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    Alt 20.11.2011, 20:01   #1
    athanasiuspernath
     
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    athanasiuspernath befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
    Standard Warum glauben Gläubige?

    Die Frage steht im Titel. Warum glauben Gläubige und was glauben sie?

    Gläubige sind offensichtlich Menschen, die eine Orientierung "von oben" brauchen, vermutlich weil sie sich durch die moderne Welt verunsichert fühlen. Sie brauchen einen vorgegebenen und garantierten Lebenssinn, weil sie den Gedanken nicht ertragen, daß das Leben sinnlos ist bzw. das Leben der Sinn des Lebens ist und ein weiterer "Sinn" nur individuell geschaffen werden kann.

    Weiterhin brauchen sie offensichtlich fixe, diachron konstante Normen und Werte und die Fiktion, daß es eine Instanz gäbe, die diese garantierte. Natürlich haben sich manche Normen und Werte bei allem Wertewandel als überzeitlich-praktikabel erwiesen, aber nicht weil sie tatsächlich vom Willen eines Gotts oder aus der Natur, Vernunft etc. abgeleitet werden könnten, sondern weil sie sich als praktikabel erwiesen haben und die Fiktion, sie seien universell und überzeitlich gültig ebenfalls.

    Dann brauchen Gläubige offensichtlich auch häufig die Fiktion sie seien etwas besonderes, sie gehörten zu einer auserwählten Gruppe, die ihr Gott belohnt, während er alle anderen bestraft. Besonders die drei monotheistischen Religionen gehören dazu, auch wenn es eigentlich zweieinhalb sind, da das Christentum mit einem verschleierten Polytheismus korreliert ist.
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    Alt 20.11.2011, 22:44   #2
    ru1965
     
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    jemand sah die wahrheit: Sie brauchen einen vorgegebenen und garantierten Lebenssinn, weil sie den Gedanken nicht ertragen, daß das Leben sinnlos ist bzw. das Leben der Sinn des Lebens ist und ein weiterer "Sinn" nur individuell geschaffen werden kann.

    Weiterhin brauchen sie offensichtlich fixe, diachron konstante Normen und Werte und die Fiktion, daß es eine Instanz gäbe, die diese garantierte.


    das hast du sehr richtig erkannt, genau so verhält es sich mit den armen charakterschwachen menschen die diese fabelwesen da oben zum leben benötigen.

    musst nur die beiträge unserer 'lebenslustigen person' dazu betrachten, dann kannst dir ungefähr diese spezies mensch ausmalen ............... -
    ru1965 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 21.11.2011, 00:30   #3
    krampfhamsterle
     
    Benutzerbild von krampfhamsterle
     
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    krampfhamsterle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Googelt doch einfach mal nach " Gott im Gehirn "
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    krampfhamsterle ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 21.11.2011, 01:02   #4
    athanasiuspernath
     
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    Zitat:
    Zitat von krampfhamsterle Beitrag anzeigen
    Googelt doch einfach mal nach " Gott im Gehirn "
    Danke Hamster, die Positionen der Neurotheologie sind mir natürlich bekannt, aber ich wollte nicht gleich zu Anfang alles zur Sprache bringen. Natürlich kann man auch nicht ausschließen, daß es irgendwelche transzendente Wesen in einem transzendenten Raum gibt, aber für die Existenz eines höchsten Wesens besagt das nicht. Ein solches höchstes Wesen "Gott" halte ich für ausgeschlossen oder zumindest so gut wie ausgeschlossen, denn wie würde es seinen Status als "höchstes Wesen" ausüben können? Ein universeller Gesetzgeber kann es nicht sein, denn universelle Moralgesetze widersprechen der Formalen Logik. Ein Schöpfer kann es nicht sein, denn der big bang benötigt keine Ursache außerhalb seinerselbst. Auch wenn man die quantenphysikalischen Effekte, die ihn ausgelöst haben nicht kennt. Also inwiefern wäre "Gott" ein solches "höchstes Wesen"?

