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    Alt 16.01.2015, 07:07   #4821
    detektiv3
     
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    Endlich haben es die Euro Währungshüter geschafft. Die Gemeinschaftswährung befindet sich im freien Fall.
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    Achtung, sie verlassen trollfreies Gebiet.
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    Alt 16.01.2015, 13:08   #4822
    cyrano35
     
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    Einen kleinen Erfolg konnten die TTIP-Gegner nunmehr erzielen: Die Einrichtung von Schiedsgerichten wird vorerst aus den Verhandlungen herausgenommen. Da diese Aspekte aber nur auf Eis gelegt werden, ist zu befürchten, dass es sich um eine reine Verzögerungstaktik handelt, damit sich der Wind legen und man weitermachen kann – natürlich wie bisher ohne Transparenz, denn für die Europäische Kommission sind die Schiedsgerichte ohne große Abstriche offenbar beschlossene Sache.

    Über die Möglichkeit, einen internationalen Gerichtshof einzurichten, der rechtsstaatlichen Prinzipien gehorcht, transparent verhandelt und urteilt, will offenbar bei den hohen Damen und Herren niemand auch nur nachdenken.
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    Geändert von cyrano35 (16.01.2015 um 13:12 Uhr) Grund: Linkkorrektur
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    Alt 16.01.2015, 17:28   #4823
    cyrano35
     
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    Gegen Investorenschutz ist per se nichts einzuwenden, denn schließlich können sich nicht nur Konzerne daneben benehmen, sondern auch Regierungen. Offenbar befürchten Konzernlenker aber, dass sie vor ordentlichen Gerichten schlechter wegkommen könnten als vor diesen ominösen Schiedsgerichten, welche kaum ein Kriterium eines ordentlichen Gerichts erfüllen.

    Es ist auch überaus bemerkenswert, mit welcher Verve sich die schwedische EU-Kommissarin Malmström für die gesamte Geheimnistuerei einsetzt. Wenn sie schon nicht die EU-Bürger und Verbraucher vertritt, so doch wenigstens die EU-Staaten oder -Regierungen, sollte man meinen. Angesichts bekannt gewordener Schoten wie der um Martin Bangemann sollte es indes nicht verwundern, wenn sie nach ihrer Laufbahn in der EU-Kommission als "Beraterin" bei einem jener Konzerne ordentlich Geld einstreicht, welche von ihrem persönlichen Einsatz profitiert haben.
    __________________
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    Alt 17.01.2015, 06:44   #4824
    schimpanse2
     
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    TTIP ist ein wichtiges Thema und hat natürlich mit der EU zu tun.

    Aktuell sehr wichtig ist, dass die Schweizer Nationalbank die Euro-Koppelung des Schweizer Franken aufgegeben hat. Die dadurch entstandene zusätzliche Euro-Schwäche dürfte sich für die deutsche Industrie, Arbeitsplätze in Deutschland und Europa, das Wirtschaftswachstum und auch auf die Gehaltsentwicklung positiv
    auswirken.
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    Alt 17.01.2015, 09:13   #4825
    vortiessen
     
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    Zitat:
    Zitat von schimpanse2 Beitrag anzeigen
    TTIP ist ein wichtiges Thema und hat natürlich mit der EU zu tun.
    Du meinst gar, es könnte uns am Ende alle etwas angehen?
    Warum erst am Ende und nicht schon während seines Zustandekommens?
    Und warum bei dieser Wichtigkeit und sich abzeichnenden Tragweite dann Verhandlungen hinter verschlossenen Türen, Abschottung sogar vor EU-Parlamentariern, Verwässerung und Falschbewertung, um TTIP schmackhaft zu machen?
    Zitat:
    ... Die dadurch entstandene zusätzliche Euro-Schwäche dürfte sich für die deutsche Industrie, Arbeitsplätze in Deutschland und Europa, das Wirtschaftswachstum und auch auf die Gehaltsentwicklung positiv ...
    Ich bin schon richtig spitz auf die nächste Abwertung.
    Je wertloser das Geld, desto besser geht es mir.
    Ich kriege ganz verträumte Augen, wenn ich an 1929 denke.
    Wenn doch da bloß nicht diese Lieferungen aus diesem blöden Nicht-Euro-Ausland wären, die plötzlich so anziehen.
    vortiessen ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 17.01.2015, 12:54   #4826
    schimpanse2
     
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    @vortiessen

    Zitat:
    Ich bin schon richtig spitz auf die nächste Abwertung.
    Je wertloser das Geld, desto besser geht es mir.
    Ich kriege ganz verträumte Augen, wenn ich an 1929 denke.

