzen beide an.
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    fagussylvatica ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 29.12.2016, 11:27   #25
    abrakadabra
     
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    Zitat:
    Zitat von fagussylvatica Beitrag anzeigen
    Was viele Menschen per so ohnehin via Patientenverfügung für sich ausschließen. Das "machbare" ist so schön unkonkret. Was fehlt Dir im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung?

    Einzel- oder Zweibettzimmer? Chefarztbehandlung (die eher eine Chefarztabrechung ist)? Höhere Erstattungssätze für Zahnersatz und Sehhilfen? Experimentalmedizin?
    Es geht mir nicht um Luxus wie eine Chefarztabrechnung und Erstattungssätze für Sehhilfen gibt es schon lange nicht mehr. (Seit 2004)
    Beim Zahnersatz bekommt man maximal Amalgamfüllungen, die ja sehr umstritten sind und billigste Kronen und Brücken erstattet. Seitdem laufen Viele mit Lücken herum, was wiederum gesundheitliche Probleme verursacht.
    Es wird also längst nicht alles gemacht, was wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht und machbar wäre ohne das es dem "Luxusvorwurf" ausgesetzt wäre.

    Zitat:
    Die Rentenversicherung ist Umlagefinanziert. Was man in den Topf über die Lebensarbeit einzahl erhielt man "anteilig" zurück. In der Zukunft wird dieses nicht mehr möglich sein. Immer weniger Arbeitnehmer finanzieren immer mehr Rentner. Ich denke hier müssen wir nicht streiten.
    Die demografische Entwicklung ist mir bekannt und was die Finanzierung angeht, wird da wohl mehr Einsatz von Steuermitteln notwendig sein. Ihr Konservativen seid doch solche Schuldenkönige, warum statt für angeblich "systemrelevante Banken" nicht mal zur Abwechslung für Menschen?
    Zitat:
    Darüber hinaus fehlt mir der Zugang zu Deiner Logik. Rund 20% der Lohnsumme fließen in die RV. Paritätisch geteilt. Wer wenig verdient hat -gleich wie lang er oder sie fleißig war- bekommt wenig zurück. Wer viel verdient hat entsprechend mehr. Wem das missfällt hat hinreichend Möglichkeit gem. Art. 12 GG die Lebenssituation zu korrigieren. Für mich sind 70- 80 Stunden vollkommen "normal". Das ist sicherlich für jeden akzeptabel und leistbar. Im Besonderen Alleinerziehende, Ältere oder Beladene haben hier kaum Möglichkeiten- aber in der Folge fallen diese trotz Minderleistung nicht ins Bodenlose sondern werden mit Mindestbeträgen hinreichend abgefedert.
    Deine "hinreichende Mindestbeiträge" sind ein Witz und wenn man die ganzen prekären Arbeitsverhältnisse sich anschaut, die Schwarz/Gelb geschaffen haben, dann ist Altersarmut vorprogrammiert.
    Zitat:
    Ergänzend hatte ich einen Reformvorschlag gemacht. Dir mißfällt die "MWSt.- Komponente", Du giertest populistisch nach einer ungleich weniger ertragbringenden "Reichensteuer". Moralisch bekommst Du sicherlich ein Fleißpünktschen, mathematisch solltest Du Deine These noch mal überdenken.
    Immer wenn es darum geht das etwas gegenfinanziert werden soll, soll es über die unsoziale Mehrwertsteuererhöhung gemacht werden, die Großunternehmen nicht belastet, Reiche kaum interessiert und letztlich nur den "Kleinen" belastet. Diese Idee ist weder neu noch beinhaltet sie eine Reform, schließlich haben CDU/CSU/FDP dies bereits 4 mal gemacht, hatte nie den gewünschten Effekt und förderte die Umverteilung von unten nach oben.
    Anbei ein offener Brief der beweist das meine Aussagen eben keine "linke Propaganda" ist, sondern sogar von einkommensstärkeren Bevölkerungsschichten getragen werden, wohl aufgrund eines hohen sozialen Gewissens:
    Zitat:
    offener Brief an Angela Merkel und Franz Müntefering einer Gruppe von
    Vermögenden, Schriftstellern und Wirtschaftsexperten um den Hamburger
    Reeder Peter Krämer für eine Erhöhung der Vermögens- und Erbschaftssteuern.

