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Redaktion 18.05.2016 15:01

Umfrage: Deutsche leiden unter zu viel Stress bei der Arbeit
 
Umfrage: Deutsche leiden unter zu viel Stress bei der Arbeit

Immer mehr Deutsche leiden einer Umfrage zufolge unter steigenden Belastungen am Arbeitsplatz. Neun von zehn Arbeitnehmer fühlen sich im Job gestresst, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie im Auftrag der pronova BKK hervorgeht. Hauptgründe seien ständiger Termindruck (38 Prozent), ein schlechtes Arbeitsklima (37 Prozent) und emotionaler Stress (36 Prozent). http://feeds.feedburner.com/~ff/free...?d=yIl2AUoC8zA http://feeds.feedburner.com/~ff/free...8w:F7zBnMyn0Lo http://feeds.feedburner.com/~ff/free...8w:V_sGLiPBpWU http://feeds.feedburner.com/~ff/free...?d=qj6IDK7rITs http://feeds.feedburner.com/~ff/free...?d=I9og5sOYxJI
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joey. 18.05.2016 18:43

Ich gehe davon aus, diese Umfrage ist relativ aktuell.

Mich würde v. a. interessieren, wie es vor z. B. 20 oder 30 Jahren war. Damals hat man vermutlich nicht an Personal gespart.

redhawk55 18.05.2016 19:01

Zitat:

Zitat von joey. (Beitrag 4481363)
Ich gehe davon aus, diese Umfrage ist relativ aktuell.

Mich würde v. a. interessieren, wie es vor z. B. 20 oder 30 Jahren war. Damals hat man vermutlich nicht an Personal gespart.

Damals wurde mit dem Personalsparen begonnen!
redhawk55 :smv10

detektiv3 18.05.2016 21:45

Zitat:

Zitat von joey. (Beitrag 4481363)
Ich gehe davon aus, diese Umfrage ist relativ aktuell.

Mich würde v. a. interessieren, wie es vor z. B. 20 oder 30 Jahren war. Damals hat man vermutlich nicht an Personal gespart.


Wie es vor 30 Jahren im Westen war, kenne ich nicht. ;-)

Vor 20 Jahren war der Druck jedenfalls weniger, als heute. Damals musste man jedenfalls nicht ewig betteln, damit der Jahresurlaub zur Wunschzeit genehmigt wurde.

Heute ist es wie ein Verbrechen, wenn im Februar der Sommerurlaub angemeldet wird. "Äh, müssen mal sehen, wie es dann mit Aufträgen ist, wenn jemand krank ist, zu wenig Leute blablabla..."

KreuzAs 18.05.2016 21:59

Also ich hatte diesbezüglich nie Probleme und habe es auch heute nicht. Kommt natürlich immer darauf an, als was man schafft.
Wir sind zwei Schlosser in unserer Abteilung und machen uns unsere Urlaubszeiten selbst. Es ist auch schon vorgekommen, daß sich das mal überschnitten hat. Dann war eben mal eine Woche keiner da. Geht alles, wenn man nur will und wenn der Capo geschmeidig ist.:-D

DerNeue324 30.08.2016 10:21

Was ist Stress?

Kupferwurm_01 31.08.2016 01:23

Am besten scheint m.E., man tut eine Sache nach der anderen und jeweils mit voller Konzentration. Das Ergebnis wird sich dann schon sehen lassen können.

Die sogenannten All-Rounder, die meinten, sie könnten vieles gleichzeitig machen, waren mir schon immer etwas suspekt.

anonymausi 31.08.2016 12:12

Ich kann mich noch gut erinnern, dass "früher", in den 1960er, 1970er, bis in die 1980er Jahre, mein Papa - je nach Auftragslage seiner AG-Firma - locker auch mal 60 Stunden die Woche gearbeitet hat oder etliche Doppelschichten je Woche schieben musste. Samstags frei? Nee, gab es nur sehr selten! Sonntags arbeiten? Kam des Öfteren mal vor. - Der Gewerkschaftsslogan "Samstags gehört Vati mir!" hatte nur bedingte Geltung.
Er hat im Akkord gearbeitet, in "x" Minuten musste die Rolltreppe, der Rollsteig fertig sein, diese zur Verfügung stehenden Zeiten wurden im Laufe der Jahre immer weiter gekürzt.
Er war oft genug auf Montage: Belgien, Schweden u. a. Länder; nach einem Arbeitsunfall "nur" noch innerhalb Deutschlands. - Und Urlaub? Oh ja! in den 1960er Jahren immerhin zwei ganze Wochen Jahresurlaub! In den 1970ern dann drei bis dreieinhalb Wochen... Und so ging es garantiert nicht nur meinem Papa sondern hunderttausenden Vätern in ganz Deutschland, sicher aber in den Industrie-Ballungszentren wie dem Ruhrgebiet.
Stress?? Wird er vielleicht unter einem anderen Namen gehabt haben, denn "früher" hieß das einfach "Überarbeitung". Doch dieser Stress ist meinem Papa wohl gar nicht so schlecht bekommen, sonst hätte er es nicht bis zu seinem 82. Geburtstag geschafft, würde jetzt nicht den 83. ansteuern. :smf07