    Die Große WW-Krise hat mit unserer heutigen Situation kaum Gemeinsamkeiten.

    Eine Hyperinflation ist ebenfalls weit und breit in der Euro-Zone auch nicht in Sicht.

    Der Euro verlor z.B. zum US-Dollar und einzelnen anderen Währungen, doch über alle Währungen hinweg ist er dennoch relativ stabil. Das kann sich ändern, aber darüber brauchen wir hier jetzt nicht zu spekulieren.



    Zitat:
    Wenn doch da bloß nicht diese Lieferungen aus diesem blöden Nicht-Euro-Ausland wären, die plötzlich so anziehen.
    Die können nur dann anziehen, wenn bei uns die Nachfrage brummt. Doch ist das so? Doch wohl eher nicht, denn ein billigerer Euro fördert die Exporte europäischer Produkte, nicht aber die Importe.

    Umgekehrt kann die Euro-Zone den günstigeren Euro für eine Erhöhung ihrer Weltmarktanteile gebrauchen. Auch für Deutschlands Exportindustrie ist es von Nutzen, dass sie die Kosten meist in Euro bezahlt, aber viele Erlöse in US-Dollar generiert werden.
    schimpanse2 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 17.01.2015, 13:11   #4827
    detektiv3
     
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    Zitat:
    Zitat von schimpanse2 Beitrag anzeigen
    @vortiessen

    Die Große WW-Krise hat mit unserer heutigen Situation kaum Gemeinsamkeiten.

    Eine Hyperinflation ist ebenfalls weit und breit in der Euro-Zone auch nicht in Sicht.

    Der Euro verlor z.B. zum US-Dollar und einzelnen anderen Währungen, doch über alle Währungen hinweg ist er dennoch relativ stabil. Das kann sich ändern, aber darüber brauchen wir hier jetzt nicht zu spekulieren.

    Die können nur dann anziehen, wenn bei uns die Nachfrage brummt. Doch ist das so? Doch wohl eher nicht, denn ein billigerer Euro fördert die Exporte europäischer Produkte, nicht aber die Importe.

    Umgekehrt kann die Euro-Zone den günstigeren Euro für eine Erhöhung ihrer Weltmarktanteile gebrauchen. Auch für Deutschlands Exportindustrie ist es von Nutzen, dass sie die Kosten meist in Euro bezahlt, aber viele Erlöse in US-Dollar generiert werden.

    Die Eurozone hat allerdings ein grundsätzliches Problem: Rohstoffe wie Öl, Gas, Kohle, Eisenerze, usw.

    Auch gibt es eine "europäische Wirtschaft" nicht, sondern nach wie vor nationale Volkswirtschaften.


    Wenn also der Dollar die weltweite Leitwährung ist u nd der Euro dagegen an Wert verliert, müssen zwangsläufig negative Auswirkungen auf die Binnenwirtschaft folgen.

    Die Inflation wird anziehen. Das beabsichtigt die EZB seit langer Zeit.

    Nachdem die fallenden Ölpreise der EZB einen Strich durch die Rechnung machte, hat die EZB jetzt beschlossen, die Märkte durch Inzestgeschäfte zu destabilisieren.

    Die EZB- Politik des Aufkaufens von Staatsanleihen kaputter Euro- Länder war zu guter Letzt der Auslöser, weswegen die Schweiz das Spiel Euro- Stützung durch Franken- Kopplung sowie massenhafte Eruo- Ankläufe nicht mehr mitspielt und wohl auch nicht länger mitspielen kann.


    Mit der Aufhebung der Franken- Euro- Kopplung begann das Abrutschen des Euro.

    Gut, wir können uns natürlich damit beruhigen, dass der EURO zum Dollar schon mal tiefer lag.


