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    Alt 19.09.2015, 11:45   #1
    vortiessen
     
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    Standard Zählebige Kriegslügen

    Das mit dem Sterben der Wahrheit als erstem Opfer in jedem Krieg ist ja bekannt.
    Andererseits heißt es, Lügen hätten kurze Beine.
    Der 100 Jahre nahezu ungetrübte Mythos der Schlacht um Langemarck (Belgien) belegt jedoch das Gegenteil. Und auch Verlierer können, wie man sieht, nachhaltig Geschichte schreiben, gern auch falsche, die selbst von Historikern, als vermeintlichen Experten verbreitet wird:

    "Der Mythos von Langemarck .... Eine Legende, die in der Weimarer Republik Auftrieb erhielt, während der nationalsozialistischen Herrschaft ihren Höhepunkt erlebte und heute, Hundert Jahre später, noch immer verbreitet ist. So hielt sie sich beispielsweise bis August dieses Jahres auf der Internetseite des Deutschen Historischen Museums. Auch auf den Internetseiten des Deutschlandfunks, des MDR und des NDR wird der Mythos noch teilweise aufgegriffen. Längst ist es Zeit, den Mythos um die Schlacht von Langemarck endgültig ins Reich der Kriegslegenden zu verbannen."
    http://www.faz.net/aktuell/politik/d...-13256715.html
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    Alt 19.09.2015, 13:00   #2
    weingeist
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    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen
    Das mit dem Sterben der Wahrheit als erstem Opfer in jedem Krieg ist ja bekannt.
    Andererseits heißt es, Lügen hätten kurze Beine.
    Der 100 Jahre nahezu ungetrübte Mythos der Schlacht um Langemarck (Belgien) belegt jedoch das Gegenteil. Und auch Verlierer können, wie man sieht, nachhaltig Geschichte schreiben, gern auch falsche, die selbst von Historikern, als vermeintlichen Experten verbreitet wird:

    "Der Mythos von Langemarck .... Eine Legende, die in der Weimarer Republik Auftrieb erhielt, während der nationalsozialistischen Herrschaft ihren Höhepunkt erlebte und heute, Hundert Jahre später, noch immer verbreitet ist. So hielt sie sich beispielsweise bis August dieses Jahres auf der Internetseite des Deutschen Historischen Museums. Auch auf den Internetseiten des Deutschlandfunks, des MDR und des NDR wird der Mythos noch teilweise aufgegriffen. Längst ist es Zeit, den Mythos um die Schlacht von Langemarck endgültig ins Reich der Kriegslegenden zu verbannen."
    http://www.faz.net/aktuell/politik/d...-13256715.html
    Ohne solche durch Propaganda motivierten Lügen, läßt sich ja auch ein Krieg kaum führen. Ein Mittel das auch in moderneren Zeiten perfektioniert wurde.
    Also letztlich ist die Aufdeckung und Richtigstellung dieses Mythos wohl auch höchste Zeit gewesen...
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    Alt 19.09.2015, 18:42   #3
    vortiessen
     
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    Zitat:
    Zitat von rkaub11 Beitrag anzeigen
    ... Im Westen nicht neues als Roman und Filme einfach nur großartig!
    Und 1933 bei der Bücherverbrennung mit dabei.
    Zitat:
    Wenn Kinder und nix anderes waren die den "Glorreichen Heldentod sterben" und das noch glorifiziert wird brauch man kein "Psycho.dok sein um schlicht und ergreifend zu wissen das solche Spinner Spinner sind"!!!
    Das jetzt im Nachhinein salopp so einzuschätzen, ist gewiß leicht.
    Was mich an dieser langbeinigen Lüge so beeindruckt, ist ihre perfekte Instrumentalisierbarkeit für die Erziehung einer ganzen Generation vor allem im 3. Reich. Mit Spinnerei lässt sich das nicht einfach abtun, denke ich.