    Die Existenz des christlichen Gotts kann man ebenfalls ausschließen. Denn es gibt keinen Beweis dafür, daß er das NT inspiriert hat und selbst wenn, er könnte auf keinen Fall die ganze Bibel inspiriert haben, wie die gläubigen Christen behaupten, denn die Merkmale des Gotts im AT und NT sind bereits widersprüchlich hinsichtlich des Merkmals "Dreifaltigkeit". Genauso wenig läßt sich eine Inspiration des Korans, der Veden und Upanishaden, des Popol Vuh oder des ägyptischen Totenbuchs oder der Theogonie des Hesiod und der Metamorphosen Ovids durch irgendwelche Götter nachweisen. Demnach ist kein "Gott" so wie es irgendeine (heilige) Schrift behauptet und somit ist kein Gott so, wenn wir jetzt mal die Existenz der Entitätsklasse "Götter" annehmen, so wie wir sie uns denken. Und damit sind sie gar nicht.
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    Alt 21.11.2011, 11:30   #5
    Denkprozeß
     
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    Zitat:
    Zitat von athanasiuspernath Beitrag anzeigen
    Die Frage steht im Titel. Warum glauben Gläubige und was glauben sie?

    Gläubige sind offensichtlich Menschen, die eine Orientierung "von oben" brauchen, vermutlich weil sie sich durch die moderne Welt verunsichert fühlen. Sie brauchen einen vorgegebenen und garantierten Lebenssinn, weil sie den Gedanken nicht ertragen, daß das Leben sinnlos ist bzw. das Leben der Sinn des Lebens ist und ein weiterer "Sinn" nur individuell geschaffen werden kann.


    Na ein Glück nur, daß es vor hundert, fünfhundert oder gar tausenden von Jahren noch keine "Gläubigen" gab, sonst wäre Deine o.g., ziemlich ketzerische Propaganda nämlich ziemlich ad absurdum geführt

    Glaubst Du etwa an nichts? Dann erzähl uns mal, was Dich sonst antreibt, Dein Leben zu leben. Denn ohne Glaube keine Hoffnung, ohne Hoffnung keine Motivation, ohne Motivation kein Leben, sondern höchstens ein "Dahinvegetieren".
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    Alt 21.11.2011, 11:50   #6
    athanasiuspernath
     
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    Zitat:
    Zitat von Denkproze Beitrag anzeigen
    Na ein Glück nur, daß es vor hundert, fünfhundert oder gar tausenden von Jahren noch keine "Gläubigen" gab, sonst wäre Deine o.g., ziemlich ketzerische Propaganda nämlich ziemlich ad absurdum geführt
    Vielleicht hätte ich explizit von heutigen Gläubigen sprechen sollen. Aber auch damals dürfte Glauben aus Erfahrung der Verunsicherung hervorgegangen sein. Sei es diue Erfahrung des Tods oder der "übermächtigen" Natur.

    Zitat:
    Zitat von Denkproze Beitrag anzeigen
    Glaubst Du etwa an nichts? Dann erzähl uns mal, was Dich sonst antreibt, Dein Leben zu leben. Denn ohne Glaube keine Hoffnung, ohne Hoffnung keine Motivation, ohne Motivation kein Leben, sondern höchstens ein "Dahinvegetieren".
    Wie kommst du auf das schmale Brett? Ich habe ganz sicher weder Glauben in iregendwelche metaphysischen Entitäten, noch habe ich Hoffnung auf irgendwas Metaphysisches. Kann es aber akzeptieren, wenn andere Menschen sowas in ihrem Leben brauchen. Ich brauch es nicht. Dennoch kann ich über Motivation nicht klagen. Wobei: Was soll "Motivation" an unjd für sich darstellen. Es gibt immer nur Motivation für etwas, nicht Motivation per se. Und für mich ist die Motivation zu arbeiten dadurch gegeben, daß ich für meine Arbeit Geld erhalte. Vielleicht hoffe ich auch, möglichst gute Seminararbeiten zu bekommen, weil ich dann etwas mehr Spaß habe, die zu lesen. Aber sonst?
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    Alt 21.11.2011, 12:04   #7
    Denkprozeß
     
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    Mit anderen Worten: Du glaubst also an Geld!

    Da finde ich den Glaube an Gott doch wesentlich eleganter, denn der Glaube an Geld isoliert, während der Glaube an Gott die Menschen vereint ^^
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    Alt 21.11.2011, 12:07   #8
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    Das ist dochmal eine sinnvolle Frage ! Allerdings sind auch schon alle Antworten da.