    Die von Dir erhofften Lohnzuwächse werden wohl kaum unmittelbar mit dem Fallen des Euro- Wertes und dem Anziehen der Inflation und schon garnicht freiwillig über die Arbeitnehmer hereinbrechen. Das wäre ein Novum in der Geschichte des Kapitalismus.
    detektiv3 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 17.01.2015, 13:29   #4828
    vortiessen
     
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    Zitat:
    Zitat von schimpanse2 Beitrag anzeigen
    ...Die können nur dann anziehen, wenn bei uns die Nachfrage brummt. Doch ist das so? Doch wohl eher nicht, denn ein billigerer Euro fördert die Exporte europäischer Produkte, nicht aber die Importe.
    Mit "anziehen" war zunächst der Preis gemeint. Es gibt etliche Produkte auch im Lebensmitteldiscounter, die das deutlichst widerspiegeln.
    Daß in der Folge die "Kauflaune" für solche Sachen und damit die Nachfrage dann sinken werden, steht auf einem anderen Blatt.
    Damit ist klar: Mein schwächelnder Euro ist keinesfalls ein Segen. Und vom höheren Exportgeschäft meines "Arbeitgebers" fällt für mich i.d.R. nichts ab, weil ich mich nicht erinnern kann, wann er freiwillig von sich aus mal eine Lohnerhöhung zur Teilung des Unternehmenserfolges angeboten hätte.
    Eine nun endlich einsetzende Reallohnsteigerung wird bei anhaltendem Kursverfall des Euro nur eine kurzzeitige sein, ein Strohfeuer, das manchen blenden und ihn die weiteren Folgen nicht sehen lassen mag.
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    Alt 17.01.2015, 13:38   #4829
    detektiv3
     
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    Eventuell sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass die deutsche Volkswirtschaft nicht nur Erlöse aus dem Export generiert.

    Die wechselkursbedingt steigenden Rohstoffpreise treiben unweigerlich die Binnenmarktpreise nach oben und können nicht durch Lohnerhöhungen ausgeglichen werden, die die Teuerung nicht ausgleichen und wenn überhaupt, erst verspätet an die Arbeitnehmer ausgereicht werden.

    Darüberhinaus müssen zwangsläufig auch die Preise für Vorprodukte, Zulieferprodukte uvm. im Binnenhandel der Unternehmen untereinander anziehen.
    Das drückt folglich die Erlöse derer, die das Fertigprodukt exportieren.
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    Alt 17.01.2015, 13:52   #4830
    cyrano35
     
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    Zitat:
    Zitat von detektiv3 Beitrag anzeigen
    Die wechselkursbedingt steigenden Rohstoffpreise treiben unweigerlich die Binnenmarktpreise nach oben und können nicht durch Lohnerhöhungen ausgeglichen werden, die die Teuerung nicht ausgleichen und wenn überhaupt, erst verspätet an die Arbeitnehmer ausgereicht werden.
    Durch die global niedrigen Öl- und Gaspreise tritt aber genau dieser Effekt nicht ein. Schön für alle, die was gegen horrende Inflation haben; für die Draghis dieser Welt ist es natürlich schlecht.
    __________________
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    Alt 17.01.2015, 14:00   #4831
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    @detektiv3

    Zitat:
    Die Eurozone hat allerdings ein grundsätzliches Problem: Rohstoffe wie Öl, Gas, Kohle, Eisenerze, usw.
    Was meinst du damit, werden die nicht geliefert, oder sind sie billig wie schon lange nicht mehr geworden?

    Zitat:
    Auch gibt es eine "europäische Wirtschaft" nicht, sondern nach wie vor nationale Volkswirtschaften.
    Das ist bekannt, doch deine Schlussfolgerungen sind unrichtig. Wir haben z.B. keine Fiskalunion, doch die einzelnen Unternehmen der nationalen Volkswirtschaften müssen eben in ihrem Markt, konkret im Markt außerhalb der Eurozone punkten können.


    Zitat:
    Wenn also der Dollar die weltweite Leitwährung ist u nd der Euro dagegen an Wert verliert, müssen zwangsläufig negative Auswirkungen auf die Binnenwirtschaft folgen.

    Irrtum. Wenn die Produkte des Binnenmarktes gegen teurer gewordene Importe Marktanteile gewinnen (dabei hilft der günstigere Euro), dann belebt das den Binnenmarkt. Außerdem (das hatte ich oben bereits geschrieben) erleichtert es den Unternehmen aus der Euro-Zone heraus zu exportieren und dadurch Einkommen im Binnensektor zu schaffen, da die Beschäftigung begünstigt wird.

    Zitat:
    Die Inflation wird anziehen. Das beabsichtigt die EZB seit langer Zeit.

    Nachdem die fallenden Ölpreise der EZB einen Strich durch die Rechnung machte, hat die EZB jetzt beschlossen, die Märkte durch Inzestgeschäfte zu destabilisieren.
    Nu ja, die EZB hatte massive Markteingriffe vorgenommen, obwohl sie die Preise eigentlich am Markt bilden sollten...