Meine Meinung zum Stress, über den ach so viele klagen? - In Deutschland wachsen Generationen von Weicheiern, Klageweibern und Faulpelzen heran, die weder willens noch in der Lage sind, "richtig" zu malochen. Die das Wort "malochen" nur vom Hören-Sagen, aber nicht aus eigenem Erleben kennen! :smt02

DerNeue324 06.09.2016 10:22

Zitat:

Zitat von Kupferwurm_01 (Beitrag 4533965)
Die sogenannten All-Rounder, die meinten, sie könnten vieles gleichzeitig machen, waren mir schon immer etwas suspekt.

Wer sagt denn so was?
All-Rounder können mehr als nur eine Anforderung erfüllen, von gleichzeitig war da nie die Rede. :-D
Heute arbeitet der All-Rounder mit roten Schraubendreher und Morgen mit gelben.........

Kupferwurm_01 06.09.2016 22:18

Zitat:

Zitat von DerNeue324 (Beitrag 4536939)
Wer sagt denn so was?
All-Rounder können mehr als nur eine Anforderung erfüllen, von gleichzeitig war da nie die Rede. :-D

aber bei mir und zu diesem Begriff !

DerNeue324 16.09.2016 13:56

Zitat:

Zitat von Kupferwurm_01 (Beitrag 4537313)
aber bei mir und zu diesem Begriff !

Dann hast du das falsche Buch..........

Chronos 06.10.2016 10:16

Zitat:

Zitat von anonymausi (Beitrag 4534105)
Meine Meinung zum Stress, über den ach so viele klagen? - In Deutschland wachsen Generationen von Weicheiern, Klageweibern und Faulpelzen heran, die weder willens noch in der Lage sind, "richtig" zu malochen. Die das Wort "malochen" nur vom Hören-Sagen, aber nicht aus eigenem Erleben kennen! :smt02

Damit die Reichen immer reicher werden, durch den entstehenden Druck auf die Beschäftigten, müssen wir jetzt alle bis 80 arbeiten.
Wie sinnvoll.

Wer "malocht", hat eh irgendetwas falsch gemacht.
Eine Arbeit, die zu einem passt und einem noch genügend Platz für eine anständige Freizeitgestaltung lässt, ist da schon was erstrebenswerteres.

Chronos 06.10.2016 12:05

Die deutsche Arbeitswelt
 
Ich muss dazu sagen, ich hatte Glück, habe durch einen seltenen glücklichen Zufall aus ihr aussteigen dürfen und lebe jetzt mehr oder weniger als Privatier.


Viele meiner Bekannten aber müssen noch arbeiten.
Es ist ein wirklicher Horror, was man alles mitbekommt. Ausbeuterei, immer schlechtere Arbeitsbedingungen, Herausmobberei ab einem gewissen Alter.Herunterrechnen von Löhnen, kostenlose Überstunden, Drohungen...
ich könnte auch viele mir so geschilderte Beispiele geben.

Und dann:Wer nicht 100%ig auf Merkels "Willkommenskultur" - Linie ist und dies ausdrückt, steht bei vielen Unternehmern schon fast auf der Kündigungsliste.

Die deutsche Arbeitswelt hat sich zu einer Welt des Horrors entwickelt, was zurfolge hat, dass in den letzten jahren eigentlich ausschliesslich JOBS(!!) in den schrecklichsten Tiefen des Niedriglohnsektors entstanden sind.

Die Unternehmer werden dabei immer fetter, immer dicker.
Viele Arbeitnehmer , wenn sie nicht noch die rar gewordenen fairen Altverträge besitzen, geraten so in eine Spirale von Druck, Opportunismus, "Meldewesen" und Niedriglohn.
Darauf genau basiert auch der "Erfolg" der deutschen Wirtschaft.

Erinnere ich mich an die späten 70ger und frühen 80ger zurück: Die Arbeitswelt erscheint mir im Nachhinein als wesentlich fairer, die Chefs wesentlich stärker auch am Wohlergehen ihrer Mitarbeiter interessiert. Ein Geben und Nehmen im Ausgleich.