    Was mich nur mit diesem "Wissen" erschreckt, ist die Kirche es immer noch so "durchzieht".

    Ich weiß auch nicht was schlimm daran sein soll, wenn mein Leben mit dem Tod aufhört. Ist doch ok ! @athanasius: Und das tut es so oder so, laut der formalen Logik , aber es kann doch für mich auch nicht schlimm sein, wenn ich nicht wiedergeboren werde, weil wenn, weiß ich sowieso nichts davon.

    Ich bin mir natürlich wichtig, finde eine gesunde Portion Egoismus auch wichtig, aber ich bin nicht so arrogant, zu glauben, dass die Welt ohne mich nicht auskommt.
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    Alt 21.11.2011, 12:08   #9
    gosate725
     
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    @ denkproze: mmmh, Glauben vereint ja scho seit Jahrtausenden die Menschen. Was ist das denn für ein Irrglaube?

    Allein mit Glauben, kann ich niemandem helfen. Mit Geld als Tauschmittel schon!
    gosate725 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 21.11.2011, 13:17   #10
    Denkprozeß
     
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    Zitat:
    Zitat von gosate725 Beitrag anzeigen
    @ denkproze: mmmh, Glauben vereint ja scho seit Jahrtausenden die Menschen. Was ist das denn für ein Irrglaube?

    Allein mit Glauben, kann ich niemandem helfen. Mit Geld als Tauschmittel schon!


    Ja, weil Du selber nicht gläubig bist! Darum kannst Du auch niemandem helfen (es sei denn, Du gibst ihm Geld ^^), ein Gläubiger aber kann sehr wohl anderen Menschen helfen!

    Du möchtest wissen, wie? Bitte, dann nimm einfach mal eine Bibel zur Hand und lies

    Und selbstverständlich verbindet der Glaube seit Jahrtausenden die Menschen! Geh einfach sonntags mal in eine Kirche und Du wirst es mit eigenen Augen sehen!

    Natürlich kann der Glaube auch Menschen entzweien - keine Frage! - das ist dann aber eher eine Frage mangelnder Toleranz, wie er auch hier im Forum und in unserer Gesellschaft an allen Ecken und Enden vorkommt, und kommt eher zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen (Christentum, Islam, Buddhismus usw.). Das ist aber eher "Propaganda" und auf "unsachgemäßes", fanatisches Praktizieren des Glaubens zurückzuführen als auf den Glaube selber.
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    Alt 21.11.2011, 14:05   #11
    gosate725
     
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    Naja man könnte ja mal mit einer Statistik sehen, wievielen Menschen der Glauben bis jetzt geholfen hat, oder wieviele Menschen unter dem Glauben von anderen gelitten.

    Ich finde es auch intolerant von dir, wie du mit meinen Äußerungen oder gedanken umgehst.

    Du darfst für dich in deinem Leben galuben, damit habe ich kein Problem!
    gosate725 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 21.11.2011, 14:13   #12
    athanasiuspernath
     
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    Zitat:
    Zitat von Denkproze Beitrag anzeigen
    Mit anderen Worten: Du glaubst also an Geld!

    Da finde ich den Glaube an Gott doch wesentlich eleganter, denn der Glaube an Geld isoliert, während der Glaube an Gott die Menschen vereint ^^
    Nein, ich glaube nicht an Geld. Ich weiß, daß ich es benötige und wie ich es mir beschaffe.

    Und klar, das Christentum ist ja auch der beste Beweis wie sehr ein Glauben in Götter vereinigt. Das Gleiche gilt auch für Judentum und Islam, Hinduismus und jede andere Religion. Du wirst wohl kaum eine finden, die nicht in Sekten und Fraktionen aufgespalten ist. Und was den Glauben ins Geld betrifft, na frag mal ein paar Finanzbanker.
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    athanasiuspernath ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 21.11.2011, 14:16   #13
    blackabby
     
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    blackabby wird schon bald berühmt werden
    Standard

    Waum glauben Gläubige?

    Gute Frage. Ich denke schon, dass es wirklich diese Suche nach einem tieferen Sinn ist. Man hat was an dem man sich festhalten kann. Auf das man sich in jeder Situation berufen kann. Das hilft. Sogar die Gewissheit, dass es einem nach dem Tod besser geht und man sich so ein wenig wie ein Auserwählter fühlen darf, macht auch das schlechteste Leben lebenswert, da ja der Bonus zum Schluss kommt.

