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    Alt 07.09.2017, 21:45   #61
    woipe1
     
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    Zitat:
    Zitat von cyrano35 Beitrag anzeigen
    Nichts gegen Träumereien, aber sie zwischen zwei Buchdeckel zu pressen, ist immer so hübsch wohlfeil und mehr nicht. Das Beste, was die Welt bislang an größeren institutionellen Entitäten anzubieten hat, sind Nationen und allenfalls Staatenbünde. Und selbst die stehen oft auf tönernen Füßen. Eine "Weltinnenpolitik" ist in Betracht der eben auch egoistischen Natur des Menschen in meinen Augen einfach nur spinnert und kommt über konjunktivistische Thesen seltenst hinaus. Und dann gibt es in der Natur des Menschen noch so eklige Sachen wie Xenophobie oder Stammes- und Sippendecken. Muss einem nicht gefallen, weglabern lassen sie sich aber auch nicht.
    da sind wir nicht so ganz einer meinung. träumereien, ideale, utopien - diese sind wirklich wichtig - gerade auch weil man um das egozentrische naturel des menschen weiß. wenn man das mögliche erreichen will, muss man das unmögliche zu denken beginnen.
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    1. was lange gärt, wird endlich wut (woipe)
    2. krieg ist der terror der reichen und terror ist der krieg der armen (sinngemäß nach: sir peter ustinov)
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    Alt 07.09.2017, 21:50   #62
    woipe1
     
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    @ abra und broo-klyn

    merci für die literaturtips. habe mich heute auch gleich in münchen eingedeckt...
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    Alt 08.09.2017, 02:35   #63
    abrakadabra
     
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    abrakadabra wird schon bald berühmt werden
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    Zitat:
    Zitat von cyrano35 Beitrag anzeigen
    Die Gründung von Gewerkschaften ist in den meisten Ländern mit "Ausgebeuteten" jedenfalls nicht verboten. Ansonsten blieben noch die zweifellos vom jeweiligen Regime alles andere denn erwünschten Reaktionen in Form von Streik, Aufständen und Revolution. Die können aber nicht von außen eingebracht werden.
    Verboten wohl nicht, aber es wird ihnen unmöglich gemacht. Gerade in Katar sind die Zustände teilweise so bestürzend schlimm, das an eine Gewerkschaft oder Streik und Aufständen gar nicht gedacht werden kann.

    Zitat:
    Auch wenn das hier kein Fußballforum ist, dazu eine kurze Anmerkung: Die FIFA ist die Organisation aller Fußballverbände dieser Welt. Und da die meisten von ihnen ebenso korrupt sind wie die Staaten, aus denen sie kommen, ist auch die FIFA in erster Linie korrupt. Marktwirtschaftlich organisierte Staaten hingegen weisen ein vergleichsweise geringes Maß an Korruption auf.
    Weil die Korruption auf anderer Ebene stattfindet, die nennt sich dann nämlich Lobbyismus und trägt dahingehend Früchte, das Posten verschoben werden, aber nur eben bei Konservativen und derer Komplizen. Von Strauß über Kohl bis Pofalla und Wissmann sind es durchaus prominente Beispiele...

    Zitat:
    Weder ist Katar ein klassisch kapitalistisches Land, noch haben Vertreter aus kapitalistischen Staaten die WM dorthin vertickt, sondern die FIFA als Ansammlung primär korrupter Verbände aus korrupten Staaten. Ohne die Stärkung vor allem afrikanischer Verbände innerhalb ebenjener FIFA unter Blatter wäre die Vergabe der WM an Katar wohl kaum passiert.
    Die FIFA war und ist ein korrupter Haufen. Das Blatter sich die Gunst aftrikanischer Verbände auch erkauft hat, ist wohl eine Tatsache, allerdings dürften diese nur die Spitze des Eisberges sein und ohne zumindest die Billigung und auch Förderung kapitalistischer Staaten und ihrer Vertreter, wohl kaum auch die Vergabe passiert. Schließlich will man ja mit Katar noch gute Geschäfte machen, sowohl was Waffenschiebereien, als auch Öl angeht...

    Zitat:
    Ich bin mir "sicher", du hast noch nie ein Erzeugnis als Ergebnis räuberischer Praktiken gekauft. Sind halt alle anderen Konsumenten dran schuld, nur du nicht.
    Das habe ich nicht behauptet, noch relativiert oder begründet es irgendwas, also bleibe bei der Sache oder willst Du nur wieder mal persönlich werden?

    Zitat:
    Nichts gegen Träumereien, aber sie zwischen zwei Buchdeckel zu pressen, ist immer so hübsch wohlfeil und mehr nicht. Das Beste, was die Welt bislang an größeren institutionellen Entitäten anzubieten hat, sind Nationen und allenfalls Staatenbünde. Und selbst die stehen oft auf tönernen Füßen. Eine "Weltinnenpolitik" ist in Betracht der eben auch egoistischen Natur des Menschen in meinen Augen einfach nur spinnert und kommt über konjunktivistische Thesen seltenst hinaus. Und dann gibt es in der Natur des Menschen noch so eklige Sachen wie Xenophobie oder Stammes- und Sippendecken. Muss einem nicht gefallen, weglabern lassen sie sich aber auch nicht.
    Ein echter Cyrano diese Aussage, erst mal ohne jegliche Fach- oder Sachkenntnis die Aussagen und die Erkenntnisse aus solchen visionären Denkweisen als "Träumereien" diffamieren ohne sich inhaltlich damit auseinandergesetzt zu haben. Typisch konservativ auch es als "spinnert" abzutun, da es ja leichter ist Probleme vor sich herzuschieben, als sie anzugehen. Zumal diese ja auch von Menschen gefordert und unterstützt werden, die in der Vergangenheit die Welt schon einmal nachhaltig verändert haben. (Michail Gorbatschow) beispielsweise.
    Du solltest also bevor Du Deinen Vorurteilen freien Lauf läßt, Dich erstmal selber damit befassen, vielleicht das Buch mal lesen, um nicht selber als "spinnert" entlarvt zu werden. Deine Sichtweise erinnert an diejenigen die vor Jahrzehnten Menschen die mit biologischem Anbau anfingen, diese als Spinner bezeichneten. Mittlerweile ist diese Form des Anbaus und seine Nachhaltigkeit ein Riesenerfolgsmodell und die herkömmliche Landwirtschaft ist auf dem absteigenden Ast in der BRD.
    __________________
    Grundsätzlich erkennt man Rechtsextremismus nach Benz schon an vier Indizien:

    1.einem "übersteigerten Nationalgefühl"
    2.an festen Feindbildern
    3.am Glaube an das "Recht des Stärkeren"
    4.und am Anspruch, dass es Menschen unterschiedlicher
    Wertigkeit gibt


    "Die Partei artikuliert Hass und ermöglicht so klaren Rechtsextremismus."
    (Extremismusforscher Wolgang Benz über die AfD)
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    Alt 08.09.2017, 03:14   #64
    abrakadabra
     
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    abrakadabra wird schon bald berühmt werden
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    Zitat:
    Zitat von broo-klyn Beitrag anzeigen
    @abrakadabra,

    wenn man diese Tatsache (denke an die 20.000 Lobbyisten in Brüssel bei der EU) nicht pauschalisiert, rottet man diese 'außerparlamentarische Bande' nie aus.
    Einerseits sind es immer nur Konservative die Lobbyarbeit als gesellschaftlich und moralisch korrekt darastellen, andererseits sollte man genau diesen Lobbyismus auch im Einzelnen benennen und transparent machen, was durch Pauschalisierungen aber nicht gelingt, um bei einer Wahl auch die für sich selbst richtige Wahl zu treffen. Denn nur wenn es gelingt den Menschen klarzumachen, das dieser Lobbyismus nichts an der eigenen Situation verbessert, wird auch ein Politikwechsel erst möglich. Pauschalisierungen nutzen nur Populisten etwas...

