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    Alt 26.07.2016, 15:50   #1
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    Standard Jede dritte gemeldete offene Stelle ist Job in Leiharbeit

    Jede dritte gemeldete offene Stelle ist Job in Leiharbeit

    Unter den bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten offenen Arbeitsstellen sind weiterhin viele Jobs in der Leiharbeit. Im Juni waren von rund 665.000 offenen Stellen knapp 214.000 der Leiharbeit zuzuordnen, wie aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlagen. Das entsprach einem Anteil von 32,1 Prozent.




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    Alt 27.07.2016, 09:10   #2
    DerNeue324
     
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    Also stimmen diese Zahlen vom Arbeitsmarkt auch nicht.
    Leiharbeit ist für mich keine offene Stelle.
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    Alt 27.07.2016, 10:22   #3
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    Zitat:
    Zitat von DerNeue324 Beitrag anzeigen
    Also stimmen diese Zahlen vom Arbeitsmarkt auch nicht.
    Leiharbeit ist für mich keine offene Stelle.
    Und deine Deutungshoheit für den Arbeitsmarkt ist noch welche?
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    Alt 27.07.2016, 10:33   #4
    DerNeue324
     
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    Zitat:
    Zitat von zollagent Beitrag anzeigen
    Und deine Deutungshoheit für den Arbeitsmarkt ist noch welche?
    Wenn du jetzt nach den "auch" gefragt hättest, aber so, Leseschwäche, die Antwort steht doch schon da, genauere falsche Zahlen findest du im Artikel.
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    Alt 27.07.2016, 13:27   #5
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    Leiharbeit ist ein sehr komplexes Thema, das nicht auf simple Art und Weise erklärt oder gelöst werden kann. Warum greifen Unternehmen zur Leiharbeit? Aus Kostengründen? Nun, dazu muß man einiges an Hintergrundwissen haben. Die Ursprungsidee war ja, daß Leiharbeitsunternehmen als Arbeitskräftepuffer für nicht vorplanbaren Arbeitsanfall dienen sollen. Über diese Bestimmung ist die Leiharbeit aber längst hinausgewachsen. Solcherlei Aufgaben mögen zwar noch vereinzelt vorkommen, sind aber längst nicht mehr die Regel. Es gibt ganze Branchen, in erster Linie Montageunternehmen, die für ihre Aufträge grundsätzlich nur auf Leiharbeitnehmer zurückgreifen, das Geschäftsmodell einer inzwischen insolventen Drogieriekette, alle Arbeitnehmer in einer hauseigenen Leiharbeitsgesellschaft anzustellen, und sie in einer Art Dauerleihe an die Filialen der Kette zu verleihen, ist ja als Verstoß gegen das Leiharbeitsgesetz verworfen worden. In diesem Fall war auch eindeutig erkennbar, daß damit nur zwei Dinge verfolgt werden sollten, a. die Beschäftigten sollten aus dem für das Mutterhaus abgeschlossenen Tarifvertrag herausgeholt werden und b. war man offenbar der Ansicht, auf diese Weise durch öftere Versetzungen zwischen den Filialen auch die Kündigungsschutzgesetze umgehen zu können. Wobei man realistischerweise sehen muß, daß es genau letzterer Grund ist, warum das Leiharbeitsgeschäft blüht. Gerade für Hilfs- und niedrig qualifizierte Kräfte wollen sich viele Unternehmen nicht mehr die Kündigungsschutzbindungen antun, und das Risiko hoher Kosten bei betriebsbedingten Kündigungen eingehen, hier greift man lieber zu Leiharbeitsfirmen. Solche Arbeitskräfte brauchen keine lange Einarbeitungszeit, es braucht auch keine große Betriebskenntnis. Das ist eine Ungleichbehandlung gegenüber dem als essentiell anzusehenden Stammpersonal, ohne Frage. Es handelt sich hier um eine Umgehungstaktik, die rein betriebswirtschaftlichen Überlegungen entstammt. Man mag das verurteilen, rechtlich angreifbar ist es allerdings nicht. Als Denkanstoß sei hier angemerkt, daß man Beschäftigte auch "zu Tode schützen" kann, indem man die Hürden für eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus betrieblichen Gründen so hoch schraubt, daß es schlicht nicht nicht mehr im Verhältnis steht, für einen recht geringen Unternehmensgewinn durch die Beschäftigung eines naturgemäß in seiner Produktivität limitierten Mitarbeiters - Leiharbeit betrifft in erster Linie die Beschäftigten geringer Qualifikation - das Risiko einer langwierigen und letztlich auch teuren arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzung einzugehen, ein Kostenrisiko, das keine noch so langjährige Beschäftigung eines solchen Mitarbeiters wieder einspielen könnte. Was wir hier vor uns haben, ist sozusgen "der kleine Bruder" der französischen Verhältnisse, wo die Arbeitsverhältnisse darart "geschützt" sind, daß niemand mehr dieses Risiko eingehen möchte, was im Endeffekt die hohe Arbeitslosigkeit, besonders das der jungen Arbeitnehmer - die älteren sind ja besonders geschützt - begründet und erklärt.