    Die Reichensteuer ist lächerlich
    Sehr geehrte Frau Merkel, sehr geehrter Herr Müntefering,
    Sie führen zur Zeit Koalitionsverhandlungen mit dem Ziel, eine
    große Koalition zu bilden und unser Land vier Jahre zu regieren. 16
    Jahre Kohl-Regierung und sieben Jahre Rot-Grün haben die Schere
    zwischen Arm und Reich, zwischen Vermögenden, den
    Arbeitnehmern und insbesondere den Arbeitslosen immer weiter
    auseinandergehen lassen.
    In den Jahren von Rot-Grün wurde die Einkommensteuer von 53 auf
    42 Prozent gesenkt, es hat zahlreiche steuerliche Erleichterungen für
    Unternehmer gegeben mit dem Ergebnis, dass kein einziger
    zusätzlicher Arbeitsplatz geschaffen wurde. Wenn Sie die
    Massenkaufkraft stärken wollen, wenn Sie Arbeitsplätze schaffen
    wollen, dann schaffen Sie das Steuerparadies für wirklich Reiche in
    Deutschland ab und sorgen Sie für eine gerechte Besteuerung! Bund,
    Länder und Gemeinden stehen vor katastrophalen Finanzproblemen,
    soziale Leistungen werden gekürzt, Schulden über Schulden zu
    Lasten der Generation unserer Kinder und Enkel gemacht!
    Es ist ein Skandal, dass Deutschland im internationalen Vergleich
    die niedrigste Besteuerung für Vermögensbestände hat (Quelle:
    OECD, Revenue Statistics. Paris 2004). Fasst man Grundsteuer-,
    Erbschafts-, Schenkungs- und Vermögenssteuer zusammen, ist
    Großbritannien mit einem Anteil von 4,3 Prozent am
    Bruttosozialprodukt Spitzenreiter; es folgen Frankreich mit 3,3, die
    USA mit 3,2, Japan mit 2,8 Prozent. Und Deutschland: 0,8 Prozent!
    Folgt Deutschland dem Beispiel von Großbritannien und passt die
    Besteuerung unter anderem von Vermögen um weitere drei Prozent
    an das Bruttosozialprodukt an, so ergäbe dies die Summe von 66
    Milliarden Euro Mehreinnahmen. Nach Abzug der nur in
    Deutschland anfallenden Gewerbeertragssteuer in Höhe von 28
    Milliarden, die maßgeblich den Kommunen zur Erfüllung ihrer
    Aufgaben zustehen, ergäbe dies immer noch Mehreinnahmen von 38
    Milliarden jährlich!
    Die von der CDU geforderte Erhöhung der Mehrwertsteuer um zwei
    Prozent zur Senkung der Lohnnebenkosten bringt dagegen nur 16
    Die Reichensteuer ist lächerlich Seite 1 von 2
    http://www.rentenreform-alternative....chensteuer.htm 26.11.2012
    Milliarden Euro, belastet dabei auch Rentner und Arbeitslose und ist
    angesichts der fehlenden Besteuerung von großen Vermögen als
    zutiefst unsozial anzusehen. Die von der SPD gewünschte Erhöhung
    des Einkommenssteuerspitzensatzes von 42 auf 45 Prozent bedeutet
    Mehreinnahmen von gerade einmal 1,5 Milliarden Euro, also eher
    lächerlich im Vergleich zu den oben erwähnten Mehreinnahmen.
    Sehr geehrte Frau Merkel, sehr geehrter Herr Müntefering,
    Deutschland braucht exzellente Lehrer, bessere Schulen und eine
    gute Kinderbetreuung – aber kein Steuerparadies für Reiche mitten
    in Europa. Tun Sie endlich etwas! Fassen Sie die erforderlichen
    Beschlüsse in Ihren Koalitionsverhandlungen! Belasten Sie die
    Vermögenden, statt den Arbeitnehmern und Rentnern weitere Opfer
    abzuverlangen! Einige von den Unterzeichnern müssten dann höhere
    Steuern zahlen und sind dazu bereit!
    Günther Bock, Ihib Bode, Ulrich Brömmling, Rüdiger Dammann,
    Gabriele Gillen, Günter Grass, Bruno Haas, Susann Haltermann,
    Frank Hansen, Rudolf Hickel, Peter Krämer, Barbara Krebs, Erich
    Loest, Oskar Negt, Tom A. Plange, Oliver Rohde, Percy Rohde,
    Peter Rühmkorf, Klaus Staeck, Johano Strasser und Paul Tiefenbach
    in einer Anzeige in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 5.
    November 2005.
    Vorgetragen von Jens Schnitker (parteilos) (Quelle bremermontagsdemo.de)
    ...und jetzt komme mir nicht damit, das der bereits 2005 veröffentlicht wurde, an der Grundsituation heute hat sich nichts zum Positiven geändert, im Gegenteil, wie von der OECD bereits 2011 beschrieben:
    Zitat:
    Einkommens-Ungleichheit nimmt OECD-weit zu – in Deutschland besonders schnell
    Das geht aus der OECD-Studie im Dezember 2011 „Divide we Stand - Why Ineqality Keeps Rising“ hervor.
    Die obersten 10 % der deutschen Einkommensbezieher verdienten 2008 etwa achtmal so viel wie die untersten 10 %.
    Die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich geht vor allem auf die Entwicklung der Löhne und Gehälter zurück. Diese machen etwa 75 Prozent des Haushaltseinkommens aus. In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Lohnschere zwischen den obersten und untersten zehn Prozent der Vollzeitarbeitenden um ein Fünftel erweitert. Auch zunehmende Teilzeitbeschäftigung trägt zur Ungleichheit bei: Seit 1984 ist der Anteil der Teilzeitarbeiter in Deutschland von 11 auf 22 % gestiegen, von knapp 3 auf mehr als 8 Millionen Menschen. http://www.oecd.org/berlin/presse/ei...ersschnell.htm
    Zitat:
    Der Aspekt "bedingungsloses Grundeinkommen" wäre ein zweiter. Finnland versucht sich gerade an 560,- Mindesteinkommen. Eine Summe die rund 150 € über unserem "Grundeinkommen" liegt indem die Krankenversicherung schon inkludiert ist.
    Das finnische Modell ist ein Versuch, den ich gespannt verfolgen werde.
    Allerdings halte ich die Höhe für zu gering. 1200€-1500€ wäre angemessen und somit könnte man sich hierzulande Mindestrente, H4 und den daraus resultierenden Verwaltungsaufwand sparen.
    Zitat:
    Heute sind es die Rechten, gestern war es die Linksfront aus PDS/ die linke. Ich unterscheide da nur marginal.
    Gerade dieser "marginale" Unterschied ist aber der Denkfehler. Denn eine perse verbrecherische Ideologie wie die der Rechten mit der Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit zu vergleichen ist hanebüchen und dient wohl nur dafür den eigenen Privilegien und daraus resultierendem Sozialabbau eine Rechtfertigung zu geben.
    Zitat:
    Was für Dich auf der einen Seite der Quell des Menschenheils ist, war für mich zu jeder Zeit bare Demagogie gestützt von billigen Parolen. Seelenfischer.
    Ich dachte Du bist "Christ" und lebst "christliche Werte"? Diese Aussage entspricht weder der Aussage Deines Religionsstifters noch seiner Grundhaltung, macht Dich im Gegenteil eher zum "Pharisäer". Die Lektüre der "Bergpredigt" wäre da wohl angebracht. Oder ist es nur genauso eine scheinheilige Bekundung zu einer Religion, wie das "C" der entsprechenden Parteien?
    Zitat:
    Glücklicherweise haben es bundesweit stets nur rund 10% der Menschen so gesehen wie Du.
    Glücklicherweise gibt es weltweit immer mehr Menschen, die Stigmtisierungen, Elitedenken und die Umverteilung von unten nach oben ablehnen und wissen das Ressourcen endlich sind und immer mehr auf Nachhaltigkeit setzen und wenn man die linken Bewegungen in Deutschland zusammennimmt sind es sicher auch mehr als "nur" 10%.