    Zitat:
    Ich meine, wir haben doch ein Anschauungsbeispiel von Lobbyismus in Reinkultur - in Form unseres 'Auto-Ministers' - ständig vor Augen, wo schamlos betrogen wurde, aber durch die Politik gedeckt, die Kosten den tumben Autofahrern überlassen werden. Da lob' ich mir fast amerikanische Zustände.wer ist das schon?
    Auch dies belegt meine obige Aussage, denn genau dieses Verhalten, bis hin zum "auf Pump" leben der letzten 35 Jahre, was uns in spätestens weiteren 15 Jahren heftig um die Ohren fliegen kann, wenn sich der wirtschaftliche Boom in eine Rezession und die darauf folgende Depression wandelt, die dann noch verstärkt wird und in ein soziales Desaster führt, ist rein konservativer Denkweise und Politik geschuldet, die Kosten sozialisiert und Gewinne privatisiert. Schaut man sich in diesem Kontext die fortschreitende Digitalisierung und den Wegfall von Millionen Arbeitsplätzen an, dürfte Jedem klar werden, das die Zukunft ohne einen maßgeblichen Politikwechsel hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit in eine Katastrophe führen muß...
    Zitat:
    Aber ohne diese wären wir noch immer Leib-(oder schon wieder?) eigene einer Kaste von Nichtnutzer.
    Ich meinte nicht die technischen oder gesellschaftlichen Revolutionen, sondern die politischen und diese haben nie eine wirkliche Verbesserung gesellschaftlicher Art gebracht, ganz im Gegenteil führten diese immer zu Totalitarismus oder Diktaturen. Daher halte ich persönlich es für besser ein bestehendes weitestgehendes demokratisches System mit all seinen Macken und Fehlern mittels kleiner Schritte zu verbessern, als die "große Weltrevolution" zu versuchen anzuzetteln.
    Zitat:
    du weisst doch was grenzenlos ist...? klar, die Gier!
    Die Dummheit sollte man auch dazu benennen , nichtsdestotrotz ist es ja auch die Gier, die hier sogar ausgenutzt werden kann, denn wenn sich die Länderchefs hier einigen würden, wäre ein Wirtschaftswachstum um den Faktor 10 möglich. (Ist in dem Buch so beschrieben)
    Zitat:
    na ja, ein Pflasterer arbeitet mehr. Seltsamerweise, sind es gerade die Anwälte im BT, welche eine außergewöhnliche Bereicherung aufweisen. Gauweiler liegt da eindeutig an der Spitze und hat im BT nicht allzu viele Reden gehalten...wenn überhaupt.https://www.google.de/url?sa=t&rct=j...4LRUeckDJjGpvA
    Nun, ein Pflasterer arbeitet körperlich härter, aber mehr wohl kaum, wenn man sich den strammen Tagesablauf mancher Parlamentarier anschaut, dann können sie eben nicht den Hammer um 16 Uhr fallen lassen und wenn man sich ähnliche Positionen in der Wirtschaft anschaut, wird das dann auch besser bezahlt. Insofern bin ich schon der Ansicht, das die Volksvertreter auch gut verdienen sollten.
    Zitat:
    wenn sie im BT vertreten sind, werden wir uns die Nebeneinkünfte anschauen; versprochen!
    Wenn sie diese nicht jetzt schon besitzen, denn die Spitze bei der AfD kommt ja zum größten Teil von der CDU...

    Zitat:
    Niemand kann zwei Herren dienen, steht es in der Bibel, unsere Abgeordneten schaffen das in der Mehrheit mit links. Wenn hinter der Arbeit, Qualität stecken würde, hätte wohl keiner Einwände. Aber wenn der BT die Arbeit vom Parlamentarischen Dienst machen lässt und jeder Abgeordnete einen kleinen Stab von Mitarbeitern hat, dann ist die Arbeitswut wohl eher im Lesen von viel Papier und den Gesprächen mit Parteispendern gewidmet.
    Darum sollte Lobbyismus verboten werden und Nebeneinkünfte und die Einkünfte von Parlamentariern gehört noch transparenter gemacht und sollten auch reguliert werden. Übrigens auch schon lange eine rein linke Forderung...

    Zitat:
    Ich denke - wie oben schon geschrieben - eine Raumpflegerin oder ein Schichtarbeiter am Band, arbeitet da wirklicher und für weitaus weniger.
    Nichts gegen Raumpfleger oder Schichtarbeiter, aber man sollte vielleicht ähnliche Positionen miteinander vergleichen. Der eines Politikers ist der eines Managers in der "freien Wirtschaft" insofern schneiden die Politiker da einkommensmäßig schon wesentlich schlechter ab...
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    Alt 08.09.2017, 14:17   #65
    broo-klyn
     