    Daß Leiharbeitnehmer selbst ein verhältnismäßig geringes Lohnniveau haben, das ist nicht wirklich die Verantwortung der Entleiher, denn die bezahlen ja einen Verrechnungssatz je geleisteter Stunde, der im Schnitt um den Faktor 2-3 über dem Stundensatz eines solchen Arbeitnehmers liegt. Rein rechnerisch ist daher ein Leiharbeiter teurer als ein gleich qualifizierter eigener Arbeitnehmer. Das Argument "die wollen ja nur Lohnkosten sparen" scheidet daher aus. Meine eigene Idee dazu - ich habe eine ca. dreijährige Erfahrung als Niederlassungsleiter einer großen Zeitarbeitsfirma - war die, daß Leiharbeitnehmer vom Zeitpunkt des Einsatzes im Entleihbetrieb in dessen Lohnbuchhaltung aufgenommen werden und gemäß den für die eigenen Mitarbeiter gültigen Tarifs bezahlt werden und die Leiharbeitsfirma von dieser Lohnabrechnung entlastet wird und statt dessen eine Provision analog der geleisteteten Arbeitsstunden erhält. Dabei ist noch nicht geregelt, wer in Haftung geht für evtl. Arbeitsausfälle wegen Krankheit oder besonderen Ereignissen. Hier könnte ich mir ein hälftige Teilung der Kosten zwischen Entleiher und Verleiher vorstellen. Einzelheiten dazu wären noch auszuarbeiten, aber als Konzept erscheint mir eine solche Verfahrensweise tragbar.
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    Alt 27.07.2016, 13:30   #6
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    Zitat:
    Zitat von DerNeue324 Beitrag anzeigen
    Wenn du jetzt nach den "auch" gefragt hättest, aber so, Leseschwäche, die Antwort steht doch schon da, genauere falsche Zahlen findest du im Artikel.
    Deine Beurteilung, was alles für dich "ist" oder "nicht ist" war der Grund für meine Frage, nicht deine Einbildung, beurteilen zu können, was so stimmt oder nicht stimmt.
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    Alt 27.07.2016, 13:36   #7
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    Du kannst noch 100 Seiten schreiben, der einzige Grund für Leiharbeit ist.
    Schnell auf Arbeitskräfte zurück greifen zu können, die man schnell und günstig austauschen kann wenn sie sich als unbrauchbar erweisen. Bzw. bei Auftragseinbrüchen schnell wieder los ist. Das die unterm Strich (langfristig) günstiger sind versteht sich von selbst.
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    Alt 27.07.2016, 13:39   #8
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    Zitat:
    Zitat von DerNeue324 Beitrag anzeigen
    Du kannst noch 100 Seiten schreiben, der einzige Grund für Leiharbeit ist.
    Schnell auf Arbeitskräfte zurück greifen zu können, die man schnell und günstig austauschen kann wenn sie sich als unbrauchbar erweisen. Bzw. bei Auftragseinbrüchen schnell wieder los ist. Das die unterm Strich (langfristig) günstiger sind versteht sich von selbst.
    Âuch das ist ein Grund. Aber eben nicht für alle Entleiher. Große Entleiher, wie z.B. die Automobilhersteller sind einer stetigen Produktion und damit an möglichst wenigen Austauschen interessiert. Die Wirtschaft ist komplexer, als daß jeder Betrieb die gleichen Motive haben könnte.
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    Alt 27.07.2016, 21:51   #9
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    Zitat:
    Zitat von zollagent Beitrag anzeigen
    Âuch das ist ein Grund. Aber eben nicht für alle Entleiher. Große Entleiher, wie z.B. die Automobilhersteller sind einer stetigen Produktion und damit an möglichst wenigen Austauschen interessiert. Die Wirtschaft ist komplexer, als daß jeder Betrieb die gleichen Motive haben könnte.
    Die Kosten möglichst gering zu halten und darum Lohnsklaven anheuern haben alle gemeinsam.
    So komplex ist ein BWLer auch wieder nicht.
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    Alt 29.07.2016, 13:50   #10
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    Zitat:
    Zitat von DerNeue324 Beitrag anzeigen
    Die Kosten möglichst gering zu halten und darum Lohnsklaven anheuern haben alle gemeinsam.
    So komplex ist ein BWLer auch wieder nicht.
    Du hast keine Ahnung, von was du hier schreibst. "Kosten gering halten", dazu eignen sich Leiharbeiter nicht, weil deren Verrechnungssatz pro Stunde um den Faktor 2-3 über dem Lohnsatz eines eigenen Arbeitnehmers liegt. Das mit der >>vom Mod entfernt<<
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    Geändert von kleinehexe803 (29.07.2016 um 21:40 Uhr)
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    Alt 30.07.2016, 16:48   #11
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    Zitat:
    Zitat von zollagent Beitrag anzeigen
    Du hast keine Ahnung, von was du hier schreibst. "Kosten gering halten", dazu eignen sich Leiharbeiter nicht, weil deren Verrechnungssatz pro Stunde um den Faktor 2-3 über dem Lohnsatz eines eigenen Arbeitnehmers liegt. Das mit der >>vom Mod entfernt<<
    Da projiziert (wie bekannt mal wieder! ) jemand auf sein Gegenüber.