    Zitat:
    Die EZB- Politik des Aufkaufens von Staatsanleihen kaputter Euro- Länder war zu guter Letzt der Auslöser, weswegen die Schweiz das Spiel Euro- Stützung durch Franken- Kopplung sowie massenhafte Eruo- Ankläufe nicht mehr mitspielt und wohl auch nicht länger mitspielen kann.
    Die EZB kaufte die Anleihen der Bonitätsschwachen Länder auf, während die Schweiz ihrerseits m.W. nur Bundesanleihen erworben hatte. Die Schweizer haben jetzt die Notbremse gezogen, hätten aber vielleicht besser in Stufen umstellen sollen.

    Zitat:
    Mit der Aufhebung der Franken- Euro- Kopplung begann das Abrutschen des Euro.
    Die Märkte haben wohl übertrieben. Es würde aber ganz anders aussehen, sollten auch andere Gläubiger aus dem Dollar fliehen. Dann müsste die EZB ihre Politik ändern und gegenhalten.


    Zitat:
    Gut, wir können uns natürlich damit beruhigen, dass der EURO zum Dollar schon mal tiefer lag.
    Ich bin kein Anhänger des Euro, doch die Dollarstärke ist eine Stärke der USA, mehr als eine Schwäche des Euro. Das hohe Wirtschaftswachstum der USA, die Aussicht auf Zinsanhebungen duch die FED begründen den Wertgewinn des Dollars.


    Zitat:
    Die von Dir erhofften Lohnzuwächse werden wohl kaum unmittelbar mit dem Fallen des Euro- Wertes und dem Anziehen der Inflation und schon garnicht freiwillig über die Arbeitnehmer hereinbrechen. Das wäre ein Novum in der Geschichte des Kapitalismus.

    Der Arbeitsmarkt erzwingt hohe Reallohnzuwächse. Dies wurde aktuell auch von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung bestätigt.
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    Alt 17.01.2015, 14:12   #4832
    detektiv3
     
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    Zitat:
    Zitat von cyrano35 Beitrag anzeigen
    Durch die global niedrigen Öl- und Gaspreise tritt aber genau dieser Effekt nicht ein. Schön für alle, die was gegen horrende Inflation haben; für die Draghis dieser Welt ist es natürlich schlecht.

    Wenn die Öl- und Gaspreise (und Preise für sonstige Rohstoffe) in dem Maße fallen, wie der Euro zur $-Leitwährung, dann hast du recht.

    Was die Zukunft bringt, muss abgewartet werden.
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    Alt 17.01.2015, 14:18   #4833
    schimpanse2
     
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    @vortiessen;4209357

    Zitat:
    Mit "anziehen" war zunächst der Preis gemeint.

    Ich hatte vermutet, dass du das gemeint hattest, obwohl du das unpräzise ausdrückt hast.


    Zitat:
    Es gibt etliche Produkte auch im Lebensmitteldiscounter, die das deutlichst widerspiegeln.

    Einzelbeispiele ergeben keine repräsentative Preiserhebung. Da könntest du konkrete Statistiken bemühen, um deine Ansicht zu widerlegen.


    Zitat:
    Daß in der Folge die "Kauflaune" für solche Sachen und damit die Nachfrage dann sinken werden, steht auf einem anderen Blatt.
    Ich möchte nicht raten müssen, was du damit konkret sagen wolltest.


    Zitat:
    Damit ist klar: Mein schwächelnder Euro ist keinesfalls ein Segen.
    Schön wäre es, wenn der Euro aus einer Position der wirtschaftlichen Stärke heraus eine gute Entwicklung nehmen würde. So, wie er konstruiert ist, ist aber eine Schwäche der Währung vom Prinzip her angelegt (was von der Politik alledings genau umgekehrt verkauft wurde, als man für die Euro-Einführung geworben hatte). Jetzt gilt es, die sich durch den schwachen Euro ergebenden Chancen zu nutzen. Wenn du bessere Vorschläge hast, lasse es mich bitte wissen.

    Zitat:
    Und vom höheren Exportgeschäft meines "Arbeitgebers" fällt für mich i.d.R. nichts ab, weil ich mich nicht erinnern kann, wann er freiwillig von sich aus mal eine Lohnerhöhung zur Teilung des Unternehmenserfolges angeboten hätte.
    Eine nun endlich einsetzende Reallohnsteigerung wird bei anhaltendem Kursverfall des Euro nur eine kurzzeitige sein, ein Strohfeuer, das manchen blenden und ihn die weiteren Folgen nicht sehen lassen mag.