    Zitat:
    Da auch von Dir jeder Hinweis auf Deine "soziale Dienstleistung" fehlt -letztlich könnte es auch Rasenmähen im Altenheim sein- müssen wir uns wohl beide auf die Aussage der belegt kompetenten Persönlichkeit verlassen, die einen ungleich besseren Einblik in die Gesamthematik haben als Du von Deinem lokalen Schreibtisch aus.
    Nur vergißt Du eines auch hier: Mir geht es nicht darum Pfründe zu sichern, für eine überaus für die kath. Kirche profitable Einrichtung wie der Caritas und ich muß auch keine Rücksichten nehmen auf konservative Geier, die daraus eine Rechtfertigung für ihre A-Sozialität ziehen.

    Zitat:
    Deine "Arroganz" alles was Dir und Deinen Klienten scheinbar fehlt in einer "Selbstbedienungsmentaltiät" denjenigen zu nehmen die ein wenig mehr besitzen steht dem nicht nach. Ich erinner mich, daß schon Einfamilienhausbesitzer nach Deiner Überzeugung Vermögenssteuer für ihr Eigenheim zahlen sollen.
    Unsinn, mehrfach habe ich dargestellt, das es nicht um den klassischen Eigenheimbesitzer geht, der sein Häuschen vielleicht sogar abgezahlt hat. Es geht um Einkommen von ab ca. 100.000 € im Jahr. Dies wirst Du damit nicht erzielen. Wir reden hier von über 8000,00 € monatlich. Es ist schon bemerkenswert mit welcher rührselig anmutenden sozialen Komponente "argumentiert" wird, wenn es um eine höhere Beteiligung von Reichen geht, wie empathielos und unsozial es wird, je weniger Jemand verdient. Wenn es nach mir persönlich geht, könnte man die Grenze auch bei 200.000 € ziehen und wenn diesen Personen dann ca. 5 - 10 % mehr abgezogen wird, reiche ich Dir auch gerne ein Taschentuch, wenn Du dann darüber weinend in der Ecke sitzt.
    Zitat:
    Wir leben glücklicherweise in einer Leistungsgesellschaft- und damit meine ich nicht die Bundesrepublik und ihre soziale Marktwirtschaft sondern das weltweite handeln und aggieren.
    Von einer "sozialen Marktwirtschaft" hat sich die BRD längst verabschiedet. Was die "Leistungsgesellschaft" angeht, sollte sie immer einher gehen, das es auch eine Solidargemeinschaft gibt und in dieser sollten die Starken die Schwächern stützen und unterstützen. Damit meine ich keine Almosen, sondern ein menschenwürdiges Leben. Dies ist weltweit utopisch eben weil es nicht nur um "Leistung" sondern um Raubtiermentalität geht, die ja auch konträr jeglicher "christlicher Werte" steht, gell?
    Zitat:
    Duisburg ist repräsentativ, da es sich um eine Stadt mit hohem Migrantenanteil und hoher Arbeitslosigkeit mitten im Strukturwandel handelt. Die Stadt überaltert. Die Perspektiven schwinden. Es ist ein geradezu idealer Standort für eine Tafel und für den Armutsquerschnitt.
    Duisburg ist für sich genommen genausowenig repräsentativ wie andere Städte im Ruhrgebiet oder dem Dorf im Oberbergischen. Jedenfalls ist es eine Schande, das eine private Initiative staatliche Aufgaben übernehmen muß.
    Zitat:
    15 Monate Zivildienst und eine Frau die lange Zeit als amtliche Betreuerin gearbeitet haben ist vermutlich für Dich nicht hinreichend, oder?
    Einen Zivildienst der Jahrzehnte zurückliegt ist genausowenig repräsentativ wie eine sogenannte "Betreuerin", was ja Jeder machen kann. Ich habe damit täglich zu tun und weiß auch was explizit hier läuft und das diese Personen meistens wenig bis gar keinen Einblick in die wahren Verhältnisse haben und wenn man sich dazu noch die Dokumentation von Wallraff oder anderen die in dem Bereich tätig waren anschaut, ist eine solche !Qualifikation" geradezu lächerlich.