    Dass Du Dich nicht täuschst, von wegen wer keine Ahnung hat.


    2-3 mal über dem Satz des Festangestellten ist zwar pauschal richtig, aber der Festangestellte kostet dem AG mehr, als dessen Stundenlohn. Das sollte eigentlich ein angebliches BWL- Genie wissen, sonst würde er nicht son Schmarren von sich geben.

    Urlaub, Krankheit, Sozialabgaben, Fixkosten für Arbeitsplatzausstattung sowie -erhalt, mögliche Abfindungen bei Kündigung; da kommen andere Summen zusammen als 26,50€ für einen Leiharbeiter.
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    Alt 30.07.2016, 16:52   #12
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    Zitat:
    Zitat von Redaktion Beitrag anzeigen
    Jede dritte gemeldete offene Stelle ist Job in Leiharbeit

    Unter den bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten offenen Arbeitsstellen sind weiterhin viele Jobs in der Leiharbeit. Im Juni waren von rund 665.000 offenen Stellen knapp 214.000 der Leiharbeit zuzuordnen, wie aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlagen. Das entsprach einem Anteil von 32,1 Prozent.




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    Ja, und eine Menge dieser angeblich freien Zeitarbeitsstellen sind Fakes.
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    Alt 30.07.2016, 18:04   #13
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    Als Überbrückung für schlechte, konjunkturarme Zeiten ist Leiharbeit gar nicht mal so schlecht. Ich habe das auch mal eine Weile gemacht, dabei viel gelernt und bin gar nicht mal so schlecht bezahlt worden. Gut, das lag vielleicht auch darin, das ich mich nicht nur auf einen Job festgelegt habe, sondern einige, verschiedene handwerkliche Sachen erledigen konnte. Als ich meinen jetzigen Festjob angetreten habe, hat es gar icht lange gedauert und der Personalchef einer Firma, bei der ich als LA gearbeitet hatte, fragte mich per Telefon, ob ich nicht Lust hätte, als Festangestellter wieder zurück zu kommen. Da war er aber halt ein paar Monate zu spät dran.
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    Alt 30.07.2016, 18:09   #14
    detektiv3
     
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    Als Übergang und um schnell in Arbeit zu kommen, ist Zeitarbeit ok.
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    Alt 30.07.2016, 20:25   #15
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    Zitat:
    Zitat von detektiv3 Beitrag anzeigen
    Da projiziert (wie bekannt mal wieder! ) jemand auf sein Gegenüber.

    Dass Du Dich nicht täuschst, von wegen wer keine Ahnung hat.


    2-3 mal über dem Satz des Festangestellten ist zwar pauschal richtig, aber der Festangestellte kostet dem AG mehr, als dessen Stundenlohn. Das sollte eigentlich ein angebliches BWL- Genie wissen, sonst würde er nicht son Schmarren von sich geben.

