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    Alt 12.06.2016, 17:57   #1
    flitzblitz
     
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    Standard Immobilienpreis Entwicklung

    1. Wie seht Ihr die weitere Entwicklung der Immobilienpreise (Gebrauchtimmobilien) in den B Lagen wie Münster, Nürnberg oder Göttingen in den nächsten 5 Jahren: höher oder tiefer als aktuell?
    2. Die Zinsen sollen ja noch zwei, drei Jahr sehr niedrig bleiben (laut EZB). Allerdings könnten die Finanzmärkte crashen. Keiner kann eigentlich abschätzen, wie sich die Immobilienpreise dann verhalten würden. Auch abschmieren oder als sicherer Hafen weiter zulegen?
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    Alt 15.06.2016, 23:13   #2
    LittleThought
     
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    Normalerweise ist der Wert einer Immobilie abhängig von dem durch sie zu erwirtschaftendem Ertrag. Dies gilt auch jetzt noch für einen großen Teil des deutschen Immobilienmarktes. Es gibt aber an einzelnen Stellen Spekulationsblasen. München, Frankfurt und Hamburg gehören wohl jeweils als Ganzes zu einer solchen Spekulationsblase aber in den meisten anderen Städten ist die Flächenausdehnung derartiger Spekulationsblasen eher gering.
    Der Deutsche Immobilienmarkt ist als Ganzes zwar ständig leicht steigend aber nicht überhitzt reagierend. Allerdings steigen die Immobilienpreise stärker als die Einkommen. Unabhängig von äußeren Einflüssen muss dies langfristig zu einem Crash führen.
    Wertstabil sind Objekte, bei denen Ertrag, Kaufpreis, und die Einkommen der Umgebung in gleichem Maße steigen. Ein derartiger Zustand wird auch von der Politik angestrebt, weil eine vollständige Preisstabilität immer auch die Gefahr einer Deflation in sich birgt, die dann nicht mehr beherrscht werden kann.

    Regel: Wer große Gewinne machen möchte, muss große Risiken in Kauf nehmen.

    Gruß von LittleThought.
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    Alt 21.06.2016, 17:22   #3
    Alpha_Tom
     
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    Zitat:
    Zitat von flitzblitz Beitrag anzeigen
    1. Wie seht Ihr die weitere Entwicklung der Immobilienpreise (Gebrauchtimmobilien) in den B Lagen wie Münster, Nürnberg oder Göttingen in den nächsten 5 Jahren: höher oder tiefer als aktuell?
    2. Die Zinsen sollen ja noch zwei, drei Jahr sehr niedrig bleiben (laut EZB). Allerdings könnten die Finanzmärkte crashen. Keiner kann eigentlich abschätzen, wie sich die Immobilienpreise dann verhalten würden. Auch abschmieren oder als sicherer Hafen weiter zulegen?
    Da die Preise in A Städten seit 2011 um ca. 40 % gestiegen sind und viele Investoren auf B Städte umgestiegen sind haben diese innerhalb von fünf Jahren auch hohe Steigerungen hingelegt.

    Wichtig ist: Immobilien verlieren jährlich an wert. Irgendwann kommt der Zeitpunkt wo keine Käufer mehr da sind, weil die alten Häuser keiner mehr haben möchte.
    Da wir uns bereits in einer Blase befinden ist es eine gute Frage ob noch ein bisschen Luft im Ballon Platz hat oder nicht...
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    Alt 22.06.2016, 21:36   #4
    LittleThought
     
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    Zitat:
    Zitat von Alpha_Tom Beitrag anzeigen
    Da die Preise in A Städten seit 2011 um ca. 40 % gestiegen sind und viele Investoren auf B Städte umgestiegen sind haben diese innerhalb von fünf Jahren auch hohe Steigerungen hingelegt.
    Stimmt. Daraus kann man schließen, dass die Steigerungsraten zurückgehen.

    Zitat:
    Zitat von Alpha_Tom Beitrag anzeigen
    Wichtig ist: Immobilien verlieren jährlich an wert. Irgendwann kommt der Zeitpunkt wo keine Käufer mehr da sind, weil die alten Häuser keiner mehr haben möchte.
    Die durchschnittliche Lebensdauer eines Wohnhauses liegt bei 80 bis 100 Jahren. Rechtzeitige Sanierungen können diese Zeit wesentlich verlängern.
    Ein Rückgang der Immobilienpreise in Deutschland existiert seit dem Ende des zweiten Weltkriegs ausschließlich im Zusammenhang mit allgemeinen rückläufigen wirtschaftlichen Entwicklungen. Wer eine Immobile in wertstabiler Umgebung (siehe mein Beitrag vom 15.06.) kauft, mit der Absicht selber darin zu wohnen, geht praktisch kein Risiko ein, wenn eine solide Finanzierung (mindestens 30% Eigenkapital) gesichert ist.

    LittleThought.
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    Alt 23.06.2016, 13:59   #5
    Alpha_Tom
     
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    Zitat:
    Zitat von LittleThought Beitrag anzeigen
    Stimmt. Daraus kann man schließen, dass die Steigerungsraten zurückgehen.


