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    Alt 09.05.2017, 15:27   #1
    Stille
     
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    "Jeder von uns sehnt sich nach Liebe. Aber ist das Teilen von Alltag, Bett, Tisch und neurotischen Mustern wirklich alles, was wir wollen?
    Der Autor ... Gerd Ziegler schreibt: „Was viele Menschen „Liebe“ nennen ist ein Gemisch von Ängsten, Bedürfnissen, Erwartungen, Besitzansprüchen und gegenseitiger Abhängigkeit. Natürlich gibt es auch Augenblicke von tiefer Verbundenheit und Glück, aber trotz allem ist die Realität in den meisten Partnerschaften mehr von einem Nebeneinander geprägt als von einem Miteinander.“
    Was bedeutet es nun, eine spirituelle Beziehung zu führen? Entgegen dem Eindruck, den das Wort „spirituell“ vielleicht hinterlassen könnte, heißt es n i c h t, ab nun ausschließlich in einem Kloster zu beten und jede sexuelle Aktivität als Teufelswerk abzulehnen. Es bedeutet vielmehr, dass mir und meinem Partner bewusst ist: „Ich bin aus einem ganz bestimmten Grund mit genau dem Menschen zusammen. Wir beide haben wichtige Dinge aneinander zu lernen und es ist der Sinn der Partnerschaft, dass aus Jedem mehr wird und nicht Weniger. Dieser Prozess kann atemberaubend schön und abgrundtief erschreckend sein . Aber jeder von uns ist aus tiefstem Herzen bemüht, sein Bestes zu tun. Die Frage lautet nicht: „Was bekomme ich?“, sondern „Was kann ich hier lernen?“ Teil des Lernprozesses kann aber auch sein, zur rechten Zeit zu gehen, wenn die Probleme nicht mehr dem Wachstum dienen, sondern kaputt machen“. Das ist doch ein tröstliches Konzept im Gegensatz zu „normalen“ Partnerschaften, in denen Krieg, Langeweile, das Spiel „Du darfst mich einengen, dafür darf ich das bei dir auch“ oder ein Sich-Arrangieren vorherrschen.

    Die spirituelle Lehrerin und Bestsellerautorin Marianne Williamson schreibt: „Nur wenige Menschen erkennen wie machtvoll eine echte Liebesbeziehung für körperliche und seelische Heilung ist. Sie befriedigt unser Bedürfnis nach Abenteuer, Sinngebung, verzauberter Magie und einer gefühlvollen Verbindung mit einem anderen Menschen auf tiefster Ebene“. Doch vor so viel Preis haben die Götter bekanntlich besonders viel Schweiß gesetzt. Der Weg zu einer tiefen Erfüllung führt oft durch dunkle Täler des Schmerzes, die gerade eine engagierte Beziehung auslösen kann. Marianne Williamson: „Wirkliche Liebe ist tröstlich und beruhigend, aber meist nicht von Anfang an. Wir müssen zuerst den Panzer durchbrechen, der unser eigenes Herz verbirgt. Es kann Zeiten der Tränen benötigen, um die harte Schale zum Schmelzen zu bringen, die unser zartes Innerstes umgibt - Tränen um jeden vergangenen Schmerz, Verlust oder demütigenden Misserfolg, der durch die Beziehung an die Oberfläche kommt. Menschen die diese Tränen zulassen sind keine Versager, sondern wahrhaft mutig. Denn: Zuerst kommt der Schmerz und dann die Kraft. Zuerst bricht das Herz und dann erhebt es sich.“

    Kann es wirklich der Sinn einer Liebesbeziehung sein, alte Wunden aufbrechen zu lassen? Eigenartigerweise ja. Wir müssen die Wunden sichtbar machen, sie f ü h l e n, damit sie heilen können. Nur ein Mensch, der uns wirklich nahe kommt, kann das bewirken. Marianne Williamson: „Das Licht der Liebe ist dazu bestimmt auf die unheimlichen, schmerzenden Aspekte unserer Seele zu scheinen, auf jedes Stück früherer Zerbrochenheit, die unter den Felsen in unserem Herz verborgen liegt. Aber in diesem felsigen Grab liegt auch unsere Energie, Leidenschaft und Lebenskraft. Anscheinend tot, aber doch nur schlafend. Die echte Liebe wird den Felsen wegschieben und unser Herz befreien.“ Kein wirklich Liebender kommt darum herum, sich auf tiefster Ebene mit der eigenen Seele zu konfrontieren. So können viele Gefühle an die Oberfläche kommen, die wir ein Leben lang verdrängt haben: Angst und Panik, Wut, Hass, Eifersucht, Groll oder eine immense Traurigkeit. Denn wer sich für die Liebe öffnet, öffnet sich auch für den Schmerz.

    Jeder von uns wurde in irgendeiner Form verletzt. Vielleicht haben wir als Kind nicht das bekommen, was wir so dringend gebraucht hätten, wurden misshandelt, später unter Umständen betrogen, verlassen und hintergangen. Irgendwann hat sich dann im Unterbewusstsein die Überzeugung festgesetzt: Die enge Beziehung zu einem geliebten Menschen = Schmerz = Vernichtung. In der Folge versuchen wir nun instinktiv Personen und Situationen aus dem Weg zu gehen, die uns an vergangenes Leid erinnern. Das macht aus unserem Leben eine Mischung aus Flucht, Verweigerung und Eiertanz. „Liebesbeziehungen“ sind dann Affären, kurz und bündig, oder durch eine Partnerwahl gekennzeichnet, die echte Nähe von vornherein ausschließt. Damit verweigern wir uns selbst alles, was das Leben mit Zauber füllt: Wärme, Geborgenheit und tiefe Zuneigung. Wenn Sie sich hingegen auf eine wirkliche Liebesbeziehung einlassen, blicken Sie plötzlich genau der Erfahrung ins Gesicht, wegen der Sie sich vor langer Zeit der Liebe verschlossen haben. Jetzt nicht zu fliehen, bedeutet eine echte Chance. Es ist, als ob Amors Pfeil sagen würde: „Bleib stehen. Hier gibt es etwas zu lernen, zu lehren und zu heilen.“ Der ewige Kreislauf von Angst - Schmerz - Flucht, den wir vielleicht schon ein ganzes Leben lang praktizieren, ist zu Ende. Wir haben die Möglichkeit, die schrecklichen Schmerzen zwar noch einmal zu spüren, sie diesmal aber anders zu bewältigen und dann für immer loszulassen."
    (Sabine Standenat - Auszug)

    alles Liebe
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