    Urlaub, Krankheit, Sozialabgaben, Fixkosten für Arbeitsplatzausstattung sowie -erhalt, mögliche Abfindungen bei Kündigung; da kommen andere Summen zusammen als 26,50€ für einen Leiharbeiter.
    Durchaus ist das so. Habe ich auch beschrieben. Man sollte eben das, was einem von einem Insider serviert wird, genau lesen und nicht wie Bild oder Neues Deutschland seine komplette Information in die Überschrift packen. Ich beschrieb eben, daß die Kosten-Nutzen-Relation eines Festangestellten besonders bei den niedrigen Qualifikationen inzwischen so ist, daß Unternehmen lieber zu Leiharbeitern greifen. Deine Reflexe kommen zu spät, Detektiv.
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    Alt 31.07.2016, 01:50   #16
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    Zitat:
    Zitat von zollagent Beitrag anzeigen
    Du hast keine Ahnung, von was du hier schreibst. "Kosten gering halten", dazu eignen sich Leiharbeiter nicht, weil deren Verrechnungssatz pro Stunde um den Faktor 2-3 über dem Lohnsatz eines eigenen Arbeitnehmers liegt. Das mit der >>vom Mod entfernt<<
    Wer hat hier nun wirklich Ahnung und wer nicht? Ein Beispiel für alle Besserwisser:

    Ein Zeitarbeitunternehmen überlässt einen Mitarberbeiter an ein Kundenunternehmen (von dem einige hier irrtümlicherweise als "Arbeitgeber" sprechen). Für die Überlassung erhält das Zeitarbeitunternehmen 16,00 Euro pro Stunde - den sogenannten Stundenverrechnungssatz.

    Jetzt bezahlt der Personaldienstleister den Mitarbeiterlohn (minus 8,00 Euro), die Sozialversicherungsbeiträge (minus 2,00 Euro), weitere Arbeitnehmerkosten (Krankheit, Urlaub etc. - minus 2,50 Euro) und auch die Kosten für die interne Organisation (Büro, Disponenten, Werbematerial etc. - minus 3,00 Euro).

    Übrig bleiben 0,50 Euro pro Stunde als Gewinn vor Steuer, von dem dann wieder ca. 33% Steuern abgezogen werden.
    Das bedeutet, das ein Personaldienstleister - wenn er gut wirtschaftet - 0,33 Euro pro Stunde und Mitarbeiter Gewinn macht...

    Hört sich nicht viel an? Dann stell man sich einmal vor, was bei 151,67 Stunden im Monat pro Mitarbeiter und z. B. 100 Arbeitnehmern verdient werden kann: ein Gewinn nach Steuern von 5.000 Euro.

    Das Beispiel habe ich mal einfach so übernommen. Jetzt nehmen ich darüber hinaus mal an, ein Entleiher bezahlt seinen fest eingestellten Mitarbeitern 20 € brutto. Und weiter, dass er 20 Leiharbeiter beschäftigt , die 35 Stunden pro Woche arbeiten. Macht am Ende eines Monats einen Unterschied von 11200 Euro!
    Das ist ein ganz normaler Vorgang! Lohnt sich das nun oder nicht?

    Ich glaube, damit erübrigt sich nun jede weitere Diskussion. Keine Firma wird Leihkräfte zu einem höheren Verrechnungssatz einstellen, als sie ihren festangestellten Mitarbeitern für die gleiche Tätigkeit als Stundenlohn zahlt.


    MfG
    teddybear


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    Geändert von teddybear (31.07.2016 um 01:53 Uhr)
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    Alt 31.07.2016, 09:39   #17
    zollagent
     
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    Du hast ein Beispiel übernommen. Woher? Ich kenne keine ZA-Unternehmen, die zu solch niedrigen Verrechnungssätzen Entleihverträge eingehen. Das würde sich nicht rechnen. Übrigens sind Erträge noch lange keine Gewinne. Und diese Erträge, die du hier zusammenrechnest, sind keineswegs "nach Steuern".

    Und den Grund, warum es nicht so sehr auf die Höhe des Verrechnungssatzes ankommt, als vielmehr auf das Risiko nachfolgender Kosten bei eigenen Arbeitnehmern, ganz besonders bei denen mit einer niedrigen Wertschöpfung, haben wir bereits herausgearbeitet.
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    Geändert von zollagent (31.07.2016 um 09:41 Uhr)
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