    Etwas enttäuscht bin ich, daß auch die "Profis" vom Deutschen Museum diese Heldensaga bis voriges Jahr noch so weitergetragen haben. Bei den Medien wundert es mich allerdings nicht.
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    Alt 19.09.2015, 21:40   #4
    vortiessen
     
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    Zitat:
    Zitat von rkaub11 Beitrag anzeigen
    ...Wohlgemerkt ich und meine Vorurteile! Und ich bin eigentlich immer noch eher aus Stahl denn Holz!!! Das Wort Edel wäre wohl zu stark!!!
    Egal, "Zuerst das Material! Dann der Soldat."
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    Alt 20.09.2015, 18:23   #5
    KreuzAs
     
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    Zitat:
    Zitat von vortiessen Beitrag anzeigen

    Etwas enttäuscht bin ich, daß auch die "Profis" vom Deutschen Museum diese Heldensaga bis voriges Jahr noch so weitergetragen haben. Bei den Medien wundert es mich allerdings nicht.
    Ach ja. Hier wird viel verdrängt und wenig oder erst viel zu spät revidiert. Vielleicht liegt das am Nicht-wollen oder es ist einfach nur Faulheit.
    Es gibt auch noch viele Hindenburgstraßen, oder Kasernen die nach Wehrmachtsgenerälen benannt worden und Adolf war bis vor gar nicht so weit entfernten Tagen auch noch Ehrenbürger mancher Stadt in Deutschland. Das sind zumindst bei Letzterem Archivleichen, die irgendwer dann doch mal ausgräbt.
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    Alt 25.09.2015, 20:11   #6
    KreuzAs
     
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    Soweit mir bekannt ist, gibt es keine Straßennamen von noch lebenden Personen, also fällt Schmidt schon mal weg. Zudem ist es immer noch ein großer Unterschied, ob man eine Straße nach einem Leutnant, der später Kanzler wurde benennt, oder einem General, der im letzten Krieg seine Armee verheizt hat. Und bitte nicht das Thema Stauffenberg bringen, das ist ein ganz anderes Ding. Der war Wiederstandskämpfer und hat somit ein Recht auf "seine" Straße.

    Eine Wahrheitskommission wie in SA würde hier schon an den unüberwindlichen Hürden der Bürokratie scheitern. Da würde sicher erst mal 5 Jahre überlegt, wer dieser Kommission angehören dürfte. Da müssten Interessen berücksicht werden, und, und, und...
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    Alt 26.09.2015, 18:12   #7
    KreuzAs
     
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    Habe ich das behauptet? und...

    ...mach ich doch.
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    Alt 07.03.2016, 22:35   #8
    abrakadabra
     
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    Zitat:
    Zitat von KreuzAs Beitrag anzeigen
    Und bitte nicht das Thema Stauffenberg bringen, das ist ein ganz anderes Ding. Der war Wiederstandskämpfer und hat somit ein Recht auf "seine" Straße.
    Was ist mit der Georg Elser-Straße oder Rosa Luxemburg bzw. Sophie Scholl-Straße, ecetera?

    Die haben es wohl mehr verdient erwähnt zu werden als der Nazi Stauffenberg.
    __________________
    Grundsätzlich erkennt man Rechtsextremismus nach Benz schon an vier Indizien:

    1.einem "übersteigerten Nationalgefühl"
    2.an festen Feindbildern
    3.am Glaube an das "Recht des Stärkeren"
    4.und am Anspruch, dass es Menschen unterschiedlicher
    Wertigkeit gibt


    "Die Partei artikuliert Hass und ermöglicht so klaren Rechtsextremismus."
    (Extremismusforscher Wolgang Benz über die AfD)
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    Alt 07.03.2016, 23:21   #9
    red-pike
     
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    red-pike wird schon bald berühmt werdenred-pike wird schon bald berühmt werden
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    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Was ist mit der Georg Elser-Straße oder Rosa Luxemburg bzw. Sophie Scholl-Straße, ecetera?

    Die haben es wohl mehr verdient erwähnt zu werden als der Nazi Stauffenberg.
    Nicht motzen, sondern Kundig machen!http://www.georg-elser-arbeitskreis....s/strassen.htm
    Nur eine kleine Auswahl:
    Sophie Scholl Straße Lampertheim
    Sophie Scholl Straße Haltern
    Sophie Scholl Straße Waldsee
    Sophie Scholl Straße Nordenham
    Sophie Scholl Straße Berlin
    Sophie Scholl Straße Reutlingen
    Sophie Scholl Straße Renningen
    Sophie-Scholl-Straße Dormagen
    Sophie-Scholl-Straße Brühl


    red-pike

    Geändert von red-pike (07.03.2016 um 23:32 Uhr)
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    Alt 08.03.2016, 13:35   #10
    abrakadabra
     