Alles weg.

Ich woillte (und muss es auch nicht mehr) niemals wieder in diesem Land arbeiten.

Wie seht Ihr das?

fagussylvatica 06.10.2016 20:43

Zitat:

Zitat von Chronos (Beitrag 4550471)
Ich muss dazu sagen, ich hatte Glück, habe durch einen seltenen glücklichen Zufall aus ihr aussteigen dürfen und lebe jetzt mehr oder weniger als Privatier.

Großartiger Euphemismus! Klingt auch ungleich besser als Harz IV!

KreuzAs 06.10.2016 21:14

Nicht unbedingt. Wenn ich eine größere Erbschaft gemacht, oder im Lotto gewonnen hätte, würde ich es genau so reinschreiben.;-)

fagussylvatica 07.10.2016 09:02

Zitat:

Zitat von Chronos (Beitrag 4550407)
Damit die Reichen immer reicher werden, durch den entstehenden Druck auf die Beschäftigten, müssen wir jetzt alle bis 80 arbeiten. Wie sinnvoll. Wer "malocht", hat eh irgendetwas falsch gemacht.

Fehlerhafte Angaben kombiniert mit einem provokanten Schlußsatz. Du bist wohl ein kleiner Trommler, Chronos.

Chronos 07.10.2016 09:02

Zitat:

Zitat von h.erectus (Beitrag 4550797)
Kann Arbeit nicht auch eine 'Tätigkeit' sein, welche Freude bereitet?

Durchaus. In der deutschen Arbeitswelt 2016 werden aber sicher immer weniger Einsteiger in den Arbeitsmarkt diese "Freude" empfinden, sondern höchstens noch Altverträgler.
Schau dir an, was für Jobs fast ausschliesslich entstehen in den letzten jahren. "Dreck" ist noch eine milde Bezeichnung dafür. Gierunternehmer tuen ihr übriges, dass im übrigen auch immer mehr gut ausgebildete Ausländer beim Thema BRD sagen:"Nein danke"--sie gehen dann woanders hin. Versträndlich.

Zitat:

Wenn wir die Arbeit als einen Fluch und Belastung empfinden, so setzen wir an dessen Stelle einen Konsumismus, der erheblich weniger den Menschen erfreut. Denn der Konsumismus ist auch eine Droge, welche ein 'immer mehr' einfordert.
Die vielen Millionen neuer Arbeitsstellen in Deustchland gleichen leider einem "Fluch". Ich wollt das, was ich mitbekomme, nicht mal mit der Kneifzange anfassen, theoretisch und müsste ich das noch.

Konsumismus -- der deutsche bereits vorhandene Konsumwahn-- ist der Bruder davon.
Beides sind erschreckende Seiten eines wertelosen Landes namens BRD.

Zitat:

Arbeit als Broterwerb - wie es wohl zu 99*% der Fall ist - muss nicht als Strafe empfunden werden, sondern als Chance, denn 99*% der Weltbevölkerung wären glücklich, in dieses Tretrad eingespannt zu sein.
Das glaube ich nicht. Oder gehören dann Kinderarbeit in diversen Ländern auch dazu, oder "Putzfrauen", die aus buddhistischen oder hinduistischen armen Ländern in islamische am Golf kommen, und dort wie Vieh gehalten werden, auch?
Die Arbeitszufriedenheit weltweit ist doch eher auf dem Rückzug.

Abhängige Arbeit ist eine Geißel der Menschheit, wenn man ehrlich ist.

Chronos 07.10.2016 09:18

Zitat:

Zitat von fagussylvatica (Beitrag 4550879)
Fehlerhafte Angaben kombiniert mit einem provokanten Schlußsatz. Du bist wohl ein kleiner Trommler, Chronos.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-850242.html
Na ja, die Idee mit den 80 Jahren stammt nicht von mir.

Wieso ist der Schlusssatz "provokant"? Weil er dir den Spiegel vorhält?

fagussylvatica 07.10.2016 09:39

Zitat:

Zitat von Chronos (Beitrag 4550887)
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-850242.html Na ja, die Idee mit den 80 Jahren stammt nicht von mir.

Der Unterschied zwischen "können" und "müssen" ist Dir aber geläufig, oder?

Chronos 07.10.2016 09:46

Zitat:

Zitat von fagussylvatica (Beitrag 4550893)
Der Unterschied zwischen "können" und "müssen" ist Dir aber geläufig, oder?

Ja, es gibt viele Fälle, aus denen aus "können" "müssen" wird.
Auf der Toilette zum Beispiel, aber eben auch in der Rentenfrage.


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