    Für den Arbeitsmarkt ist ein schwächerer Euro zunächst mal etwas positives. Ob dadruch wirklich ein wirtschaftliches Strohfeuer angefacht wird, bleibt abzuwarten. Günstigere Herstellungskosten, welche nicht durch Lohnverzicht, sondern durch eine günstigere Währung bewirkt werden, sind doch für die AN eher von Vorteil, stimmts?
    schimpanse2 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 17.01.2015, 14:22   #4834
    schimpanse2
     
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    Zitat:
    Zitat von detektiv3 Beitrag anzeigen
    Wenn die Öl- und Gaspreise (und Preise für sonstige Rohstoffe) in dem Maße fallen, wie der Euro zur $-Leitwährung, dann hast du recht.

    Was die Zukunft bringt, muss abgewartet werden.

    Selbst dann, wenn die Preise wieder ansteigen werden/sollten, hängt es von den Substitutionseffekten ab, ob Wirtschaft und Verbraucher dann überhaupt über Gebühr belastet würden.
    schimpanse2 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 17.01.2015, 14:22   #4835
    detektiv3
     
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    Das kommt heraus, wenn jemand meint, er müßte Satz für Satz ohne Rücksicht auf Zusammenhänge kommentieren :

    Zitat:
    Zitat von schimpanse2 Beitrag anzeigen
    @detektiv3
    Was meinst du damit, werden die nicht geliefert, oder sind sie billig wie schon lange nicht mehr geworden?
    ist weiter unten im Text ersichtlich. Verteuerung wegen Kursverluste zur Leitwährung.

    Zitat:
    Zitat von schimpanse2 Beitrag anzeigen
    Das ist bekannt, doch deine Schlussfolgerungen sind unrichtig. Wir haben z.B. keine Fiskalunion, doch die einzelnen Unternehmen der nationalen Volkswirtschaften müssen eben in ihrem Markt, konkret im Markt außerhalb der Eurozone punkten können.
    müssen punkten können, aha. und weiter?
    Von Fiskalunion habe ich nichts geschrieben, sondern von nationalen Volkswirtschaften.
    Haben wir nationale Volkswirtschaften oder nicht?


    Zitat:
    Zitat von schimpanse2 Beitrag anzeigen
    Irrtum. Wenn die Produkte des Binnenmarktes gegen teurer gewordene Importe Marktanteile gewinnen (dabei hilft der günstigere Euro), dann belebt das den Binnenmarkt. Außerdem (das hatte ich oben bereits geschrieben) erleichtert es den Unternehmen aus der Euro-Zone heraus zu exportieren und dadurch Einkommen im Binnensektor zu schaffen, da die Beschäftigung begünstigt wird.
    Welche Binnen- Produkte sollen das denn sein?
    an der Luft getrocknete Lehmziegel, Sandkastensand oder was schwebt Dir so vor an Produkten, die ohne Rohstoffimport auskommen?


    Zitat:
    Zitat von schimpanse2 Beitrag anzeigen
    Nu ja, die EZB hatte massive Markteingriffe vorgenommen, obwohl sie die Preise eigentlich am Markt bilden sollten...
    Die EZB kaufte die Anleihen der Bonitätsschwachen Länder auf, während die Schweiz ihrerseits m.W. nur Bundesanleihen erworben hatte. Die Schweizer haben jetzt die Notbremse gezogen, hätten aber vielleicht besser in Stufen umstellen sollen.
    Die Märkte haben wohl übertrieben. Es würde aber ganz anders aussehen, sollten auch andere Gläubiger aus dem Dollar fliehen. Dann müsste die EZB ihre Politik ändern und gegenhalten.
    n.K.

    Zitat:
    Zitat von schimpanse2 Beitrag anzeigen
    Ich bin kein Anhänger des Euro, doch die Dollarstärke ist eine Stärke der USA, mehr als eine Schwäche des Euro. Das hohe Wirtschaftswachstum der USA, die Aussicht auf Zinsanhebungen duch die FED begründen den Wertgewinn des Dollars.
    ach und der Dollar ist just in dem Moment so viel wertvoller geworden, als die Schweizer die Euro- Kopplung aufgehoben haben?



    Zitat:
    Zitat von schimpanse2 Beitrag anzeigen
    Der Arbeitsmarkt erzwingt hohe Reallohnzuwächse. Dies wurde aktuell auch von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung bestätigt.
    Genausogut hättest Du schreiben können, nachts ist es zwangsweise dunkler als am Tage.