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    abrakadabra wird schon bald berühmt werden
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    Zitat:
    Zitat von red-pike Beitrag anzeigen
    Nicht motzen, sondern Kundig machen!http://www.georg-elser-arbeitskreis....s/strassen.htm
    Nur eine kleine Auswahl:
    Sophie Scholl Straße Lampertheim
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    red-pike
    Im Verhältnis zu der Heldenverehrung des Nazi Stauffenberg ist das zu wenig und unangemessen, denn wenn er Erfolg gehabt hätte, wäre eine Demokratisierung eher unwahrscheinlich geworden, eher wäre das "Führerprinzip" wohl weiterhin etabliert gewesen.
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    Alt 08.03.2016, 16:49   #11
    red-pike
     
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    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Im Verhältnis zu der Heldenverehrung des Nazi Stauffenberg ist das zu wenig und unangemessen, denn wenn er Erfolg gehabt hätte, wäre eine Demokratisierung eher unwahrscheinlich geworden, eher wäre das "Führerprinzip" wohl weiterhin etabliert gewesen.
    Du kannst nicht akzeptieren, dass du mit deiner Meinung auch mal nicht richtig liegst! In Köln habe ich keine Sophie-Scholl-Straßen gefunden! Dass es endlich eine gibt, dafür könntest du dich ja einsetzen!

    red-pike
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    Alt 08.03.2016, 20:23   #12
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    Staufenberg als Nazi zu bezeichnen, ist mit Verlaub, an Dämlichkeit nicht mehr zu überbieten.
    Er war Soldat, der seinem Staat gedient hat, wie jeder andere Offizier auch, seit es Armeen gibt. Nenn ihn meinetwegen einen adligen Berufssoldaten, wie es viele in Deutschland gab. Aber er war ganz bestimmt kein Nazi, oder ein Hetzer, oder Führerergeben bis zum Untergang. Wenn der Putsch geklappt hätte, wollte man Verhandlungen mit den Westallierten zwecks Beendigung des Krieges (zumindest an der Westfront war es angedacht) führen. Er wollte eine übergangsmäßige neue Reichsregierung einsetzen, also nichts mit weitergehendem Führerprinzip.
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    Alt 08.03.2016, 20:45   #13
    Wolfwalk
     
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    Zitat:
    Zitat von KreuzAs Beitrag anzeigen
    Staufenberg als Nazi zu bezeichnen, ist mit Verlaub, an Dämlichkeit nicht mehr zu überbieten.
    Er war Soldat, der seinem Staat gedient hat, wie jeder andere Offizier auch, seit es Armeen gibt. Nenn ihn meinetwegen einen adligen Berufssoldaten, wie es viele in Deutschland gab. Aber er war ganz bestimmt kein Nazi, oder ein Hetzer, oder Führerergeben bis zum Untergang. Wenn der Putsch geklappt hätte, wollte man Verhandlungen mit den Westallierten zwecks Beendigung des Krieges (zumindest an der Westfront war es angedacht) führen. Er wollte eine übergangsmäßige neue Reichsregierung einsetzen, also nichts mit weitergehendem Führerprinzip.
    ..nicht zu vergessen, was er alles gegeben hat, nicht nur sein Auge und die Hand! Der Mann war staatstreu, seinem Dienst und Aufgaben verpflichtet, er war aber kein Nazi in seiner Ideologie! Das waren die, die ihn getötet haben!
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    Geändert von Wolfwalk (08.03.2016 um 20:48 Uhr)
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    Alt 08.03.2016, 21:07   #14
    abrakadabra
     
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    Zitat:
    Zitat von KreuzAs Beitrag anzeigen
    Staufenberg als Nazi zu bezeichnen, ist mit Verlaub, an Dämlichkeit nicht mehr zu überbieten.
    Er war Soldat, der seinem Staat gedient hat, wie jeder andere Offizier auch, seit es Armeen gibt. Nenn ihn meinetwegen einen adligen Berufssoldaten, wie es viele in Deutschland gab. Aber er war ganz bestimmt kein Nazi, oder ein Hetzer, oder Führerergeben bis zum Untergang. Wenn der Putsch geklappt hätte, wollte man Verhandlungen mit den Westallierten zwecks Beendigung des Krieges (zumindest an der Westfront war es angedacht) führen. Er wollte eine übergangsmäßige neue Reichsregierung einsetzen, also nichts mit weitergehendem Führerprinzip.
    Stauffenberg nicht als Nazi zu bezeichnen, ist mit Verlaub, an Dämlichkeit nicht mehr zu überbieten und auch geschichtsklitternd:

    Zitat:
    Er war „ein glühender Patriot, ein leidenschaftlicher deutscher Nationalist“[3] und sympathisierte zunächst mit den nationalistischen und revisionistischen Aspekten des Nationalsozialismus, bevor er den verbrecherischen Charakter des nationalsozialistischen Regimes erkannte und auch wegen der Aussichtslosigkeit der militärischen Gesamtlage des Deutschen Reiches zum aktiven Widerstand fand.https://de.wikipedia.org/wiki/Claus_...n_Stauffenberg
    Zitat:
    Stauffenberg begrüßte die Wahl Hindenburgs zum Reichspräsidenten (April 1932) und die Ernennung ******s zum Reichskanzler (30. Januar 1933). Auch wenn er SA-Männer für Pöbel hielt, stand er dem Nationalsozialismus nah und verehrte ******.http://www.dieterwunderlich.de/Claus...auffenberg.htm
    Zitat:
    „Der Gedanke des Führertums […] verbunden mit dem einer Volksgemeinschaft, der Grundsatz ‚Gemeinnutz geht vor Eigennutz‘ und der Kampf gegen die Korruption, der Kampf gegen den Geist der Großstädte, der Rassengedanke und der Wille zu einer neuen deutschbestimmten Rechtsordnung erscheinen uns gesund und zukunftsträchtig.“

    – Claus Schenk Graf von Stauffenberg[7]


    Dieses Zitat widerspricht somit jeglicher Aussage von Dir. Die Tatsache das er als Offizier aufgrund der Erkenntnis den Krieg verloren zu haben, die Felle des Nationalsozialismus schwinden sah, widerspricht dem keineswegs, sondern belegt nur, das er H i t l e r nicht mehr ergeben war. Niemand wäre außerdem in den Generalsstab aufgenommen worden, der nicht bekennender Nazi war.
    Eine neue Reichsregierung zum Übergang zu gründen um dann mit den Alliierten zu verhandeln nach dem Tode des Gröfaz auch nicht.

    Das jemand "nur" Soldat war, angeblich "nur" Befehle ausgeführt und seine angebliche "Pflicht" geleistet hat, ist eine beliebte Ausrede vieler ehemaliger Soldaten niedriger und höherer Ränge gewesen um Taten zu relativieren oder zu begründen und umso mehr falsch und scheinheilig, da es nur die Verantwortung dafür negieren soll (te). Es mag sein, das Stauffenberg angewidert war von der Brutalität und der Barbarei begangen an gewissen Volksgruppen und Minderheiten, bezeichnend ist es nur, das diese Einsicht erst kam, als der Krieg bereits als verloren galt.
    Zugute halten kann man ihm eine gewisse Einsicht der Barbarei und das er aus diesen Motiven versuchte H i t l e r zu beseitigen und zu putschen, aber letztlich ist er eine überbewertete Heldenfigur im Gegensatz zu Elser, Scholl und Anderen.
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    Geändert von abrakadabra (08.03.2016 um 21:14 Uhr)
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    Alt 08.03.2016, 21:15   #15
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    @Abra,

    Claus Schenk Graf von Stauffenberg wurde hingerichtet! DU, genau wie alle hier, kennen weder den Mann, noch seine Gedanken und Ziele.
    Du kannst Dich natürlich Wiki und Co. bedienen oder einfach auch mal die Biografie lesen oder den Film gucken. Stauffenberg war kein Nazi, er wollte, wohl wissentlich, Deutschland vor dem Allerschlimmsten bewahren und das hätte er auch getan! Er hatte einen Plan, der nicht aufging. Wenn er aufgegangen wäre, wären etliche 100.000 Menschen nicht im Kriegswirren gestorben. DAS hätte erstmal gezählt. Und die extremen Kollateralschäden in den letzten Monaten ebenfalls.