    Religion verbindet...naja, wenn man die Religionskriege mal unter den Tisch fallen läßt schon. Und die fangen schon im Kleinen an.
    Meine Mutter hat z.B. als Kind immer Stress gehabt, weil sie in der Nachbarspfarrei mit im Martinszug mitgegangen ist, da die den für Kinder schöner gestaltet haben. Das war ein Unding, denn die waren die "Bösen" obwohl auch katholisch.
    Bei meinen Kindern war es nicht viel anders. Sie gingen in die städtische Grundschule und teilten sich mit der Katholischen Grundschule den Schulhof. Da ging das auch nach dem Motto:"Spielt nicht mit den Schmuddelkindern!" Es wurde von katholischer Seite her strikte Trennung erwartet.

    Ich war als Kind und auch noch als Jugendliche sehr von der Religion angetan. Aber irgendwann kam der Tag, da stellte ich Fragen. Fragen, die nicht gern gehört und schon gar nicht beantwortet werden wollten. Später kamen dazu noch ein paar Verfehlungen des Bodenpersonals. (Gibt auch welchen, die nicht unter Verblendung und Größenwahn leiden aber die sind nach meiner Erfahrung die Minderheit.)

    Und nachdem ich mir so rundrum die anderen Religionen mal angesehen habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, das das alles nicht mein Ding ist. Soll jeder glauben woran er will, ich glaub nur noch, was nachgewiesen werden kann. (und das auch nur unter Vorbehalt)


    Vielleicht ist das Leben auch einfacher, wenn man sich so seiner Vorbestimmung hingibt. Man befolgt die Regeln und Gott (wie er auch immer genannt wird) kümmert sich um den Rest.
    blackabby ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 21.11.2011, 14:23   #14
    athanasiuspernath
     
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    athanasiuspernath befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Zitat:
    Zitat von gosate725 Beitrag anzeigen

    Ich weiß auch nicht was schlimm daran sein soll, wenn mein Leben mit dem Tod aufhört. Ist doch ok ! @athanasius: Und das tut es so oder so, laut der formalen Logik , aber es kann doch für mich auch nicht schlimm sein, wenn ich nicht wiedergeboren werde, weil wenn, weiß ich sowieso nichts davon.
    Eben. Nur ein Steinzeitmensch, dem ein Shamane gesagt hat, er müsse ihm 50% aller von ihm gesammelten Beeren geben, um nicht in die Hölle zu kommen, hatte noch nicht die Instrumente dazu. Der wußte auch noch nicht, das Bakterien und Viren Schuld waren, wenn er krank wurde und nicht der Zorn des Sonnengotts oder der Erdgöttin. Und selbst wenn er es gewußt hätte, wer kann wissen ob nicht genau dieser Zorn ihm vielledicht diese Viren auf den Hals geschickt hat? Also ist für so einen Menschen Tod und Krankheit doch eine verunsichernde Erfahrung. Und er wird sich nur desto mehr in die Hände des Shamanen und später dann des institutionalisierten Priesters begeben egal, ob der für Manitu, Pacha Mama, Zeus, Vishnu, Amun oder eben "Gott" zu sprechen behauptet.
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    Alt 21.11.2011, 15:08   #15
    gosate725
     
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    Wenn ich einen alten Menschen sehe der friert, nützt es ihm wahrscheinlich herzlich wenig, wenn ich hingehe und ihm sage, ich glaube morgen wird es wieder wärmer, ich kann ihm aber meine Jacke umlegen, die ich vorher mit Geld bezahlt habe. Ich habe genau soviel Nächstenliebe in mir, auch ohne dass ich an Gott glaube.