    Zitat:
    Inklusion läuft in NRW auf vollen Touren und wenn Du Dich mal mit dem Modell der Duisburger Werkkiste beschäftigst bei dem viele junge Menschen assistierte Ausbildungen durchlaufen und im Anschluß vielfach sehr gut in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können, zeigt es sehr wohl das sich Arbeitsplatzintegration lösen läßt. Via Diakonie, Werkkiste und Co. hatten wir im Jahr 2016 12 Praktikanten. Eine war trotz miserbaler Zeugnisse so gut strukturiert, daß wir diese nun weiter ausbilden werden.

    Soviel zum Thema "nicht lösen"
    Mit der Meinung stehst Du auf konservativer Seite ziemlich alleine. Die Inklusion steckt trotzdem noch in den Kinderschuhen, ob sie wirklich ein Erfolgsmodell wird, kann man seriös jetzt noch nicht sagen, auch wenn Du positive Erfahrungen machst, was mich wirklich freut.
    Zitat:
    Manchen Schuh muß man sich anziehen, @abrakadabra. Auch bei der AfD herrscht in der Führung keine geistige sondern nur eine menschliche Armut. Ich halte die Spitze der AfD für ausgesprochen intelligent und leistungsfähig.
    Die "Spitze" der AfD besteht aus der von der ehemaligen Mutterpartei CDU abgelehnten Pöstchenjägern und rechtsradikalen Spinnern. Höcke, Gauland, Storch als "intelligent" zu bezeichnen, obwohl sie gescheiterten Existenten nach konservativer Sicht, darstellen ist eine der Scheinheiligkeiten konservativer Interpretation, alleine aus dem Grund von teilweise gemeinsamer Denkmuster. Petry mit ihrer wirtschaftlichen Insolvenz würde beispielsweise bei der CDU keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen und wenn Du ehrlich bist, weißt Du dies. Ich halte diese Frau auch nicht für so dumm wie Höcke, Gauland oder Storch, die sich lediglich mit einer Art "Bauernschläue" versuchen Pfründe zu sichern indem sie mit rechtsradikalen Thesen provozieren, allerdings fehlt denen allen jegliche moralische und demokratische Rechtfertigung, sowie soziale Kompetenz. Diesen Schuh muß ich mir eben nicht anziehen, genausowenig wie ich mich mit Verbrechern vergleichen lassen "muß".
    Wer seriös argumentieren will und das unterstelle ich Dir, trotz grundlegend gegensätzlicher Auffassung, unterläßt sowas. Anders ausgedrückt: Das hast Du nicht nötig...
    Zitat:
    Nur weil wir -in diesem Fall nehme ich mal das verbindende "wir"- die politischen Ziele der AfD in den Bereichen Ökologie, Migration und Europäische Union nicht teilen, bedeutet dieses nicht, daß es unisono "asoziale rechtsradikale Hassprediger" sind.
    Wer Hasspredigden wie beispielsweise auf rechtsradikalen Veranstaltungen eines Berufsverbrechers losläßt, ob Höcke, Gauland, Petry und Storch, wer hauptsächlich Unwahrheiten verbreitet darf auch unisono so bezeichnet werden. Wer asoziale Thesen verbreitet, pauschal Menschen stigmatisiert aufgrund von Herkunft, Religion oder Homophobie, der ist von einem "völkischen" Gedankengut besetzt, was Petry ja alleine schon mit der Diskussion darüber belegt hat, ist auch eindeutig rechtsradikal. Mit solch einem Pack möchte ich nicht in einem Atemzug genannt werden, denn ich teile rein gar nichts was diese Leute absondern oder ausmacht.
    Zitat:
    In Ton und im Duktus unterscheidet sich Deine Art der Forderungen nicht von denen der AfD. Du willst einem Teil der Bevölkerung zugunsten einem anderen schlicht ans Leder. Und zwischen einer "Teilenteignung" und einer teilweisen "Zwangsausweisung" sieht nur derjenige einen Unterschied, der einen der beiden Standpunkte für legitim hält.

    Mich kotzen beide an.
    Weißt Du was das Problem an rechter Demagogie ist? Sie ist nicht nur leicht durchschaubar, sie versucht auch die eigene Stigmatisierungen auf das vermeintlich politische "Feindbild" zu übertragen und sich oder Menschen eigener Denkart als "Opfer" darzustellen, was sich aber immer dann schon als Unsinn erweist, wenn man an der Oberfläche kratzt.

    Einen ähnlichen Fehler begehst Du auch hier.
    Ich will Niemandem ans "Leder", sondern fordere lediglich mehr soziale Gerechtigkeit indem die Stärkeren in unserer Solidargemeinschaft mehr tun für die Schwächeren, während Du diese mehr belasten und Erstere belasten willst. Dies ist weder "soziale Ausgrenzung" (im Gegenteil da sie ja aufgrund nicht- oder wenig vorhandener sozialer Verantwortung holt man sie damit wieder ins Boot zurück) noch will ich Jemanden "enteignen", weil er einen angemessenen Anteil an diese Gemeinschaft entrichten soll. Oder sind Steuern generell "Enteignungen" für Dich?
    __________________
    Grundsätzlich erkennt man Rechtsextremismus nach Benz schon an vier Indizien:

    1.einem "übersteigerten Nationalgefühl"
    2.an festen Feindbildern
    3.am Glaube an das "Recht des Stärkeren"
    4.und am Anspruch, dass es Menschen unterschiedlicher
    Wertigkeit gibt


    "Die Partei artikuliert Hass und ermöglicht so klaren Rechtsextremismus."
    (Extremismusforscher Wolgang Benz über die AfD)
    abrakadabra ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 29.12.2016, 18:21   #26
    fagussylvatica
     