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    @abrakadabra,
    Zitat:
    Einerseits sind es immer nur Konservative die Lobbyarbeit als gesellschaftlich und moralisch korrekt darastellen, andererseits sollte man genau diesen Lobbyismus auch im Einzelnen benennen und transparent machen, was durch Pauschalisierungen aber nicht gelingt, um bei einer Wahl auch die für sich selbst richtige Wahl zu treffen. Denn nur wenn es gelingt den Menschen klarzumachen, das dieser Lobbyismus nichts an der eigenen Situation verbessert, wird auch ein Politikwechsel erst möglich. Pauschalisierungen nutzen nur Populisten etwas...
    Lobbyismus ist parteiübergreifend, und da nimmt sich keine! Partei aus. Schließlich haben diese Lobbyisten ein unschlagbares Argument; das Geld welches sie als Parteispenden in Briefumschlägen beim Aperitif überreichen.
    Zitat:
    Auch dies belegt meine obige Aussage, denn genau dieses Verhalten, bis hin zum "auf Pump" leben der letzten 35 Jahre, was uns in spätestens weiteren 15 Jahren heftig um die Ohren fliegen kann, wenn sich der wirtschaftliche Boom in eine Rezession und die darauf folgende Depression wandelt, die dann noch verstärkt wird und in ein soziales Desaster führt, ist rein konservativer Denkweise und Politik geschuldet, die Kosten sozialisiert und Gewinne privatisiert.
    was ist konservativ am Lobbyismus? Jeder hält die Hand auf, daher hilft dagegen nur Kontrolle. Preussische 'Tugenden' sind '45 mit begraben worden, und mit der Übernahme der atlantischen Wirtschaftsweise (schon Adenauer hatte 'seinen' Banker) ist es mehr geworden. Daher ist es auch ein Witz, die sogen. Staatstreue, durch ein Beamtentum belohnen zu wollen.
    Zitat:
    Schaut man sich in diesem Kontext die fortschreitende Digitalisierung und den Wegfall von Millionen Arbeitsplätzen an, dürfte Jedem klar werden, das die Zukunft ohne einen maßgeblichen Politikwechsel hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit in eine Katastrophe führen muß...Ich meinte nicht die technischen oder gesellschaftlichen Revolutionen, sondern die politischen und diese haben nie eine wirkliche Verbesserung gesellschaftlicher Art gebracht, ganz im Gegenteil führten diese immer zu Totalitarismus oder Diktaturen.
    dies seit dem Bestehen der Arbeitsteiligkeit der Fall. Wagenmacher wurden Schrauber und Kerzendreher wurden Elektriker... alles fließt, wie die ollen Griechen meinten. Auch die Politik war immer die gleiche, die Großen gegen die kleinen. Und da hat kein System ein Vorteil, nur Stadien zunehmenden Machtanspruchs.
    Zitat:
    Daher halte ich persönlich es für besser ein bestehendes weitestgehendes demokratisches System mit all seinen Macken und Fehlern mittels kleiner Schritte zu verbessern, als die "große Weltrevolution" zu versuchen anzuzetteln.
    da hast du recht, aber was, wenn diese vielgelobte Demokratie selbst auf falschem Weg ist? Wenn ein Diktator sagt, sagt in seinem Reich Demokratie herrscht, so muß man dies ja nicht per se als gegeben hinnehmen.
    Zitat:
    Die Dummheit sollte man auch dazu benennen , nichtsdestotrotz ist es ja auch die Gier, die hier sogar ausgenutzt werden kann, denn wenn sich die Länderchefs hier einigen würden, wäre ein Wirtschaftswachstum um den Faktor 10 möglich. (Ist in dem Buch so beschrieben)
    um so mehr, wenn diese Länderchefs Außenstände eintreiben wollen, wie die polnische Dame mit ihrer Reparationsforderung. Ziehen wir der Merkel & Co. ihre Kleider aus (sinnbildlich versteht sich), denn was sie sagen und was sie nicht tun, sind zwei paar Stiefel.
    Zitat:
    Nun, ein Pflasterer arbeitet körperlich härter, aber mehr wohl kaum, wenn man sich den strammen Tagesablauf mancher Parlamentarier anschaut, dann können sie eben nicht den Hammer um 16 Uhr fallen lassen und wenn man sich ähnliche Positionen in der Wirtschaft anschaut, wird das dann auch besser bezahlt. Insofern bin ich schon der Ansicht, das die Volksvertreter auch gut verdienen sollten. Wenn sie diese nicht jetzt schon besitzen, denn die Spitze bei der AfD kommt ja zum größten Teil von der CDU...
    kannst du pflastern? Auf jeden Fall musst du solches erlernen und nicht nur dumm rumschwätzen können, wie Politiker. Und ich denke, wenn man sich die Lebensdauer von Pflasterern und Politikern anschaut, wird klar, wer den Lebenskraft kostenderen Job hat.
    Zitat:
    Darum sollte Lobbyismus verboten werden und Nebeneinkünfte und die Einkünfte von Parlamentariern gehört noch transparenter gemacht und sollten auch reguliert werden. Übrigens auch schon lange eine rein linke Forderung...
    richtig! Niemand wird gezwungen, den Abgeordneten zu machen. Selbst ein Trump musste seinen Job aufgeben, damit er sich voll seiner Aufgaben widmen kann. Deutsche Hinterbänkler sehen dies naturgemäß anders, weil Politik für sie das Sprungbrett in eine strahlende Zukunft als Lobbyist sein kann.
    Zitat:
    Nichts gegen Raumpfleger oder Schichtarbeiter, aber man sollte vielleicht ähnliche Positionen miteinander vergleichen. Der eines Politikers ist der eines Managers in der "freien Wirtschaft" insofern schneiden die Politiker da einkommensmäßig schon wesentlich schlechter ab...
    warum sollte 'man' dies tun? Da lob' ich mir die amerikanische Verfassung, welches klipp und klar dieses 'Klassendenken' auf den Müll geworfen hat. Für mich ist die Arbeit einer Putzfrau oder eines Pflasterers gleichwertig mit der Arbeit eines Politikers. Alles andere ist Kastenverhalten und wurde eigentlich durch die franz. Revolution abgeschafft.

    Wir benötigen als Gemeinschaft schlicht keinen König oder Bischof, sondern nur Menschen, welche ihren Job gut machen...mehr können wir nicht erhoffen.

    Parteien geben sich einen Namen. Sie haben kein Profil besonders christlich oder sozial zu sein; es ist nur das Klingelschild an der Tür. Wie sehr sogenannte Werte und Überzegungen 'vergessen' werden, werden wir an den Tagen nach der Wahl erleben, wenn nivelliert* wird, um miteinander zu regieren.

    *dabei ist nivellieren die Tatsache, dass von einer Basis die Unterschiede ermittelt werden; also nicht gleich gemacht werden. Komische Sprache dieses deutsch?
    broo-klyn ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 08.09.2017, 15:34   #66
    abrakadabra
     