    Die durchschnittliche Lebensdauer eines Wohnhauses liegt bei 80 bis 100 Jahren. Rechtzeitige Sanierungen können diese Zeit wesentlich verlängern.
    Ein Rückgang der Immobilienpreise in Deutschland existiert seit dem Ende des zweiten Weltkriegs ausschließlich im Zusammenhang mit allgemeinen rückläufigen wirtschaftlichen Entwicklungen. Wer eine Immobile in wertstabiler Umgebung (siehe mein Beitrag vom 15.06.) kauft, mit der Absicht selber darin zu wohnen, geht praktisch kein Risiko ein, wenn eine solide Finanzierung (mindestens 30% Eigenkapital) gesichert ist.

    LittleThought.
    Wichtiger Punkt ist wenn er selbst drin wohnt. Den ein Weiterverkauf oder eine Vermietung ist nur interessant für den Käufer/Mieter wenn die Wohnung nicht aus dem vorherigen Jahrhundert ist.

    Wer kauft schon ein Haus, selbst in guter Lage, wenn es Denkmalgeschützt ist oder schon so alt ist, dass ich quasi alles renovieren muss
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    Alt 26.06.2016, 13:25   #6
    LittleThought
     
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    Zitat:
    Zitat von Alpha_Tom Beitrag anzeigen
    ... ein Weiterverkauf oder eine Vermietung ist nur interessant für den Käufer/Mieter wenn die Wohnung nicht aus dem vorherigen Jahrhundert ist.
    Na, na, na, das letzte Jahrhundert ist noch nicht mal 16 Jahre her. So ein Haus oder eine Wohnung kann man schon noch sinnvoll nutzen.
    Bei einem Haus, das 100 Jahre alt ist sieht die Sache dann vielleicht schon etwas anders aus.

    Gruß von LittleThought.
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    Alt 27.06.2016, 13:36   #7
    Alpha_Tom
     
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    Zitat:
    Zitat von LittleThought Beitrag anzeigen
    Na, na, na, das letzte Jahrhundert ist noch nicht mal 16 Jahre her. So ein Haus oder eine Wohnung kann man schon noch sinnvoll nutzen.
    Bei einem Haus, das 100 Jahre alt ist sieht die Sache dann vielleicht schon etwas anders aus.

    Gruß von LittleThought.
    Entscheidend ist nach wie vor, dass eine Immobilie grundsätzlich an Wert verliert. Mit Renovierungen kann man das zwar vermeiden oder zumindest reduzieren, aber die Kosten für die Renovierung stellen ja auch eine Wertminderung da.

    Wichtig ist wie du es anfangs gesagt hattest eine gute Lage. Ein Grundstück verliert nur dann an Wert, wenn die Lage plötzlich schlechter wird
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    Alt 16.09.2016, 09:44   #8
    LittleThought
     
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    Zitat:
    Zitat von Alpha_Tom Beitrag anzeigen
    Entscheidend ist nach wie vor, dass eine Immobilie grundsätzlich an Wert verliert. Mit Renovierungen kann man das zwar vermeiden oder zumindest reduzieren, aber die Kosten für die Renovierung stellen ja auch eine Wertminderung da.
    ...
    So uneingeschränkt stimmt das nicht.
    Es ist zwischen Wohnwert der Immobilie und Wert der Immobilie zu unterscheiden.
    Durch die jeweilige Preisentwicklung kann den Wert einer Immobilie auch ohne Renovierung steigen.
    In den Bereichen der sogenannten "Immobilienblasen" passiert das zur Zeit. Manch ältere Wohnkomplexe werden von den Eigentümern bewusst nicht renoviert oder in Stand gehalten um die darin wohnenden Mieter zum Auszug zu veranlassen um dann das Gebäude abreißen lassen oder mit Gewinn verkaufen zu können.
    Auch bei älteren freistehenden Einfamilienhäusern spielt der Wert des Gebäudes meist nur eine untergeordnete Rolle und die Wertänderung der Immobile hängt dann allein von der Wertentwicklung des Grundstücks ab.

    Die Wertänderung des Grundstücks, auf dem die Immobilie steht, ist von der Wertminderung durch den Verschleiß (Alterung) des Gebäudes nicht betroffen.
    Zur Erhaltung des Wohnwerts des Gebäudes sind natürlich (so wie du schreibst) immer wieder Investitionen nötig.

    Gruß von LittleThought.
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    Alt 16.09.2016, 20:30   #9
    Pegasus008
     
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    es gibt jede menge faktoren, welche die wertentwicklung einer immobilie beeinflussen.

    für mich gibt es 3 wichtigste standortfaktoren für eine werthaltige immobilie:

    1. lage
    2. lage
    3. lage

    andere faktoren für den immobilienwert wie mietrendite, welche bei einer ertragswertbetrachtung eine rolle spielen kann, bzw. auch substanzwertbetrachtungen sind individuell zu gewichten.

    die mietrendite in frankfurt/oder oder in gelsenkirchen mag optisch hoch sein, aber die nachhaltigkeit ist anzuzweifeln. anders als in berlin, hamburg, heidelberg oder stuttgart.

    für mich ist grundsätzlich mithin entscheidend beim kauf einer immobilie, wie könnte man aus der investition wieder aussteigen, vor allem in wirtschaftlich schwierigeren zeiten als diesen heute. vielleicht werden mir meine erben eines tages dankbar dafür sein, dass ich die standortentscheidungen beim immobilienkauf mit bedacht wählte.
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