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    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Es geht mir nicht um Luxus wie eine Chefarztabrechnung und Erstattungssätze für Sehhilfen gibt es schon lange nicht mehr. Beim Zahnersatz bekommt man maximal Amalgamfüllungen, die ja sehr umstritten sind und billigste Kronen und Brücken erstattet. Seitdem laufen Viele mit Lücken herum, was wiederum gesundheitliche Probleme verursacht.
    Lücken sind nicht nötig. Die Kosten lt. Heil- und Kostenplan übernimmt die Versicherung immer zu 50% ergänzt um die Punkte aus dem Bonusheft. Darüber hinaus erhalten Versicherte, die mit dem Eigenanteil unzumutbar belastet werden, 100 % der Kosten der Regelversorgung erstattet. Darüber hinaus greift die gleitende Härtefall-Regelung. Lücken sind nicht notwendig.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Es wird also längst nicht alles gemacht, was wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht und machbar wäre ohne das es dem "Luxusvorwurf" ausgesetzt wäre.
    Bewährt. Bewährt ist das Zauberwort. "Bewährte" Verfahren sind meines Wissens uneingeschränkt im Topf.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Die demografische Entwicklung ist mir bekannt und was die Finanzierung angeht, wird da wohl mehr Einsatz von Steuermitteln notwendig sein.
    Ist es schon lange. Schau mal in die Zahlen. 100 Mrd. allein in diesem Jahr.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Ihr Konservativen seid doch solche Schuldenkönige, warum statt für angeblich "systemrelevante Banken" nicht mal zur Abwechslung für Menschen?
    Das Wort "systemrelevant" beschreibt es doch. Bei dem Verlust eines Geldinstitutes mit Bilanzsummen jenseit der Billionen Euro Marke kann man sich die Folgen leicht ausrechnen.

    Die Zahlen sind im übrigen lange nicht so dramatisch wie kolportiert. Der Hilfsrahmen lag bei in Summe 650 Mrd €. Abgefragt wurden 260 Mrd. €. Nahezu alles wird zurückfließen. Der Verlust wird sich um 50 Mrd. € bewegen. Das ist der halbe Bundeszuschuß für die Renten. Das ist der Wehretat für ein Jahr.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Deine "hinreichende Mindestbeiträge" sind ein Witz und wenn man die ganzen prekären Arbeitsverhältnisse sich anschaut, die Schwarz/Gelb geschaffen haben, dann ist Altersarmut vorprogrammiert.
    Die Zahlen sind seit über zehn Jahren quasi konstant und entsprechen dem Mehr an Arbeitsverhältnissen. Die Zahlen sind seit den 90er Jahren aber annähernd ähnlich hoch. Erstaunlicherweise sinken sie seit 3 Jahren. Vielleicht ist es doch so, daß die atypischen Beschäftigungen nach Zeit in reguläre gewandelt werden.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Immer wenn es darum geht das etwas gegenfinanziert werden soll, soll es über die unsoziale Mehrwertsteuererhöhung gemacht werden, die Großunternehmen nicht belastet, Reiche kaum interessiert und letztlich nur den "Kleinen" belastet. Diese Idee ist weder neu noch beinhaltet sie eine Reform, schließlich haben CDU/CSU/FDP dies bereits 4 mal gemacht, hatte nie den gewünschten Effekt und förderte die Umverteilung von unten nach oben.
    Unsinn. Die Mehrwertsteuer ist die einzige die leistungsfähig genug ist. Sie würde aber nur 40% der Finanzierung decken. Für den Rest hatte ich unter anderem das Streichen von Freibeträgen eingefordert und die vollkommene Auszahlung der RV Beiträge an den Arbeitnehmer. Diese würden den Löwenanteil zur Finanzierung beisteuern. Zitiere bitte vollständig.

    Davon ab ist die Rentenleistung eine die nur den "Kleinen" zukommt. Kein Unternehmen profitiert davon.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Das finnische Modell ist ein Versuch, den ich gespannt verfolgen werde. Allerdings halte ich die Höhe für zu gering. 1200€-1500€ wäre angemessen und somit könnte man sich hierzulande Mindestrente, H4 und den daraus resultierenden Verwaltungsaufwand sparen.
    Der Verwaltungsaufwand muß sinken. Die Summen die aktuell im Gespräch sind, sind hinreichend. Finnland ist nicht für seine draktonische Sozialpolitik bekannt und hat sicherlich ein sehr ausgewogenes Leistungspaket geschnürt.

    Die von Dir vorgeschlagenen Summen sind schon mit der Untergrenze von 1200,- € unfinanzierbar. Du kannst ja mal durchrechnen wie Du 1150 Mrd € jährlich finanzieren willst.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Gerade dieser "marginale" Unterschied ist aber der Denkfehler. Denn eine perse verbrecherische Ideologie wie die der Rechten mit der Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit zu vergleichen ist hanebüchen und dient wohl nur dafür den eigenen Privilegien und daraus resultierendem Sozialabbau eine Rechtfertigung zu geben (...) Weißt Du was das Problem an rechter Demagogie ist? Sie ist nicht nur leicht durchschaubar, sie versucht auch die eigene Stigmatisierungen auf das vermeintlich politische "Feindbild" zu übertragen und sich oder Menschen eigener Denkart als "Opfer" darzustellen, was sich aber immer dann schon als Unsinn erweist, wenn man an der Oberfläche kratzt.
    Bitte grenz es korrekt ab. Der nationale Sozialismus war verbrecherisch. Der Sozialismus in realer Ausprägung ebenfalls. Das simple "rechts" ist nicht feingliedrig genug. Ich bin konservativ, d.h. "rechts" aber kein Rassist.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Ich dachte Du bist "Christ" und lebst "christliche Werte"? Diese Aussage entspricht weder der Aussage Deines Religionsstifters noch seiner Grundhaltung, macht Dich im Gegenteil eher zum "Pharisäer". Die Lektüre der "Bergpredigt" wäre da wohl angebracht. Oder ist es nur genauso eine scheinheilige Bekundung zu einer Religion, wie das "C" der entsprechenden Parteien?
    Eine "kleine" Schwäche die ich schon mehrfach durchdiskutiert habe. Hier im Forum findest Du einen sehr umfangreichen Dialog mit Malmung aka Tekel zum Thema.