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    abrakadabra wird schon bald berühmt werden
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    Zitat:
    Zitat von broo-klyn Beitrag anzeigen
    @abrakadabra,
    Lobbyismus ist parteiübergreifend, und da nimmt sich keine! Partei aus. Schließlich haben diese Lobbyisten ein unschlagbares Argument; das Geld welches sie als Parteispenden in Briefumschlägen beim Aperitif überreichen.
    Lobbyismus lebt von den Interessen die er vertritt. Wenn eine Partei aber eben nicht vorrangig die Interessen derer vertritt, die sich das leisten können, sondern diejenigen die sozial die Benachteiligten sind, entfäll dieses Interesse. Insofern gibt es bei linken Gruppierungen naturgemäß kein dergestalteter Lobbyismus, allenfalls nur dann, wenn sie mal an der Macht wären.
    Zitat:
    was ist konservativ am Lobbyismus? Jeder hält die Hand auf, daher hilft dagegen nur Kontrolle. Preussische 'Tugenden' sind '45 mit begraben worden, und mit der Übernahme der atlantischen Wirtschaftsweise (schon Adenauer hatte 'seinen' Banker) ist es mehr geworden. Daher ist es auch ein Witz, die sogen. Staatstreue, durch ein Beamtentum belohnen zu wollen.
    Konservative Gruppierungen wollen ihre sogenannten "Werte und Traditionen" erhalten, letztlich meinen sie damit die Pfründe und Privilegien, die ihnen ihre monetären Vorteile bringen. Dies ist urkonservativ.
    Zitat:
    dies seit dem Bestehen der Arbeitsteiligkeit der Fall. Wagenmacher wurden Schrauber und Kerzendreher wurden Elektriker... alles fließt, wie die ollen Griechen meinten. Auch die Politik war immer die gleiche, die Großen gegen die kleinen. Und da hat kein System ein Vorteil, nur Stadien zunehmenden Machtanspruchs.
    Die digitale Revolution wird massive Jobverluste zurfolge haben, auch E-Fahzeuge werden Jobwegfall bedeuten, da es wesentlich weniger Arbeitskraft benötigt ein solches Fahzeug zu bauen. Allerdings wird der Bedarf an Spezialisten steigen, aber nicht in dem Maße, wie Arbeitsplätze nicht mehr benötigt sind. Daher ist ein neues gesellschaftliches Konzept absolut notwendig.
    Zitat:
    da hast du recht, aber was, wenn diese vielgelobte Demokratie selbst auf falschem Weg ist? Wenn ein Diktator sagt, sagt in seinem Reich Demokratie herrscht, so muß man dies ja nicht per se als gegeben hinnehmen.
    Darum ist es ja so wichtig, die jetzigen demokratischen Prozesse nicht einzuschränken und Grundrechte zu bewahren und eben nicht abzubauen oder einer Einthemenpartei zu überlassen, die sich zwar als Alternative präsentiert, aber eben null besitzt.
    Zitat:
    um so mehr, wenn diese Länderchefs Außenstände eintreiben wollen, wie die polnische Dame mit ihrer Reparationsforderung. Ziehen wir der Merkel & Co. ihre Kleider aus (sinnbildlich versteht sich), denn was sie sagen und was sie nicht tun, sind zwei paar Stiefel.
    Man sollte da aber auch unterscheiden, wie gesagt, zwischen Tamtam und echten Interventionen, denn mehr als Ersteres sind diese Forderungen nicht, sie dienen nur um die polnische Regierung außenpolitisch zu profilieren und innenpolitisch von Problemen und der zunehmenden Entdemokratisierung abzulenken.
    Zitat:
    kannst du pflastern? Auf jeden Fall musst du solches erlernen und nicht nur dumm rumschwätzen können, wie Politiker. Und ich denke, wenn man sich die Lebensdauer von Pflasterern und Politikern anschaut, wird klar, wer den Lebenskraft kostenderen Job hat.
    Ich habe schon mal gepflastert, allerdings bin ich kein Experte. Aber so wie dieser sich mehr seinen körperlichen Herausforderungen stellt, muß ein Abgeordneter halt intellektuell mehr leisten und wenn man als solcher zig Sitzungen bewältigen muß und in einigen Ausschüssen vertreten ist, kann das durchaus auch an die körperliche Substanz gehen.
    Zitat:
    richtig! Niemand wird gezwungen, den Abgeordneten zu machen. Selbst ein Trump musste seinen Job aufgeben, damit er sich voll seiner Aufgaben widmen kann. Deutsche Hinterbänkler sehen dies naturgemäß anders, weil Politik für sie das Sprungbrett in eine strahlende Zukunft als Lobbyist sein kann.
    Gilt aber eben nicht für alle Fraktionen und ist daher auch zu pauschal und sicher auch nicht die Motivation für die Mehrheit der im Parlament Vertretenden...
    Zitat:
    warum sollte 'man' dies tun?
    Weil Beide im gewissen Sinne Verantwortung für ihren Bereich übernehmen und auch über Schicksale entscheiden können. Es ist daher nicht vergleichbar mit einem handwerklichen Beruf in dem man "nur" als Ausführender von 7 - 16:00 Uhr tätig ist.
    Zitat:
    Da lob' ich mir die amerikanische Verfassung, welches klipp und klar dieses 'Klassendenken' auf den Müll geworfen hat. Für mich ist die Arbeit einer Putzfrau oder eines Pflasterers gleichwertig mit der Arbeit eines Politikers.
    Auch ein Trump unterläuft das System, da er seinen "Job" allenfalls ruhen läßt und die Verantwortung in der Familie weitergegeben hat. und sicherlich ist eine Putzfrau und ein Pflasterer nicht weniger "wert" als ein Politiker und sollte auch entsprechendn entlohnt werden, wenn es nach mir ginge. Geht es aber nicht...
    Zitat:
    Alles andere ist Kastenverhalten und wurde eigentlich durch die franz. Revolution abgeschafft.
    Auch die französische Revolution brachte einen neuen Kaiser hervor...

    Zitat:
    Wir benötigen als Gemeinschaft schlicht keinen König oder Bischof, sondern nur Menschen, welche ihren Job gut machen...mehr können wir nicht erhoffen.
    Hier rennst Du bei mir offene Türen ein.

    Zitat:
    Parteien geben sich einen Namen. Sie haben kein Profil besonders christlich oder sozial zu sein; es ist nur das Klingelschild an der Tür. Wie sehr sogenannte Werte und Überzegungen 'vergessen' werden, werden wir an den Tagen nach der Wahl erleben, wenn nivelliert* wird, um miteinander zu regieren.
    Parteien sind keine unförmige Masse und starr, sondern werden von Menschen gebildet, welche ähnliche Überzeugungen vertreten. Daher ist es sehr wohl wichtig, was im Programm steht und wie sie es durchsetzten möchten. ...und das sie in ihrer Grundhaltung darauf Bezug nehmen im Namen ist auch klar...
    ...und schaut man sich die Lobbyarbeit der Konservativen im Bundestag an, dürfte auch klar sein, wessen Interessen sie vertreten... http://www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1065265.html

    Zitat:
    *dabei ist nivellieren die Tatsache, dass von einer Basis die Unterschiede ermittelt werden; also nicht gleich gemacht werden. Komische Sprache dieses deutsch?
    Jepp
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    Grundsätzlich erkennt man Rechtsextremismus nach Benz schon an vier Indizien:

    1.einem "übersteigerten Nationalgefühl"
    2.an festen Feindbildern
    3.am Glaube an das "Recht des Stärkeren"
    4.und am Anspruch, dass es Menschen unterschiedlicher
    Wertigkeit gibt


    "Die Partei artikuliert Hass und ermöglicht so klaren Rechtsextremismus."
    (Extremismusforscher Wolgang Benz über die AfD)
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    Alt 09.09.2017, 01:24   #67
    broo-klyn
     
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    @abrakadabra,
    Zitat:
    Die digitale Revolution wird massive Jobverluste zurfolge haben, auch E-Fahzeuge werden Jobwegfall bedeuten, da es wesentlich weniger Arbeitskraft benötigt ein solches Fahzeug zu bauen. Allerdings wird der Bedarf an Spezialisten steigen, aber nicht in dem Maße, wie Arbeitsplätze nicht mehr benötigt sind. Daher ist ein neues gesellschaftliches Konzept absolut notwendig.
    Dein letzter Satz macht mich ein wenig wirr; entspricht er doch so sehr den Worten von Parteimenschen, welche noch immer glauben, dass Systeme gemacht werden können.

    Menschen richten sich ein, und ein Schwarm richtet sich immer an anderen 'Vögeln' aus. Daher denke ich, werden die Menschen sich einrichten, sich so einrichten, wie die Wagenmacher und Kerzenzieher es früher auch mussten. Die Leineweber und Samtspinner, als die mechanischen Geräte, die Dampfmaschinen, ihren Job übernahm. Sie richteten sich ein oder zogen in andere Länder.

    Sollen wir versuchen eine Kommandowirtschaft zu installieren oder der Evolution menschlicher Gesellschaften den Vorzug geben? Ich weiß es wirklich nicht.
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    Alt 09.09.2017, 02:27   #68
    cyrano35
     
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    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Verboten wohl nicht, aber es wird ihnen unmöglich gemacht.
    Nö, eben nicht.

    Zitat:
    Gerade in Katar sind die Zustände teilweise so bestürzend schlimm, das an eine Gewerkschaft oder Streik und Aufständen gar nicht gedacht werden kann.
    Wie oben bereits geschildert ist Katar nebst anderen islamischen Staaten nicht kapitalistisch organisiert. Das einzige islamische Land, das Demokratie und Marktwirtschaft mal sehr nahe war, ist die Türkei. Damit hat es sich aber jetzt wohl.