    Was er selbst vor hatte oder daraus hätte machen können, steht überhaupt nicht zur Debatte. Das ist ungeschriebene Geschichte.
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    Geändert von Wolfwalk (08.03.2016 um 21:17 Uhr)
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    Alt 08.03.2016, 21:23   #16
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    Zitat:
    Zitat von Wolfwalk Beitrag anzeigen
    @Abra,

    Claus Schenk Graf von Stauffenberg wurde hingerichtet! DU, genau wie alle hier, kennen weder den Mann, noch seine Gedanken und Ziele.
    Du kannst Dich natürlich Wiki und Co. bedienen oder einfach auch mal die Biografie lesen oder den Film gucken. Stauffenberg war kein Nazi, er wollte, wohl wissentlich, Deutschland vor dem Allerschlimmsten bewahren und das hätte er auch getan! Er hatte einen Plan, der nicht aufging. Wenn er aufgegangen wäre, wären etliche 100.000 Menschen nicht im Kriegswirren gestorben. DAS hätte erstmal gezählt. Und die extremen Kollateralschäden in den letzten Moanten ebenfalls.

    Was er selbst vorhatte oder daraus hätte machen können, steht überhaupt nicht zur Debatte.
    Mit Verlaub, andere wurden auch hingerichtet. Übrig bleibt der Fakt das er glühender Verehrer H i t l e r s war, im Generalstab und auch bekennender Nazi, was aus Zitaten von ihm klar hervorgeht.
    Ob es ihm wirklich um "Deutschland" ging ist nicht belegbar, genauso, das es ihm um die Menschen ging, die in den nachfolgenden Kriegswirren noch hätten gerettet werden können, vielleicht waren auch eigene Interessen maßgeblich, die ihn putschen ließen. Das ist nicht eindeutig widerlegbar oder belegbar.
    Das er Nazi war, somit sehr wohl.
    Er wurde sehr stark romantisiert und zu einem Helden stilisiert, der er vermutlich eben nicht war.
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    Alt 08.03.2016, 21:24   #17
    Wolfwalk
     
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    Vermutungen, ganz genau!
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    Alt 08.03.2016, 21:31   #18
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    Zitat:
    Zitat von Wolfwalk Beitrag anzeigen
    Vermutungen, ganz genau!
    Vermutungen über seine wahren Intentionen im Putsch ja.

    Seine wahre politische Gesinnung offenbarte er aber eindeutig hier: (nochmal nur für Dich das Originalzitat von Stauffenberg über den Nationalsozialismus)

    Zitat:
    „Der Gedanke des Führertums […] verbunden mit dem einer Volksgemeinschaft, der Grundsatz ‚Gemeinnutz geht vor Eigennutz‘ und der Kampf gegen die Korruption, der Kampf gegen den Geist der Großstädte, der Rassengedanke und der Wille zu einer neuen deutschbestimmten Rechtsordnung erscheinen uns gesund und zukunftsträchtig.“

    – Claus Schenk Graf von Stauffenberg
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    Alt 08.03.2016, 21:33   #19
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    Brauche ich nicht! Stauffenberg hat Dinge gesagt und Dinge getan.
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    Alt 08.03.2016, 21:46   #20
    abrakadabra
     
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    abrakadabra wird schon bald berühmt werden
    Standard

    Zitat:
    Zitat von Wolfwalk Beitrag anzeigen
    Brauche ich nicht! Stauffenberg hat Dinge gesagt und Dinge getan.
    Deine Meinung ist eine Meinung. Meine ist Meine.
    Du kannst Deine aber nicht belegen, ich meine schon und habe es getan, Du nicht.
    __________________
    Grundsätzlich erkennt man Rechtsextremismus nach Benz schon an vier Indizien:

    1.einem "übersteigerten Nationalgefühl"
    2.an festen Feindbildern
    3.am Glaube an das "Recht des Stärkeren"
    4.und am Anspruch, dass es Menschen unterschiedlicher
    Wertigkeit gibt


    "Die Partei artikuliert Hass und ermöglicht so klaren Rechtsextremismus."
    (Extremismusforscher Wolgang Benz über die AfD)
    abrakadabra ist offline   Mit Zitat antworten
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