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#21 |
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Hallo tribus177,
Dank für deinen begründeten Beitrag! Die von dir angesprochene Skepsis teile ich, nur denke ich auch, dass Skepsis nicht reicht wenn empirische Untersuchungen dagegenstehen. Einerseits gibt es zufällig parallel laufende Ereignisse aber andererseits auch eine denkbare Kausalkette (siehe Eingangsposting) gegen die ich bis jetzt noch keinen Einwand gehört habe. Die Möglichkeit bedingter Konditionierung kann ich auch nicht ausschließen. Bezüglich weiterer Begründungen der Empirik habe ich auf die Phantasie der Forenmitglieder gehofft. Gruß von LittleThought. |
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#22 |
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Tja, der gute alte Mond... Deswegen aufgebrachter disputieren ist unsinnig, denn jeder macht seine eigenen Erfahrungen mit der Materie. Ich kann schon mal sagen, mein eigener Vater ist bei Vollmond meist unruhiger & gereizter. Ich hatte schon immer den Verdacht, irgendwann vollzieht er die Wandlung.*lacht albern* Einfach mangelnder Schlaf. Eine Art Neumondkater kann ebenfalls mit einem Schlafdefizit erklärt werden. Die Diskrepanz von innerer Uhr & äußerer Anforderung nennt man übrigens sozialen Jetlag, d.h. man schläft permanent zu wenig oder zu falschen Zeiten. 50% der Deutschen haben laut "ZEIT WISSEN Ratgeber-Arbeiten & Leben" einen sozialen Jetlag von einer Stunde oder mehr. (Daher "liebe" ich diese beknackte, kontraproduktive Zeitumstellung! Grrr!!!)
Aber mal im Ernst, in nahezu allen alten Kulturvölkern spielte der Mond & dessen Magie im religiösen Denken eine ziemlich bedeutende Rolle. Da er selbst "vergeht" & "wächst", wurde er recht bald das höchste Symbol für Fruchtbarkeit & Wachstum. Interessantes weiß ich von den Buschmännern: Der Mond darf nicht angeschaut werden, wenn Wild geschossen wird. Sie blicken mit gesenktem Kopf zum Himmel, weil sie den Schein des Mondes fürchten. In ihren Erzählungen ist der Mond kein gutes Wesen, wenn sie ihn anschauen. Er hat ja auch manchmal was magisches. Denn wenn sie dies tun & haben Wild geschossen, so würden die Raubtiere das Wild, das im Sterben liegt, fressen. Wenn das Wild nicht stirbt, so liegt das am Mondenwasser (der Abend- bzw. Morgentau), wenn es darauf gefallen ist oder welches eben dann darauf fällt. Es kühlt das Gift, mit welchem das Tier geschossen wurde. Das Wild steht auf & geht weiter – vom Mondenwasser geheilt. Mal schöne Mythen aus Afrika! Der Glaube, dass der Mond die Menschen beeinflusst, ist in Deutschland, denke ich, mehr in den südlichen Gefilden unseres Landes verbreitet. Da wo Religion eben auch noch stärker verankert ist. Der Norden scheint für den Mond weniger anfällig zu sein.*lacht* Aber die Kraft der Vorstellung kann heilen. & auch die Religion wirkt bei vielen wie ein Placebo. Was ja an sich nichts schlechtes ist. Etwas bissiger kam das mal von Dieter Nuhr: "Der Glaube macht, dass Menschen Horoskope lesen, sich in die Luft sprengen oder bei Vollmond Ochsen melken." Aber das da irgendein Magnetismus zwischen Mond & Erde & folglich auch zwischen den Lebewesen, welche darauf hausen, ist, könnte ich mir gut vorstellen. Abgesehen von Ebbe & Flut, welche durch die schon genannte Gravitation entstehen - Die Abhängigkeit ist in den vielfältigsten Berufen fest verankert & die Gründe sind zumindest für diese Berufszweige nicht von der Hand zu weisen. Holzfäller, Gärtner, Landwirte, quasi alle Berufe, die an, in & mit der Natur ausgeübt werden, wissen um besseres Holz, schnelleres Gemüsewachstum, bessere Ernte oder Aussaat zu einem bestimmten Mondstand. Tatsächlich gilt der Mond als wetterwendisch. Nach Vollmond oder Neumond ist meist ein Wetterwechsel. Empirische Untersuchungen kann ich jetzt nicht bieten, aber ich selbst habe vor einigen Jahren mal spaßeshalber experimentiert, zu den angegebenen Tagen meine Pflanzen zu wässern. & ich muss sagen, ich habe inzwischen den reinsten Dschungel! Das Experiment mit der saubereren Wäsche missglückte jedoch & ich führe Sauberkeit einfach auf ein besseres Waschmittel zurück.*lacht* Soweit zum Selbstversuch, der auch dabei hilft altbackene Mythen aufzudenken oder vielleicht doch ein Fünkchen Wahrheit dahinter zu finden. Mich interessiert halt auch praktisch, wovon ich erzähle. Hat manchen Vorteil. ![]() Etwas, wovon wir leider nicht mehr profitieren können ist, dass der Tag mal gut 16 Sekunden mehr hat. Das dauert aber noch gut eine Mio. Jahre. Aber was man da so alles damit anfangen könnte!!! Noch einmal atmen, ein Müh länger schlafen, länger auf dem Häusel sitzen...*lacht laut*
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#23 | |
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crazy_dune,
nett dass du dich hier beteiligst! Zitat:
Ich habe hier versucht den "advocotus diavoli" zu spielen um ein paar Argumente gegen die von mir dargestellten Behauptungen zu bekommen. Das mit dem "advocotus diavoli" scheint ein voller Erfolg geworden zu sein. Das mit den erhofften Argumenten um so weniger. Wenn dies Ergebnis repräsentativ wäre müsste ich an die Macht des Mondes glauben. Gruß von LittleThought. |
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#24 |
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#25 | |
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Zitat:
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#26 |
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Weil der Mensch seine animalische Sensibilität verloren hat, falls er je welche hatte.