    Zitat:
    Weil die Korruption auf anderer Ebene stattfindet, die nennt sich dann nämlich Lobbyismus und trägt dahingehend Früchte, das Posten verschoben werden, aber nur eben bei Konservativen und derer Komplizen. Von Strauß über Kohl bis Pofalla und Wissmann sind es durchaus prominente Beispiele...
    Auch Gewerkschaften betreiben Lobbyismus, wenn auch seit Schröder (SPD) nicht mehr sonderlich effektiv.

    Zitat:
    Die FIFA war und ist ein korrupter Haufen. Das Blatter sich die Gunst aftrikanischer Verbände auch erkauft hat, ist wohl eine Tatsache, allerdings dürften diese nur die Spitze des Eisberges sein und ohne zumindest die Billigung und auch Förderung kapitalistischer Staaten und ihrer Vertreter, wohl kaum auch die Vergabe passiert. Schließlich will man ja mit Katar noch gute Geschäfte machen, sowohl was Waffenschiebereien, als auch Öl angeht...
    Das sind Vermutungen, sonst nichts. Weise mir die Involvierung eines großen Konzerns bei der ganzen Schmierenkomödie nach, dann glaube ich dir. Für reine Spekulationen und Verschwörungstheorien solltest du dir hingegen selber zu schade sein.

    Zitat:
    Ein echter Cyrano diese Aussage, erst mal ohne jegliche Fach- oder Sachkenntnis die Aussagen und die Erkenntnisse aus solchen visionären Denkweisen als "Träumereien" diffamieren ohne sich inhaltlich damit auseinandergesetzt zu haben.
    In den Raum geworfene Buchtitel funktionieren nun mal in einem Forum nicht zwecks Überzeugung, zumal wenn der Inhalt vom großen Tippgeber auch nur ansatzweise zusammengefasst werden kann.

    Zitat:
    Typisch konservativ auch es als "spinnert" abzutun, da es ja leichter ist Probleme vor sich herzuschieben, als sie anzugehen. Zumal diese ja auch von Menschen gefordert und unterstützt werden, die in der Vergangenheit die Welt schon einmal nachhaltig verändert haben.
    Du und ich ändern an der Natur des Menschen kein Jota. Du glaubst, du könntest das, ich nicht. So einfach ist das.

    Zitat:
    (Michail Gorbatschow) beispielsweise.
    In Russland extrem verhasst.
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    Alt 09.09.2017, 07:01   #69
    abrakadabra
     
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    Zitat:
    Zitat von broo-klyn Beitrag anzeigen
    @abrakadabra,
    Dein letzter Satz macht mich ein wenig wirr; entspricht er doch so sehr den Worten von Parteimenschen, welche noch immer glauben, dass Systeme gemacht werden können.
    Systeme werden gemacht, denn die Menschen in ihnen entscheiden ja auch selbst, ob diese diktatorisch oder demokratisch gebildet werden. Inwieweit dies manipulativ oder eben durch Dogmen geschieht ist dabei objektiv gesehen, erst einmal irrelevant. In einer teilweise demokratischen Struktur gehört aber auch zwangsläufig eine soziale dazu. Diese gilt es zu gestalten und auszukleiden und je sozialer eine Gesellschaft ist, desto demokratischer kann sie auch sein. Das ist meine feste Überzeugung.

    Zitat:
    Menschen richten sich ein, und ein Schwarm richtet sich immer an anderen 'Vögeln' aus. Daher denke ich, werden die Menschen sich einrichten, sich so einrichten, wie die Wagenmacher und Kerzenzieher es früher auch mussten. Die Leineweber und Samtspinner, als die mechanischen Geräte, die Dampfmaschinen, ihren Job übernahm. Sie richteten sich ein oder zogen in andere Länder.
    Aber auch hier regte sich schnell Widerstand gegen unsoziale Verhältnisse und dieser Widerstand führte auch dazu, das die Gesellschaften demokratischer werden mußten, sprich das Herrscher, wollten sie ihre Machtansprüche durchsetzen auch sozialer werden mußten. Bei einer digitalen Revolution, die gerade erst beginnt, auch angesichts einer Technik, die beispielsweise das Transportwesen autark machen wird, die somit auch den Individualverkehr, wie es ihn heute gibt, total verändern wird,(es wird keine Taxen mit Chauffeure mehr geben, keine Busfahrer, keine Schiffsbesatzungen bei Transportschiffen, keine LKW-Fahrer usw...), werden sich wie zu Beginn der industriellen Revolution ganze Berufsbilder verändern, wegfallen weil sie überflüssig sind oder zumindest massiv verringern. Sollten sich dazu noch E-Fahrzeuge durchsetzen, wird auch in der Automobilindustrie massiv abgebaut, denn solche Fahrzeuge benötigen weniger Aufwand in der Entwicklung und Zusammenbau, als in der von Verbrennungsmotoren. (Auch wenn diese Fahrzeuge in der Ökobilanz ähnlich schlecht dastehen).
    Wenn man sich diese Entwicklungen ansieht, bei gleichzeitigem Anstieg der Weltbevölkerung, ist es nur logisch, das sich auch gesellschaftliche Konzepte und Denkweisen verändern müssen und auch eben sozialer ausgerichtet werden, will man bürgerkriegsähnliche Zustände verhindern.

    Zitat:
    Sollen wir versuchen eine Kommandowirtschaft zu installieren oder der Evolution menschlicher Gesellschaften den Vorzug geben? Ich weiß es wirklich nicht.
    Eine Kommandowirtschaft wird nicht von langer Dauer sein, da auch sie keine dauerhaften Lösungen bieten kann. Menschen sind alles in allem "Herdentiere" und nur der Zusammenhalt und die Einigkeit das es ein Miteinander geben muß, bei allen inhaltlichen und sachbezogenen Debatten zum Trotz, machen sie überlebensfähig oder rotten sich selber im umgekehrten Falle aus...
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    Grundsätzlich erkennt man Rechtsextremismus nach Benz schon an vier Indizien:

    1.einem "übersteigerten Nationalgefühl"
    2.an festen Feindbildern
    3.am Glaube an das "Recht des Stärkeren"
    4.und am Anspruch, dass es Menschen unterschiedlicher
    Wertigkeit gibt


    "Die Partei artikuliert Hass und ermöglicht so klaren Rechtsextremismus."
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    Alt 09.09.2017, 07:44   #70
    abrakadabra
     
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    Zitat:
    Zitat von cyrano35 Beitrag anzeigen
    Nö, eben nicht.
    Auch hier urteilst Du eher nach Deiner subjektiven Unwissenheit. Denn wenn Menschen massivsten Repressalien ausgesetzt sind, eine Organisierung untereinander im Keim erstickt wird, Widerstand maximal von außen kommen könnte, diese aber eben auch wahrgenommen und gehandelt werden muß, sie unter unwürdigsten Verhältnissen leben müssen, dann besitzen sie keine "Wahl". Das mit einem "Nö, eben nicht" abzutun, ist Ignoranz in Reinkultur...http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...a-1036875.html
    Zitat:
    Wie oben bereits geschildert ist Katar nebst anderen islamischen Staaten nicht kapitalistisch organisiert. Das einzige islamische Land, das Demokratie und Marktwirtschaft mal sehr nahe war, ist die Türkei. Damit hat es sich aber jetzt wohl.
    Hier verwebst und verwechselst Du Begrifflichkeiten. Denn eine kapitalistische und marktwirtschaftliche Ausrichtung bedarf nicht unbedingt Demokratie. Dies ist auch in Diktaturen möglich, ja sogar nötig, da sie sich so die existentiellen Mittel sichern um ihre Machtansprüche durchzusetzen, je kapitalistischer je unsozialer sind sie und je mehr entfernen sie sich auch von demokratischen Prozessen.