    Ein bekennender Atheist wie Du auch im übrigen.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Glücklicherweise gibt es weltweit immer mehr Menschen, die Stigmtisierungen, Elitedenken und die Umverteilung von unten nach oben ablehnen und wissen das Ressourcen endlich sind und immer mehr auf Nachhaltigkeit setzen und wenn man die linken Bewegungen in Deutschland zusammennimmt sind es sicher auch mehr als "nur" 10%.
    Nur Gefühlt. Es ist ählich wie bei der AfD die über eine Multichanelkommunikation eine enormen Meinungsdruck suggeriert der so schlicht nicht existiert.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Unsinn, mehrfach habe ich dargestellt, das es nicht um den klassischen Eigenheimbesitzer geht, der sein Häuschen vielleicht sogar abgezahlt hat. Es geht um Einkommen von ab ca. 100.000 € im Jahr.
    Das dann zu 50% zu versteuern ist damit diejenigen, die nur 20.000 € verdienen mit den Topverdienern gleichauf liegen.

    Wo bleibt der Leistungsanreiz?

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Was die "Leistungsgesellschaft" angeht, sollte sie immer einher gehen, das es auch eine Solidargemeinschaft gibt und in dieser sollten die Starken die Schwächern stützen und unterstützen. Damit meine ich keine Almosen, sondern ein menschenwürdiges Leben.
    Das ist in diesem Land uneingeschränkt der Fall- aber nicht auf Höhe Deiner Vorstellerung. Diese ist aber ausgesprochen subjektiv und objektiv nicht begründbar.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Einen Zivildienst der Jahrzehnte zurückliegt ist genausowenig repräsentativ wie eine sogenannte "Betreuerin", was ja Jeder machen kann. Ich habe damit täglich zu tun und weiß auch was explizit hier läuft und das diese Personen meistens wenig bis gar keinen Einblick in die wahren Verhältnisse haben und wenn man sich dazu noch die Dokumentation von Wallraff oder anderen die in dem Bereich tätig waren anschaut, ist eine solche "Qualifikation" geradezu lächerlich.
    Es war mir klar, daß meine Kompetenz mit keiner Silbe zählt, ebenso wie die des Caritas- Sprechers aber Du die Weisheit mit Löffeln gefressen hast. Wenn's schön macht.

    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Ich will Niemandem ans "Leder", sondern fordere lediglich mehr soziale Gerechtigkeit indem die Stärkeren in unserer Solidargemeinschaft mehr tun für die Schwächeren, während Du diese mehr belasten und Erstere belasten willst.
    Nimm das Bild der "Felle" wenn es Dir besser "gefellt".

    Du willst die Felle der anderen laufend nach Deinem subjektiven Empfinden vereilen. Dein Schlagwort der "sozialen Gerechtigkeit" ist nichts weiter als eine Enteignung der Leistungselite zugunsten einer weniger leistenden Minderheit.
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    fagussylvatica ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 29.12.2016, 20:09   #27
    abrakadabra
     
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    abrakadabra wird schon bald berühmt werden
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    Zitat:
    Zitat von fagussylvatica Beitrag anzeigen
    Lücken sind nicht nötig. Die Kosten lt. Heil- und Kostenplan übernimmt die Versicherung immer zu 50% ergänzt um die Punkte aus dem Bonusheft. Darüber hinaus erhalten Versicherte, die mit dem Eigenanteil unzumutbar belastet werden, 100 % der Kosten der Regelversorgung erstattet. Darüber hinaus greift die gleitende Härtefall-Regelung. Lücken sind nicht notwendig.
    Viele nutzen aber das Bonusheft nicht, oder vernachlässigen aufgrund von Lebenskrisen die Mundhygiene oder haben schlichtweg Angst vor dem Zahnarzt und bei ärmeren Menschen deckt selbst im anderen Fall dies lediglich die Regelkosten, wobei wir wieder beim Amalgam wären.
    Zitat:
    Bewährt. Bewährt ist das Zauberwort. "Bewährte" Verfahren sind meines Wissens uneingeschränkt im Topf.
    Das ist ein schwammiger Begriff, den Dir ein User der hier leider nicht mehr mitpostet @idefix hätte auseinandernehmen können, da dies sein Fachgebiet ist und er den Einblick hatte. Ich habe ihn nur bedingt, aber durch einen nahen Verwandten der jahrzehntelang bei der AOK gearbeitet hat auch nur einen sehr vagen Einblick, trotzdem sie mich bestätigen. Es auseinanderzuklamüsern würde hier auch den Rahmen sprengen.
    Zitat:
    Ist es schon lange. Schau mal in die Zahlen. 100 Mrd. allein in diesem Jahr.
    So? Es waren nur 85 Mrd. Davon vom Bund finanzierte 62,5 Mrd. echte Bundeszuschüsse, unter dem Niveau der 50er Jahre übrigens. Zieht man dazu noch die Steuereinnahmen aus den Renten selber ab, dürfte diese Summe auch weit unter diesen Zahlen liegen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...a-1127199.html
    Zitat:
    Das Wort "systemrelevant" beschreibt es doch. Bei dem Verlust eines Geldinstitutes mit Bilanzsummen jenseit der Billionen Euro Marke kann man sich die Folgen leicht ausrechnen.
    Dies war aber lediglich eine Ausrede, denn längst nicht alle Banken wären wirklich systemrelevant gewesen. Hier wurde lediglich wieder einmal bei der jahrzentelangen "Förderung" der Atomenergie die Gewinne an Banker ausgeschüttet und deren Versagen bei ihrer Zockerei noch damit belohnt, das die Verluste der Steuerzahler zahlen "durfte"...
    Warum hat man die nicht, Deiner Thesen einer Leistungsgesellschaft zum Teufel gejagt und sie für diese Verluste haftbar gemacht? Auch wieder ein eklatanter Widerspruch.