    Nur kann sich der Mensch auf den Tag- Nacht- Wechsel verlassen, der kommt gewiss und pünktlich.

    Mit Reallohnzuwächsen verhält es sich da erfahrungsgemäß anders.
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    Alt 17.01.2015, 14:38   #4836
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    Zitat:
    Zitat von detektiv3 Beitrag anzeigen
    Was die Zukunft bringt, muss abgewartet werden.
    Langfristig werden die Preise sicherlich wieder steigen. Die durch Fracking zu gewinnenden Gas- und Ölvorkommen in den USA werden nicht ewig reichen; darüber hinaus ist Fracking zurzeit ein Verlustgeschäft; auf Dauer verlieren die Betreiber die Lust daran. Um die globale Konjunktur steht es zurzeit auch nicht gerade zum Besten. Zieht sie wieder an, und sinkt das Angebot, geht es steil aufwärts mit den Preisen. Dann kriegt der Italiener in der EZB endlich, was er haben wollte.
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    Alt 18.01.2015, 06:11   #4837
    schimpanse2
     
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    Viele Kommunen in Deutschland haben sich mit Fremdwährungsanleihen verspekuliert.

    Meine Vermutung geht weiter. Ich nehme an, dass sich auch zahlreiche Immobilieninvestoren und "Häuslebauer" mit Fremdwährungskrediten verhoben hatten.

    Auch das beliebte Spielchen mit Hypothekenkrediten in Yen kann total ins Auge gehen, wenn man die Einkünfte in Euro hat.

    http://www.nzz.ch/wirtschaft/deutsch...ich-1.18462944

    http://www.derwesten.de/nrz/staedte/...d10240892.html
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    Alt 18.01.2015, 07:30   #4838
    schimpanse2
     
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    @detektiv3;4209397]

    Zitat:
    Von Fiskalunion habe ich nichts geschrieben, sondern von nationalen Volkswirtschaften.
    Das war mir klar, damit hättest du dich auch überfordert.


    Zitat:
    Welche Binnen- Produkte sollen das denn sein?
    an der Luft getrocknete Lehmziegel, Sandkastensand oder was schwebt Dir so vor an Produkten, die ohne Rohstoffimport auskommen?

    Unsinn. Auch unser Wettbewerb ist in der Regel nicht autark und von Importen abhängig. Ausserdem sind fast sämtliche Rohstoffe am Markt aktuell deutlich verbilligt worden. Oder ist dir gegenteiiges von unseren japanischen, koreanischen, schweizerischen, usw. Konkurrenten bekannt?




    Zitat:
    Mit Reallohnzuwächsen verhält es sich da erfahrungsgemäß anders.
    ...und das ist gut so. Starre Lohnkostenerhöhungen würden sowohl der Volkswirtschaft, als auch in der Folge den AN selbst schaden.
    schimpanse2 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 18.01.2015, 18:20   #4839
    detektiv3
     
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    Warten wir die Entwicklung der Rohstoffpreise im Verhältnis zum Euro ab. Immerhin ist die Euro- Tahlfahrt erst drei Tage her. Meine Prognose: spätestens in der kommenden Woche zeigen sich die Auswirkungen des Euro- Wertverlustes auf den internationalen Rohstoffmärkten.
    detektiv3 ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 18.01.2015, 19:53   #4840
    cyrano35
     
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    Zitat:
    Zitat von detektiv3 Beitrag anzeigen
    Warten wir die Entwicklung der Rohstoffpreise im Verhältnis zum Euro ab. Immerhin ist die Euro- Tahlfahrt erst drei Tage her.
    Wie kommst du denn auf die Idee? Ein simpler Euro-Dollar-Chart zeigt, dass der Euro schon seit geraumer Zeit gegenüber der "Weltwährung" an Wert verliert. Was vor ein paar Tagen erfolgt ist, war lediglich die Abkopplung des Schweizer Franken vom Euro. Sonderlich reingehauen hat das nicht. Warum sollte es auch?

    Zitat:
    Meine Prognose: spätestens in der kommenden Woche zeigen sich die Auswirkungen des Euro- Wertverlustes auf den internationalen Rohstoffmärkten.
    Inwiefern konkret?
    __________________
    <<Chleudert den Purschen zu Poden!>>
    cyrano35 ist offline   Mit Zitat antworten
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