    In der Türkei wird genau dies auch irgendwann Erdogan um die Ohren fliegen, denn er ist auf genau diese Einnahmen angewiesen, die er in seinem Größenwahn gerade zerstört.

    Zitat:
    Auch Gewerkschaften betreiben Lobbyismus, wenn auch seit Schröder (SPD) nicht mehr sonderlich effektiv.
    Habe ich nicht bestritten, aber das begründet oder widerlegt auch rein gar nichts, sondern zeigt nur auf, das Macht korrumpiert und je konservativer die Haltung, je anfälliger sind die Protagonisten...
    Zitat:
    Das sind Vermutungen, sonst nichts. Weise mir die Involvierung eines großen Konzerns bei der ganzen Schmierenkomödie nach, dann glaube ich dir. Für reine Spekulationen und Verschwörungstheorien solltest du dir hingegen selber zu schade sein.
    Das sind keine "Vermutungen", denn man muß sich nur mal anschauen, woher deren Gelder kommen. Diese stammen von großen Medienkonzernen, Sportartikelherstellern und Marketingrechten. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaf...-13616572.htmlEin Verweben, durch überdotierte Pöstchenschieberei haben die Skandale der letzten Jahre eindrucksvoll belegt. Die FIFA ist insofern eine moderne Form mafiöser Strukturen, da relativiert auch der Austausch einzelner Führungsmitglieder der letzten Jahre nichts.

    Zitat:
    In den Raum geworfene Buchtitel funktionieren nun mal in einem Forum nicht zwecks Überzeugung, zumal wenn der Inhalt vom großen Tippgeber auch nur ansatzweise zusammengefasst werden kann.
    Eben weil man es hier nur ansatzweise zusammenfassen kann, sollte derjenige der seriös dagegenhalten möchte, sich damit wenigstens grob befassen und es entweder selber lesen, oder zumindest anderweitig informieren. Da Du dahingehend keinerlei Ahnung hast, sehe ich auch keinerlei Ansatz, das Du im entferntesten Dir darüber ein Urteil bilden kannst. Du besitzt nur Vorurteile ohne jegliche Substanz.
    Also informiere Dich, denn das ich Dir alles vorkaue, ist wohl ein klein wenig zu viel verlangt...
    Zitat:
    Du und ich ändern an der Natur des Menschen kein Jota. Du glaubst, du könntest das, ich nicht. So einfach ist das.
    Das relativiert und widerlegt natürlich alles...

    Gesellschaftliche notwendige Veränderungen, die sich noch dazu sogar an der Natur des Menschen orientieren, so abzutun ist eher Ausdruck einer unflexiblen Geisteshaltung aufgrund von konservativen Denkens, die rückschrittlich ist und wenn ihr historisch gesehen, immer stringent gefolgt worden wäre, Fortschritt nahezu unmöglich gemacht hätte, was teilweise sogar temporär geschah, schaut man sich das Mittelalter bspw. an. Aber technischer Fortschritt ist auf Dauer nicht aufzuhalten, der gesellschaftliche muß daher folgen, auch wenn Ewiggestrige wie Du das nicht einsehen...
    Zitat:
    In Russland extrem verhasst.
    ...und weswegen hat er mit seiner Haltung unrecht?
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    Geändert von abrakadabra (09.09.2017 um 07:50 Uhr)
    abrakadabra ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 09.09.2017, 12:05   #71
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    Zitat:
    Zitat von cyrano35 Beitrag anzeigen
    Nö, eben nicht.


    Wie oben bereits geschildert ist Katar nebst anderen islamischen Staaten nicht kapitalistisch organisiert. Das einzige islamische Land, das Demokratie und Marktwirtschaft mal sehr nahe war, ist die Türkei. Damit hat es sich aber jetzt wohl.



    Auch Gewerkschaften betreiben Lobbyismus, wenn auch seit Schröder (SPD) nicht mehr sonderlich effektiv.



    Das sind Vermutungen, sonst nichts. Weise mir die Involvierung eines großen Konzerns bei der ganzen Schmierenkomödie nach, dann glaube ich dir. Für reine Spekulationen und Verschwörungstheorien solltest du dir hingegen selber zu schade sein.



    In den Raum geworfene Buchtitel funktionieren nun mal in einem Forum nicht zwecks Überzeugung, zumal wenn der Inhalt vom großen Tippgeber auch nur ansatzweise zusammengefasst werden kann.



    Du und ich ändern an der Natur des Menschen kein Jota. Du glaubst, du könntest das, ich nicht. So einfach ist das.


    In Russland extrem verhasst.


    Auch wenn die "Lobby“ ein schlechtes Image hat, sollte sachlich anerkannt werden, dass Lobbyismus per se nichts Verwerfliches ist, sondern auch positive Auswirkungen haben kann. Gerade Gewerkschaften und gewisse Verbände haben einen Einfluss auf die Politik, welche Lobbyismus pur sind. Es bleibt auch noch die Frage offen, ab wann eine Gruppe ohne Lobbyismus soviel Berücksichtigung in der Politik findet, dass ihre Einflussnahme im Kampf um Wählerstimmen bereits schädlich sein kann. Die wachsende Gruppe der senioren erhält Wohltaten im Werben um Wählerstimmen, welche auf Kosten zukünftiger Generationen bezahlt werden müssen.
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    Alt 09.09.2017, 18:17   #72
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    Na heul doch. Vor 20 oder 30 Jahren waren die zukünftigen Rentner diejenigen, die für die Rentner bezahlt haben. So ist das nun mal, wenn man einen Generationenvertrag als Grundlage hat.
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    Alt 09.09.2017, 20:53   #73
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    Zitat:
    Zitat von KreuzAs Beitrag anzeigen
    Na heul doch. Vor 20 oder 30 Jahren waren die zukünftigen Rentner diejenigen, die für die Rentner bezahlt haben. So ist das nun mal, wenn man einen Generationenvertrag als Grundlage hat.
    nur dass der generationenvertrag zunehmend in schieflage gerät. der generationenvertrag passt so leider nicht mehr.

    darüber hinaus gebe ich dem schimpansen durchaus auch recht, wenn er die positiven seiten des lobbyismus hervorhebt. irgendwoher müssen schließlich auch die menschen kommen, die wirklich die fachkompetenz haben und dem gesetzgeber beratend zur seite stehen... die abgeordneten sind schließlich keine allwissenden allrounder... leider nicht.

    wenn lobbyarbeit aber fetterneswirtschaft wird und die politik korrumpiert, dann funktioniert eine solche beratertätigkeit aber auch nicht mehr...
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    Alt 09.09.2017, 21:02   #74
    abrakadabra
     
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    Zitat:
    Zitat von schimpanse2 Beitrag anzeigen
    Auch wenn die "Lobby“ ein schlechtes Image hat, sollte sachlich anerkannt werden, dass Lobbyismus per se nichts Verwerfliches ist, sondern auch positive Auswirkungen haben kann. Gerade Gewerkschaften und gewisse Verbände haben einen Einfluss auf die Politik, welche Lobbyismus pur sind. Es bleibt auch noch die Frage offen, ab wann eine Gruppe ohne Lobbyismus soviel Berücksichtigung in der Politik findet, dass ihre Einflussnahme im Kampf um Wählerstimmen bereits schädlich sein kann. Die wachsende Gruppe der senioren erhält Wohltaten im Werben um Wählerstimmen, welche auf Kosten zukünftiger Generationen bezahlt werden müssen.
    Lobbyismus ist dann etwas Verwerfliches, wenn sich die Politik ausschließlich daran ausrichtet. Das könnte man dann auch Korrumption und Korruption nennen...