    Zitat:
    Die Zahlen sind im übrigen lange nicht so dramatisch wie kolportiert. Der Hilfsrahmen lag bei in Summe 650 Mrd €. Abgefragt wurden 260 Mrd. €. Nahezu alles wird zurückfließen. Der Verlust wird sich um 50 Mrd. € bewegen. Das ist der halbe Bundeszuschuß für die Renten. Das ist der Wehretat für ein Jahr.
    Selbst wenn das stimmt, würde das Geld sinnvollen Maßnahmen, wie der Bildung zufließen und somit in die Zukunft, wäre es sicherlich besser angelegt als in den Taschen von irgendwelchen Bankern.
    Zitat:
    Die Zahlen sind seit über zehn Jahren quasi konstant und entsprechen dem Mehr an Arbeitsverhältnissen. Die Zahlen sind seit den 90er Jahren aber annähernd ähnlich hoch. Erstaunlicherweise sinken sie seit 3 Jahren. Vielleicht ist es doch so, daß die atypischen Beschäftigungen nach Zeit in reguläre gewandelt werden.
    Deine Zahlen beweisen eher das es leichte Schwankungen gibt, ein eklatantes Sinken ist nicht erkennbar und wenn man bedenkt, das es knapp 43,5 Mrd. abhängig Beschäftigte insgesamt gibt, dann sind ca. 17% aller Beschäftigten prekär. Das nennst Du "erfolgreiche Politik"? Zumal zählt man hieraus die Aufstocker, die ja aus der AL-Statistik herausfallen einfach mal ehrlich dazu, eine weitaus höhere Zahl in dieser herauskäme.

    Zitat:
    Unsinn. Die Mehrwertsteuer ist die einzige die leistungsfähig genug ist. Sie würde aber nur 40% der Finanzierung decken. Für den Rest hatte ich unter anderem das Streichen von Freibeträgen eingefordert und die vollkommene Auszahlung der RV Beiträge an den Arbeitnehmer. Diese würden den Löwenanteil zur Finanzierung beisteuern. Zitiere bitte vollständig.
    Was Unsinn ist, weil es eine komplette Neuordnung der RV benötigen würde, sicher ein weiteres willkommenes Mittel um die Umverteilung zu Lasten von AN zu veranlassen und Freibeträge bitte nur für Unternehmen und Vielverdiener einführen. Die von mir immer gerne zitierte Beitragsbemessungsgrenze wäre ein Mittel. Dann könnte man sich auch sicher die unsoziale Mehrwertsteuererhöhung sparen...
    Zitat:
    Davon ab ist die Rentenleistung eine die nur den "Kleinen" zukommt. Kein Unternehmen profitiert davon.
    Wie war das noch mit den "Anreizen" zur Arbeit?


    Zitat:
    Der Verwaltungsaufwand muß sinken. Die Summen die aktuell im Gespräch sind, sind hinreichend. Finnland ist nicht für seine draktonische Sozialpolitik bekannt und hat sicherlich ein sehr ausgewogenes Leistungspaket geschnürt.

    Die von Dir vorgeschlagenen Summen sind schon mit der Untergrenze von 1200,- € unfinanzierbar. Du kannst ja mal durchrechnen wie Du 1150 Mrd € jährlich finanzieren willst.
    Die Summe solltest Du nochmal nachrechnen. Das bdgl Grundeinkommen würde ich erst ab 21 Jahren auszahlen. Dann jedes zusätzliche Einkommen mit mindestens 50% Steuern belasten, dazu die Finanztraktions und die Reichensteuer, sowie die Abschaffung von Jobcentern, ARGE ecetera vorantreiben und lediglich eine Art Härtefallstelle einrichten für Überschuldungen. Auch würde ich eine Art Komission einrichten und Steuermittelverschwendungen strafrechtlich verfolgen lassen, sowie viel mehr Steuerfahnder einsetzen. Dann könnte unterm Strich sogar ein Plus dabei herauskommen.
    Zitat:
    Bitte grenz es korrekt ab. Der nationale Sozialismus war verbrecherisch. Der Sozialismus in realer Ausprägung ebenfalls. Das simple "rechts" ist nicht feingliedrig genug. Ich bin konservativ, d.h. "rechts" aber kein Rassist.
    Es gab nie einen "nationalen Sozialismus". Dieser Terminus ist Nazisprech, die damit die Schuld durch die eigene Ideologie dem Sozialismus unterschieben wollen. Der Nationalsozialismus hatte nie was mit dem Sozialismus der historischen Arbeiterbewegung zu tun, sondern war immer das Ergebnis eines "völkischen" Gedankentums, das die eigene "Rasse" bevorzugen sollte, (was auch Blödsinn ist, es gibt keine menschlichen Rassen) und allein auf nationalen Interessen fußte. Alles was dem Ideal nicht entspracht wurde als "minderwertiger" oder "unwertes" Leben eingestuft und dies wiederum als Rechtfertigung genommen, Menschen auf bestialischste und perverseste Art zu ermorden. Darum ist die rechte Ideologie auch perse verbrecherisch.
    Wenn Du die Zeit der DDR als "nationalen Sozialismus" bezeichnen würdest, könnte ich da sogar noch folgen, obwohl sie mit den Idealen eines Sozialismus auch nicht viel gemein hatten, es war wohl eher eine Art rotlackierter Faschismus.