    Ich habe auch nichts gegen Glauben, wenn er einen Menschen aus der Krise führt. Toll wenn das klappt, aber bitte sagt mir nicht, ich sei ein schlechterer Mensch, weil ich nicht glaube (an Gott). Das ist für mich pure Intoleranz, und kann wenn es einen Gott geben würde, nicht in seinem Sinne sein.
    Ich finde solche Diskussionen sehr wichtig, auch wenn ich wegen Zeitmangel nicht so differenziert schreiben kann wie ich denke, bringen sie mich weiter. Ich bin auch offen für konstruktive Kritik, aber ich reagiere ganz sensibel darauf, wenn mir jemand sagt oder vorschreibt, wie ich zu denken und zu fühlen habe.
    gosate725 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 21.11.2011, 16:00   #16
    Denkprozeß
     
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    Zitat:
    Zitat von athanasiuspernath Beitrag anzeigen
    Und klar, das Christentum ist ja auch der beste Beweis wie sehr ein Glauben in Götter vereinigt. Das Gleiche gilt auch für Judentum und Islam, Hinduismus und jede andere Religion. Du wirst wohl kaum eine finden, die nicht in Sekten und Fraktionen aufgespalten ist. Und was den Glauben ins Geld betrifft, na frag mal ein paar Finanzbanker.

    Laß mich das mit einem bekannten Spruch begegnen: "Ich glaube an Gott, nicht aber an seine weltlichen Bediensteten".

    Glaube ist immer dann "schädlcih", wenn er zu finanziellen Zwecken mißbraucht wird, also von Leuten, die nur an Geld glauben ^^

    Das Muttchen von nebenan, daß sonntags in die Kirche geht und Barmherzigkeit und Nächstenliebe lebt, profitiert sehr wohl von ihrem Glauben!


    Und zu Deinem Beispiel mit der Jacke: ich sehe bei uns öfters Bedürftige, die in der Stadt hocken, frieren und um Kleingeld betteln! Ich habe allerdings noch nie gesehen, daß einer der "Geldgläubigen" einem frierenden Bedürftigen seine Jacke geschenkt hätte! Die meisten haben nicht mal einen kümmerlichen Euro ihres wichtigsten Hab und Gut für sie übrig!

    Glaube ist nicht die FÄHIGKEIT, helfen zu können, sondern die Überzeugung, die Selbstverständlichkeit, zu helfen, auch wenn man sich das gar nicht leisten kann!

    Und genau DESHALB glaube ich, selbst als Atheist, eher an die Religion als an den Kapitalismus! Denn die Religion macht (manche) Menschen besser, der Kapitalismus macht sie schlechter (man könnte auch sagen "asozial")! ^^
    Denkprozeß ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 21.11.2011, 16:22   #17
    gosate725
     
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    Dann Denkproze ist doch die Motivation dahinter gar nicht schlecht, aber vielleicht kannst du mir nochmal erzählen warum du glaubst. Also das würde mich wirklich interessieren. Ich habe verstanden, dass du ein guter Mensch sein willst, das allein erklärt sich bei mir eben nicht durch glauben.

    Warum glaubst du?
    gosate725 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 21.11.2011, 16:22   #18
    gosate725
     
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    Ich will niemanden angreifen, ich will verstehen.
    gosate725 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 21.11.2011, 16:31   #19
    Denkprozeß
     
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    Zitat:
    Zitat von gosate725 Beitrag anzeigen
    Dann Denkproze ist doch die Motivation dahinter gar nicht schlecht, aber vielleicht kannst du mir nochmal erzählen warum du glaubst. Also das würde mich wirklich interessieren. Ich habe verstanden, dass du ein guter Mensch sein willst, das allein erklärt sich bei mir eben nicht durch glauben.

    Warum glaubst du?

    Hatte ich nicht grad erwähnt, daß ich Atheist bin?

    Ich glaube in erster Linie nur an mich selber, da weiß ich zumindest, daß ich mich verlassen kann!

    Und ich habe mit religiösen Menschen eben deutlich bessere Erfahrungen gemacht als mit Kapitalisten
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    Alt 21.11.2011, 16:37   #20
    gosate725
     
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    ich bin verwirrt, also ich bin evangelisch, aber dafür kann ich nichts! Ich dachte du bist eigentlich Atheist, aber schon gläubig. Jetzt ist es so, dass du überzeugter Atheist bist, aber an Leute glaubst die die glauben. Na das bringt mich jetzt der sache auch nicht näher. Mit Menschen die glauben und gutes Tun wollen, habe ich kein Problem. Trotzdem hätte ich schon gern noch ein Beispiel gehört, ganz konkret, warum derjenige glaubt.
    gosate725 ist offline   Mit Zitat antworten
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