    Der Einfluß der Gewerkschaften ist eher begrenzt, ansonsten gäbe es ein berechtigtes Verbot der Aussperrung und die 30 h Woche bei vollem Lohnausgleich. Insofern ist der Einfluß auf die Politik eher marginal und sicher nicht so stark, wie die von Wirtschaftsverbänden, einzelnen Großunternehmern und sogar Einzelpersonen mit großem Vermögen.
    Lobbyismus wie ihn die CDU/CSU/FDP und auch mittlerweile die SPD und die Grünen betreiben ist in großen Teilen asozial und gehört verboten.
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    Alt 09.09.2017, 23:09   #75
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    Wie viel Gewerkschafter sind im Parlament..? Ich denke, ein zu großer Anteil, wenn man die Bevölkerungsstruktur berücksichtigt. Ein relativ kleiner Teil der arbeitenden 'Klasse' ist maximal im BT vertreten. Auch stellen Juristen und Lehrer eine überproportional große Gruppierung im BT, gemessen an der Bevölkerung.

    Na lassen wir's, die ideale Gesellschaft einschl. Demokratie ist ein frommer Wunsch; mal mehr, mal weniger.

    Lobbyismus ist a-demokratisch, das ist doch wohl klar? Wer hat diese Interessenvertreter gewählt, sich um das Wohl und Wehe des deutschen Volkes zu kümmern? Berater, Consultings usw...? Hat nicht jeder Abgeordnete den riesigen parlamentarischen Dienst zur Verfügung, hat er nicht einen Stab von Mitarbeitern um sich, welche ihm alle relevanten Informationen liefern können?

    Wie haben die armen Parlamentarier vergangener Zeiten, nur ihre Entscheidungen treffen, oder gar die Gesetze formulieren können, nach denen wir noch heute leben?

    Die Lobby ist eine Krake und je mehr man meint sie zu benötigen, um so mächtiger wird sie.
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    Alt 10.09.2017, 11:34   #76
    schimpanse2
     
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    Die politische Klasse verfügt m.E. über eine Macht, welche nicht mit der Qualifikation, bzw. den Erfahrungen gedeckt ist, welche Menschen in z.B. der Wirtschaft angesammelt haben. Nicht selten ist die Aufgabe der Lobbyisten, schlimme und teure Weltfremdheiten der Politiker zu verhindern. Die Kreativität der politischen Parteien vor den Wahlen spülen jede Menge an kostentreibendem Unsinn hoch, welche dann von den Bürgern finanziert werden sollen.

    Besonders schlimm für den Steuer- und Gebührenzahler wird es meistens dann, wenn Regierungskoalitionen ihre Wahlversprechen "der Glaubwürdigkeit halber" gebündelt realisieren, wenn sie an der Macht sind.
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    Alt 10.09.2017, 12:18   #77
    broo-klyn
     
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    @schimpanse2
    Zitat:
    Nicht selten ist die Aufgabe der Lobbyisten, schlimme und teure Weltfremdheiten der Politiker zu verhindern.
    sind diese 'schlimmen und teuren' Weltfremdheiten nicht erst der von der Lobby in die Welt gebracht worden? Erinnere gerne an die Auswüchse eines G. Schröder, welcher seinen Kumpels Riester und Maschmeyer fette Pfründe verschaffte, um Systeme in die Welt zu bringen, welche - außer vorgenannten - keinem nützten?
    Zitat:
    Die Kreativität der politischen Parteien vor den Wahlen spülen jede Menge an kostentreibendem Unsinn hoch, welche dann von den Bürgern finanziert werden sollen.
    das stimmt nun wiederum, was aber nur möglich ist, weil das System 'Opposition' inzwischen auf dem Müll gelandet ist.
    Zitat:
    Besonders schlimm für den Steuer- und Gebührenzahler wird es meistens dann, wenn Regierungskoalitionen ihre Wahlversprechen "der Glaubwürdigkeit halber" gebündelt realisieren, wenn sie an der Macht sind.
    'an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen' heißt es doch in einem Buch der Weisheit. "Mit mir wird es keine Maut keine 'Mehrwertsteuererhöhung' geben", sagte die Leiterin der Anstalt Deutschland und wurde trotzdem immer wiedergewählt.

    Mit Ratio ist dieser Zirkus schon lange nicht mehr erklärbar, sondern eher ein Fall für den Doktor mit dem Sofa.
    broo-klyn ist offline   Mit Zitat antworten
    Alt 12.09.2017, 00:42   #78
    abrakadabra
     
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    Zitat:
    Zitat von broo-klyn Beitrag anzeigen
    Wie viel Gewerkschafter sind im Parlament..? Ich denke, ein zu großer Anteil, wenn man die Bevölkerungsstruktur berücksichtigt. Ein relativ kleiner Teil der arbeitenden 'Klasse' ist maximal im BT vertreten. Auch stellen Juristen und Lehrer eine überproportional große Gruppierung im BT, gemessen an der Bevölkerung.
    Es ist wohl noch kein Lobbyismus, wenn eine gewisse Berufsgruppe häufiger im BT vertreten ist, allerdings dann, wenn Wirtschaftsvertreter bewußt versuchen ihre Interessen durchzusetzen und dies dann auch mit entsprechenden "Parteispenden" untermauern.

    Zitat:
    Na lassen wir's, die ideale Gesellschaft einschl. Demokratie ist ein frommer Wunsch; mal mehr, mal weniger.
    Es gibt keine "ideale Gesellschaft", aber das sagt nicht aus, das man an dieser Utopie arbeiten darf. Anders ausgedrückt: Demokratie lebt von denen, die sie leben. Wer also diese kritisiert, sollte auch bereit sein sie mitzugestalten. Auch im Kleinen...

    Zitat:
    Lobbyismus ist a-demokratisch, das ist doch wohl klar? Wer hat diese Interessenvertreter gewählt, sich um das Wohl und Wehe des deutschen Volkes zu kümmern? Berater, Consultings usw...? Hat nicht jeder Abgeordnete den riesigen parlamentarischen Dienst zur Verfügung, hat er nicht einen Stab von Mitarbeitern um sich, welche ihm alle relevanten Informationen liefern können?
    Ich bin ein Gegner des Lobbyismus, das habe ich wohl klar gemacht. Allerdings sollten Abgeordnete natürlich über alle Mittel verfügen sich zu informieren und Zugang zu den wichtigen Bereichen gesellschaftlicher und politischer Belange bekommen, denn nur so können sie auch Entscheidungen treffen und im Idealfall sogar objektive, denn das wäre gelebte Demokratie...