    Zitat:
    Eine "kleine" Schwäche die ich schon mehrfach durchdiskutiert habe. Hier im Forum findest Du einen sehr umfangreichen Dialog mit Malmung aka Tekel zum Thema.
    Mit Verlaub, das ist mir zu mühsam, nichtsdestotrotz befindest Du Dich im Widerspruch, was Dir jeder Theologiestudent im 1. Semester bestätigen könnte.
    Zitat:
    Ein bekennender Atheist wie Du auch im übrigen.
    Inwiefern befinde ich mich wozu im Widerspruch? Im Gegensatz zu Dir propagiere und adaptiere ich keine "Werte", nach denen ich dann leben soll. Ich hasse Dogmen und benutze lediglich meine Form von Gewissen und liebe die Gerechtigkeit, auch wenn das für manche die wenig oder gar keine Moral besitzen als Utopie angesehen wird.
    Zitat:
    Nur Gefühlt. Es ist ählich wie bei der AfD die über eine Multichanelkommunikation eine enormen Meinungsdruck suggeriert der so schlicht nicht existiert.
    Nein Fakt, alleine wenn Du ein Drittel der SPD als Linke einstufst, sowie ein Großteil der Grünen und die Linke dazu natürlich. Dazu noch eine Reihe von Parteilosen, dann wirst Du sicher auf mehr Zustimmung kommen, wie die bei den Marktkreischern der AfD...

    Zitat:
    Das dann zu 50% zu versteuern ist damit diejenigen, die nur 20.000 € verdienen mit den Topverdienern gleichauf liegen.

    Wo bleibt der Leistungsanreiz?
    Du meinst einer der 10000 bekommt, ist im Umkehrschluß insgesamt unmotivierter, weil er ja sonst 20000 hätte? Wo bleibt da die Logik?
    Zitat:
    Das ist in diesem Land uneingeschränkt der Fall- aber nicht auf Höhe Deiner Vorstellerung. Diese ist aber ausgesprochen subjektiv und objektiv nicht begründbar.
    Ist es nicht, die Zahlen und Fakten sprechen erstens dagegen und zweitens wären dann nicht so starke soziale Mißstände vorhanden. Wüßtest Du das nicht und würdest wirklich den Quatsch glauben den Du hier verzapfst teilweise, würdest Du Dich kaum bei den Tafeln engagieren. Entweder das stimmt nicht und Du bist wirklich der Raubtierkapitalist mit einer uneingeschränkten Leistungsgläubigkeit, dann würdest Du verächtlich auf solche "Versager" herabschauen oder es stimmt (wovon ich ausdrücklich ausgehe) dann besitzt Du eine Empathie, die aber dem widerspricht, was Du hier postest zum Teil...
    Zitat:
    Es war mir klar, daß meine Kompetenz mit keiner Silbe zählt, ebenso wie die des Caritas- Sprechers aber Du die Weisheit mit Löffeln gefressen hast. Wenn's schön macht.
    Mit Verlaub, ich war 15 Monate bei der Bundeswehr ab 01.10.86. Macht mich das heute zum "Wehrexperten"? Die Wirklichkeit geht an den Caritas-Sprecher ebenso vorbei, weil er wichtige Fakten ignoriert und der CDU vor dem Wahlkampf Schützenhilfe gibt.
    Zitat:
    Nimm das Bild der "Felle" wenn es Dir besser "gefellt".

    Du willst die Felle der anderen laufend nach Deinem subjektiven Empfinden vereilen. Dein Schlagwort der "sozialen Gerechtigkeit" ist nichts weiter als eine Enteignung der Leistungselite zugunsten einer weniger leistenden Minderheit.
    Nenne Steuern, also Abgaben die allen zugute kommen sollen gerne "Enteignungen" allerdings welche die auch alle wiederum betrifft. Ohne sie geht es leider nicht und wenn diese auch alle gerecht trifft ist das sogar vollkommen in Ordnung. Das diese aber wie von Schwarz/Gelb von Arbeitnehmern und Kleinverdiener benutzt werden um Gewinne für Reiche zu sichern, wie in der Atom- und Bankenpolitik der letzten Jahre beispielsweise, dann hat das mit Gerechtigkeit nichts zu tun, das kannst Du gerne weiterhin ignorieren und negieren, geht aber dann eben an der Realität und Wahrheit vorbei...
    __________________
    Grundsätzlich erkennt man Rechtsextremismus nach Benz schon an vier Indizien:

    1.einem "übersteigerten Nationalgefühl"
    2.an festen Feindbildern
    3.am Glaube an das "Recht des Stärkeren"
    4.und am Anspruch, dass es Menschen unterschiedlicher
    Wertigkeit gibt


    "Die Partei artikuliert Hass und ermöglicht so klaren Rechtsextremismus."
    (Extremismusforscher Wolgang Benz über die AfD)
    abrakadabra ist offline   Mit Zitat antworten
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