Kannst du z.B. Magnetfelder erkennen, wie Vögel? Wenn ja - herzlichen Glückwunsch, dann bist du bald ein begehrtes Studienobjekt zahlreicher Wissenschaftler. |
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#27 | |
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Zitat:
Abgesehen von dem hellen Störfaktor beim Schlafen, beeinflusst der Mond den Menschen sehr wohl, den einen mehr, den anderen weniger, der eine bekommt es bewusst mit, der andere leugnet und ignoriert es. Bei Schlafwandlern etwa ist es auch bereits erforscht, dass der Mond diese Leute beeinflusst, und da ist es egal, ob das Zimmer vollkommen abgedunkelt ist oder nicht. Ich kenne zwei Menschen, die immer einige Tage vor dem Vollmond unruhig schlafen und sogar unterwegs sind, ohne dass sie davon am folgenden Tag noch viel wüssten. Weiter habe ich selbst so einige Experimente durchgeführt, da ich selbst beweisen wollte, dass das Ganze Getue um den Mond mehr Aberglaube als Wirkung ist. Ich wurde dann besonders mit der Pflege der Fußnägel eines Besseren belehrt. Gerade wenn einer mit Zehennägeln Probleme hat, dass diese leicht einwachsen und immer größere Schmerzen verursacht, dann hilft es Tatsächlich darauf zu achten, die Nägel bei aufnehmenden Mond und gerade zu schneiden. Ich habe dies selbst erlebt, obwohl ich beweisen wollte, dass es egal ist, wann man sich die Nägel schneidet. Erst als ich nach Jahren wieder darauf achtete, verschwanden meine Probleme allmählich wieder. |
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#28 |
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Naja, das hat was von Warzenbesprechung bei Vollmond. Okay, möglich. Das hat aber nichts mit direkter psychischer Beeinflussung durch den Mond zu tun. Schlafwandeln ist eine Störung dessen und ich glaube, das ein Schlafwandler nicht unbedingt auf den Mond achtet und dieser ihn auch nicht beeinflusst, wenn es ihn gelüstet nachts aufzustehen. Schlafwandeln ist eine Krankheit die wahrscheinlich eher etwas mit dem chemischen Gleichgewicht im Hirn zu tun hat.
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#29 |
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die ersten Kalender waren die des Mondes. Schon 3000 Jahre vor Chr. war der Mond 'kalendarisch' erfasst. Durch Kombination mit Sonnenjahr, Sirius-Aufgang versuchte der Mensch das 'krumme' Jahr so präzis wie möglich abzubilden.
Die Maya brachten es zu unerreichter Meisterschaft, noch immer, bis heute ist der Maya-Kalender genauer als unser prä-Gregorianische. Frauen scheinen eine anderes Verständnis vom Mond und dessen Beeinflussung zu haben, als bei rationalen Männern, welche - bestätigt durch die Physik -, dem Mond keine Kraft zuordnen. Aus der Landwirtschaft und dem Gartenbau sind Pflanzzeiten gebräuchlich, welche die Mondphasen berücksichtigen. Da Mondlicht auch (wenngleich reflektiertes) Licht ist, ist ein Einfluß wohl nicht ausgeschlossen. Leider habe ich keine Unterlagen gefunden, wo die Photonenmenge während einer unbeschatteten Volllmondnacht gemessen wurde. Da viele Menschen es ablehnen z.B. homöopathische Mittel einzunehmen, weil sie dessen Wirksamkeit bezweifeln, gibt es auf der anderen Seite Menschen, welche auf diese Mittel schwören. Mit der Mond'gläubigkeit' mag es ähnlich sein. Und da gilt eindeutig der Spruch: was hilft, hilft! |
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#30 | |
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Zitat:
Einbildung kann das also nicht sein! |
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#31 | |||
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hi_benutze_mich_;,
Zitat:
Wie hier vermutet wurde, dass es eine Gleichgewichtsstörung ist, kann wohl augeschlossen werden. Schlafwandel ist in der Kindheit ausgeprägter als im reifen Alter, deshalb liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei diesem Phänomen, um Entwicklungsschübe des Gehirns handelt. Zitat:
Zitat:
. Wenn Informationen fehlen (wie beim Somnambulismus), tritt ein individueller Erklärmodus in Kraft, welcher seit der Bewußtseinsbildung des Menschen, notwendig zum Überleben war (ist).Ein anderer Erklärmodus wäre demnach die Religion, aber dies ist ein anderes Thema. |
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Schönen Abend, klynroer!
Zitat:
Zitat:
Mit der Butterseite des Toast hat es meiner Ansicht nach jedoch absolut nichts zu tun, denn dies ist ein rein physikalischer Vorgang durch die Erdanziehungskraft und entsprechend der Höhe unterschiedlich bei der Landung. Schlafwandeln dagegen hat weder mit der Höhe noch mit der Erdanziehung etwas zu tun. Zitat:
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hi _benutze_mich_,
Zitat:
Zitat:
Natürlich hat die Schlafwandelei nichts mit dem Beispiel "Toast vom Tisch" nichts zu tun. ![]() Zitat:
Zitat:
Gefährlich wird es erst (wie bei allen 'Glaubensfragen'), wenn auf einer Ansicht beharrt wird, und Gegenstimmen vehement geleugnet werden. Deshalb brachte ich das Beispiel mit der Religion. |
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Geändert von _benutze_mich_ (02.02.2013 um 12:58 Uhr) Grund: Tippfehler |
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