    Zitat:
    Wie haben die armen Parlamentarier vergangener Zeiten, nur ihre Entscheidungen treffen, oder gar die Gesetze formulieren können, nach denen wir noch heute leben?
    Die hatten auch ihre Quellen, oder?

    Zitat:
    Die Lobby ist eine Krake und je mehr man meint sie zu benötigen, um so mächtiger wird sie.
    Bin hier absolut Deiner Meinung!
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    Alt 12.09.2017, 14:05   #79
    broo-klyn
     
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    Abschließend für mich ist nur zu bemerken, dass Lobbyisten, welche in Regierungsgebäuden einen Arbeitsplatz haben um Gesetzte zu formulieren, welche dann im Maßstab 1:1 durch das Parlament gepeitscht werden (vornehmlich des Nachts bei einem Fußballländerspiel), nicht meiner Vorstellung von Demokratie und der Arbeit von Parlamentariern entsprechen.

    Wie sehr dieses System sich in der Welt breit gemacht hat, sieht man nicht nur an der Lex 'Abgase für Automobile', sondern um Potenzen mehr in Brüssel. Und je mehr das deutsche Parlament Befugnisse nach Brüssel verlagert, um so mehr ist das System der Oligarchie gestärkt.

    Schlicht: warum irgendwelche Nasen lauthals und aufwändig* wählen, wenn wir die entscheidenden Leute doch direkt wählen könnten? Denn dies ist doch in Wahrheit das System, welches irgendwie einen Leiter hat (Putin, Trump, Merkel, Macron usw.) welche die Aktionen dieser Lobbyisten nur zu organisieren hätte und auch machen.

    Bekommt man in Deutschland doch für jedes Gebiet, einen Experten; warum also den Umweg über so Pfeifen wie Dobrindt / v.d.Leyen machen, welche noch nicht einmal die Aktionen ihrer Lobbyisten koordinieren können?

    *aufwendig für Puristen
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    Alt 12.09.2017, 19:34   #80
    cyrano35
     
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    Zitat:
    Zitat von abrakadabra Beitrag anzeigen
    Auch hier urteilst Du eher nach Deiner subjektiven Unwissenheit. Denn wenn Menschen massivsten Repressalien ausgesetzt sind, eine Organisierung untereinander im Keim erstickt wird, Widerstand maximal von außen kommen könnte, diese aber eben auch wahrgenommen und gehandelt werden muß, sie unter unwürdigsten Verhältnissen leben müssen, dann besitzen sie keine "Wahl".
    Das sind Plattitüden, die im Umkehrschluss immer die Schuld des Westens suggerieren sollen. Lassen wir den bösen Westen also sämtliche Handelsbeziehungen mit Ländern abbrechen, die weder demokratisch noch kapitalistisch organisiert sind, dann bleibt nicht mehr viel übrig. Und dann geht es den Menschen in den isolierten Ländern besser?

    Handel kann nun einmal nicht überkommene Herrschaftsstrukturen, Clan- und Sippendenken oder religiösen Fundamentalismus in den armen Regionen von jetzt auf gleich beheben. Und umgekehrt kann er sie, falls vorher nicht bereits vorhanden, dort auch nicht installieren.

    Ich gebe aber zu bedenken, dass immerhin westliche Forschung zu einer deutlich geringeren Kindersterblichkeit auch in den armen Regionen dieses Planeten beigetragen hat. Dummerweise hat sich das Zeugungsverhalten, nicht zu verwechseln mit Geschlechtsverkehr, dort nicht geändert, was zu einer explosiven Bevölkerungsvermehrung führte, die keine Kultur in dem Maße aushalten und selber finanzieren kann.

    Schuld des Westens? Klar, in der Sichtweise westlicher Flagellanten mit Hang zum Sozialismus immer.

    Zitat:
    Hier verwebst und verwechselst Du Begrifflichkeiten. Denn eine kapitalistische und marktwirtschaftliche Ausrichtung bedarf nicht unbedingt Demokratie.
    Doch, mittel- und langfristig bedarf sie dieser. Große Ideen, und seien sie lediglich darauf ausgerichtet, Geld zu machen, bedürfen Meinungsfreiheit und das Recht auf Veröffentlichung. Im Großen und Ganzen bieten allein kapitalistische Staaten diese Freiheit. Aber du kannst mir ja gerne mal Innovationen aus nicht-kapitalistischen Staaten nennen, die für Furore gesorgt haben. Nur zu!

    Zitat:
    In der Türkei wird genau dies auch irgendwann Erdogan um die Ohren fliegen, denn er ist auf genau diese Einnahmen angewiesen, die er in seinem Größenwahn gerade zerstört.
    Mit anderen Worten: Erdogan macht mit seinem Nationalismus und Islamismus die Früchte von Demokratie und Marktwirtschaft zunichte. Sollte eigentlich als warnendes Beispiel taugen, zieht bei dir in deiner Versessenheit auf Entwicklungshilfe und Abbruch von kapitalistischen Handelsbeziehungen nicht. Schade drum!

    Zitat:
    Habe ich nicht bestritten, aber das begründet oder widerlegt auch rein gar nichts, sondern zeigt nur auf, das Macht korrumpiert und je konservativer die Haltung, je anfälliger sind die Protagonisten...
    Herrje, "Macht korrumpiert", das ist ja ganz was Neues.

    Warum Sportartikelhersteller die WM nach Katar vergeben haben sollten, kannst du damit aber nicht erklären. Sie sind sicherlich involviert, und Moral ist ihnen egal, aber das Grundübel bleiben nun mal Verbände aus extrem korrupten Staaten, die sich teilweise sogar sozialistisch nennen.

    Zitat:
    Eben weil man es hier nur ansatzweise zusammenfassen kann, sollte derjenige der seriös dagegenhalten möchte, sich damit wenigstens grob befassen und es entweder selber lesen, oder zumindest anderweitig informieren. Da Du dahingehend keinerlei Ahnung hast, sehe ich auch keinerlei Ansatz, das Du im entferntesten Dir darüber ein Urteil bilden kannst. Du besitzt nur Vorurteile ohne jegliche Substanz.
    Nein, machen wir es doch einfach, mein Lieber: Ich bin ein Nazi. Denn jeder, der rechts von dir steht, ist ein Nazi und Menschenfeind.

    Zitat:
    Gesellschaftliche notwendige Veränderungen, die sich noch dazu sogar an der Natur des Menschen orientieren, so abzutun ist eher Ausdruck einer unflexiblen Geisteshaltung aufgrund von konservativen Denkens, die rückschrittlich ist und wenn ihr historisch gesehen, immer stringent gefolgt worden wäre, Fortschritt nahezu unmöglich gemacht hätte, was teilweise sogar temporär geschah, schaut man sich das Mittelalter bspw. an. Aber technischer Fortschritt ist auf Dauer nicht aufzuhalten, der gesellschaftliche muß daher folgen, auch wenn Ewiggestrige wie Du das nicht einsehen...
    ...und weswegen hat er mit seiner Haltung unrecht?
    Flieg durch die Welt und veranstalte dort eine sozialistische Revolution nach der anderen! Pass aber auf, dass du nicht abgemurkst wirst, weil du in islamischen Ländern dummerweise als Nicht-Moslem identifiziert werden könntest.

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    Geändert von cyrano35 (12.09.2017 um 19:37 Uhr)
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